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Levier- und Kartenschlagvorrichtung. Die Erfindung betrifft eine Levier-
und Kartenschlagvorrichtung für Jacquardkarten, bei der die Lochstempel mit der
Hilfe von Selenzellen betätigt werden, die an der einen Seite einer mit durchsichtigen
und undurchsichtigen Feldern versehenen Musterpatrone angebracht sind, welche von
der entgegengesetzten Seite durch eine oder mehrere Lichtquellen beleuchtet wird.
Derartige Vorrichtungen waren bisher mit einer Kamera versehen, durch welche die
durch das Muster hindurchgehenden Lichtstrahlen nach den Selenzellen geleitet wurden
Die Erfindung bezweckt, sowohl diese Vorrichtung als die für die Herstellung der
zu schlagenden Jacquaxdkarten erforderlichen Musterpatronen zu vereinfachen, und
den Lochvorgang zu beschleunigen.
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Die Erfindung umfaßt einen zweckmäßig auf der Triebwelle der Lochvorrichtung
selbst angebrachten umlaufenden Kommutator, der die allmähliche Auslösung gewisser
arbeitender Organe der,Vorrichtung regelt, wodurch die Vorrichtung unter Beibehaltung
der Wirkungsweise der früher bekannten Vorrichtungen leichter herstellbar'und einstellbar
wird. Ferner ist es möglich geworden, ohne Verwendung von Farbenfiltern oder photographischen
Verfahren Muster von verwickelterer Art zu reproduzieren, ohne, wie es bisher erforderlich
war, auf der ganzen Fläche des Musters die Bindung oder Bindungen einzupunktieren,
welche die Kreuzungen der einzelnen Ketten- und Einschußfäden je nach der Art und
dem Aussehen des gewünschten Gewebes bestimmen.
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Letztere Vorrichtung ermöglicht, die Musterpatrone mittels undurchsichtiger
Farbe auf durchsichtigem Papier, sei es mit oder ohne Viereckteilung, ohne Rücksicht
auf die Bindungsverhältnisse des Gewebes herzustellen.
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Außerdem ermöglicht die Erfindung, die Löcher der Jacquardkarten Längsreihe
für Längsreihe, statt wie bisher Querreihe für Querreihe, zu schlagen, wodurch nicht
nur eine erheblich schnellere Arbeit, sondern auch der Vorteil erreicht wird, daß
die Karte viel weniger geneigt ist, sich während des Lochschlagens in der Längsrichtung
zu dehnen, so daß sie sich der Kartenwalze der Jacquardmaschine genauer anpaßt.
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-Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in den beiliegenden
Zeichnungen veranschaulicht.
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Fig. z zeigt das System im ganzen und Fig. 2 eine Einzelheit davon,
während Fig. 3 und q. in größerem Maßstabe die eine vereinfachte Musterzeichnung
ermöglichende Vorrichtung darstellen.
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Fig. 5 .und 6 sind Einzelheiten.
In Fig. i bezeichnet
i die Musterpatrone, die unmittelbar über der Selenzelle 2 liegt. Der gerade oberhalb
der Selenzelle befindliche Teil der Patrone wird durch eine Glühlampe 4. beleuchtet,
und der beleuchtete Teil wird durch einen undurchsichtigen Schirm 3 begrenzt, der
mit einer Öffnung versehen ist, deren Form und Größe einem kleinen Viereck des Musterpapiers
entspricht, das in Übereinstimmung mit dem Maßstabe der gezeichneten Musterpatrone
verwendet wird, oder, falls die Patrone auf Papier ohne Vierecke gezeichnet ist,
verwendet werden könnte, damit jedes einzelne Viereck, wie gewöhnlich, der Kreuzung
eines Kettenfadens und eines Einschußfadens des Gewebes entsprechen soll. Der Selenüberzug
der Zelle 2 ist einerseits durch Leitungen 5 und 6 mit dem' einen Pole einer elektrischen
Stromquelle S und anderseits diirch eine Leitung 37 mit dem einen Ende der Wickelung
eines Relaismagneten 13 verbunden, dessen anderes Wicklungsende durch eine Leitung
12 und eine Bürste c mit einem Kommutator g in elektrischer Verbindung steht. Letzterer
ist durch'eine Bürste a und eine Leitung lo mit dem anderen Pole der Stromquelle
S verbunden. Wenn der Kommutator 9 eine derartige Stellung einnimmt, daß die Bürsten
a und c miteinander leitend verbunden sind, wird, wenn die Selenzelle 2 beleuchtet
wird, d. h. wenn ein durchsichtiger Teil der Musterpatrone i sich zwischen der Lampe
und der Zelle befindet, der Relaismagnet 13 erregt.
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Der Kommutator g ist auf einer in der Richtung des Pfeils 55 umlaufenden
Welle 7 befestigt, die auch eine den lotrecht beweglichen Lochstempel q0 wie gewöhnlich
betätigende Exzentervorrichtung 8 trägt. Der Kommutator besteht aus vier untereinander
leitend verbundenen Metallscheiben gz, gb, g° und gd. Fig. 2 zeigt die wirkliche
Form und gegenseitige Stellung dieser Scheiben im Verhältnis zu den Bürsten a,
b, c, d, wobei die Bürsten, um das Kupplungsschema zu verdeutlichen, an verschiedenen
Teilen des Umkreises des Kommutators anliegend gezeichnet sind.
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Die Glühlampe q. ist durch eine Leitung 5a mit der Leitung 6 und durch
eine Leitung ii mit der Bürste b verbunden, die gegen die Scheibe gb des Kommutators
anliegt. Die Lampe 4. wird somit entzündet, * sobald die Bürsten a und b durch die
Scheiben 9a und gb leitend miteinander verbunden werden. Wie f in Fig. -, gezeigt
ist, ist die Scheibe gb so angeordnet, daß der Stromkreis der Glühlampe während
etwa einer halben Umdrehung des Kommutators geschlossen bleibt, bevor die Bürste
c der Selenzelle in Berührung mit ihrer Kommutatorscheibe 9c gelangt. Die Berührung
zwischen der Bürste c und der Scheibe gl: dauert höchstens während eines Zehntels
einer Umdrehung des Kommutators an und hört gleichzeitig mit der Berührung zwischen
der Bürste b und der Scheibe gb auf.
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Wenn der Relaismagnet 13, wie erwähnt, erregt wird, schließt sein
Anker 4.2, der durch eine Leitung 1.4 mit der Leitung 6 verbunden ist, den Kontakt
i5, 16, dessen letzterer Teil mit dem einen Ende der Wicklung eines Elektromagneten
18 verbunden -ist. Das andere Ende der Wicklung ist durch die Leitungen ig und igz
mit der Bürste d verbunden. Wenn diese an der Kommutatorscheibe g-1 anliegt -(Fig.
2), wird somit der Elektromagnet 18 erregt, während gleichzeitig der Relaiskontakt
15, 16 geschlossen wird, wobei der Anker 4.1 des Magneten 18, der an einer mittels
einer geeigneten Führung 3g geführten Lenkstange 38 befestigt ist, angezogen wird,
so daß die Stange 38 abwärts in der Zeichnung gezogen wird. Die Stange 38 ist bei
36 an einem doppelarmigen Stromschließer 25 angelenkt, der an den Enden mit Kontaktstiften
27, 28 versehen ist, die dazu bestimmt sind, je mit einem Metallzylinder 29 bzw.
3o in Berührung zu kommen. `'renn der Elektromagnet 18 unwirksam ist, drücken die
Kontaktstifte 27 gegen den Zylinder 29 durch die Wirkung einer Feder 24., die den
Teil 25 in der mittels ausgezogener Linien gezeigten Stellung in Fig. i hält. Wenn
dagegen der Magnet 18 wirksam ist, werden der Anker .11 und die Stange 38 herabgezogen,
so daß der Teil 25 die durch die punktierten Linien inFig. i angedeutete Stellung
einnimmt, in der die Kontaktstifte 27 von dem Zylinder 29 entfernt, und die Kontakt=
stifte 28 gegen den Zylinder 30 gedrückt gehalten werden.
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Durch die Metallfeder 24. und eine. Leitung 22 ist der Teil 25 mit
dem einen Ende der Wicklung eines Elektromagneten 23 verbunden, während das andere
Ende der Wicklung durch die Leitung 6 mit der Stromquelle in Verbindung steht. Die
beiden Metallzylinder 29, 30 sind durch Bürsten 3ia und die Leitungen 31,
ig und ig-T, mit der Bürste d und somit auch zeitweise durch den Kommutator mit
der Stromquelle verbunden. Der Elektromagnet 23 wird deshalb unabhängig von der
Stellung des Teiles 25 erregt, sobald die Bürste d gegen ihre Kommutatorscheibe
gty anliegt (Fig. 2). Falls die Zylinder 29, 30 mit endlosen Bändern :a.3,
.1.l von isolierendem Material, z. B. geeignetem Papier, umgeben werden, kann dagegen
kein Strom dem Elektromagneten 23 zugeführt werden.
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Sämtliche oben beschriebenen Organe sind i für jede Selenzelle angeordnet,
mit Ausnahme der Zylinder 29 und 3o, die für sämtliche Selenzellen gemeinsam sind.
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Wenn. bei der Wiedergabe der Musterpatrone gewisse Zellen beleuchtet
und leitend, und i andere Zellen unbeleuchtet und nichtleitend sind, nehmen diejenigen
Stromschließer 25, die
den nichtbeleuchteten Zellen entsprechen,
die in Fig. i mit ausgezogenen Linien gezeigte Stellung ein, während die den beleuchteten
Zellen entsprechenden Stromschließer 25 die mit punktierten Linien gezeigte Stellung
einnehmen. Falls der Zylinder 29 nur mit einem isolierenden Band 43 umgeben ist,
schließen lediglich die Stromschließer 25, die den beleuchteten Zellen entsprechen,
den Stromkreis ihrer Elektromagnete 23. Wären dann in dem Bande 43 den Berührungspunkten
gewisser Kontaktstifte 27 entsprechende Löcher angebracht, würden nicht nur die
sämtlichen beleuchteten Zellen, sondern auch einige den genannten Löchern e ntsprechende,
unbeleuchtete Zellen den Stromkreis ihrer Elektromagnete 23 schließen. Derselbe
Umstand würde vorhanden sein, falls der Zylinder 3o nur mit einem mit Löchern für
gewisse Kontaktstifte 28 versehenen Papierband umgeben wäre. In diesem Falle würden
sämtliche Elektromagnete 23, die den unbeleuchteten Zellen und einige, die den beleuchteten
Zellen entsprechen, erregt werden. Durch die Verwendung der beiden isolierten Bänder
43 und 44, und durch die in ihnen in Übereinstimmung mit der gewünschten Bindung
gemachten Löcher, wird es somit möglich, in gewünschter Weise die Wirkung zu modifizieren,
die lediglich durch die lichtdurchlässigen und nichtdurchlässigen Teile der Patrone
i erreicht werden würde. Die Patrone i braucht deshalb nur die Figuren des Gewebes
in ganzen Flächen wiedergeben, während das sich in gewöhnlichen Fällen nach verhältnismäßig
wenigen Einschüssen wiederholende Bindemuster durch Lochung der Papierbänder 43,
44 wiedergegeben wird, was einer bedeutenden Arbeitsersparnis bei der Herstellung
des Musters entspricht.
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Die Anker 32 der Elektromagnete 23 sind als Winkelhebel ausgebildet,
die um Zapfen 36 drehbar und an federnden Zugstangen 33 angelenkt sind; welche ihrerseits
mit den -Lochstempeln 34 des Lochapparates gelenkig verbunden sind. Die Stempel
34 sind mit einer Welle 45 drehbar verbunden, die eine längliche Öffnung 49 jedes
Stempels durchsetzt, so daß der Stempel senkrecht zu der Welle verschoben werden
kann.
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Jeder Stempel 34 wird durch eine Feder 47 und einen festen Anschlag
46 in lotrechter Stellung zwischen dem Stanzhammer 4o und den entsprechenden, in
gewöhnlicher Weise angeordneten Stanzen 48 gehalten, sofern nicht der entsprechende
Elektromagnet 23 durch Anziehung seines Ankers 32 und -der Stange 33 den entsprechenden
Lochstempel 34 in die durch gestrichelte Linien in Fig. i angedeutete Stellung dreht,
in welcher der Stempel beim Herangehen des Stanzhammers unwirksam bleibt, so daß
kein Lochen der Karte stattfindet.
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Die Erregung des Elektromagneten 23 ist, ' wie oben- beschrieben,
von zwei in jedem ein-, zelnen Falle bestimmenden Umständen abhängig, nämlich r.
von der die Beleuchtung der dem fraglichen Magnete entsprechenden Selenzelle und
der davon herrührenden Erregung oder Nichterregung der Elektromagneten 13 und i8
sowie der entsprechenden Umschaltung des . Stromschließers 25, und 2. von der Anordnung
der dem Bindemuster entsprechenden Löcher der Papierbänder 43, 4.4. für jede Patronenablesung,
die lediglich dieselbe Dauer wie die Stromzufuhr zu der entsprechenden Selenzelle
durch die Bürste c besitzt, welche Zufuhr auf höchstens ein Zehntel einer Kommutatorurndrehung
beschränkt ist. Hiermit würde eine zuverlässige Einstellung der Lochstempel nicht
erreicht werden können, indem die auf Unwirksamkeit eingestellten Stempel in ihre
wirksame Stellung gegebenenfalls zurückkehren könnten, bevor der Stanzhammer 40
sich so weit herab bewegt hätte, daß er die Stempel erfassen kann. Andererseits
ist die knappe Zeitbeschränkung der Stromzufuhr zu den Selenzellen erforderlich,
damit ihre gesteigerte Erwärmung und davon herrührende Leistungsfähigkeit auch im
unbeleuchteten Zustande während der fortgesetzten Verwendung des Apparates verhindert
wird, durch die eine sichere Ablesung des Musters unmöglich wäre. Um die Lochstempel
34 in unwirksamer Stellung genügend lange Zeit zurückzuhalten, ist deshalb die folgende
Anordnung getroffen. Der Anker 32 des Elektromagneten 23 ist durch eine Stange 35
mit dem einen Teil 21 einer Kontaktvorrichtung verbunden, deren anderer Teil 2o
mit den Leitungen i9 und igg und der Bürste d verbunden ist. Der Teil ai ist durch
die Leitung 22 mit der Wicklung des Elektromagneten 23 verbunden. Die Kommutatorscheibe
9d (Fig. 2) berührt die Bürste d während ein wenig mehr als ein Viertel einer Umdrehung
von dem Augenblicke ab, wo die Stromkreise der Selenzellen geschlossen werden. Wenn
ein Elektromagnet 23 durch Stromschließung bei 27, 29 oder 28, 3o augenblicklich.
erregt und sein Anker 32 angezogen wird, wird der Kontakt 2o, 2i geschlossen, und
infolgedessen dauert die Stromzufuhr des Elektromagneten 23 ebenso lange, wie die
Bürste d gegen die Scheibe gd anliegt. Die - Zugstange ist, wie erwähnt, federnd,
weil es bei schnellem Gang des Apparates vorteilhaft sein kann, den Kommutator 9
im Verhältnis zu dem Exzenter 8 derart einzustellen, daß die Lochstempel von dem
Hammer 40 noch nicht losgelassen worden sind, wenn die Elektromagnete 23 erregt
werden.
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Die Modifikation des Lochschlagens nach der Patrone i, die in oben
beschriebener Weise durch die Vorrichtung 24., 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 38, 4.3,
44 erreicht werden kann, soll nach Belieben
nach derjenigen Anzahl
von Arbeitsperioden des Apparates, die einer Jacquardkarte entspricht, oder gegebenenfalls
nach einer gewissen, von den Bindeverhältnissen des betreffenden Gewebes abhängigen,
derartigen Arbeitsperioden verändert werden können. In Fig.3 und wird gezeigt, wie
dies zu erreichen ist, und ebenfalls die Anordnung der für die verschiedenen Zellsysteme
durch nichtleitendes Material56 isolierten Teile 24 und 25.
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An denselben Wellen, wie die Zylinder 29, 3o sind zwei Zahnräder 5o
bzw. 51: befestigt, die mit einem gemeinsamen Triebe 52 auf einer Welle 53 in» Eingriff
stehen, welche durch in der Zeichnung nicht gezeigte, auswechselbare Getriebe bekannter
Art, wie z. B. Stift- oder Sternräder, in schrittweiser Drehung im Verhältnis zu
der Drehung der Triebwelle 7 versetzt werden kann, so daß die Zylinder
29, 30 z. B. nach einer gewissen Anzahl von Umdrehungen der Welle 7 bzw.
nach einer gewissen Anzahl von einer Jacquardkarte entsprechenden, gestanzten Lochreihen
ein Achtel einer Umdrehung gedreht werden können. Die Zylinder sind an beiden Enden
ringsum mit kegelförmigen Vorschubzapfen 54. versehen, die in Löchern der Papierbänder
43, ,l4. eingreifen und letztere somit unter den Kontaktstiften 27, 23 schrittweise
bewegen, so daß variierende Bindemuster, ohne auf der Patrone x gezeichnet zu sein,
in der beschriebenen Weise wiedergegeben werden können.
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Wie eingangs erwähnt, können die oben beschriebenen Vorrichtungen
für das Lochen der Jacquardkarte Längsreihe für Längsreihe angeordnet sein. Bei
dem gewöhnlichen Lochvorging Querreihe für Querreihe wird, wie bekannt, in jeder
derartigen Reihe eine gewisse Anzahl von in der Patrone nebeneinander befindlichen
kleinen Vierecken wiedergegeben, und die Anzahl der Vierecke wird durch die Größe
der Jacquardmaschine und der davon abhängigen, gewöhnlichen Anzahl der Nadeln in
derselben Querreihe bestimmt. Diejenigen Löcher der iacquardkarte, die in derselben
Längsreihe liegen, liegen deshalb in der Patrone in einem gewissen, von der Größe
und Anordnung der jacquardmaschine abhängigen, gegenseitigen Abstand, so daß beispielsweise
für eine sogenannte 40o-Jacquardmaschine mit den Haken und Nadeln auf 5o Längsreihen
und 8 Querreihen verteilt die Löcher jeder vollgelochten Querreihe der Karte jedem
achten Viereck in derselben Linie der Patrone, für eine sogenannte 6oo-Jacquard
jedem zwölften Viereck usf. entsprechen. Da die oben beschriebenen Vorrichtungen
die Anordnung einer beliebigen Anzahl von Lampen und Selenzellen reit dem zugehörigen
System von elektrischen und Lochorganen in beliebigem gegenseitigem Abstand und
somit in einem Abstand, der dem achten, zwölften usf. Viereck in derselben Reihe
der Patrone entspricht, ermöglichen, können offenbar alle diejenigen Löcher, die
in derselben Längsreihe der Karte auszustanzen sind, auf einmal gestanzt werden.
Nachdem dies geschehen ist, und wenn die nächste Längsreihe gestanzt werden soll,
braucht die Patrone nur in geeigneter Weise um ein Viereck in einer Richtung für
jede Umdrehung der Triebwelle der Lochvorrichtung verschoben zu werden, bis sämtliche
kleinen Vierecke in derselben Reihe wiedergegeben worden sind, worauf eine neue
Karte eingelegt und die -Patrone um eine Reihe von Vierecken vorgeführt wird.
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Es leuchtet ohne weiteres ein, daß, da der Wirkungsgrad der Zellen
lediglich von der Intensität der Beleuchtung bestimmt wird, die Zellen nebst den
zugehörigen Relais derart abgestimmt werden können, daß z. B. das Relais eingeschaltet
wird, sobald mehr als die Hälfte der Selenfläche der Zelle beleuchtet wird, ganz
abgesehen von der Form des. beleuchteten Teils der Zellfläche. Hieraus folgt, daß
es für die selbsttätige Ablesung der Patrone gleichgültig ist, ob sie auf kariertem
Papier und mit stufenweise gebildeten Umrissen der Verzierungen oder auf gewöhnlichem,
" lichtdurchlässigem Papier und mit gebogenen Umrissen gezeichnet ist.
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Die Erfindung ermöglicht somit die Erreichung der eingangs erwähnten
Vorteile von vereinfachter Musterzeichnung und vergrößerter Arbeitsgeschwindigkeit.