DE330792C - Levier- und Kartenschlagvorrichtung - Google Patents

Levier- und Kartenschlagvorrichtung

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DE330792C
DE330792C DE1919330792D DE330792DD DE330792C DE 330792 C DE330792 C DE 330792C DE 1919330792 D DE1919330792 D DE 1919330792D DE 330792D D DE330792D D DE 330792DD DE 330792 C DE330792 C DE 330792C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C17/00Card-punching apparatus

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Dc Machiner (AREA)

Description

  • Levier- und Kartenschlagvorrichtung. Die Erfindung betrifft eine Levier- und Kartenschlagvorrichtung für Jacquardkarten, bei der die Lochstempel mit der Hilfe von Selenzellen betätigt werden, die an der einen Seite einer mit durchsichtigen und undurchsichtigen Feldern versehenen Musterpatrone angebracht sind, welche von der entgegengesetzten Seite durch eine oder mehrere Lichtquellen beleuchtet wird. Derartige Vorrichtungen waren bisher mit einer Kamera versehen, durch welche die durch das Muster hindurchgehenden Lichtstrahlen nach den Selenzellen geleitet wurden Die Erfindung bezweckt, sowohl diese Vorrichtung als die für die Herstellung der zu schlagenden Jacquaxdkarten erforderlichen Musterpatronen zu vereinfachen, und den Lochvorgang zu beschleunigen.
  • Die Erfindung umfaßt einen zweckmäßig auf der Triebwelle der Lochvorrichtung selbst angebrachten umlaufenden Kommutator, der die allmähliche Auslösung gewisser arbeitender Organe der,Vorrichtung regelt, wodurch die Vorrichtung unter Beibehaltung der Wirkungsweise der früher bekannten Vorrichtungen leichter herstellbar'und einstellbar wird. Ferner ist es möglich geworden, ohne Verwendung von Farbenfiltern oder photographischen Verfahren Muster von verwickelterer Art zu reproduzieren, ohne, wie es bisher erforderlich war, auf der ganzen Fläche des Musters die Bindung oder Bindungen einzupunktieren, welche die Kreuzungen der einzelnen Ketten- und Einschußfäden je nach der Art und dem Aussehen des gewünschten Gewebes bestimmen.
  • Letztere Vorrichtung ermöglicht, die Musterpatrone mittels undurchsichtiger Farbe auf durchsichtigem Papier, sei es mit oder ohne Viereckteilung, ohne Rücksicht auf die Bindungsverhältnisse des Gewebes herzustellen.
  • Außerdem ermöglicht die Erfindung, die Löcher der Jacquardkarten Längsreihe für Längsreihe, statt wie bisher Querreihe für Querreihe, zu schlagen, wodurch nicht nur eine erheblich schnellere Arbeit, sondern auch der Vorteil erreicht wird, daß die Karte viel weniger geneigt ist, sich während des Lochschlagens in der Längsrichtung zu dehnen, so daß sie sich der Kartenwalze der Jacquardmaschine genauer anpaßt.
  • -Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in den beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht.
  • Fig. z zeigt das System im ganzen und Fig. 2 eine Einzelheit davon, während Fig. 3 und q. in größerem Maßstabe die eine vereinfachte Musterzeichnung ermöglichende Vorrichtung darstellen.
  • Fig. 5 .und 6 sind Einzelheiten. In Fig. i bezeichnet i die Musterpatrone, die unmittelbar über der Selenzelle 2 liegt. Der gerade oberhalb der Selenzelle befindliche Teil der Patrone wird durch eine Glühlampe 4. beleuchtet, und der beleuchtete Teil wird durch einen undurchsichtigen Schirm 3 begrenzt, der mit einer Öffnung versehen ist, deren Form und Größe einem kleinen Viereck des Musterpapiers entspricht, das in Übereinstimmung mit dem Maßstabe der gezeichneten Musterpatrone verwendet wird, oder, falls die Patrone auf Papier ohne Vierecke gezeichnet ist, verwendet werden könnte, damit jedes einzelne Viereck, wie gewöhnlich, der Kreuzung eines Kettenfadens und eines Einschußfadens des Gewebes entsprechen soll. Der Selenüberzug der Zelle 2 ist einerseits durch Leitungen 5 und 6 mit dem' einen Pole einer elektrischen Stromquelle S und anderseits diirch eine Leitung 37 mit dem einen Ende der Wickelung eines Relaismagneten 13 verbunden, dessen anderes Wicklungsende durch eine Leitung 12 und eine Bürste c mit einem Kommutator g in elektrischer Verbindung steht. Letzterer ist durch'eine Bürste a und eine Leitung lo mit dem anderen Pole der Stromquelle S verbunden. Wenn der Kommutator 9 eine derartige Stellung einnimmt, daß die Bürsten a und c miteinander leitend verbunden sind, wird, wenn die Selenzelle 2 beleuchtet wird, d. h. wenn ein durchsichtiger Teil der Musterpatrone i sich zwischen der Lampe und der Zelle befindet, der Relaismagnet 13 erregt.
  • Der Kommutator g ist auf einer in der Richtung des Pfeils 55 umlaufenden Welle 7 befestigt, die auch eine den lotrecht beweglichen Lochstempel q0 wie gewöhnlich betätigende Exzentervorrichtung 8 trägt. Der Kommutator besteht aus vier untereinander leitend verbundenen Metallscheiben gz, gb, g° und gd. Fig. 2 zeigt die wirkliche Form und gegenseitige Stellung dieser Scheiben im Verhältnis zu den Bürsten a, b, c, d, wobei die Bürsten, um das Kupplungsschema zu verdeutlichen, an verschiedenen Teilen des Umkreises des Kommutators anliegend gezeichnet sind.
  • Die Glühlampe q. ist durch eine Leitung 5a mit der Leitung 6 und durch eine Leitung ii mit der Bürste b verbunden, die gegen die Scheibe gb des Kommutators anliegt. Die Lampe 4. wird somit entzündet, * sobald die Bürsten a und b durch die Scheiben 9a und gb leitend miteinander verbunden werden. Wie f in Fig. -, gezeigt ist, ist die Scheibe gb so angeordnet, daß der Stromkreis der Glühlampe während etwa einer halben Umdrehung des Kommutators geschlossen bleibt, bevor die Bürste c der Selenzelle in Berührung mit ihrer Kommutatorscheibe 9c gelangt. Die Berührung zwischen der Bürste c und der Scheibe gl: dauert höchstens während eines Zehntels einer Umdrehung des Kommutators an und hört gleichzeitig mit der Berührung zwischen der Bürste b und der Scheibe gb auf.
  • Wenn der Relaismagnet 13, wie erwähnt, erregt wird, schließt sein Anker 4.2, der durch eine Leitung 1.4 mit der Leitung 6 verbunden ist, den Kontakt i5, 16, dessen letzterer Teil mit dem einen Ende der Wicklung eines Elektromagneten 18 verbunden -ist. Das andere Ende der Wicklung ist durch die Leitungen ig und igz mit der Bürste d verbunden. Wenn diese an der Kommutatorscheibe g-1 anliegt -(Fig. 2), wird somit der Elektromagnet 18 erregt, während gleichzeitig der Relaiskontakt 15, 16 geschlossen wird, wobei der Anker 4.1 des Magneten 18, der an einer mittels einer geeigneten Führung 3g geführten Lenkstange 38 befestigt ist, angezogen wird, so daß die Stange 38 abwärts in der Zeichnung gezogen wird. Die Stange 38 ist bei 36 an einem doppelarmigen Stromschließer 25 angelenkt, der an den Enden mit Kontaktstiften 27, 28 versehen ist, die dazu bestimmt sind, je mit einem Metallzylinder 29 bzw. 3o in Berührung zu kommen. `'renn der Elektromagnet 18 unwirksam ist, drücken die Kontaktstifte 27 gegen den Zylinder 29 durch die Wirkung einer Feder 24., die den Teil 25 in der mittels ausgezogener Linien gezeigten Stellung in Fig. i hält. Wenn dagegen der Magnet 18 wirksam ist, werden der Anker .11 und die Stange 38 herabgezogen, so daß der Teil 25 die durch die punktierten Linien inFig. i angedeutete Stellung einnimmt, in der die Kontaktstifte 27 von dem Zylinder 29 entfernt, und die Kontakt= stifte 28 gegen den Zylinder 30 gedrückt gehalten werden.
  • Durch die Metallfeder 24. und eine. Leitung 22 ist der Teil 25 mit dem einen Ende der Wicklung eines Elektromagneten 23 verbunden, während das andere Ende der Wicklung durch die Leitung 6 mit der Stromquelle in Verbindung steht. Die beiden Metallzylinder 29, 30 sind durch Bürsten 3ia und die Leitungen 31, ig und ig-T, mit der Bürste d und somit auch zeitweise durch den Kommutator mit der Stromquelle verbunden. Der Elektromagnet 23 wird deshalb unabhängig von der Stellung des Teiles 25 erregt, sobald die Bürste d gegen ihre Kommutatorscheibe gty anliegt (Fig. 2). Falls die Zylinder 29, 30 mit endlosen Bändern :a.3, .1.l von isolierendem Material, z. B. geeignetem Papier, umgeben werden, kann dagegen kein Strom dem Elektromagneten 23 zugeführt werden.
  • Sämtliche oben beschriebenen Organe sind i für jede Selenzelle angeordnet, mit Ausnahme der Zylinder 29 und 3o, die für sämtliche Selenzellen gemeinsam sind.
  • Wenn. bei der Wiedergabe der Musterpatrone gewisse Zellen beleuchtet und leitend, und i andere Zellen unbeleuchtet und nichtleitend sind, nehmen diejenigen Stromschließer 25, die den nichtbeleuchteten Zellen entsprechen, die in Fig. i mit ausgezogenen Linien gezeigte Stellung ein, während die den beleuchteten Zellen entsprechenden Stromschließer 25 die mit punktierten Linien gezeigte Stellung einnehmen. Falls der Zylinder 29 nur mit einem isolierenden Band 43 umgeben ist, schließen lediglich die Stromschließer 25, die den beleuchteten Zellen entsprechen, den Stromkreis ihrer Elektromagnete 23. Wären dann in dem Bande 43 den Berührungspunkten gewisser Kontaktstifte 27 entsprechende Löcher angebracht, würden nicht nur die sämtlichen beleuchteten Zellen, sondern auch einige den genannten Löchern e ntsprechende, unbeleuchtete Zellen den Stromkreis ihrer Elektromagnete 23 schließen. Derselbe Umstand würde vorhanden sein, falls der Zylinder 3o nur mit einem mit Löchern für gewisse Kontaktstifte 28 versehenen Papierband umgeben wäre. In diesem Falle würden sämtliche Elektromagnete 23, die den unbeleuchteten Zellen und einige, die den beleuchteten Zellen entsprechen, erregt werden. Durch die Verwendung der beiden isolierten Bänder 43 und 44, und durch die in ihnen in Übereinstimmung mit der gewünschten Bindung gemachten Löcher, wird es somit möglich, in gewünschter Weise die Wirkung zu modifizieren, die lediglich durch die lichtdurchlässigen und nichtdurchlässigen Teile der Patrone i erreicht werden würde. Die Patrone i braucht deshalb nur die Figuren des Gewebes in ganzen Flächen wiedergeben, während das sich in gewöhnlichen Fällen nach verhältnismäßig wenigen Einschüssen wiederholende Bindemuster durch Lochung der Papierbänder 43, 44 wiedergegeben wird, was einer bedeutenden Arbeitsersparnis bei der Herstellung des Musters entspricht.
  • Die Anker 32 der Elektromagnete 23 sind als Winkelhebel ausgebildet, die um Zapfen 36 drehbar und an federnden Zugstangen 33 angelenkt sind; welche ihrerseits mit den -Lochstempeln 34 des Lochapparates gelenkig verbunden sind. Die Stempel 34 sind mit einer Welle 45 drehbar verbunden, die eine längliche Öffnung 49 jedes Stempels durchsetzt, so daß der Stempel senkrecht zu der Welle verschoben werden kann.
  • Jeder Stempel 34 wird durch eine Feder 47 und einen festen Anschlag 46 in lotrechter Stellung zwischen dem Stanzhammer 4o und den entsprechenden, in gewöhnlicher Weise angeordneten Stanzen 48 gehalten, sofern nicht der entsprechende Elektromagnet 23 durch Anziehung seines Ankers 32 und -der Stange 33 den entsprechenden Lochstempel 34 in die durch gestrichelte Linien in Fig. i angedeutete Stellung dreht, in welcher der Stempel beim Herangehen des Stanzhammers unwirksam bleibt, so daß kein Lochen der Karte stattfindet.
  • Die Erregung des Elektromagneten 23 ist, ' wie oben- beschrieben, von zwei in jedem ein-, zelnen Falle bestimmenden Umständen abhängig, nämlich r. von der die Beleuchtung der dem fraglichen Magnete entsprechenden Selenzelle und der davon herrührenden Erregung oder Nichterregung der Elektromagneten 13 und i8 sowie der entsprechenden Umschaltung des . Stromschließers 25, und 2. von der Anordnung der dem Bindemuster entsprechenden Löcher der Papierbänder 43, 4.4. für jede Patronenablesung, die lediglich dieselbe Dauer wie die Stromzufuhr zu der entsprechenden Selenzelle durch die Bürste c besitzt, welche Zufuhr auf höchstens ein Zehntel einer Kommutatorurndrehung beschränkt ist. Hiermit würde eine zuverlässige Einstellung der Lochstempel nicht erreicht werden können, indem die auf Unwirksamkeit eingestellten Stempel in ihre wirksame Stellung gegebenenfalls zurückkehren könnten, bevor der Stanzhammer 40 sich so weit herab bewegt hätte, daß er die Stempel erfassen kann. Andererseits ist die knappe Zeitbeschränkung der Stromzufuhr zu den Selenzellen erforderlich, damit ihre gesteigerte Erwärmung und davon herrührende Leistungsfähigkeit auch im unbeleuchteten Zustande während der fortgesetzten Verwendung des Apparates verhindert wird, durch die eine sichere Ablesung des Musters unmöglich wäre. Um die Lochstempel 34 in unwirksamer Stellung genügend lange Zeit zurückzuhalten, ist deshalb die folgende Anordnung getroffen. Der Anker 32 des Elektromagneten 23 ist durch eine Stange 35 mit dem einen Teil 21 einer Kontaktvorrichtung verbunden, deren anderer Teil 2o mit den Leitungen i9 und igg und der Bürste d verbunden ist. Der Teil ai ist durch die Leitung 22 mit der Wicklung des Elektromagneten 23 verbunden. Die Kommutatorscheibe 9d (Fig. 2) berührt die Bürste d während ein wenig mehr als ein Viertel einer Umdrehung von dem Augenblicke ab, wo die Stromkreise der Selenzellen geschlossen werden. Wenn ein Elektromagnet 23 durch Stromschließung bei 27, 29 oder 28, 3o augenblicklich. erregt und sein Anker 32 angezogen wird, wird der Kontakt 2o, 2i geschlossen, und infolgedessen dauert die Stromzufuhr des Elektromagneten 23 ebenso lange, wie die Bürste d gegen die Scheibe gd anliegt. Die - Zugstange ist, wie erwähnt, federnd, weil es bei schnellem Gang des Apparates vorteilhaft sein kann, den Kommutator 9 im Verhältnis zu dem Exzenter 8 derart einzustellen, daß die Lochstempel von dem Hammer 40 noch nicht losgelassen worden sind, wenn die Elektromagnete 23 erregt werden.
  • Die Modifikation des Lochschlagens nach der Patrone i, die in oben beschriebener Weise durch die Vorrichtung 24., 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 38, 4.3, 44 erreicht werden kann, soll nach Belieben nach derjenigen Anzahl von Arbeitsperioden des Apparates, die einer Jacquardkarte entspricht, oder gegebenenfalls nach einer gewissen, von den Bindeverhältnissen des betreffenden Gewebes abhängigen, derartigen Arbeitsperioden verändert werden können. In Fig.3 und wird gezeigt, wie dies zu erreichen ist, und ebenfalls die Anordnung der für die verschiedenen Zellsysteme durch nichtleitendes Material56 isolierten Teile 24 und 25.
  • An denselben Wellen, wie die Zylinder 29, 3o sind zwei Zahnräder 5o bzw. 51: befestigt, die mit einem gemeinsamen Triebe 52 auf einer Welle 53 in» Eingriff stehen, welche durch in der Zeichnung nicht gezeigte, auswechselbare Getriebe bekannter Art, wie z. B. Stift- oder Sternräder, in schrittweiser Drehung im Verhältnis zu der Drehung der Triebwelle 7 versetzt werden kann, so daß die Zylinder 29, 30 z. B. nach einer gewissen Anzahl von Umdrehungen der Welle 7 bzw. nach einer gewissen Anzahl von einer Jacquardkarte entsprechenden, gestanzten Lochreihen ein Achtel einer Umdrehung gedreht werden können. Die Zylinder sind an beiden Enden ringsum mit kegelförmigen Vorschubzapfen 54. versehen, die in Löchern der Papierbänder 43, ,l4. eingreifen und letztere somit unter den Kontaktstiften 27, 23 schrittweise bewegen, so daß variierende Bindemuster, ohne auf der Patrone x gezeichnet zu sein, in der beschriebenen Weise wiedergegeben werden können.
  • Wie eingangs erwähnt, können die oben beschriebenen Vorrichtungen für das Lochen der Jacquardkarte Längsreihe für Längsreihe angeordnet sein. Bei dem gewöhnlichen Lochvorging Querreihe für Querreihe wird, wie bekannt, in jeder derartigen Reihe eine gewisse Anzahl von in der Patrone nebeneinander befindlichen kleinen Vierecken wiedergegeben, und die Anzahl der Vierecke wird durch die Größe der Jacquardmaschine und der davon abhängigen, gewöhnlichen Anzahl der Nadeln in derselben Querreihe bestimmt. Diejenigen Löcher der iacquardkarte, die in derselben Längsreihe liegen, liegen deshalb in der Patrone in einem gewissen, von der Größe und Anordnung der jacquardmaschine abhängigen, gegenseitigen Abstand, so daß beispielsweise für eine sogenannte 40o-Jacquardmaschine mit den Haken und Nadeln auf 5o Längsreihen und 8 Querreihen verteilt die Löcher jeder vollgelochten Querreihe der Karte jedem achten Viereck in derselben Linie der Patrone, für eine sogenannte 6oo-Jacquard jedem zwölften Viereck usf. entsprechen. Da die oben beschriebenen Vorrichtungen die Anordnung einer beliebigen Anzahl von Lampen und Selenzellen reit dem zugehörigen System von elektrischen und Lochorganen in beliebigem gegenseitigem Abstand und somit in einem Abstand, der dem achten, zwölften usf. Viereck in derselben Reihe der Patrone entspricht, ermöglichen, können offenbar alle diejenigen Löcher, die in derselben Längsreihe der Karte auszustanzen sind, auf einmal gestanzt werden. Nachdem dies geschehen ist, und wenn die nächste Längsreihe gestanzt werden soll, braucht die Patrone nur in geeigneter Weise um ein Viereck in einer Richtung für jede Umdrehung der Triebwelle der Lochvorrichtung verschoben zu werden, bis sämtliche kleinen Vierecke in derselben Reihe wiedergegeben worden sind, worauf eine neue Karte eingelegt und die -Patrone um eine Reihe von Vierecken vorgeführt wird.
  • Es leuchtet ohne weiteres ein, daß, da der Wirkungsgrad der Zellen lediglich von der Intensität der Beleuchtung bestimmt wird, die Zellen nebst den zugehörigen Relais derart abgestimmt werden können, daß z. B. das Relais eingeschaltet wird, sobald mehr als die Hälfte der Selenfläche der Zelle beleuchtet wird, ganz abgesehen von der Form des. beleuchteten Teils der Zellfläche. Hieraus folgt, daß es für die selbsttätige Ablesung der Patrone gleichgültig ist, ob sie auf kariertem Papier und mit stufenweise gebildeten Umrissen der Verzierungen oder auf gewöhnlichem, " lichtdurchlässigem Papier und mit gebogenen Umrissen gezeichnet ist.
  • Die Erfindung ermöglicht somit die Erreichung der eingangs erwähnten Vorteile von vereinfachter Musterzeichnung und vergrößerter Arbeitsgeschwindigkeit.

Claims (2)

  1. PATFNT-ANSPRÜCHE: r. Levier- und Kartenschlagvorrichtung für Jacquardkarten, bei der die Lochstempel durch an der einen Seite einer mit durchsichtigen und undurchsichtigen Feldern versehenen Musterpatrone angebrachte Selenzellen betätigt werden, während die andere Seite der Patrone durch eine oder mehrere Lichtquellen beleuchtet wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den Stromkreisen von die Stellungen der Lochstempel bestimmender Elektromagneten (23) eine Kontaktvorrichtung eingeschaltet ist, die einerseits aus zwei in geeigneter Weise getriebenen Zylindern (29, 3o) aus elektrisch leitendem Material besteht, um welche endlose, durch die Zylinder getriebene, gemäß dem Bindemuster des Gewebes gelochte Bänder (q.3, q,.) aus nicht leitendem Material angebracht sind, anderseits aus einer der Anzahl der Elektromagnete (23) entsprechenden Anzahl von schwingbaren, doppelarmigen Stromschließern (25), die durch die Löcher der Bänder. (43,M) die Zylinder (29,3o) berühren können, und deren Berührung mit dem einen oder anderen Zylinder durch Elektromagnete (z8) bestimmt wird, deren Stromkreise von den Relais (F3) geschlossen werden, deren Stromkreise durch die Selenzellen (2) geschlossen werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, däß die elektrische Verbindung zwischen den die Stellungen der Lochstempel (34) bestimmenden Magneten (23) und den Relais (r3), deren Stromkreise durch die Selenzellen geschlossen werden, mittels eines zweckmäßig auf der Triebwelle des Lochapparates angebrachten Iiommutators (g) bewirkt wird.
DE1919330792D 1918-09-14 1919-10-09 Levier- und Kartenschlagvorrichtung Expired DE330792C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE924320C (de) * 1940-05-09 1955-02-28 Grosse Levier- und Kartenschlagmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE924320C (de) * 1940-05-09 1955-02-28 Grosse Levier- und Kartenschlagmaschine

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