DE330697C - Plattenreihenbildner - Google Patents

Plattenreihenbildner

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DE330697C
DE330697C DE1919330697D DE330697DD DE330697C DE 330697 C DE330697 C DE 330697C DE 1919330697 D DE1919330697 D DE 1919330697D DE 330697D D DE330697D D DE 330697DD DE 330697 C DE330697 C DE 330697C
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Description

  • Plattenreihenbildner. Gegenstand der Erfindung ist ein photographischer Apparat, der bei mechanischem Antrieb nach einander die Aufnahme einer größeren Anzahl Bilder, andererseits aber auch bei Handbetrieb Einzelaufnahmen gestattet. Er ist besonders für. Geländeaufnahmen vom Flugzeug aus bestimmt und weist in an sich bekannter Weise einen Stapel '_ür die unbelichteten Platten auf, von dem jeweils nach vorausgegangenerBelichtung die belichtete unter<.te Platte entnommen und oben einem Stapel für die belichteten Platten zugeführt wird.
  • Die Erfindung besteht nun darin, daß die Abbeförderung der nacheinander belichteten Platten fortlaufend mittels eines bzw. zweier endloser Kettentriebe o. dgl. und an den Ketten angeordneter Mitnehmer erfolgt.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Darin zeigt Fig. z den Reihenbildner in Vorderansicht mit abgenommener Vorderplatte und Einstellung für Kraftbetrieb, Fig. 2 .eine Teilansicht, die Einstellung für Handbetrieb darstellend, . Fig. 3 den Reihenbildner in Draufsicht mit Blick in den Behälter für unbelichtete Platten, Fig. q. einen Teil der Förderkette für die Platten mit Mitnehmer in Vorderansicht, Fig. 5 denselben in Seitenansicht, Fig. 6 eine Seitenansicht mit Blick in den Behälter für die belichteten Platten, Fig. 7 denselben in Rückansicht bzw. Schnitt nach A B (Fig. I).
  • Der Apparat besteht im wesentlichen aus dem Gehäuse G und dem daran angeFetzten Gehäuse B, von denen das erstere den Stapel für die unbelichteten Plätten und das letztere den für die belichteten Platten aufzunehmen bestimmt ist. Im Gehäuse G ist außerdem die Antriebs- bzw. Fördereinrichtung für die Platten, ferner die Einstell- bzw. Sperrvorrichtung für den Handantrieb sowie der Hauptantrieb für die versenkbare Bodenplatte des Behälters für die belichteten Platten untergebracht, während im Gehäuse B sich die weiteren Antriebsteile für den versenkbaren Boden befinden.
  • Der Innenraum des Gehäuses G ist durch die über :eine ganze Breite durchlaufenden Teilwände n in eine Mittelkammer M und zwei Außenkammern A, A1 unterteilt. Die Mittelkammer nimmt die zu belichtenden Platten auf. Diese werden in sie durch den oberen lichtdichten Verschlußschieber e eingebracht. Oben setzt sich auf sie der Deckel D (Fig. 3 und 6) lose auf, der mittels der Sperrklinken in Zahnstangen p eingreift, die im Innern der Kammer M an den Wänden n aufsteigen. Die in den Lagern q des Deckels D ruhenden Klinkenachsen v tragen Torsionsfedern s, welche die Klinken ständig gegen die Zahnstangen drücken. Die Achsen r stehen mittels der Kurbeln t, Stangen u, Kurbeln z, und der in den Deckellagern w ruhenden Bolzen x mit den auf diesen sitzenden Handgriffen y in Verbindung. Wenn die Handgriffe y hochgehoben werden, so bewirken sie entgegen dem Druck der Federn z auf den Bolzen x bzw. der Federn s das Auslösen der Klinken aus den' Zahnstangen @, so daß der Deckel zwecks Ergänzung der Füllung frei abgenommen Werden kann. Der Deckel ist, wie ersichtlich, durch die beschriebene Anordnung nicht nur selbst gegen Herausfallen geschützt, wenn der Apparat gekippt wird bzw. das Flugzeug eine Kippbewegung ausführt, sondern hält auch die Platten unter dichtem, sicherem Verschluß unabhängig von der Lage des ganzen Apparates. Die beschriebene Gestaltung bewirkt vor allen Dingen auch das selbsttätige Absenken des ganzen Plattenstapels, wenn, was noch weiter zu beschreiben ist, die unterste, von unten her belichtete Platte abbefördert worden ist, um für die Belichtung der nächstuntei en Platten Platz zu machen. Eine ähnliche Einrichtung ist bei den nach der Einleitung bekannten Apparaten vorgesehen, wo auf den Abschlußdeckel des Plattenstapels Federn drücken, die sich oben gegen einen festliegenden Deckel anlegen. Bei starken Stößen, -z. B. dem Landen eines mit dem Apparat ausgestatteten Flugzeugs, gestatten aber die Federn der bekannten Vorrichtung das Emporschnellen des Plattendeckels und der Platten, die dadurch der Beschädigung ausgesetzt sind. Dies ist beim Erfindungsgegenstand durch den ständigen Eingriff der Sperrklinken in die Zahnungen p ausgeschlossen.
  • Die Belichtung erfolgt, wie aus Obigem zu entnehmen ist, von unten, und zwar mittels eines unterhalb an das Gehäuse G angesetzten, nicht gezeichneten Teilgehäuses, das aber nicht den Gegenstand der Erfindung bildet.
  • Die Fortbewegung der jeweils belichteten Platte zu dem Stapel für die unbelichteten Platten erfolgt mittels der Kettenräderpaare XI, X' und X, X, die paarweise auf den zugehörigen Achsen T' und T so angeordnet sind, daß jeweils ein Rad X' und ein Rad X mit der zugehörigen Kette i in die Außenkammer A bzw. A1, und zwar dicht außerhalb der Teilwänden zu liegen kommen (Fig. i und 6).
  • Der Antrieb der Kettenräder kann mittels der Handkurbel 2 des Kurbelarmes k und der Zahntriebe d, 1, i und der Welle T erfolgen. Er kann aber auch mechanisch von der Welle a bzw. der biegsamen Kupplung b mittels der Antriebsschnecke c bewirkt werden. Zwecks Umschaltung vom mechanischen Betrieb auf den Handbetrieb wird die bei 3 gelagerte Handkurbel e nach links verschoben, wobei sie mittels der Stange f , des Segments g und 'der Stange h das Lagerauge 4 für die Schnecke c hochbewegt und diese ausschaltet. Die eigentliche Abbeförderung des belichteten Platten geschieht mittels der auf den Ketten i sitzenden Mitnehmer in, die (Fig. 4 und 5) mittels der Bolzen 5 drehbar so gelagert sind, daß sie unter dem Einfiuß der Federn 6 das Bestreben haben, eine Drehbewegung auszuführen, der zufolge sie nach innen über die Kettenebene hinausragen. Gewöhnlich sind sie indessen an der Ausführung dieser Drehbewegung dadurch gehindert, daß s'e an den Wänden ii entlangstreifen (Fig. 7 oben). Sobald sie indessen bei der Umdrehung der Kettenräder im Sinne des Pfeiles bei dem Schlitz 7 der Wandungen n angelangt sind, klappen sie nach. innen um und nehmen nun bei der weite-en Fortbewegung die unterste, bereits belichtete Platte mit, indem sie sie auf den Stapel Air die unbelichtete Platte hin verschieben. Sobald die Platte den Stapel völlig erreicht hat, -steigen die Mitnehmer wieder über die Kettenräder X1 auf. bis sie durch den schrägen Auslauf 8 der Schlitze 7 wieder zurückgeklappt werden, so daß sie nur wieder außen an den Wänden n entlangschleifen und bei der weiteren Drehbewegung der Kettenräder die nächstunterste, inzwischen belichtete Platte wegbefördern. Zwecks Belichtung wird jeweils von dem Kettentrieb aus ein besonderer Verschluß betätigt, der sich in dem obenerwähnten, nicht gezeichneten Gehäuseteil befindet, der unterhalb des Stapels für die zu belichtenden Platten an das Gehäuse G angeschlossen ist. Um die Loslösung der vorgeschobenen Platten von den an den Kettenrädern X' wieder hochsteigenden Mit-. nehmern bzw. Ketten zu sichern, ist zwischen den Wänden n eine Achse g gelage-t, die mittels einer auf ihr sitzenden Feder io zwei Daumen il auf die jeweils nach dem Stapel für die belichteten Platten verschobene Platte aufpreßt. Um diese Platte immer auf den letztgenannten Stapel aufbringen zu können, trotzdem dieser sich entsprechend der Zahl der nach ihm schon abbeförderten Platten immer mehr erhöht, ist eine Vorrichtung vorgesehen, die es ermöglicht, daß der Tragboden R des Stapels für die belichteten Platten sich selbsttätig jeweils um eine Plattendicke senkt, wenn eine neue Plätte auf ihn aufgebracht worden ist. Zu diesem Zwecke wird von der Welle TI- mittels Kette 12 und der Kettenräder =3, 14 eine Welle H bewegt, auf der in senkrechter Richtung verschiebbar und auf einem Arm 16 des Bodens R ruhend ein Zahntrieb L sitzt, der mittels Zahnrads 17, Schnecke-18, Schneckenrads xg; Kupplung 2o und der Kegelräder 2i die Zahnräder C treibt, die sich auf Zahnstangen 23 abwälzen. Wenn der Stapel für die belichteten Platten ganz gefüllt worden ist, kann der Gehäuseteil B nach Lösen der Kupplung 24 für die Antriebswelle H vom Gehäuse G abgenommen und es können dann die Platten - oben aus dem Gehäuseteil B herausgenommen werden. Um darauf den Boden R wieder in seine oberste Lage zurückzubringen, wird die Kupplung 2o durch Ziehen an der Schnur 25 gelöst, worauf sich die die Zahnräder C tragenden Wellen F, F' unter dem Einfluß der auf ihnen sitzenden Torsionsfedern 26 nach Abwälzung der Zahnräder C auf den Zähnstangen 23 rasch nach oben bewegen. Solange die Kupplung 2o eingeschaltet ist, ist dies wegen der durch die Schnecke 18 bedingten Sperrung nicht möglich, Um beim Handbetrieb nicht weiterkurbeln zu können, als de: Belichtung und Abbeförderung der in Betracht kommenden einen Platte entspricht, ist eine Sperrung für die Handkurbel vorgesehen, die deren Bewegung nach einer jeden Aufnahme sperrt. Diese Sperrung wird eingerückt, wenn die Schnecke c durch die - Kurbel e ausgerückt wird. Solange die Schnecke c in das Rad d eingreift, liegt der bei 29 drehbare einarmige Hebel 3o gegen eine Nase des bei 31 drehbaren Hebels 33 unter dem Druck der Feder 34 an; Hebel 33 steht hierbei unter dem Druck der Feder 32-Wird die Schnecke c ausgerückt, so wird der Bogen des Winkelhebels g so geschwenkt, daß Hebel 3o ein wenig nach oben schwingen kann, falls 'der Hebel 33 so gegen den Zug der Feder 32 gedreht wird, daß die Nase den Hebel 30 freigibt (s. Fig. 2).
  • Um nicht zu Störungen Anlaß zu bieten, ist der Kurbelgriff 2 umlegbar gestaltet.

Claims (5)

  1. PATENT-ANSPRUcHE: -i. Plattenreihenbildner, bei dem von einem Stapel übereinanderliegender unbelichteter Platten jeweils nach vorausgegangener Belichtung die belichtete, unterste Platte entnommen und oben einem Stapel für die belichteten Platten zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Abbeförderung der nacheinander belichteten Platten fortlaufend mittels eines bzw. zweier endloser Kettentriebe (X; X') o. dgl. und an den Ketten (i) angeordneter Mitnehmer (m) erfolgt.
  2. 2. Plattenreihenbildner nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderketten zu beiden Seiten zweier den Plattenstapel seitlich einschließender Wände (n) angeordnet sind und die nach dem Stapel zu federnd umlegbaren Mitnehmer (m), durch längs der unteren Platten verlaufende Schlitze (7) der Wände hindurchgreifend, jeweils die unterste, belichtete Platte seitlich erfassen, um sie bis zum Stapel für die belichteten Platten vorzuschieben, worauf sie wieder aus den Schlitzen aus. tretend bzw. durch deren schrägen Aus-Laufrand (8) herausgedrängt, an den Wänden (n) entlangschleifen, bis sie neuerdings in die Schlitze-(7) einschnappen und die nächste, inzwischen belichtete Platte abfördern.
  3. 3. Plattenreihenbildner nach Anspruch x und 2 mit unter Federwirkung stehendem, ständig auf den Stapel für die unbelichteten Platten aufgedrücktem Abschlußdeckel, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel(D) in jeder Lage durch Sperrklinken (d) gehalten wird,. die mit Hilfe von Federn (s) ständig in .entsprechende Zahnungen des Gehäuses eingreifen.
  4. 4. Plattenreihenbildner nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragboden (R) des Stapels für die belichteten Platten, um in der durch die untere Kettenbahn gegebenen, gleichbleibenden Höhe immer wieder neue Platten aufnehmen zu können, vorn Kettentrieb (Welle T') aus mittels in Zahnungen des Gehäuses (&) eingreifender Zahnräder (C) entsprechend jeder neu auf ihn aufgebrachten Platte um eine -Plattenstärke abgesenkt wird.
  5. 5. Plattenreihenbildner nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen der Zahnräder (6) unter dem Einfiuß von Torsionsfedern (26) o. dgl. stehen, die, sobald ihnen durch Auslösen einer Antriebskupplung (2o) o. dgl. die Drehung unab. hängig vom Antrieb freigegeben ist, den Boden (R) zwecks Ausbaus des vollen Stapels und Wiederherstellung der Anfangslage hochschnellen.
DE1919330697D 1919-06-14 1919-06-14 Plattenreihenbildner Expired DE330697C (de)

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