DE330618C - Schneidgeschirr fuer unstarre Minensuch- und Raeumgeraete - Google Patents

Schneidgeschirr fuer unstarre Minensuch- und Raeumgeraete

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DE330618C
DE330618C DE1917330618D DE330618DD DE330618C DE 330618 C DE330618 C DE 330618C DE 1917330618 D DE1917330618 D DE 1917330618D DE 330618D D DE330618D D DE 330618DD DE 330618 C DE330618 C DE 330618C
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mine
rope
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cutting
floating body
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DE1917330618D
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ALEXANDER BERNHARD DRAEGER DR
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63GOFFENSIVE OR DEFENSIVE ARRANGEMENTS ON VESSELS; MINE-LAYING; MINE-SWEEPING; SUBMARINES; AIRCRAFT CARRIERS
    • B63G7/00Mine-sweeping; Vessels characterised thereby
    • B63G7/02Mine-sweeping means, Means for destroying mines
    • B63G7/04Mine-sweeping means, Means for destroying mines by means of cables

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Electric Cable Installation (AREA)

Description

  • Schneidgeschirr für unstarre minensuch- und Räumgeräte. Die Erfindung bezieht sich auf ein Schneidgeschirr für unstarre Minensuch- und käumgeräte zum Durchschneiden des gefangenen Minenankertaues. Ein solches Schneidgeschirr besteht in der Hauptsache aus einer Minenschere, die mitsamt ihrer Antriebseinrichtung, die nach erfolgter Einrückung durch das in das Schneidgeschirr einlaufende Ankertau selbsttätig wirkt, von einem Hohlschwimmkörper ge= tragen wird, der in Abstand unter einer mittels Schleppleine vorzugsweise seitlich neben dem Minensuchfahrzeug auszufahrenden Schlepp-und Scherboje hängt und von dem ein Minensuchseil nach dem Suchfahrzeug führt. Stößt das Suchseil gegen ein Ankertau, so gleitet jenes an diesem entlang und zieht beim Weiterfahren die offenstehende Minenschere über das Ankertau, das dabei einen Einrückhebel umlegt, der die Antriebseinrichtung zum Schließen der Schere und Durchschneiden des erfaßten Ankertaues in Bewegung setzt.
  • Die Erfindung betrifft die besondere Anordnung und Ausgestaltung der Schneidvorrichtung, ihrer Antriebseinrichtung und des Schwimmkörpers, derart, daß, wenn das Ankertau nicht oder nur teilweise durchschnitten in der Schere festgeklemmt wird, diese also vor Vollendung ihrer Schnittbewegung stehen bleibt, das weiter in den Arbeitszylinder des Druckkolbens der Schere nachströmende Treibmittel (Preßluft) nach Überwindung eine seinen Abfiuß verzögernden Bremsvorrichtung ein in einer zum Innern des Hohlschwimmkörpers führenden Leitung befindliches Sperrventil öffnet, das zwecks Loslösung des Schneidgeschirrs von dem Such- und Räumgerät eine das Aufhängseil und das Suchseil haltende Schlippvorrichtung auslöst und das- Treibmittel in den Schwimmkörper übertreten läßt, um diesen zwecks Herbeiführung eines Wassereinbruches und seiner Versenkung mit der angeklemmten Mine aufzureißen.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
  • Fig. Z zeigt in schematischer Darstellung ein an Backbord ausgefahrenes Schneidgeschirr in seitlicher und oberer Ansicht.
  • Fig. 2 ist eine seitliche, Fig. 3 eine hintere und Fig. q. eine obere Ansicht des Schneidgeschirrs in größerem Maßstabe.
  • Fig. 5 zeigt in schematischer Darstellung in noch größerem Maßstabe eine obere Ansicht des Schneidgeschirrs nach Entfernung der dasselbe abdeckenden Schutzkappe.
  • Das Schneidgeschirr `besteht aus einer durch ein Treibmittel, z. B. Preßluft; anzutreibenden Minenschere, die auf einem Schwimmkörper b angeordnet ist, der mittels eines Seiles c an einer Schlepp- und Scherboje a hängt und mit dieser durch eine Schleppleine s seitlich neben dem Minensuchfahrzeug ausgefahren wird (Fig. x). Von, dem -Schwimmkörper b führt ein Suchseil d. nach dem Suchfahrzeug F. Das Gewicht des Schwimmkörpers-b und der Minenschere ist so bemessen, daß das ganze Schneidgeschirr einen gewissen Untertrieb hat und in Abstand unter der Boje a nachgeschleppt wird, ungefähr so, wie es die schematische Fig. z veranschaulicht.
  • Der Schwimmkörper b besitzt zweckmäßig die aus den Fig. 2 bis 4 ersichtliche Hohlkörperform mit zugeschärftem Bug b1, einer oberen Plattform b2, einer Schwanzflosse b3 und einem Fanghaken a für das von dem Suchseil d gefischte Minenankertau n (Fig. x). Das das Schneidgeschirr tragende Seil c ist an einem Augbolzen f des Schwimmkörpers b befestigt, läuft durch einen an der Schleppboje a angebrachten Wirbelring g (Fig. 2), durch die Augbolzen f l und f 2 auf der anderen Seite des Schwimmkörpers b und ist an einer auf der Plattform vorgesehenen Schlippvorrichtung festgelegt. Das zum Fahrzeug führende Suchseil d geht durch einen Augbolzen A und ist ebenfalls an der Schlippvorrichtung befestigt. Diese besteht z. B. aus einer Schwingschiene i, die mit Ausschnitten über die verdickten Enden der Seile c und d greift und diese freigibt, sobald die ausgelöste Schiene i von ihrer Feder il zur Seite geschwungen wird (Fig. 5).
  • Die Minenschere und ihre Antriebsvorrichtung sind auf der Plattform b2 (Fig. 5) untergebracht und zweckmäßig durch eine Schutzkappe k (Fig. 2 bis 4) abgedeckt. Die zum Antrieb der Minenschere dienenden Preßluftflaschen m, ml, von denen bei dem Ausführungsbeispiel nur zwei vorgesehen sind, sind in geeigneten Ausnehmungen des Bodens des Schwimmkörpers befestigt {Fig. 2 und 4). Von ihnen führen mit Absperrventilen o bzw. o1 versehene Hochdruckleitungen P, p1 nach dem Arbeitszylinder q der Minenschere. Die Einrichtung der letzteren erhellt am besten, wenn man ihre Wirkungsweise verfolgt.
  • Hat das Suchseil d ein Minenankertau n erfaßt (Fig. z), so wird das Schneidgeschirr durch die weitere Vorwärtsbewegung des Suchrahrzeuges f über das Ankertau n gezogen, wobei dieses zwischen dem Schwimmkörper b und dem Fanghaken c in die geöffneten Messerbacken r und y1 gleitet (Fig. 5). Hierbei legt das Ankertau einen federnd angeordneten Einrückhebel t um, der mittels eines Sperrklinkenantriebes t1, eines Zahnrades t2 und einer Zahnstange u das Absperrventil o der ersten Preßluftflasche m öffnet, indem die Verzahnung u1 der Zahnstange at mit einem Zahnrad 02 auf der Spindel des Ventils o in Eingriff kommt, so daß ihre Preßluft von etwa 15o Atm. Druck in den Arbeitszylinder eintritt. Dadurch wird der Kolben -v vorgetrieben, der Kniehebel w gedreht, die bewegliche Messerbacke y der Schere gegen die feste Messerbacke A bewegt und das dazwischen stehende Ankertau n durchschnitten. Nach erfolgtem Durchschneiden des Ankertaues bewegen sich der Kolben und das bewegliche Messer trötzdem noch etwas weiter vor. Dieser tote Hub dient dazu, um erst nach gänzlichem Durchschneiden des Ankertaues mittels einer mit dem Kolben verbundenen Steuerstange x ein Entlüftungsventil y einer Auspuffleitung z zu öffnen, durch die die Abluft hinter dem Kolben aus dem Zylinder q in das Wasser entweicht.
  • Das Ventil y wird erst wieder geschlossen, wenn der durch die Einwirkung einer Feder 2 zurückbewegte Kolben v seine Anfangsstellung erreicht. Nach Durchschneiden des Ankertaues der ersten gefischten Mine nehmen die Teile der Minenschere dann wieder ihre Anfangsstellung ein, nur daß die erste Preßluftflasche »t geleert und die Zahnstange u mit Bezug auf Fig. 5 etwas nach links verschoben ist.
  • Tritt nun das Ankertau einer zweiten Mine zwischen die Messer r und r1, so wird der inzwischen in seine Anfangsstellung wieder vorgeschwungene Sperrklinkenhebel t von neuem zurückgedreht, das zweite Ventil o1 bzw. die zweite Preßluftflasche-m wird geöffnet, indem die Verzahnung u2 der Zahnstange u mit einem Zahnrad o3 auf der Spindel des Ventils o1 in Eingriff kommt und der beschriebene Vorgang wiederholt sich von neuem. Die Anzahl der mit der Minenschere auszuführenden Schnitte richtet sich nach der Zahl der Preßluftflaschen, für die das Schneidgeschirr eingerichtet ist.
  • Versagt aus irgendeinem Grunde die Minenschere, d. h. vermag das bewegliche Messer y das gefangene Ankertau nicht ganz zu durchschneiden oder klemmt es dieses nur gegen das feststehende Messer r1 fest, so kann auch der Kolben v seinen Vorwärtshub nicht vollenden und die ganze Antriebsvortichtüng bleibt in einer teilweise vörgeschobenen Stellung stehen. In solchem Falle bleibt dann auch das Entlüftungsventil y geschlossen und der im Innern des Zylinders stehende Hochdruck hat jetzt Zeit, eine in die vom Zylinder abzweigende Leitung 3 eingesetzte, den Abfluß verzögernde Bremse 4 (Gewindegang eines Schraubpflocks o. dgl.) zu überwinden und einen Ventilschiebers gegen seine Feder 6 zurückzudrücken. (Bei ordnungsmäßigem Betrieb wird das Entlüftungsventil y bereits geöffnet, bevor das Treibmittel die Verzögerungsbremse 4 durchdringen kann.) Der mit dem Ventil 5 verbundene Knag gen 7 gibt hierbei die Schlippschiene v frei, die alsdann durch ihre Feder il zwecks Freigabe der Enden der Seile c.und d zur Seite geschwungen wird. Das auf diese Weise von dem Suchseil d und der Schleppboje a losgelöste Schneidgeschirr sinkt alsdann nieder, wobei das Trageseil c durch die Augbolzen f2, f1 und den Wirbelring g und das Suchseil durch den Aug bolzen k schlüpft. Gleichzeitig strömt die Preß-, Luft durch den hohlen Ventilschieber 5 und durch ein an der Leitung 3 angeschlossenes Leitungsknie 8 in das Innere des Schwimmkörpers b über, der durch den zunehmenden Druck schließlich aufreißt oder undicht wird und voll Wasser läuft. Durch die Gewichtsvermehrung infolge des Wassereinbruches sinkt das Schneidgeschirr dann schnell zu Grund, wobei es noch ein an der Schleppboje angehängtes Ballastgewicht mit herabreißen kann, um das Ankertau durchzuknicken bzw. den Auftrieb der Mine mit Sicherheit zu vernichten.

Claims (1)

  1. PATENT-AN SPRUCH: Schneidgeschirr für unstarre Minensuch-und Räumgeräte zum Durchschneiden des gefangenen Minenankertaues, bestehend aus einem mit- einer Minenschere und dazugehöriger Antriebsvorrichtung ausgerüsteten Hohlschwimmkörper, der in Abstand unter einer Schlepp- und Scherboje hängt und durch ein Suchseil mit dem Minensuchfahrzeug verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß beim unvollständigen Durchschneiden bzw. beim Festklemmen des Ankertaues (n) in der Schere das in den Ar7 beitszylinder (q) hinter den nunmehr in seiner Vorwärtsbewegung gehemmten Druckkolben (v) der Schere weiter einströmende Treibmittel (Preßluft) nach Überwindung einer in eine Verbindungsleitung (3) zwischen Arbeitszylinder (q) und Innenraum des Schwimmkörpers (b) eingeschalteten Bremsvorrichtung (q.) ein die Leitung (3) sperrendes Ventil (5) öffnet, das eine das Aufhängeseil (c) und das Suchseil (d) haltende Schlippvorrichtung (i) auslöst und das Treibmittel in den Schwimmkörper (b) übertreten läßt, um diesen zur Herbeiführung eines Wassereinbruches aufzureißen.
DE1917330618D 1917-12-22 1917-12-22 Schneidgeschirr fuer unstarre Minensuch- und Raeumgeraete Expired DE330618C (de)

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