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lhinenräumabwehrvorrichtung. Die Erfindung bezieht sich auf Abwehrmittel
gegen Schiffe, die mit Minensuchgeräten (z. B. Drachensteuerflächen oder anderen
Arten von Schleppkörpern) zum Suchen und Abschneiden von '.Minen ausgerüstet sind.
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Vorrichtungen zum Abwehren des Minenräumens sind bereits bekannt.
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So sind Greifervorrichtungen bekannt, die mit nach unten offenen-
Armen versehen sind und in das Ankertau einer Mine eingeschaltet weiden. Stößt die
Minensuchleine der Minen- i Suchfahrzeuge gegen das Ankertau einer Mine, so gleitet
die Suchleine infolge des Zuges der ! Minensuchfahrzeuge am Ankertau nach oben,
wird von den Armen des Greifers gefaßt und durch eine Sprengladung zerschnitten.
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Eine andere bekannte Vorrichtung besteht aus einer Anordnung von Zahnrädern,
Nökkenscheiben Lund einer Klinkvorrichtung, die ebenfalls in das Ankertau einer
Mine eingeschaltet ist und die die Minensuchleine u igehindert durchläßt, so daß
die Mine nicht gefunden wird.
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Diese bekannten Vorrichtungen hindern lediglich die Wirksamkeit der
Räumvorrichtungen.
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Die Erfindung bezweckt darüber hinaus noch eine Beschädigung oder
Zerstörung der Suchfahrzeuge. Es ist bekannt, daß eine Mine, wenn sie von einem
Suchgerät eines Schiffes erfaßt wird, von ihrem Ankertau fortgezogen und von dem
Schleppgerät nach dem Schiff hingezogen wird.
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Gemäß der- Erfindung ist das Ankertau einer Seemine mit einer Vorrichtung
versehen, die, wenn das Ankertau z. B. von einer Schleppleine erfaßt wird, sich
selbst an dieser Schleppleine festhält und dadurch bewirkt, daß die Schleppleine
die Mine durch Zug in Berührung mit dein Schiffsrumpf bringt: Zu diesem Zweck ist
das Ankertau an einer oder mehreren über seine Länge verteilten Stellen mit einer
Vorrichtung oder einer Reihe von Vorrichtungen versehen, die von der Schneidvorrichtung
des iMinensuchgerätes nicht abgeschnitten werden können. Solche Vorrichtungen können
in ihrer einfachsten Form aus umgekehrten kegelartigen Körpern bestehen, die aus
gehärtetem Stahl hergestellt und so eingerichtet sind, daß sie es zwischen die Backen
des Suchgeräts fassen, wenn es sich längs des Ankertaues bewegt. Da-diese Körper
nicht durchgeschnitten werden können, so dienen sie dazu, das Ankertau mit dem Drachen
zu verbinden, und bewirken dadurch, daß die Mine durch Zug in Berührung mit dem
Rumpf des Fahrzeuges kommt. Ancererseits
kann das Ankertau auch
mit festen Haken oder anderen Greifvorrichtungen versehen sein oder mit Mitteln,
wie gelenkig befestigte Arme, die den Drachen oder seine Schleppleine einschließen
und erfassen, sobald diese Vorrichtungen berührt werden.
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Um das Bestreben der Mine, mit dem Schiffsrumpf in Berührung zu kommen,
nachdem das Ankertau mit der Schleppleine des Drachen verbunden ist, noch zu vermehren,
können zusammen mit den erwähnten Greifvorrichtungen noch Mittel vorgesehen sein,
um die Schleppleine des Drachen und .gewünschtenfalls auch das Ankertau der Mine
abzuschneiden. Hierdurch wird die ganze Mine oder, wenn auch das Ankertau abgeschnitten
wird, nur der schwimmende Körper an dem abgeschnittenen Ende der Schleppleine befestigt.
Da der Drache dann nicht mehr die Wirkung hat, die Schleppleine von der Kiellinie
des Schiffes entfernt zu halten, kommt die Mine unmittelbar durch die abgeschnittene
Schleppleine in Berührung mit dem Rumpf oder Boden des Schiffes.
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In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zum Erfassen des Drachen oder
seiner Schleppleine gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt.
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Abb. i und 2 sind Ansichten, Abb. 3 und 4 Schnitte der Vorrichtung,
mittels deren bestimmt wird, welche der beiden Backen in Tätigkeit treten soll.
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i o ist ein Ankertau, mit dem ein Schaft i i verbunden ist. An beiden
Seiten des Schaftes, am oberen Ende, sind zwei Zacken 12 befestigt. Die Arme 13,
14 sind bei 130, 140 auf beiden Seiten des Schaftes drehbar befestigt, so daß sie,
wie in Abb. i gezeigt, nach außen gedreht etwa im rechten Winkel zu den Zacken 12
stehen. Oberhalb der Drehpunkte i3o, 14o der Arme sind andere Arme 15 und 16 befestigt,
die Messer i5o, 16o tragen. Letztere kommen mit Messern 131, 141 an den Armen 13,
14 zum Eingriff, wenn sie gehoben werden. An dem Ankertau io ist eine Rolle 17 befestigt,
um die ein Tau 18 läuft. Die eine Part des Taues läuft über Rollen 151, 132 an den
Armen I g, 13; sein Ende ist bei i g--> am Arm 15 befestigt. Die andere Part
läuft über Rollen 161, 142 an den Armen 16, 14 und ist bei 162 am Arm 16 befestigt.
Der Zug auf das Ankertau to hat das Bestreben, die Arme 13, 14 gegen die Arme 15,
16 hin zu bewegen. Diese Bewegung wird durch Bolzen i9 verhindert, die an den Armen.
13, 14 sitzen und die abbrechen, wenn ein bestimmter Zug auf das Ankertau i o ausgeübt
wird. An den beiden Parten des Taues 18 befinden sich Anschläge 2o, 21, die gewöhnlich,
wie in Abb. 3 gezeigt, durch Hebel 2222, 23 in ihrer Stellung gehalten werden. Die
Hebel 22, 23 sind an einem bei 24o drehbar gelagerten Block 24 befestigt. Wenn der
Drache oder seine Schleppleine mit einem Zacken i2 zum Eingriff kommt, findet auch
ein Eingriff mit dem Block 24 statt, so daß dieser sich, je nach der Richtung des
Zuges auf das Ankertau, nach der einen oder anderen Seite bewegt. Wenn der Zug auf
das Ankertau genügt, um die Bolzen i9 abzubrechen, wird der Block 24 nach der einen
oder anderen Seite des Schaftes hin bewegt, je nach der Richtung des Zuges, der
von dem Drachen oder seiner Schleppleine ausgeübt wird. Wenn der Block sich in der
Richtung des Uhrzeigers bewegt, so wird der Hebel 22 losgelassen, wie in Abb. 4
gezeigt, und der Anschlag 2o wird freigegeben. Die betreffende Part des Taues 1'8
kann daher abwärts gezogen werden und verursacht eine Bewegung des Armes 13 gegen
den Arm 15, so daß die Arme den Drachen oder dessen Schleppleine zwischen sich festklemmen
und die Messer 131, i5o die Schleppleine des Drachen abschneiden. Dieser treibt
ab. Der andere Teil der Schleppleine wird festgehalten, so daß sie die Mine durch
Zug in Berührung mit dem Schiffsrumpf bringt.