DE330486C - Grenzrachenlehre - Google Patents

Grenzrachenlehre

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DE330486C
DE330486C DE1919330486D DE330486DD DE330486C DE 330486 C DE330486 C DE 330486C DE 1919330486 D DE1919330486 D DE 1919330486D DE 330486D D DE330486D D DE 330486DD DE 330486 C DE330486 C DE 330486C
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theory
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/38Gauges with an open yoke and opposed faces, i.e. calipers, in which the internal distance between the faces is fixed, although it may be preadjustable
    • G01B3/42Gauges with an open yoke and opposed faces, i.e. calipers, in which the internal distance between the faces is fixed, although it may be preadjustable of limit-gauge type, i.e. "go/no-go"

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Grenzrachenlehre. Im allgemeinen Maschinenbau gibt sich mehr und mehr das Bestreben nach Einführung des Toleranzlehrensystems zu erkennen. Die bisher bekannt gewordenen Grenzrachenlehren zerfallen in zwei streng voneinander zu unterscheidende Arten.- Bei der einen Art sind die verschiedenen Meßstellen auf zwei oder mehr Seiten eines festen oder zusammengesetzten Kernstückes verteilt. Bei der anderen Art liegen dagegen die der Toleranz entsprechenden beiden Meßstellen auf ein und derselben Seite dieses Kernstückes. Die Lehren der zweiten Art werden wegen ihres geringeren Gewichts und infolge der Vermeidung des das Tastgefühl schädlich beeinflussenden einseitigen Übergewichts den Lehren der ersterwähnten Art vorgezogen.
  • Unter den einseitigen Grenzrachenlehren gibt es nun solche, bei denen die beiden Meßstellen zwischen drei Meßschenkeln nebeneinander liegen, und solche, bei denen die Meßstellen bei Anwendung von nur zwei Meßschenkeln zwischen diesen hintereinander angeordnet sind. Die einseitigen, mit nebeneinander liegenden Meßstellen versehenen Lehren weisen den einseitig zweischenkligen gegenüber wieder den Nachteil des Übergewichts und der dadurch verursachten schädlichen Beeinflussung des Tastgefühls auf, auch ist die Handhabung wegen des Umsetzens der Meßstellen beim Messen weniger bequem und z. B. beim Nachmessen von Massengegenständen auch ganz bedeutend zeitraubender.
  • Die Erfindung betrifft. nun die allgemein als am vorteilhaftesten befundenen, mit zwei hintereinander gelegenen Meßstellen versehenen einseitig zweischenkligen Grenzrachenlehren. Unter den Lehren dieser letztgenannten Art sind nun auch bereits solche bekannt geworden, die für verschiedene Maße verstellt werden können. Diese verstellbaren Lehren weisen jedoch den Nachteil auf, daß die Herstellung derselben infolge der Anwendung verschraub- und verschiebbarer, nach der Bearbeitung zu härtender Stellorgane und aufgeschliffener Gleitflächen besonders schwierig und kostspielig ist. Ein weiterer Übelstand ergibt sich aus dem Umstande, daß bei derartigen Lehren die Gleitflächen der verstellbaren Meßschenkel senkrecht zu den Meßflächen gerichtet sein müssen, so daß durch das selbst bei kleinstem Spielraum der Gleitflächen infolge Anziehens der Feststellorgane verursachte Ecken der aneinander gleitenden Teile die Parallelität der einander zugekehrten Meßflächen leicht aufgehoben wird. Ferner wird es nur sehr schwer möglich sein, den nach erfolgter Abnutzung der Meßflächen erforderlichen Nachschliff so auszuführen, daß genaue Parallelität der einander zugekehrten Meßflächen erzielt -wird. Die genaueste Parallelität der Meßflächen ist aber Grundbedingung fürdie Brauchbarkeit der Toleranzlehren überhaupt.
  • Von diesen bekannten verstellbaren Lehren unterscheidet sich die den Erfindungsgegenstand bildende einseitig zweischenklige Grenzrachenlehre mit zwei hintereinander angeordneten Meßstellen dadurch, daß sie nach dem an sich bekannten Zusammensetzungsprinzip eingerichtet ist, das bisher nur bei den mit je zwei Meßschenkelenden nur eine einzige Meßstelle abgrenzenden Lehren zur Anwendung gelangte.
  • Bei den nach dem Zusammensetzungsprinzip eingerichteten Lehren können mit den Meßschenkeln verschiedene, in ihrer Höhe genau den Grundmaßen entsprechende Meßklötze verbunden «erden.
  • Gemäß der Erfindung sollen nun mit den auswechselbaren Meßklötzen zwei eigenartig gestaltete Meßschenkel derart verbunden werden, daß die beiden Meßstellen hintereinander vor dem einen Ende des Meßklotzes liegen. Die eigenartiga Gestaltung der Meßschenkel in dieser Verbindung mit dem Meßklotz führt zu besonderen gewerblichere Vorteilen-Auf der Zeichnung ist der Erfnidungsgegenstand in zwei verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt. - - -Fig. Z, 2 und 3 veranschaulichen die eine Ausführungsform in Vorder-, Seiten- und Oberansieht.
  • Die Fig. 4., 5 und 6stellen gleiche Ansichten der zweiten Ausführungsform dar.
  • Wie die Zeichnung erkennen läßt, ist die neue Rachenlehre aus den beiden Meßschenkeln a und b und dem Meßklotz c zusammengesetzt. Die Meßschenkel haben zweckmäßig U-förmigen Querschnitt erhalten, um sie bei bedeutender Widerstandsfähigkeit gegen Verbiegen möglichst leicht zu machen, da geringes Gewicht für den Gebrauch solcher Lehren von wesentlicher Bedeutung ist. Aus dem gleichen Grunde hat der Meßklotz c T-förmigen Querschnitt erhalten und ist derselbe außerdem noch mit Aussparengen versehen worden. Der Meßklotz c ist mit den beiden Meßschenkeln a, b durch Schrauben d verbunden, deren Köpfe bei dem ersten Ausführungsbeispiel zwischen den Seitenrändern der U-förmigen Meßschenkel vollständige Aufnahme finden, so daß sie nach außen nicht hervorstehen, während bei dem zweiten Ausführungsbeispiel die Meßschenkel in der Längsrichtung außen je einen Mittelsteg erhalten haben, der auf einen Teil seiner Länge zwecks Aufnahme der Schraubenköpfe in Versenkungen entsprechend verbreitert ist.
  • Die vom Meßklotz c aus hervorragenden Enden der Meßschenkel a, b begrenzen nun die beiden hintereinander gelegenen Meßstellen. Dort, wo die hintere engere Meßstelle an die .vordere weitere Meßstelle anschließt, ist jeder der Meßschenkel mit einer Quernut versehen, die ein unwillkürliches Einzwängen des zu prüfenden bzw. zu messenden Gegenstandes in die Verengerung an der Übergangsstelle verhindern sollen.
  • Von besonderer Bedeutung für das `Fesen der Erfindung ist nun die eigenartige Gestaltung der beiden Meßschenkel. Diese Eigenartigkeit besteht darin, daß der eine Meßschenkel über seine ganze Länge an der für die Abmessungen und für die Verbindung mit dem Meßklotz in Betracht kommenden Fläche plangeschliffen ist, während der andere bei gleichem Planschliff des hinteren Teils nur an dem vor der Quernut befindlichen Ende um den Unterschied der hintereinander liegenden Meßstellen abgesetzt ist.
  • Neben dem Vorteil, zur Herstellung derartiger Meßschenkel das überall erhältliche und bequem zu bearbeitende Stangenmaterial benutzen zu können, ergeben sich aus der Anordnung der beschriebenen Meßschenkel noch besondere, für die gewerbliche Verwertbarkeit - hochwichtige Vorteile. In erster Linie wird durch diese Anordnung die für die Normenschaffung wichtige rationelle Reihenherstellung ermöglicht. Die Herstellung genauer Meßklötzchen bietet keinerlei Schwierigkeiten mehr und kann erfolgen, ohne große Werte auf Läger festlegen zu müssen. Der eine vollkommen plangeschliffene Meßschenkel ist nun innerhalb weiter Grenzen für die verschiedensten Lehren verwendbar und braucht daher nur in verhältnismäßig sehr kleinen Mengen vorrätig gehalten zu werden. Da dieser Meßschenkel auf der Planschleifmaschine bearbeitet werden kann, so ist er auch sehr leicht herzustellen. Aber auch die Herstellung des anderen Meßschenkels bietet keine besonderen Schwierigkeiten, da auch dieser zunächst in seiner ganzen Länge auf der Planschleiffnaschine plangeschliffen und dann erst um den geringen Unterschied vor der Quernut abgesetzt wird. Da nach den Vorschlägen des deutschen Normenausschusses für Meßbereiche von ziemlich weit auseinanderliegenden Grenzen der gleiche Unterschied der Abmaße festgelegt ist, so kann ebenfalls auch der am vorderen Ende abgesetzte Meßschenkel für die verschiedensten Lehrengrößen benutzt werden, so daß auch von dem abgesetzten Meßschenkel nur ein verhältnismäßig geringer Vorrat am Lager gehalten zu werden braucht. Da nun die Meßschenkel gleicher Abmessungen mit Meßklötzen von verschiedener Höhe verbunden werden können, so lassen sich durch schnelle Zusammenstellung der am Lager vorrätig gehaltenen Teile die Wünsche der Besteller in kürzester Zeit und in weitgehendsten Grenzen befriedigen, d. h. es werden bei Bestellungen trotz verhältnismäßig geringer Vorräte die gewünschten Lehren fast immer sofort lieferbar sein.
  • Von ganz besonderer Bedeutung ist aber der Umstand, daß die- gemäß der Erfindung eingerichteten Rachenlehren im Betriebe des Gebrauchers selbst leicht instandgehalten und für andere, jeweils erwünschte Maße neu zusammengestellt werden können. Da der in seiner Höhe dem genauen Maß entsprechende bfeßklotz einer Abnutzung überhaupt nicht unterworfen ist, so brauchen im Falle einer Abnutzung der Meßflächen auch nur die Meßschenkel nachgeschliffen zu werden, was, wie bereits erwähnt, sehr leicht mittels der Planschleifmaschine bewirkt 'werden kann. Das Nachschleifen des vor der Quernut .befindlichen Endes des abgesetzten Schenkels um die vorgeschriebene Differenz macht keine besonderen Schwierigkeiten. Wer es nicht wagen will, ,das Absetzen des einen Schenkels um die genaue Differenz zu bewirken, der erreicht schon eine annähernde Wiederherstellung der abgenutzten Lehre durch einfaches Planschleifen des vollständig geraden Schenkels und geringes Nachschleifen des vollkommen geraden Teils des abgesetzten Schenkels, was keinerlei Schwierigkeiten macht. Schon allein durch Planschleifen des vollständig geraden Schenkels wird die halbe Abnutzungsdifferenz aufgehoben, da beide Meßschenkel sich an den Meßflächen gleichmäßig abnutzen werden. Man wird demnach, solange man die vom N ormenausschuß festgelegten Grenzen noch nicht erreicht hat, überhaupt nur den vollständig geraden Schenkel nachzuschleifen brauchen.
  • Aus dem einseitigen Absetzen der Meßschenkel ergibt sich für die praktische Verwendung der Lehre noch der Vorteil, daß das Übergehen von der weiteren in die engere Meßstelle erleichtert wird, weil die hintereinander folgenden Flächen an der einen Seite der Meßstellen in ein und derselben Ebene liegen und der zu messende Gegenstand an dieser Seite beim Übergang von einer Meßstelle in die andere keinen Widerstand findet, dagegen aber sichere Führung erhält. Es kann somit das feinste Tastgefühl ausgenutzt werden,-ohne daß Klemmungen an der Übergangsstelle möglich sind.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUcH: Einseitige zusammengesetzte Grenzrachenlehre mit zwischen zwei Meßschenkeln hintereinander angeordneten Meßstellen, dadurch gekennzeichnet, daß ein gerader, nur an der weiteren Meßstelle entsprechend dem Unterschied der Abmaße abgesetzter und ein durchweg gerader Meßschenkel hinter der zweiten Meßstelle mit einem in seiner Höhe dem Grundmaß entsprechenden Meßklotz verbunden sind.
DE1919330486D 1919-06-08 1919-06-08 Grenzrachenlehre Expired DE330486C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE330486T 1919-06-08

Publications (1)

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DE330486C true DE330486C (de) 1920-12-16

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DE1919330486D Expired DE330486C (de) 1919-06-08 1919-06-08 Grenzrachenlehre

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