DE328091C - Schalldose fuer Sprechmaschinen - Google Patents

Schalldose fuer Sprechmaschinen

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DE328091C
DE328091C DE1919328091D DE328091DD DE328091C DE 328091 C DE328091 C DE 328091C DE 1919328091 D DE1919328091 D DE 1919328091D DE 328091D D DE328091D D DE 328091DD DE 328091 C DE328091 C DE 328091C
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    • GPHYSICS
    • G11INFORMATION STORAGE
    • G11BINFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
    • G11B3/00Recording by mechanical cutting, deforming or pressing, e.g. of grooves or pits; Reproducing by mechanical sensing; Record carriers therefor
    • G11B3/44Styli, e.g. sapphire, diamond
    • G11B3/46Constructions or forms ; Dispositions or mountings, e.g. attachment of point to shank
    • GPHYSICS
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    • G11B3/50Anvils or other supports opposing stylus forces

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  • Soundproofing, Sound Blocking, And Sound Damping (AREA)

Description

Damit die Schalldose einer Sprechmaschine die Tonschwingungen möglichst getreu wiedergibt, ist es zweckmäßig, alle Widerstände auf ein möglichst geringes Maß herabzusetzen. Besonders schädlich sind die Trägheitswiderstände der schwingenden Massen. Sie nehmen mit dem Quadrat der Tonhöhe zu und bewirken daher, daß die Obertöne, die für die Erhaltung der Klangfarbe von besonderer Bedeutung sind, "stark geschwächt werden.
Das Ideal einer Schalldose wäre erreicht, wenn es gelänge, sowohl die Membran als auch das damit verbundene Hebelsystem praktisch masselos herzustellen. Daß dieses Ideal niemals erreicht werden kann, bedarf keiner weiteren Ausführungen. Man sollte aber versuchen, ihm möglichst nahezukommen, wobei freilich andere Rücksichten, die sich atis der Weiterleitung der Schwingungen vom Aufnahmestift bis zur Membran, einer guten Schallabgabe durch die Membran sowie der Benutzung der Schalldose durch Laienhände ergeben, nicht außer acht gelassen werden dürfen.
Die Erfindung ist aus vorstehenden Erwägungen hervorgegangen. .
Das Hebelsystem oder wesentliche Teile desselben soll nicht wie bisher aus Stahl, Bronce, Messing oder gewöhnlichem Aluminium, sondern aus einem harten Leichtmetall hergestellt werden.
Unter einem harten Leichtmetall wird ein solches verstanden, welches befähigt ist, die Schwingungen ohne zu große Intensitätseinbuße weiterzuleiten.
Mit einem derartigen Hebelsystem würde indessen noch nicht allzuviel erreicht sein, wenn J nicht gleichzeitig die Membran elastischer gestaltet sein würde, ohne daß ihr Gewicht zunimmt. Der Erfindung gemäß soll zu dem Zweck auch . für die Membran nicht gewöhnliches Aluminium, sondern hart gewalztes Aluminiumblech verwendet werden. Damit die in diesem Material vorhandenen inneren Spannungen sich nicht schädlich geltend machen, muß in die Membran irgendein Muster eingedrückt werden, z. B. in Form von peripherischen Rillen oder radialen Vertiefungen.
Die Erfindung möge nunmehr unter Hinzuziehung der beiliegenden Zeichnung weiter besprochen werden.
An dem Hebelsystem werden, abgesehen von dem Stahlstift S, drei Teile unterschieden.
Der erste Teil I dient zur Aufnahme des Stiftes, welcher in den Furchen der Grammophonplatte entlanggleitet. Der zweite Teil dient als Verbindung zwischen I und II und ist zugleich der Sitz des Drehpunktes des doppelarmigen Hebels. Der Teil III ist mit der Schallmenibran verbunden.
Alle diese drei Teile werden zweckmäßigerweise aus hartem Leichtmetall hergestellt, doch genügt es zur angenäherten Erreichung des Effektes, wenn dies nur hinsichtlich eines oder zweier Teile geschieht.
■Für den Teil III ist das gewöhnliche, im Handel erhältliche, weich gewalzte Aluminium unbrauchbar. Der Versuch lehrt, daß es einen überaus großen Teil der Schwingungsenergie absorbiert. Bewährt hat sich hingegen das sogenannte Duraluminium, eine Aluminiumart, die einem künstlichen Härteprozeß unterzogen ist, .
Duraluminium ist auch deswegen vorteilhaft, weil es gegenüber äußeren Beeinflussungen, z. B. Spielereien seitens des Benutzers, weniger nachgiebig ist als gewöhnliches Aluminium, das leicht verbogen werden kann.
Für das mittlere Stück II und das Endstück I ist die Wahl des Materials von geringerer Bedeutung. Diese Stücke sind kurz und gedrungen und daher Deformationen in geringem ίο Maße ausgesetzt. Da sie dicht am Drehpunkt liegen, wo die Bewegungen Idein sind, können sie ohne zu große Beeinträchtigung der Wirkung auch aus Messing hergestellt werden. Zweckmäßig ist es freilich auch hier, Duraluminium zu verwenden.
Fig. 4 zeigt das Beispiel eines Musters, welches in die Membran eingedrückt wird, um die inneren Spannungen zu beseitigen oder nicht zur Geltung kommen zu lassen. Natürlich kann dieses Muster beliebig variiert werden. Die Blechdicke schwankt je nach dem Durchmesser zwischen 0,12 bis 0,25 mm. Die Erfahrung hat gelehrt, daß beim Fehlen eines solchen Musters die Schwingungsfähigkeit der Metallmembran sehr beeinträchtigt wird und die Lautstärke sinkt.
Zur weiteren Erklärung der guten Wirkung
der neuen Anordnung seien einige vergleichende wissenschaftliche Feststellungen in bezug auf die zur Zeit handelsübliche und die neue Schalldose hinzugefügt.
Glimmer, welcher jetzt als Material für Membranen vorherrscht, gehört zwar zu den leichtesten Stoffen — er ist mit seinem spezifischen Gewicht von 2,7 in dieser Beziehung dem Aluminium gleichwertig —; er ist aber ungefähr dreimal weniger elastisch als Aluminium, denn ■ er besitzt einen Elastizitätsmodul von 22 000 gegenüber 7000 bei Aluminium. ;
Wegen dieser hohen relativen Steifigkeit ; müssen auch für das Hebelsystem Materialien : von hoher Steifigkeit gewählt werden, da andernfalls die Zwischenglieder zu sehr nachgeben und die als »Sichtotarbeiten« bezeichnete Erscheinung eintreten würde. Diese Erscheinung ist dahin zu verstehen, daß auch bei starken Amplituden des Aufnahmestiftes nur wenig Energie auf die Membran übertragen wird, während der größte Teil sich in den übertragenden-Hebeln verzehrt.
■-< Wenn man nun die Tabellen über die Elastizitätskonstanten der Metalle durchsieht, so findet man, daß Eisen bzw. Stahl zu den steifesten Materialien gehört. Hieraus erklärt sich die Wahl dieses Materials bei Schalldosen mit Glimmermembranen. Der Nachteil des hohen spezifischen Gewichts des Stahls muß notgedrungen mit in den Kauf genommen werden.
Anders liegen die Dinge bei der neuen Schalldose. Wegen der relativ geringen Steifigkeit der Aluminiummembran ist eine übermäßige Verzehrung von Energie im Übertragungssystem nicht zu-befürchten. Es können daher auch für die Hebel elastischere Materialien verwendet werden, wie z. B. Duraluminium.
Die Herabsetzung des Hebelgewichts und die Verwendung von hartem: Leichtmetall für die Membran hat nicht nur die bereits dargelegte Wirkung zur Folge, daß die Musik und Sprache reiner wiedergegeben wird, es kommt vielmehr noch ein anderer Vorteil hinzu, der darin besteht, daß das Gewicht der gesamten Schalldose geringer gehalten werden darf. Denn es ist einleuchtend, daß der Stift auf der Platte mit einem geringeren Druck schleifen kann, wenn die Bewegungswiderstände geringer sind.
Der geringere Druck hat aber eine Schonung der Platten zur Folge.

Claims (2)

Patent- Ansprüche :
1. Schalldose für Sprechmaschinen, gekennzeichnet durch die Kombination einer aus hartem Leichtmetall hergestellten Membran mit eingepreßtem Muster und einem Hebelsystem, das vollständig oder in wesentlichen Teilen aus hartem Leichtmetall besteht.
2. Schalldose gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelsystem aus Duraluminium besteht.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1919328091D 1919-11-29 1919-11-29 Schalldose fuer Sprechmaschinen Expired DE328091C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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