DE327110C - Kinematographischer Apparat zum optischen Ausgleich der Bildwanderung - Google Patents
Kinematographischer Apparat zum optischen Ausgleich der BildwanderungInfo
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- G—PHYSICS
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Kinematographen mit optischem Ausgleich der
Bildwanderung durch . hin und her gleitende Spiegel. Zur Erzeugung scharfer Bilder auf der
Projektionswand ist Bedingung, daß der Strahlenweg vom Filmbande bis zum Objektiv derselbe
bleibt. Bei bekannten Ausführungen hat man dies dadurch zu erreichen gesucht, daß
man zwischen Filmfenster und Objektiv ein
ίο System von Spiegeln einschaltete, beispielsweise
zwei Spiegel, von denen der eine mit dem ■ Filmband beweglich war, während der zweite
in der Objektivachse feststand. Das Filmband wanderte hierbei senkrecht zur Objektivachse
und man güch den Unterschied der Strahlenwege vom Filmband bis Objektiv dadurch aus,
daß man das Objektiv entsprechend diesem Unterschiede bewegte. Dies hat den Nachteil,
daß sich die Entfernung zwischen Objektiv und Projektionswand änderte, so daß sich die Bildgröße
auf der Projektionswand änderte, was zur Schärfe der Bilder nicht beitrug. Ein zweiter Weg bestand darin, daß man zwischen
das senkrecht zur Objektivach.se wandernde Filmband und das Objektiv eine ganze Gruppe
von Spiegehi einschaltete, z. B. .vier Spiegel,
von denen je zwei rechte Winkel bildeten, und die man wagerecht derart bewegte, daß der
Strahlenweg derselbe blieb. Ein Zwischenschalten so vieler Spiegel hat den Nachteil, daß
eine vierfache Reflexion von Spiegel zu Spiegel bzw. zum Objektiv zu erfolgen hat, was ebenfalls
unvorteilhaft ist.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß bei der Bewegung des Spiegels die Fensterblende mit dem Filmband senkrecht zur Längsbewegung des Filmbandes bewegt wird, und zwar derart, daß der Strahlenweg zwischen Filmband, Spiegel und Objektiv für jede Stellung derselbe bleibt. Ein besonderer Fall hegt darin, daß Filmband und Reflexionsspiegel sich parallel zur Objektivachse bewegen. Die Erfindung ermöglicht, daß man zwischen Filmband und Objektiv mit einer einzigen Reflexion an einem Spiegel auskommen kann. Bringt man mit dem Reflexionsspiegel einen zweiten unter 45° geneigten Spiegel in feste · Verbindung, welcher die Lichtstrahlen des Kondensors auffängt, so bleibt trotz der Bewegung der Spiegel die Gesamtsumme der Lichtstrahlenwege zwischen Kondensor und Objektiv stets dieselbe.
Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß bei der Bewegung des Spiegels die Fensterblende mit dem Filmband senkrecht zur Längsbewegung des Filmbandes bewegt wird, und zwar derart, daß der Strahlenweg zwischen Filmband, Spiegel und Objektiv für jede Stellung derselbe bleibt. Ein besonderer Fall hegt darin, daß Filmband und Reflexionsspiegel sich parallel zur Objektivachse bewegen. Die Erfindung ermöglicht, daß man zwischen Filmband und Objektiv mit einer einzigen Reflexion an einem Spiegel auskommen kann. Bringt man mit dem Reflexionsspiegel einen zweiten unter 45° geneigten Spiegel in feste · Verbindung, welcher die Lichtstrahlen des Kondensors auffängt, so bleibt trotz der Bewegung der Spiegel die Gesamtsumme der Lichtstrahlenwege zwischen Kondensor und Objektiv stets dieselbe.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung zur Darstellung
gebracht.
e ist der Kondensor, dessen Lichtstrahlen sich an dem unter 45 ° geneigten Spiegel f und
an dem mit ihm in fester Verbindung stehenden Spiegel g spiegeln. Zwischen beiden Spiegehi
befindet sich das Filmfenster i und das Filmband α. Die Spiegel und ebenso das Filmfenster
stehen mit dem Schlitten h in fester Verbindung,
dessen Bewegung von dem Objektiv k fort mit derselben Geschwindigkeit 'erfolgt, welche das
Filmband α aufweist. Die Leitrolle für das Filmband α ist mit b bezeichnet, die Aufsetz-
und Anpreßvorrichtung mit c, die Fensterblende mit d, welche ebenfalls in starrer Verbindung
mit dem Schlitten h steht. Die Antriebswelle 0 kann von Hand oder mittels
Elektromotors angetrieben werden. Das Zahnrad p überträgt die gleichförmige Bewegung
auf das Zahnrad q, auf dessen Achse die Leitrolle
b sitzt. Das Zahnrad ft greift in das Zahnrad r des Rades s ein, dessen Umfang mit
Ansätzen t versehen ist, und diese Ansätze t
stoßen nacheinander auf einen Ansatz u des Schlittens Ji. Bei der Bewegungsrichtung im
Sinne des Pfeiles des Rades s wird der Schlitten h nach rechts gezogen und damit auch das
starr verbundene Spiegelsystem f, g mit dem in Filmfenster i.
Der Hub des Schlittens h nach rechts wird dadurch beendet, daß der Nocken t von dem
Ansatz u des Schhttens h abgleitet, und in
diesem Augenblick wird das Objektiv k abgeblendet, wobei die Blende in geeigneter Weise
von dem Getriebe gesteuert werden kann.
Auf der Achse des Rades s-ist ein weiteres größeres Zahnrad y angeordnet, welches ein
kleineres, auf der Achse einer Kreisscheibe ch sitzendes Zahnrad ζ antreibt. Dies besitzt
einen Nocken v, der sich in Richtung des Pfeiles im umgekehrten Sinne des Uhrzeigers
dreht und hierbei gegen einen Ansatz v' stoßen kann, welcher sich am Schlitten h befindet.
Der Nocken ν befördert den Schlitten h sehr
schnell mit dem Spiegelsystem nach links zurück, und zwar .um eine solche Strecke, daß
das demnächst zu projizierende Filmbildchen gerade in den Bereich des Bildfensters tritt.
Zur Erzielung der erforderlichen Geschwindigkeit kann die Bewegungsübertragung etwa so
eingerichtet sein, daß das Rad ch acht Umdrehungen macht, während das Rad s sich
einmal dreht. Nach diesem Zurückschnellen wird die Blende des Objektivs k geöffnet, so
daß das neue Bildchen auf dem Schirm erscheint. Es ist ersichtlich, daß sich die Länge des
Strahlenweges zwischen dem Filmband bzw. Filmfenster und dem Objektiv k ändert. Befindet
sich der Spiegel g·' in der linken punktierten äußersten Stellung, so ist die Summe des
Strahlenweges geringer als in der rechten ausgezogenen Stellung. Dies würde unscharfe
Bilder auf der Projektionswand zur Folge haben, und zur Beseitigung dieses Mißstandes dient
die folgende Anordnung:
Die Fensterblende d mit dem Bildfenster i ist derart an dem Schlitten h gelagert, daß das
Fenster und somit auch der entsprechende Teil des Filmbandes a in senkrechter Richtung verschoben
werden kann. Die Verschiebung ist hierbei in Abhängigkeit von der Bewegung des Schlittens h gebracht, derart, daß die Senkbewegung
des Fensters um genau denselben Betrag erfolgt, um welche der Schlitten h sich
nach rechts vom Objektiv fortbewegte. Der Abstand zwischen dem . Fihnband im Filmfenster
und zwischen dem Objektiv, und demnach der Strahlenweg, bleibt demnach konstant.
Diese Zwangsbewegung zwischen Schlitten h und der Fensterblende d läßt sich in leichter
Weise erreichen, da außer der wagerechten Führung des Schhttens h an diesem lediglich
eine senkrechte Führung vorhanden sein braucht. Eine beispielsweise Ausführungsform
ist in der Figur angegeben:
Zwei doppelarmige Hebel 2, 3 bzw. 4, 5 sind
mit ihrem Drehpunkt am Gestell gelagert. Die Hebel 2, 4 besitzen an ihren Enden Schlitze,
welche in Zapfen g, 10 eingreifen, die am Schlitten h angeordnet sind. Verschiebt sich
nun der Schütten aus der punktierten Lage W nach rechts in die Lage h, so treten die Hebel
aus ihrer Lage 2', 4' in die Lage 2, 4, und ihre Arme aus der Lage 3', 5' in die Lage 3, 5, was
eine Senkung der Fensterblende aus der Lage d' in die Lage d bedeutet. Der Angriff der Hebel
3, 5 an der Fensterblende erfolgt hierbei auch durch Schlitze und Stifte, und die Fensterblende
besitzt am Schlitten h eine senkrechte Führung. Eine solche Zwangsführung zwischen
der wagerechten Bewegung des Schlittens h und der senkrechten Bewegung der Fensterblende d
läßt sich auch durch Seil- oder Kettenübertragung bewirken.
Für jede Lage des Schlittens h bei seiner Wanderung nach rechts ergibt sich also, daß
infolge der gleichzeitigen Bewegung der Fensterblende d in senkrechter Richtung der Strahlenweg
zwischen Bildfenster und Objektiv k stets derselbe bleibt. Die Entfernung des Objektivs k
von der Projektionswand bleibt dabei stets dieselbe.
Die Bewegung des Filmbandes α geschieht
dadurch, daß zwischen dem Zugrad b und dem. Filmfenster d Leitrollen 6, 7 und 8 eingeschaltet
sind. Die Leitrolle 6 steht hierbei fest, die Leitrolle 7 hebt bzw. senkt sich gleichmäßig mit
dem Bildfenster (s, die Stellung 7 und 7'), und die Rolle 8 wird halb so schnell gesenkt bzw.
gehoben (Stellung 8 und 8') wie das Bildfenster. Statt dessen könnte auch die Zugrolle b angehoben
werden. Der hierzu erforderliche Mechanismus wurde, um die Klarheit des Bildes nicht
zu beeinträchtigen, nicht mit aufgezeichnet.
Bei den angegebenen Endstellungen des Spiegels g sind folgende Strahlenstrecken die
gleichen :
a, g, k = af, g', k,
e,f,a=e, f, α',
f, a,g,k= e, f, a!, g', k.
Es sind also auch die gesamten Strahlenwege gleich, so daß. kein Unterschied in der Helligkeit
auftritt. ng
Das Erfindungsprinzip, das Fihnband senkrecht zu seiner Bewegungsrichtung bei feststehendem
Objektiv um Ausgleichstrecken derart zu verschieben, daß der Strahlenweg zwischen
Filmfenster und Objektiv stets dieselbe Länge aufweist, kann auch für Apparate verwendet
werden, bei denen.das Fihnband bzw.
der reflektierende Spiegel sich senkrecht zur Objektivachse bewegt, falls man die Verwendung
mehrerer Reflexionsspiegel mit in den Kauf, nehmen will.
5
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Claims (3)
- Patent-Ansprüche:i. Kinematographischer Apparat mit optischem Ausgleich der Bildwanderungίο durch hin und her gleitende Spiegel, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Bewegung des Spiegels (g) die Fensterblende (d) mit dem Fihnband senkrecht zur Längsbewegung des Filmbandes bewegt wird, und zwar derart, daß der Strahlenweg zwischen Fihnband (a), Spiegel (g) und Objektiv für jede Stellung derselbe bleibt.
- 2. Kinematographischer Apparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Filmband und Reflexionsspiegel sich parallel zur Objektivachse bewegen.
- 3. Kinematographischer Apparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Reflexionsspiegel (g) ein zweiter unter 45 ° geneigter Spiegel (f) in fester Verbindung steht, welcher die Lichtstrahlen des Kondensors auffängt, wodurch erreicht wird, daß trotz der Bewegung der Spiegel die Gesamtsumme der Lichtstrahlenwege zwischen Kondensor und Objektiv stets dieselbe bleibt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE327110T | 1919-11-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE327110C true DE327110C (de) | 1920-10-23 |
Family
ID=6184616
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919327110D Expired DE327110C (de) | 1919-11-06 | 1919-11-06 | Kinematographischer Apparat zum optischen Ausgleich der Bildwanderung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE327110C (de) |
-
1919
- 1919-11-06 DE DE1919327110D patent/DE327110C/de not_active Expired
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