DE326941C - Verfahren zur Verwertung von Lederabfaellen - Google Patents

Verfahren zur Verwertung von Lederabfaellen

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DE326941C
DE326941C DE1917326941D DE326941DD DE326941C DE 326941 C DE326941 C DE 326941C DE 1917326941 D DE1917326941 D DE 1917326941D DE 326941D D DE326941D D DE 326941DD DE 326941 C DE326941 C DE 326941C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
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Description

  • Verfahren zur Verwertung von Lederabfällen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren, das die Verwertung@von Lederabfällen in besonders wirtschaftlicher Weise und unter Erhaltung der wertvollen Eigenschaften des Leders gestattet.
  • Im wesentlichen -bezweckt das Verfahren eine Art von Flüssiginächung von Leder durch Behandlung in einer wässerigen Alaunlösung unter Zusatz einer Säure, die das Leder im der Alaunlösung chemisch nicht angreift.: Das so gewonnene verflüssigte Leder ist in überraschend vielseitiger Weise anwendbar und kann als Ausgangsstoff für eine Reihe wichtiger Produkte verwendet werden, wie dies am besten aus den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen hervorgehen wird.
  • Die Verflüssigung der Lederabfälle geht beispielsweise in folgender Weise vor sich: Die Lederabfälle irgendwelcher Art werden zunächst mittels geeigneter Vorrichtungen vom Schmutz befreit und werden dann in einer Kochvorrichtung in einer wässrigen, alaunhaltigen Lösung unter Zusatz geringer Mengen von Säuren, welche das Leder in der Alaunlösung nicht chemisch angreifen, bei etwa 95° C oder mehr gekocht, bis die Lederabfälle in sich zu einem Körper zusammenfließen.
  • Die alaunhaltige Lösung kann etwa 5 Gewichtsteile Alaun auf roo Teile Wasser haben. und in etwa gleichen Gewichtsteilen wie das Leder angewendet werden. Die zuzusetzende Säure, z. B. Essigsäure, kann etwa 2 Prozent der Lösung betragen.
  • Das zusammengeflossene Leder; welches zunächst in Wasser nicht löslich ist und eine außerordentlich zähe Masse bildet; wird dann in einer Schmelzvorrichtung, die zweckmäßig im Wasserbad ruht, zum zweiten Male unter Zusatz. ebenso geringer Mengen wie vorhin oder noch eringerer Mengen von Säuren der oben genannten Art geschmolzen.
  • Als Säure eignet sich wieder ganz besonders Essigsäure.
  • Würde eine Säure verwendet, die an sich Lederabfälle auflöst, so würde dadurch das Leder derart verändert, daß es seine wichtigsten Eigenschaften verlieren würde, und es würde ein feines Pulver erhalten, das nur noch als Füllmittel benützt werden könnte. .
  • Bei der schonenden, das Leder in seinen wichtigsten Eigenschaften nicht verändernden Behandlung, gemäß der Erfindung, wird zwar das Leder so aufgeschlossen, daß jeder seiner wertvollen Bestandteile für sich herausgezogen werden kann, daß aber auch die verflüssigte Masse nach dem Wiedererstarren wieder an Stelle von Leder verwendet werden kann.
  • ' Nach der Schmelzung entsteht eine dickflüssige, breiartige, zähe Masse von außerordentlicher- Klebkraft, die nach Erkaltung dickflüssig bleibt.
  • Diese Masse läßt sich ohne weiteres als Klebstoff benützen oder auf Gelatine verarbeiten. Sie kann auf Schuhwerk, Lederwaren irgendwelcher Art oder auch auf andere. Stoffe aufgestrichen, soweit nötig, bearbeitet und mit Formaldehyd wasserunlöslich gemacht werden und bietet in dieser Weise ein wertvolles Mittel zur Ausbesserung von Schuhwerk o. dgl.
  • Hinzufügung von zu Wolle zerkleinerten Lederabfällen mit etwas Glyzerin ergibt nach Pressung in geeignete Formen ein sehr widerstandsfähiges festes Kunstleder, welches im wesentlichen alle vorteilhaften Eigenschaften des wirklichen Leders besitzt. p Dieses Kunstleder wird nach der- Piessting z*eckniäßig mit Formalin getränkt.
  • Kunstkork, Fußbodenbelag, hornartige Masse, welche sich zur Herstellung von Knöpfen und Griffen o. dgl. eignet, lassen sich aus.. der verflüssigten Ledermasse gewinnen durch Hinzufügung entsprechender Füllstoffe und gegebenenfalls Farbstoffe und Behandlung. mit Formaldehyd.
  • Aber auch besonders plastische und elastische Massen, wie z. B. Druckerwalzenmasse, lassen sich aus dem verflüssigten Leder und unter. Hinzufügung von Glyzerin gewinnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren' zur, Verwertung von Leder" äbfällen, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfälle in einer wässerigen Alaunlösung unter Zusatz einer Säure, welche das Leder in der" Alaunlösüng chemisch nicht angreift, bei mindestens go° behandelt und so die Gerb-und Farbstoffe des Leders mehr oder weniger herausgezogen werden, dann der Rückstand, zweckmäßig im .Wasserbad, nochmals in einer stark verdünnten Säure obengenannter Art geschmolzen und dadurch in eine dickflüssige zähe -Masse übergeführt wird, die durch Aufstreichen zur Ausbesserung von . Lederwaren aller Art dienen und in an sich bekannter Weise mit Formaldehyd o. dgl. wasserunlöslich gemacht weiden-kann.
DE1917326941D 1917-10-09 1917-10-09 Verfahren zur Verwertung von Lederabfaellen Expired DE326941C (de)

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