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Maschine zum Umbiegen der Ränder von Lederstücken mit einem Brennwerkzeug.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine zum Umbiegen der Ränder von Lederstücken
mit einem Brennwerkzeug, bei der das Lederstück derart an dem Brennwerkzeug der
Maschine vorbeigeführt wird, daß durch Sengen einer Seite des Lederrandes ein Krümmen
der anderen Seite gegen die zusammengeschrumpfte Lederseite bewirkt wird. Die Behandlung
eines dicken Lederstückes bedingt mehr Hitze als diejenige eines dünnen Lederstückes
gleicher Beschaffenheit. Bisher war es üblich, den Wärmegrad 'durch 1=Iaridhabung
gewisser Teile zu regeln. .
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Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin, daß der Wärmegrad
des Brennwerkzeuges entsprechend der Dicke des der Maschine dargebotenen Lederstückes
selbsttätig-geregelt wird.
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Es ist erklärlich, daß das Sengen des Randes eines dicken Lederstückes
nicht nur einen erhöhten Wärmegrad, sondern auch mehr Zeitaufwand bedingt als das
Sengen des Randes eines dünnen Lederstückes. Gemäß der Erfindung wird auch die Geschwindigkeit
des Vorschubes-des der Maschine dargebotenenLederstückes entsprechend der Dicke
des letzteren selbsttätig.verändert, so daß ein dickes Lederstück langsamer .vorgeschoben
wird als ein diinnes Lederstück.
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Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
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Fig. i ist eine Seitenansicht der Maschine teilweise im Schnitt, Fig.2
ist ein Schaubild der den Wärmegrad des Brennwerkzeuges bestimmenden und die Vorschubgeschwindigkeit
des Lederstükkes regelnden Vorrichtung.
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Fig. 3.erläutert diagrammatisch: die Art, in der das Brennwerkzeug
elektrisch beheizt wird.
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Das Lederstück wird durch eine drehbare Unterlage i i und durch eine
Vorschubscheibe 13. an_ dem elektrisch beheizten Biennwerkzeug voreigeführt. Die
Vorschubscheibe schiebt nicht nur das Lederstück vor, sondern sie sucht auch. die
noch in plastischem Zustande befindliche Lederkante gegen eine genutete Scheibe
15 zu drängen. Das Werkzeug 9 wird von einem Kopf 17 getragen, der zwecks Erleichterns
des Einführens des Lederstückes durch Handhabung eines bei ?1 an dem Maschinengestell
drehbaren Hebels i 9 angehoben werden kann. Die Anordnung und Wirkungs= weise der
soweit beschriebenen Teile ist nicht mehr neu.
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Der Wärmegrad des Brennwerkzeuges und die Vorschubgeschwindigkeit
des Lederstückes sollen entsprechend -der Dicke des Lederstükkes geregelt werden.
Ein dünnes Lederstück bedingt einen niedrigen Wärmegrad -sind Erhöhung der VorschuhgeschwindigkL-it,
während ein dickes Lederstück das Entgegengesetzte erheischt. Der zur Beheizung
des Brennwerkzeuges dienende, umgeformte elektrische Strom .kreist durch Leitungen
25, 27 durch das Werkzeug und durch einen Aus-
Schalter und Widerstandsregler
29, 31. Die Anordnung ist so getroffen, daß durch Herabbewegung der Kurzschlußplatte
29 der Strom geschlossen und durch Kurzschließen der Widerstandsteile der Wärmegrad
des Werkzeuges erhöht und durch ihre Aufwärtsbewegung herabgesetzt wird. Die Fig.
i und 2 lassen erkennen, daß an der Platte 29 eine Stange 95 befestigt ist, die
mit dem äußeren Ende eines Armes 33 verzapft ist.. Das innere Ende des Armes 33
ist an einem Arm 35 an dem Maschinengestell drehbar. In der Nähe des inneren Endes
des Armes 35 ist ein Lenkstück 37 angezapft, dessen unteres Ende drehbar mit einem
festen Arm ao des Hebels 1g verbunden ist. Durch Bewegen. des Hebels 1g wird der
Kopf 17 der Maschine mit dem Werkzeug 9 angehoben und gesenkt. Wenn das von dem
Kopf 17 abgekehrte Ende des Hebels 1g herabgedrückt wird, so senkt sich die Platte
29, und der Wärmegrad des Brennwerkzeuges wird durch Ausschaltung von Widerständen
erhöht. Die Lage, in die das Werkzeug nach dem Freigeben des Hebels gelangt, wird
durch die Dicke des Lederstückes bestimmt und regelt durch Änderung des elektrischen
Stromes den Wärmegrad des Bren-nwerkzeuges.
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Auf der Antriebswelle 39 sitzt ein Kegel 41, und auf einer Gegen welle
43 ist ein entgegengesetzt gelagerter Kegel 45 befestigt. Zwischen den Kegeln 41,
45 läuft ein loses Band 47, von dessen Lage die Winkelgeschwindigkeit der Gegenwelle
43 abhängt. Wenn die Teile die in der Fig. 2 dargestellte Lage einnehmen, so läuft
die Gegenwelle 43 mit der größten zulässigen Geschwindigkeit um. Wenn sich das Band
47 zwischen den anderen Enden der Kegel 44 45 befindet, so ist der Geschwindigkeitsgrad
der Welle 43 auf das Mindestmaß herabgesetzt. Die Welle 43 ist durch Zahnräder und
Zwischenwellen mit der Vorschubscheibe 13 verbunden. Damit das Band 47 während des
Auf-. und Niedergehens des Hebels i9 verschoben wird, ist das Ende des Armes 33
mit einem Lenkstück 49 verbunden, dessen unteres Ende eine Stift- und Schlitzverbindung.
mit einem Winkelhebel 5 i besitzt. Das freie Ende dieses Winkelhebels umfaßt eine
Stange 53, die in dem Maschinengestell verschoben werden kann und eine genutete
Leitrolle 55 für das Band 47 trägt. Das zu einer Gabel ausgebildete Ende des Winkelhebels
51 befindet sich zwischen verstellbaren Bunden 57. Damit der Winkelhebel 51 und
das Band 47 für gewöhnlich in der dargestellten Lage gehalten werden, ist eine Feder
59 vorgesehen, die sich einerseits gegen einen der Bunde 57 und andererseits .gegen
das Maschinengestell stützt Die Stift- und Schlitzverbindung zwischen dem Winkelhebel
51 und dem Lenkstück 49 läßt eine tote Bewegung des Lenkstückes zu. Wenn der Hebel
33 seine 1VIittellage einnimmt, so ist das Band 47 gegen die linken Enden der Kegel
41, 45 verschoben worden und wird durch fortgesetzte Herabbewegung des Armes 33
nicht mehr beeinflußt, da die Stange 53 zu dieser Zeit durch einen Anschlag 54.
von weiterer Bewegung nach links abgehalten wird und der untere Stift der Stange
49 sich in dem Schlitz des einen Armes des Hebels 51 verschieben kann. Wenn der
Hebel 1g bei der Aufwärtsbewegung des Kopfes 17 gedreht wird, so senkt sich die
Platte 29, um den Wärmegrad des Erennwerkzeuges zu erhöhen, und das sich verschiebende
Band 47 setzt die Winkelgeschwindigkeit der Welle 43 herab, wobei der Vorschub des
Lederstückes verlangsamt wird. Die Lage des sich nach dem Freigeben des Hebels 1g
senkenden Kopfes 17 hängt von der Dicke des in die Maschine eingeführten Lederstückes
ab und bestimmt in der beschriebenen Weise die 1@' orschubgeschwindigkeit, die entsprechend
der Abnahme der Dicke des Lederstückes beschleunigt wird. Das von dem Kopf 17 abgekehrte
Ende des -Hebels 1g ist ferner drehbar mit einem Lenkstück 61 verbunden, dessen
unteres Ende mit einem Arm 63 einer Schwingwelle 65 in Verbindung steht. 1-1n dem
andern. Ende der Schwingwelle 65 ist ein mit der Trethebelstange 69 verbundener
Arm 67 befestigt. Die Teile werden in der dargestellten Lage durch eine Feder 71
gehalten, die einerseits an die Platte 29 und andererseits an eine durch eine geriffelte
Mutter 75 senkrecht verstellbare Schraube 73-angehängt ist. -Wenn der Kopf 17 zwecks
Erleichterns des Einführens des Lederstückes mittels des Trethebels angehoben wird,
so schwingt der Arm 33 herab. Der ungeschwächte elektrische Strom durchfließt dann
das Werkzeug, und das Band 47 nimmt eine Lage ein, in der das Lederstück mit der
Mindestgeschwindigkeit vorgeschoben wird. Bei Freigabe des Trethebels senkt sich
der Kopf 17 samt Brennwerkzeug 1 z und Rolle 9 auf das Lederstück nieder. Beim Senken
des Kopfes wird=-die Platte 29 angehoben und das Band q.7 entsprechend der Dicke
des Lederstückes verschoben. Wenn das Lederstück über das Werkzeug hinausbewegt
worden ist, so kehren die Teile in die in der Fig. i dargestellten Läge zurück,
in der der elektrische Strom das Werkzeug nicht durchfließt und in der die Vorschubrolle
mit höchstzulässigem Geschwindigkeitsgrad umläuft.