DE324705C - Verfahren zur Herstellung von mit Fettstoffen impraegnierten bedruckbaren und klebfaehigen Papieren, Pappen und Geweben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit Fettstoffen impraegnierten bedruckbaren und klebfaehigen Papieren, Pappen und GewebenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21H—PULP COMPOSITIONS; PREPARATION THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASSES D21C OR D21D; IMPREGNATING OR COATING OF PAPER; TREATMENT OF FINISHED PAPER NOT COVERED BY CLASS B31 OR SUBCLASS D21G; PAPER NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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Description
- Verfahren zur Herstellung von mit Fettstoffen imprägnierten bedruckbaren und klebfähigen Papieren, Pappen und Geweben. Verfahren, nach: denen Papier, Pappe oder Gewebe durch Tränken md,t Fetten, Harzen, Men oder mit Mischungen oder Emulsionen solcher Stoffe luft- und wasserdicht gemacht wenden, haben den Nachteil, d'aß .die Herstellungskosten des. Produkts infolge Verbrauchs großer Mengen Tränkungsmittel hoch sind; außerdem erhalipn die nach solcher Arbeitsweise behandelten Erzeugnisse Eigenschaften, die für gewisse Zwecke unerwünscht sind und mitunter ihre Verwendung ausschließen.
- Vorliegendes Verfahren verbilligt jedoch die Herstellungskosten durch Ersparnis an T ränkungsmitteln. und verleiht dem Papier neue Eigenschaften, die es für viele Verwendungszwecke sich besser eignen lassen und ihm neuartige Anwendungsmöglichkeiten erschließen.
- Nach dem-neuen Verfahren wird die fettabstoßende Eigenschaft dies. Wassers dazu benutzt, Papier, Pappe oder Gewebe mit Fettstoffen, beispielsweise mit Paraffin, derart zu tränken, daß die eine Seilte des Papiers, der Pappe oder des Gewebes vom Paraffin frei bleibt und sich wie vor der Tränkung 1.-)edrucken und und beschreiiben läßt, was bei den übliehen Fettpapieren bisher auf Schwierigkeiten stieß.
- Nach dem neuen Verfahren wird das zu tränkende Papier auf der einen Seite gleichmäßig mit Wasser gefeuchtet und, bevor das Wasser Zeit gehabt hat, das Papier völlig zu durchdringen, dieses mit der ungefeuohteten Seite über eine in geschmolzenem Paraffin laufende Walze geführt. Beide Tränkungsmittel stoßen ,im Innern der Papierbahn aufeinander, wobei das Wasser den Durchtritt des Paraffins auf die andere Seite verhindert. Getrocknet wird, ein derart getränktes Papier am besten mittels warmen Luftstroms, dessen Temperatur niedriger ist als derSchmelzpunkt des Paraffins, je nach Verwendungszweck des Papiers kann an Stelle des Wassers auch jede andere fettabstoßende Flüssigkeit treten, die, wenn gewünscht, noch konservüenende oder porenschließende Eigenschaften besitzen kann; auch ist es möglich, Farbe oder gefärbten Klebstoff oder Gummi an Stelle des Wassers zu verwenden.
- Für das neue Verfahren eignet sich am besten gut im Stoff geleimtes oder mit ein-oder beiderseitiger Oberflächenlei.mung versehenes Papier. Für gewisse Zwecke ist auch ein Papier zu empfehlen, das aus zwei Schichten zusammengegautscht ist, wobei d'ieSchichten verschieden stark sind oder die eine ungeleimt bleibt.
- Zur Herstellung festhaftender und wasserabstoßender Beklebezettel für Metall, Glas oder anderes Material wird das mit dem gewünschten Aufdruck vorbereitete Papier auf der dem Druck abgekehrten Seite mit einer gleichmäßigen Schellackschicht versehen und darauf die bedruckte Seite paraffiniert. Vor dem Aufkleben wird der Schellack mit einem Lösungsmittel wieder klebfähig gemacht. An Stelle des Schellacks kann selbstverständlich auch wasserlöslicher Klebstoff treten. Um starkes Papier, Pappe oder Gewebe zu dichten und wasserundurchlässig zu machen, wird eine einseitig mit Klebstoff gestrichene Papierbahn in der vorbeschriebenen Weise mit Paraffin oder ähnlichen Mitteln getränkt und vor demTrocknen desXlebstoffs mit der zu dichtenden Papier-, Papp- oder Gewebebahn vereinigt. Die Vereinigung geschieht zweckmäßig durch ein Walzenpaar, dessen untere Walze in einem Trog mit Tränkungsmittel läuft, dieses aufträgt und zugleich das getränkte Papier auf die ebenfalls durch die Walzen laufende, zu dichtende Papier-, Papp- oder Gewebebahn aufpreßt. In vorstehendemFalle gehenTränkung und Gum= mierung in demselben Augenblick vor sich. Die Tränküng kann. auch nach der Vereiäyigung der beiden Bahnen erfolgen, und zwar derart, daß das Tränkungstnittel aufgetragen wird, bevor der zwischen den Schichten befindliche Klebstoff zum Trocknen Zeit gefinden hat.
- Zur Ausführung dieses Verfahrens eignet sich jede Kaschiermaschine, die durch Anbringung eines. Troges zur Aufnahme _ des Tränk ungsmittels ergänzt ist.
- Diese nach beiden Ausführungsformen ge-«-onnenen behandelten Papiere, Pappen und Gewebe eignen sich vorzüglich zum Verpacken von Genußmitteln, Chemikalien usw., da diese mit der irriprägnierten Seite nicht in Berührung gelangen. Der größte Vorzug des neuen Materials besteht aber darin, daß die aus ihm hergestellten Packungen bei guter Verklebung völligen Luftabschluß sichern.
Claims (3)
- PATENT-ANSPRÜCHE: r. Verfahren zur Herstellung von mit Fettstoffen imprägnierten bedruckbaren und klebfähigen Papieren, Pappen und Geweben, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Fettstoffen zu tränkende Papier usw. vor dem Tränken einseitig mit fettabstoßenden Flüssig- leiten behandelt wird, die das Hindurchtreten des Tränkungsmittels auf diese Seite des Papiers usw. verhindern.
- 2. Verfahren nach Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, daß eine einseitig getränkte und anderseitig mit Klebstoff versehene Papier- oder Gewebebahn mit einer anderen Papier-, Papp- oder Gewebebah@ri vereinigt wird.
- 3. Verfahren nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Tränkung nach der Vereinigung beider Bahnen vor dem Trocknen .des Klebstoffs erfolgt.
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| DE324705T | 1917-12-22 |
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| DE1917324705D Expired DE324705C (de) | 1917-12-22 | 1917-12-22 | Verfahren zur Herstellung von mit Fettstoffen impraegnierten bedruckbaren und klebfaehigen Papieren, Pappen und Geweben |
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1917
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