DE3243683C2 - Schabeinrichtung - Google Patents
SchabeinrichtungInfo
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Abstract
Offenbart ist ein Abschabmechanismus zum Abschaben von abgelagerter Materie von einer Oberfläche eines sich bewegenden Körpers, der vorteilhaft verhindert, daß sich an der Schaberschneide verwickelnde Fremdmaterie in erheblichem Maße ansammelt und dadurch die Schneide des Schabers von der Oberfläche des sich bewegenden Körpers abhebt, wodurch eine vollständige Entfernung der abgelagerten Materie nicht weiter erfolgen kann. Dieser Abschabmechanismus umfaßt einen Schaber mit einem schneidenförmigen Rand an seinem vorderen Ende, eine Einrichtung zum Andrücken des Schabers gegen die Oberfläche des sich bewegenden Körpers, sowie eine Einrichtung zum hin- und hergehenden Antrieb des Schabers an und entlang der Oberfläche des sich bewegenden Körpers. Durch die hin- und hergehende Bewegung der Schaberschneide werden die daran verwickelten Fremdstoffe entfernt und somit wird vollkommenes zuverlässiges Abschaben gewährleistet.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schabeinrichtung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine Schabeinrichtung dieser . ..rt ist aus der AT-PS
3 08 145 bekannt Bei dieser bekannten Schubeinrichtung wird der Schaber durch den vorgesehenen Wechselantrieb
auf die Filterfläche zu und von dieser wieder weg bewegt, wobei diese Bewegung etwa unter einem
spitzen Winkel zur Filterfläche erfolgt Wenn der Schaber von der Filterfläche weg bewegt wird, gleitet seine
Spitze an einem Element entlang, wodurch der Schaber von anhaftenden Materialien gereinigt wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schabeinrichtung der angegebenen Art zu schaffen, mit
der in besonders wirksamer Weise die am Schaber anhaftenden
Fremdstoffe entfernt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Schabeinrichtung mit dem kennzeichnenden Merkmal
des Patentanspruchs 1 gelöst
Erfindungsgemäß wird somit der Schaber nicht winklig auf die Filterfläche zu und von dieser weg bewegt,
sondern die Bewegung erfolgt in der Drehbewegungsrichtung der Filterfläche, und zwar schneller als diese.
Dadurch wird die abgelagerte Materie wirksam abgeschabt, während die sich am schneidenförmigen Rand
des Schabers verwickelnden Fremdstoffe durch die hin- und hergehende Bewegung des Schabers in Drehbewegungsrichtung
der Filterfläche wirksam von der Schaberschneide entfernt werden.
Ergänzend zum Stand der Technik sei noch auf die GB-PS 20 05 148 verwiesen, die eine Schabeinrichtung
beschreibt, bei der der eigentliche Schaber stationär angeordnet ist, während ein Hilfsschaber eine Bewegung
ausführt und dabei den Schaber von Fremdstoffen reinigt. Bei der Bewegung des Hilfsschabers handelt es sich
um keine Bewegung, die in der Drehbewegungsrichtung der Filterfläche erfolgt. Eine ähnliche Funktionsweise
einer Schabeinrichtung ist in der US-PS 42 73 655 beschrieben, denn auch dort wird ein Hilfsschaber entlang
eines stationär angeordneten Schabers bewegt um diesen zu reinigen. Die Reinigungsbewegung des Hilfsschabers
erfolgt nicht in der Drehbewegungsrichtung der Filterfläche.
Weiterbildungen des Erfmdungsgegenstandes gehen aus den Unteransprüchen hervor.
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit der Zeichnung im
ίο einzelnen erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Seitenansicht eines Trocknungsapparates
vom Typ einer Bänderpresse.
Fig.2 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels
einer Schabeinrichtung, die bei einem
is Trocknungsapparat verwendet wird,
F i g. 3 eine schematische Seitenansicht der in F i g. 2
gezeigten Schabeinrichtung,
Fig.4 und 5 schematische Seitenansichten des
Schneidenabschnitts der Schabeinrichtung zur Darstellung der Betriebsweise der Einrichtung,
Fig.6 eine schematische Seitenansicht eines Abschnitts
einer Schabeinrichtung eines anderen Ausführungsbeispiels, das ebenfalls bei einem Trocknungsapparat
verwendet wird, und
Fig.7 und 8 eine Seiten- sowie eine Frontansicht
eines Abschnitts eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Schabeinrichtung, die in einen Trocknungsapparat
eingebaut ist
F i g. 1 zeigt eine schematische Ansicht eines Trocknungsapparats
vom Typ einer Bänderpresse, wobei ein oberes Band 1 und ein unteres Band 2 einen feuchten
bzw. nassen Sto:ffverbund nach durch Pressen erfolgter Trocknung an ein Ende zum Abladen fördern, an welchem
Schaber 23 und 24 vorgesehen sind. Zur Erklärung der Funktionsweise der bei diesem Trocknungsapparat
verwendeten Schabeinrichtung zeigt Fig.2 eine Einrichtung
in schematischer Ar.sicht und F i g. 3 die gleiche Einrichtung in Seitenansicht, während die F i g. 4 sowie
5 Seitenansichten eines Schneiderijbschnitts der Schabeinrichtung
zeigen.
Wie die F i g. 2 und 3 zeigen, ist das untere Band 2 um eine Abladewalze 13, die um eine Achse 31 rotiert, gelegt
und über einen Winkelbereich <x mit letzterer in
Berührung gehalten. Innerhalb des Bereichs des Anlagewinkeis λ ist ein Schaber 24' vorgesehen, der gegen die
Fläche des unteren Bandes 2 gedrückt wird und fest an einem winkelförmigen Metaliteil 35, das um eine horizontale
Achse 34 drehbar an einem Ende eines Hebels 32 vorgesehen ist, angebracht ist Durch das Zusammenwirken
einer Blattfeder 38 mit einem Schraubenbolzen 37, der durch einen seitlichen Vorsprung 36 des Hebels
32 eingeschraubt ist und mit seinem äußeren Ende die Blattfeder 38 beaufschlagt wird das Metallteil 35 ständig
in die Richtung des Pfeils 39 gedrückt Die Schneide 27' des Schabers 24' wird durch die Kraft der Blattfeder
38 gegen die Fläche des Bandes 2 gedruckt
Das andere Ende des Hebels 32 ist drehbar mit einer Kolbenstange 42 eines pneumatischen oder hydraulischen
Kolbenzylinders 41, der auf einem Maschinenge-Stell angebracht ist, verbunden. Folglich wird ein vorderes
Ende 40 des Hebels 32 durch die hin- und hergehende Bewegung des Kolbens des Zylinders 41 um einen
bestimmten Winkel auf- und abgeschwenkt, wobei die Schneide 27' des Schabers 24' gegen den belegten Abschnitt
der Abladewalze 13 gedrückt wird.
Um bei diesem Beispiel den Schaber 24' in der Bewegungsrichtung des unteren Bandes 2 zu bewegen, ist die
Geschwindigkeit der Kolbenbewegung des Zylinders 41
derart festgelegt, daß sie die Schneide 27' des Schabers
mit einer höheren Geschwindigkeit als der Bandgeschwindigkeit entlang des unteren Bandes 2 bewegt
Beim Betrieb des obigen Ausführungsbeispiels werden Spannrollen 3 und 4 jeweils in die Richtung der
Pfeile X und X' bewegt und dadurch das obere Band 1 und das untere Band 2 straff gespannt, wobei die Walze
5 in Richtung des Pfeils 17 von einem Motor 16 zur Drehung angelneben wird, worauf sich sowohl das obere
als auch das untere Band in die Richtung des Pfeils 17 bewegen. Der Feuchtigkeitsinhalt des konzentrierten
Stoffverbundes 18, der auf das untere Band 2 in eine Lage vor einem Überlapnungsabschnitt A des oberen
und unteren Bandes 1 bzw. 2 gebracht wird, durchdringt das untere Band 2 und tropft aufgrund der Schwerkraft
ab. Anschließend wird der konzentrierte Stoffverbund 18 durch die Bewegung des oberen und unteren Bandes
1 bzw. 2 in eine keilförmige Lücke B zwischen den Spannrollen 3 und 4 und der Antriebswalze 5 gebracht
Der konzentrierte Stoffverbund 18, der zwischen dem oberen und unteren Band 1 bzw. 2 eingebettet ist, vird
wiederholt gepreßt und entwässert während er an den Umfangsflächen der Preßwaizen 6 bis 9 vorbeiläuft Der
Stoffverbund, dessen Feuchtigkeitsgehalt entzogen wurde, wird von der Maschine in der Form getrockneter
Preßstücke 20 an der Trennstelle 19 der Abladewalzen 11 und 13 ausgeworfen.
Gleichzeitig werden die getrockneten, auf dem unteren Band 2 abgelagerten Preßstücke durch den Schaber
24' abgeschabt bzw. abgekratzt, während das sich um die Schneide 27' des Schabers wickelnde fasrige Fremdmaterial
gegen das untere Band 2 gestoßen und von der Schneide 27', wie in F i g. 4 gezeigt abgelöst wird, da
sich der Schaber 24' mit höherer Geschwindigkeit als das Band 2 in dessen Bewegungsrichtung bewegt wobei
die Schneide 27' bleibend gegen dieses gedrückt wird. Anschließend bewegt sich der Schaber 24' in eine zur
Bewegungsrichtung des Bandes 2 entgegengesetzte Richtung, w'e in F i g. 5 gezeigt so daß das auf dem Band
2 anhaftende fasrige Material durch die Schneide 27' abgeschält und in Richtung des Pfeils 43 gemäß Fig.5
abgeführt wird.
Durch die hin- und hergehende Bewegung des Schabers wird das Fremdmaterial vom Schaber entfernt und
dadurch dessen normale Abschabfunktion wieder hergestellt. Die oben beschriebenen aufeinanderfolgenden
Funktionsabläufe können automatisch in Abhängigkeit von Signalen eines Zeitgebers oder eines Zählwet ks der
Walzenumdrehungen oder einer anderen Steuereinrichtung durchgeführt werden. Obwohl der Schneidenabschniti
des Schabers 24' derart angeordnet ist, daß er beim vorhergehenden Ausführungsbeispiel um die Achse
31 hin- und hergeschwenkt wird, können auch weitere Bewegungsmöglichkeiten im Hinblick auf den Drehpunkt
des Schabers Anwendung finden. Obwohl die vorstehende Beschreibung auf den Schaber 24', der mit
der äußeren Fläche der Abladewalze 13 in Verbindung steht gerichtet ist, ist das gleiche Prinzip auf den anderen
Schaber, der in Verbindung mit der Abladewalze 11 steht, anwendbar. Diese zwei Schaber können entweder
von verschiedenen Antriebsquellen oder gleichzeitig von einer gemeinsamen Antriebsquelle über einen geeigneten
Verbindungsmechanismus angetrieben werden.
F i g. 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, wobei zwei durch ein Verbindungsglied verbundene Schabeinrichtungen
gleichzeitig durch einen einzigen pneumatischen Kolbenzylinder angetrieben werden. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist das vordere Ende einer Kolbenstange 52 »ines pneumatischen Kolbenzylinders 51, der
auf einem Maschinenrahmen 50 angebracht ist drehbar mit zwei Verbindungsgliedern 53 und 54 verbunden.
Das Verbindungsglied 53 ist drehbar mit einem um die Achse der Abladewalze 11 drehbaren Hebel 55 verbunden,
während das andere Verbindungsglied 54 drehbar um einen am Maschinenrahmen befestigten Zapfen 56
gelagert und sein gegenüberliegendes Ende 57 mit ei-
nem Hebel 59 verbunden ist der um die Achse der Abladewalze 13 schwenkbar ist Ein Schaber 60 ist fest
mit einem Befestigungsteil 62 verbunden, welches am Hebel 55 schwenkbar um eine Achse 61 gelagert ist Der
Schaber 60 wird durch eine Bolzenschraube (nicht gezeigt), die auf eine am Eefestigungsteil 62 angebrachte
Blattfeder 63 wirkt in Richtung des Pfeils 64 gedrückt und gegen das um die Abladewalze 11 gelegte obere
Band 1 gepreßt Andererseits ist ein gegen das untere Band 2, dar um die Abladewalze 13 gelegt ist gedrückter
Schaber 67 schwenkbar um eine ichse 65 gelagert die fest am Hebel 59 angebracht ist und an einem Befestigungsteil
66 befestigt ist
Die getrockneten Preßstücke, die an der Trennstelle 19 des oberen und unteren Bandes 1 bzw. 2 abgeladen
werden fallen in die Richtung des Pfeiles 69.
Da bei diesem Ausführungsbeispiel der pneumatische Zylinder 51 teleskopisch, wie durch den Pfeil 70 angedeutet,
betätigt wird, werden der Hebel 55 und der Schaber 60 gleichzeitig mittels des Verbindungsglieds
53 in hin- und herschwenkende bogenförmige Bewegungen versetzt wie der Pfeil 71 anzeigt Ähnlich werden
der Hebel 59 und der daran angebrachte Schaber 67 mittels der Verbindungsglieder 54 und 58 in die Richtungen
des Pfeils 72 hin- und herbewegt
Die F i g. 7 und 8 zeigen in Seiten- und \'orderansicht
ein weiteres Ausführungsbeispie! einer Schabeinrichtung,
die ebenfalls bei einem Trocknungsapparat verwendet wird und bei welcher anstelle dts pneumatischen
Zylinders eine Welle 74 einer hydraulischen Drehbewegungseinrichtung 73 fest im Mittelpunkt des Verbindungsglieds
54 angebracht ist und dadurch letzteres durch die Wirkung der Drehbewegungseinrichtung 73
direkt in die Richtungen des Pfeils 75 hin- und herbewegt wodurch die Hebel 55 und 59 durch die Verbindungsglieder
53 und 58, die drehbar mit gegenüberliegenden Enden des Verbindungsglieds 54 zur Übertragung
der hin- und hergehenden Bewegungen auf die Schaber 60 und 67 verbunden sind, verschwenkt werden.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Schabeinrichtung für die Filterfläche umlaufender
Filter wie Drehfilter, Siebbänder oder dergleichen mit einem Schaber, dessen Schneide gegen die
Filterfläche drückbar ist und dem eine Reinigungseinrichtung zugeordnet ist, die einen Wechselantrieb
zur Bewegung des Schabers gegenüber der Filterfläche und Rückstellung in die Ausgangsposition aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schaber (23, 24; 24'; 60, 67) unterbleibenden Andruck
der Schaberschneide (27') an die Füterfläche schneller als die Filterfläche in deren Drehbewegungsrichtung
bewegbar und wieder rückstellbar ist
2. Schabeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselantrieb einen pneumatischen
Kolbenzylinder (41,5t) und einen Verbindungsmecianismus
(40; 53; 54,58) zur Übertragung der Bewegungen des Kolbenzvlinders auf den Schaber
(60,67) enthält
3. Schabeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselantrieb eine hydraulische
Drehbewegungseinrichtung (73) sowie einen Verbindungsmechanismus (53, 54,58) zur Übertragung
der Bewegungen der Drehbewegungseinrichtung auf den Schaber (66,67) enthält
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