KAISERLICHES
PATENTAMT
Die neue Klapplaterne, wie dieselbe auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 bis 7 dargestellt
ist, besitzt die Eigenthümlichkeiten, dafs sie sich mit Hülfe der Spreizen s und S1 in die
in Fig. ι gezeichnete Form einer Fläche legen läfst und beim Aufhängen durch Erfassen des
Stabes g von selbst wieder in ihre bestimmte Körperform zusammenfällt, dafs sie sich in
ihrer Körperform festlegen läfst und dadurch, anstatt nur .gehängt, auch gestellt werden kann,
und dafs die Tülle bezw. Lichthülse mit brennender Kerze von unten durch den Boden
eingeführt und an letzterem zu befestigen ist.
Wie Fig. ι und 2 zeigen, besteht diese Klapplaterne aus zwei auf einander gelegten,
an Gröfse und Gestalt gleichen Flächen, welche an den Kanten abcd und e gelenkig verbunden
sind, aus an dem Stab g aufgehängten Spreizen s und S1 und aus der Vorrichtung,
mit Hülfe welcher die Laterne in ihrer Körperform festgelegt, sowie gleichzeitig die unten
durch den Boden eingeführte Lichthülse / am Boden befestigt wird.
Die in Fig. 1 auf einander liegenden Flächen,
welche die senkrecht zur Bodenfläche durchschnittenen Laternenhälften mit halbem Boden
bilden, sind aus einzelnen, der Form der Laterne angepafsten, unter sich verbundenen
Gliedern zusammengestellt. Mit den Flächen sind an den Kanten α und b die am Stab g
aufgehängten Spreizen s und S1 beweglich verbunden,
so dafs beim Hochheben des Stabes g die Kanten α und b mittelst Spreizen s und S1
nach innen gezogen werden, die Flächen in einen Körper zusammenfallen und eine Laterne
bilden, von welcher Fig. 3 den Durchschnitt zeigt. Die so erhaltene Laterne ist am Boden
mit einer Oeffhung h versehen, durch welche die in Fig. 4 dargestellte Lichthülse /, mit welcher
Platte k und Riegel i fest verbunden ist, in die Laterne von aufsen eingeführt wird.
Aufserdem befinden sich, wie Fig. 5 bis 7 deutlich zeigen, am Boden der Laterne durch
Klammern ο zwei Federn f befestigt, unter welche nach Einführen der Lichthülse ( durch
die Oeffhung h am Boden bis an die Platte k der an letzterer mit beiden Enden vorstehende
Riegel i aus der in Fig. 5 in die in Fig. 7 gezeichnete Lage gedreht wird, wodurch die Lichthülse
/ am Boden befestigt, der getheilte Boden zu einer Fläche und somit die ganze Laterne
in ihrer Körperform festgelegt wird.. Infolge dieser Festlegung ist, wie schon erwähnt, die
Laterne, wie Fig. 3 zeigt, stellbar und aufserdem bei derselben ein Zusammenklappen durch
Sturm und Wind, sowie ein Aufklappen, so dafs der Wind in das Innere eindringen und das
Licht auslöschen kann, wie das bei anderen zusammenlegbaren Illuminationslaternen vorkommt,
nicht mehr möglich.
Um die Laterne wieder zusammenzulegen, ist einfach der Riegel i sowie die Lichthülse I
zu entfernen und durch Nachinnendrücken der Spreizen s und S1 die Laterne in die in Fig. 1
gezeichnete Lage zu drängen.
Patenτ-Anspruch:
Illuminationslaternen, welche in der durch Fig. ι dargestellten Weise zusammengelegt werden
und durch Aufhängen mittelst des Hakens g und der Spreizen s und S1 ihre Körperform
annehmen und bei denen durch Riegel i und Federn f die von aufsen in den Boden einsteckbare
Lichthülse Z sowie mit dieser gleichzeitig die Körperform der Laterne festgestellt
wird.