DE32265C - Aenderungen an der unter P. R. 26335 patentirten Maschine zum Fräsen und Poliren von Sohlenrändern und Absätzen - Google Patents
Aenderungen an der unter P. R. 26335 patentirten Maschine zum Fräsen und Poliren von Sohlenrändern und AbsätzenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D87/00—Edge or heel cutters; Machines for trimming the heel breast
Landscapes
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 71: Schuhwerk..
von Sohlenrändern und Absätzen.
Vorliegende Erfindung besteht darin, statt der bisher verwendeten, im D. R. P. No. 26335
beschriebenen Fräser mit radialen Messern zum Bearbeiten der Sohlenränder und Absätze solche
mit tangential gestellten Messern zu verwenden, welche auf vom Fräserkörper vorstehenden
Flantschen, Ringen oder Erhöhungen angeordnet sind und durch dieselben ganz hindurchgehen;
auch unterscheiden sie sich von den bisher bekannten Fräsern dadurch, dafs die Fräser als Rotationskörper aus einem vollen
Stück hergestellt sind.
Weiter bezieht sich die Erfindung auf eine Vereinfachung des durch P. R. No. 26335 geschützten
Polirwerkzeuges, bei welchem an Stelle dreier Polirstahle, von denen immer
zwei den dritten halten, nur einer zur Verwendung kommt, der jedoch mit einer je
nach der Sohlendicke verstellbaren Arbeitsbahn ausgestattet ist.
Fig. ι zeigt den Grundrifs, Fig. 2 den Verticalschnitt,
Fig. 3 eine Seitenansicht eines Sohlenfräsers. A ist der ring- oder scheibenförmige
Körper des Fräsers, von dem der die Messer A1 bildende Theil als Flantsch absteht;
die Messer werden durch die Kanten von Nuthen in dem flantschartig abstehenden Theil
gebildet. Der von den Messern A1 gebildete Schneidkörper ist ein Rotationskörper (zum
Schneiden der Sohlenränder eine Kugel), dessen Achse die Rotationsachse des Werkzeuges ist
und dessen äufserer Meridian diejenige Gestalt hat, welche die Contour des zu bearbeitenden
Sohlenrandes oder (bei entsprechend abgeänderter Gestalt des Fräsers) des Absatzes annehmen
soll.
Die inneren Schneidflächen α der Messer werden von Ebenen gebildet, welche mit den
Meridianebenen einen möglichst grofsen Winkel bilden, so dafs der Schneidwinkel ein möglichst
kleiner ist, Fig. 1. Die Ebenen α können zur Fräserachse parallel oder, wie dies bei den
dargestellten Fräsern angenommen ist, in verticaler Ebene gegen die Fräserachse geneigt
stehen, so dafs die Messer mit dem untersten, dem Körper A zunächst liegenden Theil zu
schneiden beginnen. Es empfiehlt sich, die Schneidflächen α concav anzuschleifen, Fig. ι.
Durch die kleinen Schneidwinkel der Messer und durch den Umstand, dafs die äufsere
Schneidfläche des Messers mit der Schnittfläche nur einen sehr kleinen Winkel einschliefst, übt
das beschriebene Messer thatsächlich eine schneidende Wirkung aus und nicht, wie bei
den bisher verwendeten Fräsern der Fall war, eine kratzende oder raspelnde. Dieser Unter-
schied ergiebt sich sofort beim Vergleich der Fig. ι a und 2a, wobei in ersterer die Wirkungsweise
eines Fräsers, wie er im D. R. P. No. 26335 beschrieben wurde, dargestellt wird,
während Fig. 2a die Wirkungsweise des vorliegenden Fräsers zeigt.
Beim Äufstofsen auf die Arbeitsfläche bringt das radial stehende Messer des Fräsers ia
zunächst eine eingedrückte Stelle hervor, durch welche das Material vor dem Messer etwas
aufgestaucht wird; bei fortgesetzter Drehung wird das Messer, am vorderen Ende der Aufstauchung
angreifend, wohl eine Lostrennung eines Spanes von der Masse bewirken, es wird jedoch nicht zwischen Span und Masse eindringen
bezw. einschneiden, sondern der Span wird abgerissen, wodurch es bei der zähen und faserigen Beschaffenheit des Leders geschehen
kann, dafs der Span an dem einen Ende hängen bleibt, so dafs die bearbeitete Stelle nicht vollkommen glatt erscheinen wird.
Dabei wird die Lostrennung des Spanes eine sehr bedeutende Kraft erfordern und wird
aufserdem beim ersten Anprall des Messers eine grofse Wärmemenge frei, welche ein Heifslaufen
des Werkzeuges und Verbrennen des Leders bewirkt.
Bei der Fräserform nach vorliegender Erfindung dagegen tritt, wie in Fig. 2a ersichtlich,
das Messer nach Art eines Hobeleisens oder gewöhnlichen Messers in das Material; bei fortgesetzter
Bewegung wird der Span vom Material abgetrennt, dadurch, dafs sich das Messer zwischen Span und Material einkeilt und wie
ein gewöhnliches Messer glatt scheidet, da die schneidende Kante zwischen der gesammten
Spanlänge und dem Material so lange ver-. bleibt, bis der Span vom Messer durchschnitten
ist. Der Schnitt wird entgegen dem bei den bisherigen Fräsern ein glätterer und findet
auch keine so starke Erhitzung statt.
Infolge der eigenthümlichen Gestalt der Messer werden die Späne in das Innere des
Fräsers geschoben, der deshalb einen entsprechenden Raum besitzen mufs, aus welchem
der Span herausfällt. Das Schleifen der Messer geschieht von innen heraus nur an den ebenen
Innenflächen, so dafs durch das Anschleifen der Meridian des Fräsers nicht verändert wird.
Der in den Falz zwischen Sohle und Oberleder eintretende Flantsch ist, wie in Fig. 1
und 2 ersichtlich, nur halb so breit wie der den Sohlenrand schneidende Flantsch.
Weitere Modificationen tangentialer Fräser sind in den folgenden Figuren dargestellt.
Fig. 4 zeigt halb die Seitenansicht, halb den Schnitt, Fig. 5 die Stirnansicht eines
Fräsers zum Beschneiden von Sohlenrändern, mittelst welcher es ermöglicht wird, durch
eine verschiebbare Führung die schneidende Kante b1 des Fräsers je nach der Sohlenkante
zu verändern, wodurch die äufsere Sohlenkante mehr oder weniger abgeschrägt werden
kann. Die zwischen beiden Kanten b und bl
gelegene, etwas gewölbte Schneidfläche kann je nach Umständen eine Breite von 2 bis 12 mm
besitzen.
Eine weitere Modification des Fräsers ist in Fig. 6 in Längenansicht und in Fig. 7 in einer
von hinten gesehenen Ansicht ersichtlich. Dieser Fräser ist dazu bestimmt, die Innenfläche des
Absatzes etwas abzurunden, weshalb die Grundform des Fräsers ein ringförmiger Konus ist,
durch den die schneidenden Nuthen hindurchgehen. Fig. 8 zeigt einen zur Herstellung von
Absatzprofilen ersichtlichen Rotationsfräser.
Das gegen P. R. No. 26335 wesentlich verbesserte Werkzeug zum Poliren von Schuh-
und Stiefelkanten kennzeichnet sich dadurch, dafs, statt wie vorher je nach der Sohlenbreite
Stahle von verschiedener Breite einsetzen zu müssen, nur ein Stahl zur Verwendung kommt,
welcher dann unter Benutzung eines verstellbaren Anschlages einen Polirstahl für die verschiedensten
Dicken von Sohlen, sowie von Sohlen bildet, welche vorher mit dem oben
beschriebenen Sohlenfräser oder mit der rotirenden Reibe bearbeitet worden sind.
Fig. 9 und 10 zeigen Seiten- und Endansicht des von der Maschine abgenommenen Polirstahles,
Fig. 11 und 12 Seiten- und Stirnansicht
des Stahlhalters mit den angebrachten Verbesserungen. Der bei Q. heraustretende
Stahl S ist von zwei Anschlägen P umgeben, die mittelst Stiftes T an ersterem befestigt sind.
Wird nun die Stellschraube R nach rechts oder links gedreht, so wird die polirende
Fläche nach Erfordernifs vergröfsert oder verringert. Der Stahl selbst wird, wie in Fig. 11
und 12 ersichtlich, durch die Schrauben W W gehalten, welche bei ihrem Niederdrehen die
beiden seitlichen Halter V V gegen die excentrisch geformte Oberkante X der Anschläge P P
stofsen und so den eingestellten Polirstahl an seinem Platze halten.
Claims (1)
- Pate nt-Ansprüche:i. An Stelle der durch P. R. No. 26335, Anspruch ι. geschützten Fräser mit auswechselbaren, radial stehenden Messern die Anordnung von massiven Fräsern, die entweder aus einseitig oder zweiseitig von Scheiben oder Ringen abstehenden Flantschen gebildet werden und deren tangential gestellte und diese Flantschen als Nuthen ganz durchdringende Messer Rotationsflächen mit dem Profil des Arbeitsstückes entsprechenden Meridianen bilden, und deren innere Schneidflächen durch Ebenen gebildet werden, welche mit den Meridian-ebenen einen möglichst grofsen Winkel einschliefsen, um behufs einer wirklichen schneidenden Wirkung den Schneidwinkel möglichst klein zu halten, Fig/ ι bis 8.
An Stelle des in P. R. No. 26335, Anspruch 2. geschützten Polirwerkzeuges die Anordnung eines Polirwerkzeuges, bei welchem unter Benutzung eines einzigen Stahles (S) Sohlen verschiedener Breite dadurch polirt werden können, dafs seitlich zum Stahl zwei durch Stellschraube (R) verstellbare, scharnierartig drehbare Anschläge (P) angebracht sind, wobei der Stahl durch Aufpressen zweier durch Stellschrauben W bewegten Halter V; V' auf die gekrümmte Oberkante an P in die erforderliche Arbeitshöhe gebracht wird, Fig. 9 bis 12.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32265C true DE32265C (de) |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32265D Expired - Lifetime DE32265C (de) | Aenderungen an der unter P. R. 26335 patentirten Maschine zum Fräsen und Poliren von Sohlenrändern und Absätzen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE32265C (de) |
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