DE322265C - Bauweise zur Verhuetung von Rissebildungen bei Bauten im Bergbausenkungsgebiet - Google Patents

Bauweise zur Verhuetung von Rissebildungen bei Bauten im Bergbausenkungsgebiet

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DE322265C
DE322265C DE1918322265D DE322265DD DE322265C DE 322265 C DE322265 C DE 322265C DE 1918322265 D DE1918322265 D DE 1918322265D DE 322265D D DE322265D D DE 322265DD DE 322265 C DE322265 C DE 322265C
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Germany
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cracks
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DE1918322265D
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KARL MAUTNER DR ING
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H9/00Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
    • E04H9/02Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate withstanding earthquake or sinking of ground
    • E04H9/021Bearing, supporting or connecting constructions specially adapted for such buildings

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Working Measures On Existing Buildindgs (AREA)

Description

  • Bauweise zur Verhütung von Rissebildungen bei Bauten im Bergbausenkungsgebiet. Zur Verhütung der an Bauten in Bergbausenkungsgebieten auftretenden Risse sind bauliche Vorkehrungen bekannt, welche beispielsweise in der Anordnung von biegungsfesten Platten oder Banketten als Gründungen sowie in Verankerungen der Geschoßdecken in rings um das ganze Gebäude gelegten, zumeist aus Eisenbeton bestehenden Balken u. dgl. bestehen. Der Grundgedanke dieser Bauweise ist der, das ganze Gebäude zu einem möglichst starren räumlichen Gebilde zu gestalten.
  • Bekanntlich rühren die Risse von den durch den Abbau verursachten Mulden- oder Trichter-(Pingen-)Bildungen her.
  • Es ist klar und durch die Erfahrung erwiesen, daß gleichmäßige Senkungen am Bauwerke im allgemeinen nicht zur Rissebildung und zur Gefährdung führen. So wird (Fig. i) ein Gebäude, das mit seiner ganzen Grundfläche in den Trichterboden, also in das Gebiet der größten Senkung, fällt, vor Rissen bewahrt bleiben. Steht das Gebäude dagegen in der Trichterböschung, so sind zwei grundsätzlich verschiedene Fälle möglich In Fig. 2, die den ersten dieser Fälle darstellt, liegt das Gebäude so zur Bruchfläche b-c, daß die Projektion des Schwerpunktes S in die Unterstützungsfläche n-o fällt. Das Gebäude steht somit im Gleichgewicht, solange die (schraffiert gezeichneten) Bodenpressungen bei n nicht zu einem Nachgeben des Bodens führen. Der Teil C des Gebäudes über m-n kragt hierbei frei vor. Besitzt das Gebäude in der Ebene n-n' nicht die erforderliche Scherfestigkeit und die erforderliche räumliche Biegungsfestigkeit, so wird der Teil C vom übrigen Gebäude durch Risse getrennt. Für die im Querschnitte n-n' auftretenden trennenden Kräfte (Scherkraft und Biegungsmoment) ist das Gewicht des Teiles C maßgebend; sie sind also von der Größe der Auskragung m-za abhängig, die ohne Gleichgewichtsstörung möglich ist. Je nach der kleineren oder größeren Nachgiebigkeit des Bodens kann diese Auskragung sich mehr oder weniger der Strecke m-s nähern; sie kann somit einen beträchtlichen Teil der Grundfläche erreichen.
  • In Fig. 3, die den zweiten möglichen Fall veranschaulicht, liegt das Gebäude so zur Bruchfläche b-c, daß die Projektion des Schwerpunktes S außerhalb der Unterstützungsfläche fällt. In diesem Falle tritt im Gegensatze zum vorbeschriebenen zunächst keine Beanspruchung der versteifenden Bauwerksteile auf, da sich das Bauwerk nicht im äußeren Gleichgewicht befindet. Erst nachdem die gedrehte (gestrichelt gezeichnete) Lage erreicht ist, wird wieder der über na'-v@' liegende Kragteil C die oben beschriebenen Scher-und Biegungsspannungen erleiden, die gegebenenfalls Risse hervorbringen.
  • Die Größe der möglichen Auskragung als Teil der gesamten Bodenfläche »a-o ist aus den Gleichgewichtsbedingungen bekannt. Bei einer Verkleinerung der Bodenfläche, etwa durch Zerlegung des Gebäudes in mehrere selbständige, für sich steif ausgebildete Teile, wird das Maß der möglichen Auskragung dieser Teile im gleichen Verhältnis herabgesetzt. Hierbei nimmt die Scherkraft einfach, das Biegungsmoment quadratisch mit der Verringerung der möglichen Auskragung bei gleichbleibendem Widerstand der Versteifungsteile ab. Es ist also zweckmäßig, das Gebäude in eine Anzahl kleinerer, für sich möglichst steif und selbständig ausgebildeter Teile zu zerlegen, was an sich bekannt ist. Notwendig und vorteilhaft ist es, die einzelnen, für sich steifen Teile in Abständen voneinander anzuordnen und sie durch Anker derart zu verbinden, daß die Teile sich gegenseitig in lotrechter Richtung verschieben können, daß aber wagerechte Verschiebungen, die durch Pressungen und Zerrungen des Bodens erfahrungsgemäß auftreten, auf mehrere Teile übertragen werden.
  • In Fig. 4 ist-ein solches Gebäude schematisch dargestellt. a1, a2; a3 sind die selbständigen steifen Teile, in deren Zwischenfelder b1, b2 die mit Gelenken g angeschlossenen Anker z1, z2, z3 in den Deckenebenen eingelegt sind.
  • Die Anker z gestatten zufolge ihres beiderseitigen gelenkigen Anschlusses den einzelnen Teilen a1, a2, a3 verschiedene Höhenlagen gegeneinander einzunehmen. Die Anker stellen sich hierbei in geringem Maße schief. Beanspruchungen der Anker auf Zug treten bei wagerechten Verschiebungen einzelner Bodenflächenteile auf, vornehmlich aber z. B. bei der Drehung eines Teiles a, wie oben zu Fig. 3 beschrieben, wenn andere Teile a2, a3 eine kleinere oder gar keine Drehung ausführen. Die hierbei auftretenden - Ankerkräfte vergrößern die mögliche Auskragung des zur Drehung neigenden Gebäudeteiles. Die Vergrößerung der möglichen Auskragung ist rechnerisch bestimmbar und die Steifigkeit jedes Gebäudeteiles für diesen ungünstigsten Fall so zu bemessen, daß bei der größten Auskragung keine Risse auftreten.
  • Damit die Anker bei Überbeanspruchung nicht brechen, sondern allmählich nachgeben, können sie in der in den Fig. 5 und 6 in Schnitt und Grundriß dargestellten Art angeordnet sein.
  • Die Anker z sind hiernach beiderseits der Kreuzungspunkte der Tragbalken und Versteifungsbalken y mit den Stützen t angeordnet. Durch die unerhebliche Biegungsfestigkeit des auf eine gewisse Strecke frei gelassenen Anschlußbleches ist bei g der gelenkige Anschluß der beispielsweise aus Winkeleisen bestehenden Anker z erreicht.
  • Um die Anker anzuspannen, werden zunächst die Muttern v2 der Ankerschrauben s angezogen, wodurch die Weicbholzunterlage i zusammengepreßt und die Anker gespannt werden. Hierauf werden die gegen die U-Eisen o gelegten Hauptmuttern v1 festgemacht, worauf die Muttern v2 gelüftetqwerden.
  • Die Ankerkraft wird durch die U-Eisen o auf die Unterlagshölzer n und m als Pressung übertragen.
  • Die Auüagerfläche x der Hölzer n kann so bemessen werden, daß bei höherer Ankerspannung die Hölzer n kräftig in das Langholz m eingepreßt wefden. Hierdurch werden die Anker z entlastet und eine allmähliche Drehung des Gebändeteiles ermöglicht.
  • In manchen Fällen, in welchen das starke Einpressen rechtzeitig bemerkt wird, wird es möglich sein, durch Unterfangung der Fundamente der weiteren Drehung des Gebäudeteiles Einhalt zu gebieten. Die Auffindung. der gegebenenfalls zu unterfahrenden Gründungsteile wird durch die verschiedene Einpressung der Hölzer n der einzelnen Anker erleichtert.
  • Empfiehlt sich eine Unterfahrung der Gründungen nicht, so kann man die Anker dadurch entlasten und dem Gebäudeteil die hierzu erforderliche geringe Drehung ermöglichen, daß man in bekannter Weise durch Sägeschnitte I und II usw. die Auflagerfläche x verkleinert und hierdurch ein stärkeres Eindrücken der Hölzer n in die Langhölzer erzielt. .
  • Die Decken der Zwischenräume b1, b2 (Fig.4) werden, wie in Fig. 5 gezeigt, frei mit elastischen Zwischenmitteln u auf die Randbalken der für sich steifen Gebäudeteile aufgelegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Bauweise zur Verhütung von Rissebildungen bei Bauten im Bergbausenkungsgebiet, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen, je für sich auch bei der größtmöglichen Auskragung steifen und daher rissesicheren, in Abständen voneinander stehenden Teile, in die das Gebäude zerlegt ist, durch gelenkig angeschlossene, anspannbare und bei der Höchstspannung selbsttätig nachlassende Zuganker miteinander verbunden sind.
DE1918322265D 1918-10-20 1918-10-20 Bauweise zur Verhuetung von Rissebildungen bei Bauten im Bergbausenkungsgebiet Expired DE322265C (de)

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DE322265T 1918-10-20

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DE322265C true DE322265C (de) 1920-06-24

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DE1918322265D Expired DE322265C (de) 1918-10-20 1918-10-20 Bauweise zur Verhuetung von Rissebildungen bei Bauten im Bergbausenkungsgebiet

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DE (1) DE322265C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4279107A (en) * 1978-08-03 1981-07-21 Bollmann Jean Jacques Systems for anchoring structural members

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4279107A (en) * 1978-08-03 1981-07-21 Bollmann Jean Jacques Systems for anchoring structural members

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