DE2051002C3 - Gebäude in Skelettbauweise, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen - Google Patents

Gebäude in Skelettbauweise, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen

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DE2051002C3
DE2051002C3 DE19702051002 DE2051002A DE2051002C3 DE 2051002 C3 DE2051002 C3 DE 2051002C3 DE 19702051002 DE19702051002 DE 19702051002 DE 2051002 A DE2051002 A DE 2051002A DE 2051002 C3 DE2051002 C3 DE 2051002C3
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DE19702051002
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Erhard Adleff
Oleg Antonijevic
Joachim 8902 Goeggingen Geiger
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Hochtief AG
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/18Structures comprising elongated load-supporting parts, e.g. columns, girders, skeletons
    • E04B1/20Structures comprising elongated load-supporting parts, e.g. columns, girders, skeletons the supporting parts consisting of concrete, e.g. reinforced concrete, or other stonelike material
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Description

Die Erfindung betrifft ein Gebäude in Skellettbauweise, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen, wie annähernd geschoßhohen Pendelstützen, an den Pendelstützen abgestützten Unterzügen und auf diesen aufgelagerten, sich quer zu den Unterzügen erstreckenden Deckenplatten, die nach der Montage mittels Bewehrungen und Fugenverguß in jedem Geschoß zu einer zusammenhängenden, sich an einem Gebäudekern od. dgl. abstützende Deckenscheibe verbunden werden.
Bei einem bekannten Gebäude in Skelettbauweise dieser Art (vergl. Zeitschrift »Bauplanung — Bautechnik«, Heft 6/1968, Seiten 277-281) sind die Pendelstützen geschoßhoch ausgebildet. Zur Vermeidung von statisch und konstruktiv unvorteilhaften, vorkragenden Konsolen weist jede Stütze an ihrem oberen Ende Aussparungen auf, in denen die Unterzüge gelagert sind. Diese Aussparungen erfordern bei der Herstellung der Stütze einen zusätzlichen Aufwand. Damit für jeden der Unterzüge eine genügend große Auflagefläche geschaffen wird, müssen die Pendeästützen in vielen Fällen einen größeren Querschnitt erhalten, als es statisch erforderlich wäre. Auch bezüglich der Ausbildung der Unterzüge entsteht ein zusätzlicher Aufwand, denn es müssen entweder zwischen zwei Pendelstützen immer zwei Unterzüge vorgesehen sein, was bezüglich der Herstellung und Montage eine Verdoppelung der herzustellenden und zu montierenden Einzelteile bedeutet, oder jeder Unterzug muß an beiden Enden Aussparungen für die Stütze aufweisen, was bei der Herstellung einen zusätzlichen Aufwand erfordert Außerdem können bei dieser Konstruktion die statisch und wirtschaftlich vorteilhaften Gerber — oder Durchlauf träger nicht angewendet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gebäude in Skelettbauweise der eingangs erwähnten Art zu schaffen, dessen Pendelstützen und Unterzüge besonders einfach ausgestaltet und damit billig in der Herstellung sind.
is Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht daß jede Pendelstütze sich jeweils von einem Fundament bzw. von der Oberseite eines Unterzuges bis zu der Unterseite des darüberliegenden Unterzuges erstreckt die Unterzüge als Durchlauf- oder Gerberträger ausgebildet und mit ihrer Unterseite jeweils auf den oberen Stirnflächen der Pendelstützen aufgelagert sind.
Durch die Abstützung der Unterzüge jeweils auf den
oberen Stirnflächen der Pendelstützen sind diese
Pendelstützen besonders einfach in der Herstellung,
denn sie brauchen für die Unterzüge weder Aussparungen noch Konsolen aufzuweisen. Die Unterzüge selbst sind ebenfall? einfacher in der Herstellung. Sie brauchen keinerlei Aussparungen zum Durchtritt der Pendelstützen zu haben, denn die Pendelstütze stützt sich jeweils auf Ober- und Unterseite eines Unterzuges ab. Hierbei ist es von wesentlicher Bedeutung, daß die Unterzüge als Durchlauf- oder Geberträger ausgebildet sind. Auf diese Weise ist sichergestellt daß im Stützenbereich eine breite Auflagefläche vorhanden ist, denn es stützt sich immer nur ein Unterzug an jeder Stütze ab. Dies hat weiterhin den Vorteil, daß die Pendelstützen selbst in ihrem Querschnitt stets nur so groß bemessen sein müssen, wie es jeweils die Statik erfordert. Durch die Verwendung von Durchlaufträgern oder Gerberträgern werden weiterhin die Herstellungskosten gesenkt denn Durchlauf- oder Gerberträger haben bei gleichem Querschnitt gegenüber Trägern, die an ihren beiden Enden abgestützt sind, eine geringere Durchbiegung, das heißt, sie können bei gleicher maximal zulässiger Durchbiegung einen geringeren Querschnitt aufweisen. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Gebäudes ermöglicht auch eine einfache Herstellung und Montage der Unterzüge.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
so sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
Die Erfindung ist anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles in folgendem näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den Grundriß des neuen Gebäudes,
F i g. 2 einen Querschnitt parallel zu den Unterzügen während der Montage,
F i g. 3 einen Teillängsschnitt durch Unterzug und Stütze nach der Linie IH-III der F i g. 1,
Fig.4 einen Horizontalschnitt nach der Linie IV-IV derFig.3,
Fig.5 einen Querschnitt nach der Linie V-V der F i g. 3 während der Montage,
F i g. 6 einen Teillängsschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1.
In der Zeichnung sind mit 1 die Pendelstützen, mit 2, 2a, 2b, 2c die Unterzüge und mit 3 die Deckenplatten bezeichnet. Die Pendelstützen 1 sind annähernd geschoßhoch ausgebildet, wobei ihre Länge L um die
Höhe h der Unterzüge geringer ist als die tatsächliche Geschoßhöhe K Jede der Pendelstützen 1 ist an ihrer oberen Stirnfläche kugelkalottenförmig ausgebildet und stützt sich in einer entsprechenden kugelkalottenförmigen Aussparung 4 des Unterzuges ab. Die untere Stirnfläche 16 jeder Pendelstütze ist ebenfalls kugelkalottenförmig ausgebildet und stützt sich in einem Lagerstück 5 ab, welches an seiner Oberseite ein·; kugelkalottenförmige Aussparung 6 aufweist und an seiner Unterseite eben ausgebildet ist Um bei der Montage eine gewisse Zentrierwirkung zu erzielen, ist jeweils der Radius R der Aussparungen 4 bzw. 6 größer als der Radius r der Stirnfläche la und Xb der Pendelstützen 1. Durch die kugelkalottenförmige Ausbildung der Stirnflächen la und \b sowie ihrer Abstützung gegenüber den Unterzügen wirken die Pendelstützen 1 als echte Pendelstützen und nehmen nur Normalkräfte, jedoch keine Biegemomente auf.
Die Abstützung jeder Pendelstütze an den aus Ortbeton bestehenden Fundamenten 7 erfolgt ebenfalls unter Zwischenschaltung je eines Lagerstückes 5.
Die Unterzüge 2 bis 2c, die mit ihrer Unterseite direkt auf den oberen Stirnflächen la der Pendelstützen aufgelagert sind, sind als Durchlaufträger oder, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, als Gerberträger ausgebildet Bei der Ausbildung als Gerberträger kommen insgesamt nur vier verschiedene Unterzugtypen 2, 2a, 2b, 2c vor, die in einer Grundschalungsform hergestellt werden können. Werden die Unterzüge als Durchlaufträger ausgebildet, so erfolgt ihre Herstellung au-Spannbeton, zweckmäßig ebenfalls in einzelnen Stükken, die dann an der Baustelle gegenseitig verspannt werden.
Jeder der Unterzüge, die beispielsweise einen rechteckigen Querschnitt aufweisen, kann, wie in F i g. 5 gezeigt, beidseitig im unteren Bereich je eine sich in Längsrichtung erstreckende Konsolbank 8 haben. Die Auflagefläche 9 dieser Konsolbank ist mit einer Profilierung 10 versehen, die aus in Längsrichtung der Unterzüge verlaufenden Rippen besteht.
Die Deckenplatten 3 können als Platten mit zwei Stegen oder als Trogplatten ausgebildet sein. An den Enden sind ihre Stege 3a ausgeklinkt und weisen eine horizontale Auflagefläche 11 auf, die ebenfalls mit einer aus Längsrippen bestehenden Profilierung 12 versehen ist. Zwischen die profilierten Auflageflächen 9 und 11 sind Streifen 13 aus elastisch oder plastisch verformbaren Material eingelegt.
Um Fertigungsgenauigkeiten in der Höhe ausgleichen zu können, ist es zweckmäßig, die Unterzüge 2 bis 2c im Bereich der Pendelstützen 1 an ihrer Oberseite mit einer Vertiefung 14 zu versehen. In diese Vertiefungen kann vor der Montage der Pendelstützer eine entsprechende Menge Ausgleichsmasse eingegossen werden, worauf das Lagerstück 6 aufgesetzt und entsprechend der Länge der vorher vermessenden Stütze nivelliert wird. Durch die Verwendung der Vertiefung 14 dient diese gleichzeitig auch als Form für die Ausgleichsmasse 15 und verhindert das seitliche Heraustreten derselben. Die Unterzüge können im Bereich der Stoßfugen 16 der Deckenplatten 3 querlaufende Aussparungen 17 aufweisen. In diese Aussparungen werden nach erfolgter Montage der Deckenplatten Bewehrungsstäbe 18 eingelegt, die sich über die Unterzüge hinweg in die Stoßfuge 16 zwischen den Platter» über die ganze Gebäudebreite hinweg erstrecken. In die Aussparungen 17 und die Stoßfugen 16 wird nach dem Einbringen der Bewehrungsstäbe 18 Ortbeton eingegossen, so daß eine zusammenhängende Deckenscheibe entsteht Die Bewehrungs<irbeiten und der erforderliche Ortbeton sind dabei auf ein Minimum
ίο beschränkt
Die Montage des neuen Gebäudes erfolgt in folgender Weise:
Auf die vorhandenen Fundamente 7 werden in die vorbereiteten Aussparungen, ähnlich der Vertiefungen 14 in den Unterzügen 2, die Lagerstücke 5 eingesetzt und unter Zwischenschaltung einer Ausgleichsmasse einnivilliert Ohne jeden Verguß werden die Pendelstützen abgesetzt und mit je zwei Stäben 19 gehalten. Die Höhenlage der Stützen ist bekannt, da ihre tatsächliche
Länge bereits auf dem Stapelplatz vermessen wurde. Anschließend werden die Unterzüge aufgesetzt wobei mit dem Unterzug 2 begonnen wird. Es folgen dann die Unterzüge 2a, 2b und 2c Die Zentrierung der Unterzüge erfolgt automatisch durch die oben beschriebene
spezielle Ausbildung der oberen Stirnflächen la der Pendelstützen 1 und der Aussparungen 4. Sobald zwei Reihen Unterzüge montiert sind, erfolgt die Montage der Platten 3. In der Zwischenzeit können weitere Unterzüge montiert werden. Die Platten 3 werden ohne jegliche Unterstützung oder Verguß auf die Konsolbänke 8 der Unterzüge aufgelegt Hierbei erfolgt der Höhenausgleich mittels der Streifen 13. Da die Horizontalkräfte sofort nach dem Auflegen der Deckenplatten 3 durch die Profilierungen 10 und 12 sowie den Streifen 13 übertragen wird, ist es möglich, jede Platte durch insgesamt vier Holzkeile 20 (F i g. 5) gegen den Unterzug zu verklemmen. Auf diese Weise wird eine Torsionsverformung des Unterzuges durch einseitige Belastung bei der Montage vermieden. Das Einlegen der Bewehrungsstäbe 18 und das Vergießen der Stoßfugen 16 bzw. der Aussparungen 17 braucht erst zu erfolgen, wenn die Deckenplatten eines ganzen Geschosses verlegt sind. Die nachfolgenden Geschosse können sowohl in turmweiser als auch in geschoßweiser
♦5 Montage sofort verstellt werden. Dies geschieht in genau der gleichen Weise, wie für das unterste Geschoß beschrieben. Es werden zunächst wieder die Lagerstükke entsprechend den vorher vermessenen Stützen mittels der Ausgleichsmaße einnivelliert und dann die
so Stützen abgesetzt Hierbei haben Fehler bzw. Maßabweichungen aus den unteren Geschossen keinen Einfluß mehr, da ein Höhenausgleich in jedem Stoßwerk ohne Zusatzmaßnahme gegeben ist. Da die Konstruktion im Montagezustand statisch bestimmt ist, ergeben sich keine nachteiligen Zwangskräfte. Erwähnenswert ist noch, daß die Fugen zwischen den Deckenplatten und den Unterzügen nicht vergossen zu werden brauchen, da der durchgehende Verguß der Stoßfuge 16 und der Aussparung 17 eine fast monolytische Deckenscheibe ergibt, die sich an einem oder mehreren Kernen K abstützt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Gebäude in Skelettbauweise, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen, wie annähernd geschoßhohen Pendelstützen, an den Pendelstützen abgestützten Unterzogen und auf diesen aufgelagerten, sich quer zu den Unterzügen erstreckenden Deckenplatten, die nach der Montage mittels Bewehrungen und Fugenverguß in jedem Geschoß zu einer zusammenhängenden, sich an einem Gebäudekern od. dgl. abstützenden Deckenscheibe verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß jede Pendelstütze (1) sich jeweils von einem Fundament (7) bzw. von der Oberseite eines Unterzuges (2, 2a, 2c) bis zu der Unterseite des darüberliegenden Unterzuges erstreckt, die Unterzüge (2,2a, 2b, 2c) als Durchlauf- oder Gerberträger ausgebildet und mit ihrer Unterseite jeweils auf den oberen Stirnflächen (la) der Pendelstützen (1) aufgelagert sind.
2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterzüge (2,2a, 2c)\m Bereich der Stützen an ihrer Oberseite mit einer Vertiefung (14) zum Einfüllen einer Ausgleichsmasse (15) versehen sind.
3. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Unterzüge (2,2a, 2c) im Bereich der Stützen (1) an ihrer Unterseite eine kugelkalottenförmige Aussparung (4) aufweisen, mit einem Radius (R), der größer ist als der Radius (r) der kugelkalottenförmigen Stirnflächen (IaJ der Pendelstützen (\).
4. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abstützung der unteren kugelkalottenförmig ausgebildeten Stirnfläche (\b) der Pendelstützen (1) Lagerstücke (S) vorgesehen sind, die an ihrer Unterseite eben und an ihrer Oberseite eine kugelkalottenförmige Aussparung (6) mit einem Radius (r) aufweisen, der größer ist, als der der Stirnfläche (Ityder Pendelstütze (1).
DE19702051002 1970-10-16 1970-10-16 Gebäude in Skelettbauweise, bestehend aus vorgefertigten Stahlbetonteilen Expired DE2051002C3 (de)

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DE2051002A1 DE2051002A1 (de) 1972-04-20
DE2051002B2 DE2051002B2 (de) 1978-09-07
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DE2318649C3 (de) * 1973-04-13 1981-11-05 Rudolfwalter Dipl.-Ing. 3000 Hannover Steinmeier Lagerplatte aus Gummi o.dgl. für Fugen in Bauwerken
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