DE321940C - Vorrichtung zum Kruemmen und Haerten von zu Blattfedern zu verarbeitenden Metallstreifen - Google Patents

Vorrichtung zum Kruemmen und Haerten von zu Blattfedern zu verarbeitenden Metallstreifen

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DE321940C
DE321940C DE1916321940D DE321940DD DE321940C DE 321940 C DE321940 C DE 321940C DE 1916321940 D DE1916321940 D DE 1916321940D DE 321940D D DE321940D D DE 321940DD DE 321940 C DE321940 C DE 321940C
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mold block
hardening
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metal strips
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DE1916321940D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
    • C21D9/02Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for springs

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Description

  • Vorrichtung zum Krümmen und Härten von zu Blattfedern zu verarbeitenden Metallstreifen. Die"' Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Biegen und Härten von. Metallstreifen oder Lamellen, die zu Blattfedern Verwendung finden sollen. Der Erfindung geiüäß wird ein Formblock in Anwendung gebracht, dem eine Hin- und Herbewegung in horizontaler Ebene erteilt wird, während er mit einem Preßorgan derartig zusammenwirkt, daß bei jedem Arbeitsgang zwei Blattfedern von entsprechender Krümmung fertiggestellt werden. Eine weitere Eigentümlichkeit der Erfindung besteht in der Anordnungsweise des schwingenden Formblocks, welcher sowohl einer Umschwenkung wie auch einer Hin- und Herbewegung befähigt ist, um gleichzeitig an mehreren Federn das Krümmen und Härten zu bewirken, wobei die gekrümmte Feder einer anfänglich senkrecht auf sie einwirkenden Härtewirkung ausgesetzt ist, worauf sie die Härteflüssigkeit während eines gewisssn Zeitverlaufs zu durchqueren hat, bevor sie ausgelöst bzw. von der Maschine abgegeben wird. Andere Merkmale der Erfindung bestehen in besonderen Mitteln zur lösbaren Befestigung der zu krümmenden Federn in dem Formblock.
  • In den Zeichnungen zeigt Fig. z eine Draufsicht auf die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung, Fig.2 einen senkrechten Längsschnitt durch dieselbe, Fig.3 eine Einzelansicht des Zahnsegmentgetriebes für die dem Formblock zu erteilende Schwing- und Umkehrbewegung, Fig. 4 eine vergrößerte Draufsicht der Verriegelungsvorrichtung für den Formblock, Fig. 5 eine Schnittansicht durch das eine Ende des Formblocks und - die Verriegelungsvorrichtung desselben und Fig. 6 einen vergrößerten Querschnitt durch die Vorrichtung bzw. das Preßorgan, wobei eine zwischen Formblock und Preßorgan befindliche Blattfeder ebenfalls im Querschnitt dargestellt ist. Fig.7 und 8 sind teilweise OQuerschnittsansichten durch den Formblock bei umgeschwenkter Lage desselben, woraus die Auslösungsstellungen der betreffenden Greifer für den Formblock ersichtlich sind.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem metallenen Behälter 2, der. zur Aufnahme von Ö1 oder einer anderen geeigneten Härteflüssigkeit dient. An den Längsseiten dieses Behälters sind Führungen 3 vorgesehen, in welchen ein Schlitten 4 ein Hin- und Herbewegung in horizontaler Ebene ausführen kann. Zu diesem Zwecke sind an den beiden Längsseiten Schraubenspindeln 5 angeordnet, die in Lagern 6 an den Enden des Behälters 2 drehbar sind. Mit diesen Schraubenspindeln befinden sich Muttern 7 in Eingriff, die am Schlitten 4 befestigt sind. Die Drehung der Schraubenspindeln wird durch ein Schneckengetriebe 8 bewirkt, dessen Schnecke an einer Welle 9 sitzt, die unter Vermittlung von konischen Rädern io, 11, 12 von einem Elektromotor 14 aus Antrieb erhält. Durch ein Solenoid 15 wird eine Kupplung 16 verstellt, durch welche die Drehbewegung der Schraubenspindeln 5 umgekehrt wird, sobald der Schlitten 4 am Ende seiner,Bewegungen an den gegenüberliegenden Schmalseiten des Behälters 2 angelangt ist. Die Erregungen des Solenoids 15 erfolgen beim Schließen elektrischer Kontakte 17 und 18 bzw. eines Stromkreises i9. Die Hin- und Herbewegung des Schlittens 4 _ bzw. die Steuerung desselben könnte natürlich durch irgendeine andere geeignete Vorrichtung bewirkt werden.
  • Der Schlitten .4 ist in seinem mittleren Teil mit einer Durchbrechung zur Aufnahme des schwingend angeordneten Formblocks 2o versehen. Quer durch denselben erstreckt sich eine Welle 21, an deren Enden Zahnsegmente 22 und 23 befestigt sind, welche mit den Zähnen kurzer Zahnstangen 24 und 25 in Eingriff stehen, die an den Behälterwandungen befestigt sind. Zufolge dieser Einrichtung wird dem Formblock 2o eine Schwingbewegung oder eine halbe Drehbewegung erteilt, während der Schlitten nach dein. einen oder dem anderen Ende des Behälters hin bewegt wird, und zwar bevor er zu einem Stillstand gelangt bzw. zu seiner Rückwärtsbewegung veranlaßt wird. Jedes Zahnsegment bewegt sich mit seinem -nicht mit Zähnen besetzten Teil über der Zahnstange, mit welcher es sich vorher'in Eingriff befand, bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens hinIveg, ohne hierbei in Eingriff finit dieser Zahnstange zu gelangen. Die gegenüberliegenden ebenen Flächen des schwingenden Formblocks 2o dienen -zur Anbringung der Formen 26, 'die der Krümmung entsprechend gestaltet sind, welche dem Werkstück oder dem in die Maschine in erhitztem Zustande aus einem Ofen zugeführten Metallstreifen erteilt werden soll. Zur Einführung der Metallstreifen in die .Maschinen dienen zwei schräge Führungen oder Rutschen 27, die sich von den Schmalseiten der Maschine gegen die Biege- oder Preßwalze 28 bin erstrecken. Letztere wird von einer Welle 29 getragen, deren Enden gleitend in seitliche Nuten von Ständern 30 hineinragen, welche zu beiden Seiten des Maschinenrahmens befestigt sind. An der Welle 29 sind rechtwinklig an derselben angesetzte Zapfen 31 befestigt, auf welche abnehmbare Gewichte 32 - aufgesetzt werden, um das Gewicht der Preßwalze mehr oder weniger vergrößern zu können, j enachdem stärkere oder schwächere Werkstücke 33 -der Behandlung unterzogen werden sollen. Wenn der Schlitten 4 sich gegen die Walze 28 hinbewegt, wird ein Werkstück 33 zum Niedergleiten auf der schrägen Führung 27 veranlaßt, bis es mit seinem vorderen Ende unter einen Finger 34 am vorderen Ende des Formblocks 26 gelangt. Eine am Umfange der Walze vorgesehene ringförmige Nut 35 gestattet dein Finger 34 entsprechend auszuweichen, während die Walze selbst das Werkstück 33 erfaßt, sobald der Schlitten 4 und der Formblock unter der Walze hinweggeht. Letztere gibt hierbei nach oben hin entsprechend nach, worauf sie nach Überschreitung der Wölbung des Formblocks sich unter der Wirkung ihrer Belastung durch die Gewichte 32 wieder fällt. Während dieser ansteigenden und fallenden Bewegung rollte sich die Walze 28 an der Krümmungsoberfläche des Formblocks, indem sie dein heißen Werkstück 33 die genaue Krümmung des letzteren mitteilt.
  • Bei der weiteren Vorwärtsbewegung des Schlittens 4 bzw. des den Formblock tragenden Arbeitsteiles gelangt ein Zahnsegment 22 in Eingriff mit einer der kurzen Zahnstangen 24, -worauf der Formblock umgeschwenkt und das gekrümmte Metallstreifenwerkstück zum Eintauchen in das Ölbad veranlaßt wird, und zwar zuerst mit seinem einen Ende und alsdann nach und nach in seiner gesamten Länge, -bis sich das andere Ende des Werkstücks vollständig im Ölbade befindet. Das Eintauchen des Werkstücks vollzieht sich hierbei in senkrechter Richtung mit Beziehung zur Ölmenge, wobei das Härten derartig vor sich geht, daß die Krümmung des Werkstücks keine Unregelmäßigkeit erfährt. Das Werkstück bleibt vorzugsweise etwa i Minute oder etwas mehr im Ölbade. Zu diesem Zweck werden am Formblock 2o an jeder Seite desselben mehrere Sätze von Klemmfingern 36 und 36' angeordnet, und zwar in entsprechender Entfernung von der gekrümmten Oberfläche der am Formblock 2o befestigten Formen 26, durch welche die Werkstücke nach der ihnen erteilten Krümmung am Formblock sicher festgehalten werden. Jeder Klemmfinger ist, wie aus Fig. 7 zu ersehen, am Formblock gelenkig gelagert und wird unter der Wirkung einer Feder derartig beeinflußt, daß sein hakenartiges Ende 39 einwärts über die Kante des Werkstücks oder der gekrümmten Metallplatte hinweggreift, und zwar in Aufeinanderfolge entsprechend dem auf das Werkstück ausgeübten Druck, während sich dasselbe unter Auflage auf derb Formblock unter der Walze 28 weiterbewegt. Wenn der Formblock 2o umgewendet wird, verbleibt die gekrümmte Platte 33 im Ölbad in aufgehängter Lage, und zwar auch während, der Rückwärts- Bewegung des Formblocks und während einer zweiten Metallplatte durch die andere Form des Formblocks die vorgeschriebene Krümmung erteilt.
  • Die Auslösung und Abnahme der gekrümmten Feder nach erfolgter Härtung erfolgt am Ende der Bewegung des Schlittens nach stattgehabter Schwingbewegung des Formblocks. Wie gezeichnet, wird die gehärtete Feder von den Fingern 36' ausgelöst und auf dem Boden des Behälters oder auf einem geeigneten Förderer abgelegt, nach dem der Formblock unter der Walze 28 hinweggegangen ist und eine gewisse Lage an einem oder zwei Sätzen von schrägen Anschlägen 37, 37' eingenommen hat. Letztere dienen dazu, die inneren Enden sämtlicher Finger einer Form gleichzeitig zu fassen, um sämtliche gekrümmten Federn gleichzeitig freizugeben. Die beiden Sätze Anschläge 37, 37' liegen in verschiedenen horizontalen Ebenen, so daß während der Bewegung des Formblocks in der einen Richtung nur. ein Satz von Fingern ausgeschwenkt wird, wobei in den Flächen der inneren Enden der Finger vorgesehene Nuten 38, 38' das Ausweichen der Finger an den betreffenden Stützen 37, 37' während der Bewegung des Formblocks in der einen Richtung zulassen.
  • Um den Formblock nach jeder seiner Schwingbewegungen in einer horizontalen Stellung festzuhalten, ist eine geeignete Verriegelungsvorrichtung vorgesehen. Eine Ausführungsform derselben ist aus den Fig.4 und 5 zu ersehen. Gemäß derselben ist an dem Schlitten 4, dem Ende des Formblocks 2o gegenüber, ein unter Federwirkung stehender Sperrbolzen 40 vorgesehen. Dieser Bolzen tritt nach jeder halben Drehung des Formblocks 2o in eine Hülse 41 ein, welche an ihrer Seite schräge Flächen 42 besitzt. Der Bolzen ist gelenkig an einen Hebel 43 angeschlossen, der am Schlitten 4 drehbar gelagert ist und sich quer über denselben erstreckt. Die Enden des Hebels stehen in Eingriff mit der einen oder der anderen von zwei unter Federwirküng befindlichen Klinken 44, 45. die an den festen Führungsleisten 3 an gegenüberliegenden Seiten der Maschine angeordnet sind. Die Klinke 44 hat ihre Lage in der Nähe des Endes des Maschinenrahmens, während die Klinke 45 ihre Anordnung an der Seite des Ständers 30 erhalten hat. Die Klinken werden abwechselnd veranlaßt, den Bolzen 4o aus seinem Eingriff mit der Hülse q. i auszulösen, indem sie während der in entgegengesetzten Richtungen sich vollziehenden Bewegung des Schlittens 4 an dein Hebel 43 zum Angriff gelangen, unmittelbar nachdem das betreffende Zahnsegment 22 in Eingriff mit den Zähnen der zugehörigen Zahnstange 24 gelangt ist, um den Formblock 2o zu verschwenken.
  • Zufolge der Benutzung von schwingenden oder umwendbaren Formblöcken, die sich abwechselnd in entgegengesetzten Richtungen unterhalb eines Preßorgans bewegen, wird ermöglicht, das Krümmen an voneinander gesonderten Metallplatten oder Lamellen während gleicher Zeiträume und unter größerer Geschwindigkeit, wie mit den bisher üblichen Arbeitsverfahren zu vollziehen, bei welchen die Werkstücke und fertiggesetllten Federn von Hand von der Presse abgenommen werden müssen. Außerdem werden gemäß der Erfindung die Metallstreifen auf die erforderliche Krümmung gebracht, während sie sich nur im Bereiche einer Linie bzw. örtlich eng begrenzt in Berührung mit dem Preßorgan befinden, wobei die Krümmung an dem einen Ende der Metallamelle beginnt und an dem entgegengesetzten Ende derselben beendet wird und wobei das Härten der Lamelle unter senkrechtem oder stirnseitigem Vorschub derselben in. die Härteflüssigkeit vor sich geht, während dem Formblock Drehbewegung mitgeteilt wird. Es wird hierbei allmählich die gesamte beiderseitige Fläche der Lamelle der Einwirkung durch die Härteflüssigkeit unterzogen. Das erzielte Produkt erhält daher zufolge des schnell vor sich gehenden Krümmungsprozesses, während welcher es gleichmäßiger Hitzewirkung ausgesetzt bleibt und stirnseitig fortschreitend der Härtung unterworfen wird, eine Beschaffenheit von feinster OOualität. Das Einführen der Werkstücke in die Maschine kann von einer oder von beiden Seiten der Preßwalze her von Hand oder auch stelbsttätig vorgenommen werden. Im letzteren Falle wird die selbsttätig wirkende Antriebsvorrichtung mit der Feuerung in Beziehung gebracht, derartig, daß sie mit den hin und her gehenden Bewegungen des Schlittens und Formblocks in richtiger Zeitfolge zusammenwirkt. Der Formblock sowie die Preßwalze können in mehrfacher Anzahl sowie auch nebeneinander in demselben Behälter angeordnet werden. Letzterer kann mit einer Fördervorrichtung in der in Fig. 6 punktiert angedeuteten Weise ausgestattet sein, um die fertiggestellten Federn nach ihrer Freigabe aus dem untersten Formblock aufzunehmen und auszutragen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Vorrichtung zum Krümmen und Härten von zu Blattfedern o. dgl. zu verarbeitenden Metallamellen, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Lamellen krümtuender Formblock derartig bewegt wird, daß die gekrümmten Lamellen stirnseitig in einen die Härteflüssigkeit enthaltenden Rehälter eingeführt werden.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Formblock und die durch denselben gekrümmten Lamellen in horizontaler Richtung durch die Härteflüssigkeit gefördert werden.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Formblock Klemmvorrichtungen zum Festhalten der gekrümmten Lamellen vorgesehen sind.
DE1916321940D 1916-10-04 1916-10-04 Vorrichtung zum Kruemmen und Haerten von zu Blattfedern zu verarbeitenden Metallstreifen Expired DE321940C (de)

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