DE3216C - Verfahren zur Wiedergewinnung des Arsens aus den Rückständen der Fuchsinfabrikation - Google Patents
Verfahren zur Wiedergewinnung des Arsens aus den Rückständen der FuchsinfabrikationInfo
- Publication number
- DE3216C DE3216C DENDAT3216D DE3216DA DE3216C DE 3216 C DE3216 C DE 3216C DE NDAT3216 D DENDAT3216 D DE NDAT3216D DE 3216D A DE3216D A DE 3216DA DE 3216 C DE3216 C DE 3216C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- arsenic
- residues
- furnace
- evaporation
- recovery
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- RQNWIZPPADIBDY-UHFFFAOYSA-N arsenic atom Chemical compound [As] RQNWIZPPADIBDY-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 27
- 229910052785 arsenic Inorganic materials 0.000 title description 24
- 238000000034 method Methods 0.000 title description 4
- 238000011084 recovery Methods 0.000 title description 3
- 238000001704 evaporation Methods 0.000 description 12
- DJHGAFSJWGLOIV-UHFFFAOYSA-N Arsenic acid Chemical compound O[As](O)(O)=O DJHGAFSJWGLOIV-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 11
- 230000008020 evaporation Effects 0.000 description 11
- 229940000488 arsenic acid Drugs 0.000 description 10
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 8
- 239000002893 slag Substances 0.000 description 6
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 5
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 5
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 5
- 235000002639 sodium chloride Nutrition 0.000 description 5
- 235000008733 Citrus aurantifolia Nutrition 0.000 description 4
- 235000011941 Tilia x europaea Nutrition 0.000 description 4
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 4
- 239000004571 lime Substances 0.000 description 4
- 239000002574 poison Substances 0.000 description 4
- 231100000614 poison Toxicity 0.000 description 4
- 238000000859 sublimation Methods 0.000 description 4
- 230000008022 sublimation Effects 0.000 description 4
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 239000011780 sodium chloride Substances 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L Carbonate Chemical compound [O-]C([O-])=O BVKZGUZCCUSVTD-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L Sodium Carbonate Chemical class [Na+].[Na+].[O-]C([O-])=O CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 2
- 150000003839 salts Chemical class 0.000 description 2
- AXDJCCTWPBKUKL-UHFFFAOYSA-N 4-[(4-aminophenyl)-(4-imino-3-methylcyclohexa-2,5-dien-1-ylidene)methyl]aniline;hydron;chloride Chemical compound Cl.C1=CC(=N)C(C)=CC1=C(C=1C=CC(N)=CC=1)C1=CC=C(N)C=C1 AXDJCCTWPBKUKL-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- UIIMBOGNXHQVGW-UHFFFAOYSA-M Sodium bicarbonate Chemical compound [Na+].OC([O-])=O UIIMBOGNXHQVGW-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 150000001495 arsenic compounds Chemical class 0.000 description 1
- 239000011449 brick Substances 0.000 description 1
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 1
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 1
- 238000004891 communication Methods 0.000 description 1
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 238000004090 dissolution Methods 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 239000003546 flue gas Substances 0.000 description 1
- 239000000446 fuel Substances 0.000 description 1
- 229940093920 gynecological arsenic compound Drugs 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010447 natron Substances 0.000 description 1
- 239000005416 organic matter Substances 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 229920006395 saturated elastomer Polymers 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01G—COMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
- C01G28/00—Compounds of arsenic
- C01G28/005—Oxides; Hydroxides; Oxyacids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)
Description
1877.
Klasse 22.
AUGUST LEONHARDT in MAINKUR bei FRANKFURT a. M.Verfahren zur Wiedergewinnung des Arsens aus den Rückständen der Fuchsinfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. December 1877 ab.
Das zur Fabrikation von Fuchsin in Form von Arsensäure verwendete Arsen findet sich
zum allergröfsten Theile in den festen und flüssigen Rückständen der Fabrikation vor.
Die festen arsenhaltigen Rückstände bestehen hauptsächlich aus organischer harzartiger Materie,
weshalb sie auch gut brennen; je nach dem Gange der Fabrikation sind dieselben mit mehr
oder weniger unlöslichen Kalkverbindungen der Arsen- und arsenigen Säure vermengt.
Die flüssigen arsenhaltigen Rückstandslaugen enthalten das Arsen vorwaltend in Form von
Arsensäure und arseniger Säure, vermischt mit deren Natron- und Kalksalzen und hauptsächlich
Kochsalz; sie bedürfen zur Wiedergewinnung des Arsens aus denselben des Emdampfens bis
zur Trockne.
Mein Verfahren zur Wiedergewinnung des Arsens aus diesen Rückständen besteht nun in
folgendem.
Die festen arsenhaltigen Rückstände werden auf einem Herde (A in beiliegender Zeichnung)
verbrannt. Mit der Wärme von dieser Verbrennung wird ein unmittelbar daranstofsender Flammenofen
B geheizt, und weiter die aus diesem Flammenofen abziehenden heifsen Gase zur
Eindampfung der bei der Fabrikation abfallenden Arsenlaugen benutzt, indem dieselben über
die mit den Laugen gefüllten Abdampfwannen W hinwegstreichen.
Der trockene Wannenrückstand wird in geeigneter Weise in dem geheizten Flammenofen
B der Röstung und Sublimation unterworfen. Das daraus sublimirende, nebst dem
bei der Verbrennung der festen Rückstände entweichende Arsen geht mit den Feuergasen über
die Abdampfwannen und sammelt sich und schlägt sich nieder in den hinter den Abdampfwannen
angelegten Giftfängen üblicher Construction, die bis zum Schornsteine führen.
Die durch das verdampfende Wasser abgekühlten und auch mit Wasserdampf gesättigten
Feuergase lassen die arsenige Säure außerordentlich rasch fallen, so dafs bei verhältnifsmäfsig
kleinen Giftfängen dennoch kein Arsen in den Schornstein gelangt.
Beiliegende Zeichnung zeigt den Verbrennungsherd in seiner Verbindung mit dem Flammenoder
Sublimationsofen und den Abdampfwannen, als den neuen eigenthümlichen und wesentlichen
Apparatencomplex des Verfahrens.
Auf dem Roste des Verbrennungsofens A gelangen die festen arsenhaltigen Rückstände der
Fuchsinfabrikation zur Verbrennung. Ebenso würde jede andere organische arsenhaltige Substanz,
welche brennbar ist, zum Zwecke der Arsenwiedergewinnung hier verbrannt werden können.
α ist die Füllröhre zur Beschickung des Ofens mit den festen Rückständen; sie ist oben mit
einem doppelten Verschlufs versehen, so dafs bei der Aufschüttung des Rückstandes keine
Arsendämpfe entweichen können;
b die Schürthür;
c der Schlackenfall;
d der Schlackenraum;
0000 sind Luftkanäle in der Feuerbrücke, die durch den Kanal k mit der äufseren Luft
in Verbindung stehen und zu denen der Luftzutritt mittelst Schieber regulirt wird;
B ist der Flammenofen, der durch die Heizgase des Ofens A geheizt wird;
al die Füllröhre; ebenfalls mit doppeltem
Verschlufs an ihrem oberen Ende, durch welche die Wannenrückstände auf die Sohle des Flammenofens
eingetragen werden;
b1 die Schürthür;
c% der Schlackenfall für Entfernung der auf
der Sohle des Flammenofens restirenden nicht flüchtigen Rückstände, wie Kochsalz, kohlensaures
und arsensaures Natron, Kalk etc.;
dx Schlackenraum des Flammenofens.
01 o1 o1 o1 Luftkanäle in der Feuerbrücke des
Flammenofens, welche durch den mit Schieber regulirbaren Kanal k' beliebig mit Luft gespeist
werden können;
W die an den Flammenofen anstofsende erste Abdampfwanne. Die Anzahl und Gröfse der Abdampfwannen
wie überhaupt die Gröfse der Oefen richtet sich ganz und gar nach dem Umfange des
Betriebs. Die Wannen sind mit feuerfesten Steinplatten, welche auf Eisenschienen ti., ruhen,
luftdicht abgedeckt. An die Abdampfwannen schliefsen sich dann in luftdichter Verbindung die
Giftkammern an, mit Schornstein an ihrem Ende.
Der Betrieb der Anlage geschieht zunächst in der Weise, dafs Ofen A entweder mit gewöhnlichem
Brennmaterial wie Kohle, Koks etc. oder mit den festen arsenhaltigen Rückständen
angeheizt wird. Ist die Anheizung erfolgt, d. h. ist der Sublimirofen glühend geworden und
kommen die Heizgase am Ende der Wanne noch heifs genug an, um das Arsen in Auflösung
zu halten, so erfolgt nun die Beschickung des heifsen Sublimirofens mit Wannenrückstand. In
der Hitze geben die Wannenrückstände ihre arsenige Säure an die Feuergase ab, die Arsensäure
wird durch die den Wannenrückständen noch anhaftende organische Substanz zu arseniger
Säure reducirt und entweicht somit auch. Sollte die Reduction der Arsenverbmdungen in
einem der beiden Oefen oder in beiden zu weit gehen und Arsenmetall auftreten, so wird durch
die Luftkanäle ο ο . . und ο' ο1 . . je nach Bedürfnifs
die erforderliche Luftmenge zugeführt, und so schliefslich alles Arsen in Form von
arseniger Säure aus den festen wie aus den trockenen Wannenrückständen verflüchtigt und in
den Kanälen ' oder Kammern hinter den Abdampfwannen wieder aufgefangen.
Der Betrieb ist continuirlich aufrecht zu erhalten, d. h. auf dem Herde A findet die für
die Sublimirung im Flammenofen bezw. für die Abdampfung der Arsenlaugen erforderliche
Heizung continuirlich statt, in gleicher Weise die Abrüstung der Wannenrückstände auf der
Sohle des Flammenofens mit den nöthigen Pausen für das Schlackenziehen auf beiden
Herden. Ebenso wird durch beständiges zweckentsprechendes Nachfüllen von Arsenlaugen oder
Wasser das Flüssigkeits-Niveau in den Abdampfwannen in der geeigneten Höhe erhalten, so dafs
Abdampfung der Laugen und Sublimirung des Arsens aus den Rückständen entsprechend dem
Bedarf vor sich gehen.
Der Betrieb wird so lange ohne Unterbrechung fortgesetzt, bis die zunächst den Oefen
gelegene Wanne trocken gedampft ist, worauf Erkalten der Oefen und Entleerung sowohl der
Pfanne von dem trockenen Rückstande, als auch das Entleeren der Giftkammern von dem
sublimirten Arsenik erfolgt.
Durch Resublimation wird die rohe arsenige Säure für den Wiedergebrauch gereinigt.
Die Sohle des Flammenofens liefert eine Schlacke, die, wenn bei der Fuchsinfabrikation
wenig Kalk angewendet worden ist, fast nur aus Kochsalz, kohlensaurem und arsensaurem
Natron besteht, und die in Form löslicher Salze wieder in die Fabrikation eingehen kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3216C true DE3216C (de) |
Family
ID=282279
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT3216D Active DE3216C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung des Arsens aus den Rückständen der Fuchsinfabrikation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3216C (de) |
-
0
- DE DENDAT3216D patent/DE3216C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2814290A1 (de) | Verfahren und anlage zur verbrennung von haushaltsabfaellen | |
| DE2738442B2 (de) | Verfahren bzw. Anlage zur Nutzung der fühlbaren Kokswärme in einer Verkokungsanlage | |
| EP0908217A1 (de) | Verfahren zur Behandlung von Rauchgas | |
| DE3216C (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung des Arsens aus den Rückständen der Fuchsinfabrikation | |
| DE959399C (de) | Kontinuierlich arbeitender Verbrennungsofen fuer die Verbrennung minderwertiger, stark wasserhaltiger Materialien, wie Muell u. dgl. | |
| DE2653755B2 (de) | Vorrichtung zum Verringern des Flugkoksauswurfes beim Löschen von glühendem Koks mit Wasser | |
| DE2517145A1 (de) | Verfahren zur gleichzeitigen verbrennung von chlorkohlenwasserstoffen und muell in einem gemeinsamen verbrennungsofen und ofen zur ausfuehrung des verfahrens | |
| DE447627C (de) | Verfahren zur Verbrennung von Muell | |
| DE627305C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Aufarbeitung von Sulfit- oder Sulfat-Zellstoffablauge zwecks Rueckgewinnung der zur Aufschliessung des Zellstoffes benutzten Chemikalien | |
| DE493817C (de) | Feuerungsverfahren mit Vorwaermung der Verbrennungsluft durch Feuergase, insbesondere zur Verheizung nasser Brennstoffe auf Treppenrosten oder mechanischen Rosten | |
| DE6198C (de) | Verfahren und Apparat zur Gewinnung von schwefelsaurem Ammoniak, aus ammoniak al ischen Flüssigkeiten insbesondere aus Theerwasser | |
| AT83261B (de) | Feuerung für Flammrohrkessel. | |
| DE187510C (de) | ||
| DE349951C (de) | Kammerringofen zum Brennen von keramischen Waren, Kalk, Dolomit u. dgl. | |
| DE589223C (de) | Rostfeuerung mit einem dem Wanderrost vorgeschalteten Aufbereitungsrost | |
| DE165611C (de) | ||
| DE972396C (de) | Schachtfeuerung, vorzugsweise fuer Grobkoks | |
| DE3023228C2 (de) | Verwendung eines Gegenlaufofens zum Herstellen von Hochofenkoks | |
| DE2536530A1 (de) | Verfahren und einrichtung zur wiederaufwaermung von gewaschenen rauchgasen | |
| DE534008C (de) | Verfahren und Einrichtung zur Aktivierung von kohlenstoffhaltigen, in Gasen schwebenden Stoffen | |
| DE430282C (de) | Feuerungsanlage fuer bituminoese Schiefer o. dgl. mit Schwelung des Schiefers in Retorten | |
| DE270338C (de) | ||
| DE495203C (de) | Einrichtung zur Ausnutzung der in den Heizgasen bei einem Wassergaserzeuger mit von aussen her beheizter Entgasungsretorte aufgespeicherten Waerme | |
| DE16560C (de) | Neuerungen an Oefen zum Brennen von Thonwaaren, Kalk und Cement | |
| DE804338C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verfeuerung nasser Brennstoffe in Dampfkesselinnenfeuerungen |