DE320978C - Klavier mit Schraubenspannvorrichtung fuer die Saiten - Google Patents

Klavier mit Schraubenspannvorrichtung fuer die Saiten

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DE320978C
DE320978C DE1914320978D DE320978DD DE320978C DE 320978 C DE320978 C DE 320978C DE 1914320978 D DE1914320978 D DE 1914320978D DE 320978D D DE320978D D DE 320978DD DE 320978 C DE320978 C DE 320978C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/10Tuning pins; Tensioning devices
    • G10C3/103Tuning pins; Tensioning devices the axis of the pins being parallel to the strings

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Multimedia (AREA)
  • Stringed Musical Instruments (AREA)

Description

  • Klavier mit Schraubenspannvorrichtung für die Saiten. Die vorliegende Erfindung soll die - Resonanz und den Tonumfang bei Klavieren verbessern. Zu diesem Zweck sind verschiedene Neuerungen an dem Resonanzboden und an der Besaitung getroffen worden.
  • Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen gezeigt, und zwar ist hier Fig. i eine Vorderansicht des Metallrahmens; Fig. 2 ist eine Vorderansicht des Resonanzhodens, welcher hinten an dem hölzernen Rahmen befestigt ist, nebst einer Seitenansicht davon; Fig. 3 ist eine Ansicht des Resonanzbodens von hinten mit einer Seitenansicht; Fig.4 ist eine Vorderansicht der Saitenbefestigungen für die letzten fünf Diskanttöne; Fig. 5 ist ein senkrechter Schnitt dazu; Fig.6 ist eine Vorderasnicht der Saitenspannvorrichtungen für einsaitige und zweisaitige Töne im Baß ; Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt dazu nach der Linie 3-4 in Fig. 6; Fig. 8 ist eine schaubildliche Ansicht eines vollständigen Dreisaitensatzes im Diskant Fig. 9 ist eine Vorderansicht und zeigt die in der Rückseite der Baßplatte vorgesehenen Löcher; Fig. io zeigt die .an der Rückseite der Diskantspannplatte ausgestanzten Löcher; Fig. i i zeigt in schaubildlicher Ansicht voneinander getrennt die Schlitten für einen Dreisaitenton und einen Querschnitt durch (lie Mutter, welche auf dem untersten und dem mittleren Schlitten für diesen Ton sitzt; Fig. 12 ist ein Querschnitt durch einen der Baßschlitten mit der dazugehörigen Mutter und den Zickzackblock.
  • In Fig. i ist A der Metallrahmen, B ist die Spannplatte für den Diskant und C die Spannplatte für den Baß. Diese Figur zeigt die Lage der beiden Spannplatten und die Krümmung des Steges und der Diskantspannplatte B. Die höchste Diskantsaite ist bei a gezeigt, die tiefste Diskantsaite bei a1, die höchste Doppelsaite bei b und die tiefste einfache Saite bei b1. Die Baßs:aitenanhängeplatte ist bei c und die Diskantsaitenanhängeplatte bei cl gezeigt.
  • In dem Resonanzboden D (Fig..2) sind die Bohrungen für die Bolzen soweit als. möglich in der Faserrichtung des Holzes angeordnet.
  • Jeder Satz von je drei Führungsstiften dx, «-elche in den geschweiften Steg Dl des Resonanzbodens eingesetzt sind, liegt parallel zu einer Tangente an die Krümmung des oberen Steges J in dem Punkte, wo die mittlere Saite den Steg kreuzt, so daß alle drei Saiten eines Tones genau dieselbe Länge zwischen dem oberen Steg J und den Stiften dx an dem geschweiften unteren Steg D1 haben. Der untere Steg für den Diskant ist bei D", der für den Baß bei D2 gezeigt.
  • Der obere Teil des Resonanzbodens D ist nach hinten gekröpft, wie in der Seitenansicht von Fig. 2 und 3 zu sehen ist. Die hinteren Rippen d sind an der Stelle der Kröpfung niedriger ausgebildet. wie bei d' gezeigt. Die Kröpfung hat den Zweck, einen hinreichenden Raum für die Saitenspannvorrichtungen zu- schaffen, wie besonders deutlich aus Fig. 5 zu ersehen ist.
  • Für die Spannvorrichtung der Diskantsaiten ist eine gebogene Spannplatte B aus gewalztem weichen Stahl an dem Metallrahmen A befestigt, und zwar in der Öffnung an dem oberen Teil des Metallrahmens an der bei B in Fig. i gezeichneten Stelle. Die Art und Weise, in welcher die Diskantplatte B an dem Metallrahmen A befestigt ist, ist aus Fig.5 zu ersehen.
  • Im Querschnitt besitzt die Spannplatte B zwei Stufen, und zwar eine flache Stufe B' und eine hohe Stufe B2, die beide in einem Winkel von q.5° gegen die Senkrechte geneigt sind, während die Rückseiten dieser Stufen senkrecht auf den Grundflächen der Stufen stehen, wie in Fig. 5 gezeigt: Diese Grundflächen selbst sind kurvenförmig mit einem gemeinschaftlichen Krümmungsmittelpunkt und parallel zu dem Stege J (Fig. i). Die Rückseite der Platte B ist mit ausgestanzten Löchern b3 in der in Fig. io gezeichneten Weise versehen. Auf die Grundfläche der unteren Stufe B' ist ein Messingrahmen E aufgesetzt - (Fig. 8), welcher aus einer Grundplatte e, einer oberen Platte e' und senkrechten Teilwänden e2 besteht, welche gegeneinander verstiftet sind, so daß der Rahmen oberhalb der Stufe B' durch die Teilwände e' in eine Anzahl Abteilungen eingeteilt ist. Die Grundplatte e des Rahmens E ist an die Grundplatte der Stufe B1 mit einem flach- ' köpfigen Niet es befestigt. Auf der Grundfläche e jeder Abteilung liegt ein Schlitten F , von rechteckigem Querschnitt, aber an der Rückseite etwas gchmaler als an der Vorderseite: Auf der Oberseite eines jeden Schlit fens.F ist eine Aussparungvorhanden (Fig. i i). Die Schlitten F berühren die Seitenwände e2 der Abteilungen nicht. Wie bereits angedeutet, reitet auf jedem Schlitten F eine Mutter G, die auf der Rückseite einen Ansatz besitzt. der der Aussparung in dem Schlitten F entspricht, so daßr bei einer Bewegung der 1Itttter in der Längsrichtung des Schlittens letzterer sich mitbewegen muß. Die Mutter psßt lose in den Querschnitt der betreffenden Abteilung hinein. Seitlich sind an der Mutter Verlängerungen angebracht, so daß sie die Seiten des zugehörigen Schlittens umfaßt. Die Mutter ist mit linksgängigem Gewinde versehen und kommt mit einer Schraube H in Eingriff, deren vorderes Ende ein vierkantiges Loch besitzt, in welches der Kopf eines Stimmschlüssels eingesetzt werden kann. Das rückwärtige Ende der Schraube H ist mit einem Kopf h' versehen, der durch das untere weitere Ende eines der Löcher- b3, welche auf der Rückseite der Spannplatte B (F'ig. io) angebracht sind, hindurchgesteckt werden kann,, worauf der Hals der Schraube nach dem engen Teil des Loches bs geführt werden kann, so daß der Kopf hl eine Anlage an der Rückseite der Platte B hat. Die Mut= ter wird dann auf das andere Ende der Schraube H aufgesetzt und zwar so, daß sie auf dem Schlitten F reitet, und alsdann durch Drehen der Schraube H mit dem Stimmschlüssel Z (Fig. 5) aufgeschraubt, bis die Saite, die an dem Ende des Schlittens F befestigt ist, gespannt ist.
  • Der Schlitten F hat eine weitere Aussparung f zu beiden Seiten, und zwar unmittelbar hinter der vorderen Nase f l, so daß die anderen beiden Saiten, die zu dem betreffenden Ton gehören, zu beiden Seiten der mittleren Saite unter der Nase F' vorbeigehen können und die richtige Entfernung der drei Saiten voneinander gewahrt bleibt. Die vorstehende Beschreibung des Schlittens, der Mutter und der Schraube bezieht sich im wesentlichen auf die mittleren Saiten l der dreisaitigen Töne. Die Vorrichtungen zum Spannen -der anderen beiden Saiten sind in ihrem Wesen und ihrer Bauart nach die gleichen, weichen aber im einzelnen etwas ab. Auf der Grundplatte der oberen Stufe B2 liegt ein mittlerer Rahmen El, welcher im wesentlichen dem Rahmen E auf der niederen Stufe B' ähnlich ist. Auf diesem oberen Rahmen E' liegt ein weiterer Rahmen E2, der ebenfalls dem Rahmen E in jeder Beziehung ähnlicht ist. Die untere Platte des Rahmens EI ist an die Grundplatte der Stufe B2 angenietet und ebenso ist die untere Platte des Rahmens E2 mit der oberen Platte des Rahmens EI vernietet. Die Mitten der Abteilungen in dem Rahmen Ei liegen etwas rechts und die Mitten der Abteilungen des Rahmens E2 ein wenig links von den Mitten der Abteilungen des Rahmens E, d. h. genau in einer Linie mit den betreffenden Saiten des dreisaitigen Tones. Die .Schlitten F, F ; F2 (Fig. 8 und ii) sind infolge der verschiedenen-Lage, die sie haben, von verschiedener Form. Die Deckplatte e1 des Rahmrens E liegt in gleicher Höhe wie die Grundplatte der Stufe B2, so daß sie also mit dieser eine Fläche bildet. Die Rahmen E, Ex sind zwar an die Grundplatte der betreffenden Stufe angenietet, aber trotzdem wird durch die äußeren Saiten ein starker Zug nach aufwärts auf die Nase f1 des Schlittens F ausgeübt werden, der diesen Schlitten gegen die Deckplatte e1 drückt. Um diesem Zuge entgegenzuwirken, ist an den oberen, zu den äußeren Saiten gehörigen Schlitten F1, FZ j e ein Ansatz oder ein Fuß f 2, f1' vorgesehen, der sich auf die Platte cl aufsetzt, so daß der Zug der äußeren Saiten nach oben gegen die Nase f1 des Schlittens F durch den nach abwärts gerichteten Druck der Ansätze f1, f' gegen .die Platte e1 aufgehoben wird.
  • Der vordere Teil der Schlitten F ist so lang gemacht, daß die Nasen f1 über deri Steg T überhängen, so daß die Saiten beim Aufspannen leicht hinter die Nasen f1 geführt werden können. Die mittlere Saite l wird durch ein schiefes Loch hinter der Nase f1 hindurchgesteckt und an einem Stift fx auf dem Schlitten befestigt, während die anderen beiden Saiten an den Aussparungen f hinter der Nase f l vorbeigehen nach den vorderen Enden der betreffenden, oberhalb gelagerten Schlitten F1, F?. Am unteren Ende ist die mittlere Saite L an einem besonderen Stift h des Metallrahmens befestigt. Die zweite Saite m und die dritte Saiten hängen unten zusammen und sind mit einer Schleife an einen breiten Stift ml unter dem mittleren Befestigungsstift h gehängt.
  • Die .vordere Kante der Deckplatte e1 des Rahmens E ist in bestimmten Zwischenräumen mit Einschnitten versehen (Fig. 8), .3o daß die Saiten m, 1a frei hindurchgehen können.
  • Für die Baßsaiten ist an der Rückseite des Rahmens A (Fig. 7) eine Spannplatte 0 aus gewalztem Stahl mit einer niederen Stufe o angebracht. Diese Platte bildet die Rückseite beider Reihen von Abteilungen, und die oberen Abteilungen werden teilweise von der Stufe getragen. Auf einem Absatz, ähnlich der Oberseite . des Rahmens A, liegt eine Grundplatte P -mit zickzackförmigen und zwar liegt die lange Seite des Zickzacks unter einem Winkel von etwa 30° gegen die Grundlinie. Die Zickzackfläche bildet die Auflage für die Schlitten. Über den unteren Abteilungen liegt eine Platte P1, die oben und unten eine Zickzackform hat. Die Zickzaekfläche auf der Unterseite der Platte F1 bildet die obere Seite der unteren Abteilungen und die Zickzackfläche auf der oberen Seite bildet die Grundflächen für die oberen Abteilungen. Eine ähnliche zickzackförmige Platte P2 liegt über den oberen Abteilungen und bildet deren obere Abschlußflächen. Gegen die Seite der Zickzackstufen legen sich Teilwände p, so -daß hierdurch die Abteilungen für die Schlitten und die Muttern gebildet werden. « Die Schlitten und Muttern weichen von den vorherbeschriebenen nicht ab und arbeiten auch in der gleichen Weise.
  • Die Anordnung der ausgestanzten Löcher o1 in der Rückseite der Platte 0 ist in Fig. g gezeigt. Die verschiedenen Teile werden durch keilförmige Blöcke 0 (Fig. 7), die mit der Spannplatte 0 durch Bolzen verbunden sind, fest zusammengehalten. In ähnlicher Weise sind Keilblöcke K (Fig. 5) an der Diskant-Spannplatte B oberhalb der Deckplatte des obersten Rahmens EZ angeordnet: Während die Muttern G der dreisaitigen Töne zum Zwecke des Stimmens in einem Winkel von 45° gegen die Senkrechte angeordnet sind können die Muttern für die doppelsaitigen oder die einsaitigen Töne horizontal angeordnet sein, "vie aus Fig. 6 und 7 ' zu ersehen ist.

Claims (8)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i.
  2. Klavier mit einem rechteckigen, die ganze Vorderseite des Holzrahmens bedeckenden Resonanzboden und Schraubenspannvorrichtung für die Saiten, dadurch gekennzeichnet, daß der obere Teil des Resonanzbodens nach hinten gekröpft ist und seine Rippen an dieser Stelle dünner sind als an dem übrigen Teile. a: Klavier nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Metallrahmen nahe seinem oberen Ende an der Diskantsaite eine Aussparung besitzt, deren untere Begrenzung nach abwärts in einem Winkel von 45° geneigt ist, .und deren gekrümmte Ober- und Unterkante einen gemeinschaftlichen, oberhalb gelegenen Krümmungsrnittelpunkt besitzen, und daß eine stufenförmige Spannplatte (B) in diese Aussparung eingesetzt und an dem Rahmen befestigt ist.
  3. 3. - Klavier nach den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannplatte (B) mit einer niedrigen und einer hohen Stufe versehen ist, deren Grundflächen einen gemeinschaftlichen Krümmungsmittelpunkt haben, und daß sie oben an der Rückseite des Metallrahmens und unten an seiner Vorderseite befestigt ist.
  4. 4. Klavier nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Stufen der Spannplatte aus Oberplatte, Unterplatte und Teilwänden bestehende, in gleichmäßige Abteilungen eingeteilte Rahmen (E) aufgesetzt sind, wobei die Zwischenwände radial nach dem Krümmungsmittelpunkt der Deck- und Bodenplatte gerichtet sind.
  5. 5. Klavier nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß in den einzelnen Abteilungen Schlitten (F) gleiten, die auf der Grundplatte aufliegen und auf denen Muttern (G) von Schrauben (H) reiten, deren Köpfe durch in der Rückwand der Spannplatte angeordnete Löcher hindurchragen, und die auf der Vorderseite vierkantige Löcher für den Stimmschlüssel besitzen.
  6. 6. Klavier nach den Ansprüchen i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere und am tiefsten angeordnete Schlitten eines Saitenchors seitlich nahe der Vorderkante Einschnitte (f) besitzt, so d'aß sich eine Nase (f-') bildet, unter welcher die Saiten der beiden anderen Schlitten hindurchgehen.
  7. Klavier nach den Ansprüchen i, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Schlitten einen kurzen und der oberste Schlitten einen langen Ansatz besitzt, welche sich auf die Deckplatte der Abteilung, in welcher sich der zugehörige unterste Schlitten bewegt, aufsetzen.
  8. 8. Klavier nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Spannplatte (0) für die doppelsaitigen und einsaitigen Baßtöne, in welcher um 6o° gegen die Wagerechte geneigte Abteilungen gebildet sind, in denen sich die Schlitten, Muttern und Schrauben für die Baßsäiten bewegen.
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