DE319239C - Fallwechselkassette mit zwei Plattenkammern - Google Patents

Fallwechselkassette mit zwei Plattenkammern

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DE319239C
DE319239C DE1918319239D DE319239DD DE319239C DE 319239 C DE319239 C DE 319239C DE 1918319239 D DE1918319239 D DE 1918319239D DE 319239D D DE319239D D DE 319239DD DE 319239 C DE319239 C DE 319239C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/42Interlocking between shutter operation and advance of film or change of plate or cut-film

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Description

Die bisher verwendeten Fallwechselkassetten hatten einen komplizierten Mechanismus, der oft zu Störungen Anlaß gab, sie konnten nur langsam bedient werden, und hatten auch nur für eine verhältnismäßig kleine Anzahl von Platten Raum und die Platten mußten durch Federn oder Stellschrauben in die Expositionsstellung gebracht werden. Es ist aber aus den einzelnen Konstruktionen schon das Wechselgestänge in allen wesentlichen Teilen bekannt, ebenso die Anordnung, die Platten an mit Rückwand versehenen Haltern zu lagern und beim Wechseln die ganze Vorrichtung so zu halten, daß der Transport der Platten durch die Schwerkraft erfolgt. Die Erfindung bietet durch Vereinigung der gesondert bekannten Einrichtungen eine Fallwechselkassette für eine große Anzahl von Platten von einfacher Bauweise, die eine außerordentlich rasche, keine besondere Vorsicht erheischende Bedienung gestattet und gegebenenfalls so ausgebildet ist, daß bei Betätigung der zum Plattenwechsel bedienten Vorschuborgane gleich der Verschluß des photographischen Objektivs der Kamera gespannt wird. Die Kassette besteht in bekannter Weise aus zwei in verschiedener Höhe nebeneinanderliegenden Kammern und die, wie bekannt, in Fassungen gehaltenen Platten sind unmittelbar aufemandergeschichtet und werden aus der Belichtungsstellung in den Sammelraum durch Mitnehmerhaken tragende, in geschlitzten Führungsrohren laufende Zugstangen gebracht, und bei dem in bekannter Weise beim Plattenwechsel durch das Mitnehmergestange in Bereitschaftsstellung gebrachten Verschluß befindet sich an der Achse des Objektivverschlußsperrades ein Mitnehmerglied, welches durch Federwirkung in die Anfangsstellung zurückbewegt wird. ■ ■ 40'
Als Beispiel ist eine Ausführungsform einer Wechselkassette nach der Erfindung im folgenden beschrieben, und zwar zeigt Fig. 1 einen Querschnitt durch die Kassette, Fig. 2 eine Oberansicht, Fig. 3 im vergrößerten Maßstab einen Querschnitt durch die Kassettenwandung, Fig. 4 einen Längsschnitt durch das Führungsrohr. ■
Im Räume χ der Fallwechselkassette sind die unbelichteten Platten in beliebiger Anzahl auf ein andergeschichtet, wobei jede Platte in einer bekannten Fassung gehalten ist. Der Raum 2 nimmt die belichteten Platten auf, er ist mit dem Raum 1 durch eine Brücke 3 verbunden, die einen Schlitzkanal umhüllt, und liegt in bekannter Weise seitlich und tiefer als die Kammer 1, derart, daß der obere Deckel der Kammer 2 etwas über der Belichtungsstellung der Platte liegt und die belichtete und dann verschobene Platte durch den Schlitz 3 in die Nebenkammer 2 fällt. Dabei bieten die gebräuchlichen Fassungen den Vorteil, daß die Platten beim Verschieben nicht beschädigt werden, beim Fallen. in die
Nebenkammer nicht brechen, und daß die oberste Platte nicht von rückwärts belichtet wird. Der Boden 4 dieser Kammer 2 kann
■ schräg nach unten gelichtet sein, damit die Platten nicht stecken bleiben. Die Kammern 1 und 2 sind außen durch seitliche Rippen 18
versteift, weil die Übergangsbrücke von einer zur anderen verhältnismäßig schwach in der Wandung ist.
Mit dem Fassungsrahmen läuft die jeweilig j in der Kammer 1 zu unterst liegende Platte ! in Führungen und wird durch seitlich vor- ! ragende Mitnehmer 5 erfaßt, welche von außen \ angezogen oder geschoben werden, um die j Platten aus der Kammer 1 in die Nebenkammer 2 zu bewegen. Die Mitnehmer 5 sind backenartig ausgebildet, durch Federn gegen die Plattenfassung angedrückt und sind auf j Stäben ,6 angebracht, die in der Längsseiten- j wandung der Kassette laufen (Fig. 2) und j außen durch ein Joch 7' miteinander vereinigt sind, um durch außenliegende Gestänge bewegt zu werden. Die Stäbe 6 laufen in Führungsrohren 8, die unten in der Längsrichtung geschlitzt sind. Die Mitnehmer 5 | liegen unterhalb der Rohre, sind mit den j Stäben 6 durch Bolzen verbunden und die Nasen der Mitnehmerhaken sind etwas dünner als die Plattenstärke, so daß ein Blech 19 den Raum zwischen Rohr 8 und dem Mitnehmer abschließen kann, damit die Platte sich nicht verschiebt. Ein Anschlag 20 im : Abstand der Plattengröße vom Mitnehmer 5 verhindert ferner ein unbeabsichtigtes Verschieben der untersten Platte gegen den Schlitz bzw. gegen die Nebenkammer 2.' Um die Platten zu schonen und ein rasches,
keine besondere Vorsicht erheischendes Arbeiten
. zu ermöglichen, isi das Gestänge, welches die Mitnehmer 5 bewegt, mit einem Hubbegrenzer versehen. Zwecks Einbringens der Platten und Herausnahme derselben sind die Kam- ■ mern in bekannter Weise mit aufklappbaren ' . oder verschiebbaren Deckeln bzw. Böden ausgerüstet. Die Fallwechselkassette wird in der : gebräuchlichen Art an der Kamera angebracht; ■ hierzu dient der gefalzte Rahmen 21; Sie kann : dann noch durch entsprechende Beschläge, z.B. durch Haken 9, gesichert werden.
Zur raschen Bedienung des Apparates ist die bekannte Anordnung getroffen, daß mit ■ ■ dem Wechseln der Platten gleichzeitig auch das Spannen des Objektivverschlusses 10 erfolgt, und zwar wird die Spannung der Verschluß- ; feder abgeleitet von der Bewegung der Mitnehmer 5 beim Verschieben der Platten in die Nebenkammern. Hierzu ist auf der Achse 11 des Sperrades 17 der Objektivverschlußfeder ein Mitnehmerorgan 12 angeordnet, welches das Sperrad in einer Richtung mitnimmt, um die Feder zu spannen, und dann wieder durch eine Rückführfeder 13 in die Anfangsstellung ' zurückgebracht wird. Man kann hierzu an der Achse 11 zwei Schnurscheiben 12, 14 anbringen, die miteinander fest verbunden sind 'und von denen die größere 12 mit dem Sperrrad durch eine Mitnehmerkupplung nach einer Drehungsrichtung verbunden ist. Die Schnurscheibe 12 ist durch eine Schnur oder ein Kabel 15 mit dem vom Joch 7, ausgehenden Gestänge verbunden und die .Schnurscheibe 14 durch eine Schnur 16 an die Rückführfeder 13 angehängt. Der Apparat ist derart nach erfolgtem Plattenwechsel gleich für eine neue Aufnahme bereit. Die Einrichtung eignet sich insbesondere gut für Aufnahmen aus Flugzeugen und bedarf keines besonderen Bedienungsmannes; es ist also auch in Einsitzern dem Piloten möglich, die Kamera rasch zu bedienen, um hintereinander nach Belieben Aufnahmen zu machen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Fallwechselkassette mit zwei durch einen Schlitz miteinander verbundenen, ein gemeinsames Gehäuse bildenden Plattenkammern, nämlich dem Belichtungsraum und dem daneben und tiefer gelegenen Sammelraum, dadurch gekennzeichnet, daß die in Fassungen unmittelbar aufeinandergeschichteten. Platten aus der Belichtungsstellung in den Sammelraum mittels in geschlitzten Führungsrohren (8) laufender Zugstangen gebracht werden, die an einem im Schlitz der Führungsrohre laufenden Tragbolzen seitlich vorstehende Mitnehmerhaken (5) tragen.
2. Fallwecbselkassette nach Anspruch 1 mit beim Plattenwechsel durch das Mitnehmergestänge in Bereitschaftsstellung gebrachtem Verschluß, dadurch gekennzeichnet, daß an der Achse des Objektivver-. schlußsperrades ein dieses in einer Richtung bewegendes Mitnehmerorgan (z. B. eine Schnurscheibe) angebracht ist, das durch Federwirkung in die Anfangsstellung zurückbewegt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1918319239D 1917-11-19 1918-09-22 Fallwechselkassette mit zwei Plattenkammern Expired DE319239C (de)

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