DE31869C - Kombinirter Feldbett-und Feldsessel- j Stock - Google Patents
Kombinirter Feldbett-und Feldsessel- j StockInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A45—HAND OR TRAVELLING ARTICLES
- A45B—WALKING STICKS; UMBRELLAS; LADIES' OR LIKE FANS
- A45B5/00—Walking sticks or umbrellas convertible into seats; Hunting sticks
Landscapes
- Chairs Characterized By Structure (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 33: Hand- und Reisegeräthe.
ANTON LUGER in WIEN. Combinirter Feldbett- und Feldsessel-Stock.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 1884 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf einen Stock, welcher auch als Feldbett, Feldsessel, eventuell
auch als ambulante Tragbahre oder als Verkaufsstand verwendet werden kann.
Der Erfinder erreicht diesen Zweck, indem er den Stock aus zwei Haupttheilen, nämlich
einer oberen und einer unteren Hälfte, zusammensetzt, von denen jede aus einer Anzahl
entfaltbarer Längsabtheilungen gebildet ist, die durch Scharniergelenke mit einem gemeinschaftlichen
Mittelstücke verbunden sind.
Bei geschlossenem Zustande des Stockes, wenn derselbe als solcher benutzt wird, sind
diese beiden Hälften mittelst dieser erwähnten Mittelstücke und einer Schraubenmutter mit
einander verbunden und werden die obenerwähnten entfaltbaren Längsabtheilungen der
oberen und unteren Hälfte bezw. am oberen und unteren Ende des Stockes durch angeschraubte
Knöpfe, Ringe oder dergleichen zusammengehalten.
Wenn der Stock dagegen als Feldbett oder Feldsessel dienen soll, werden die beiden Endknöpfe
oder Ringe abgeschraubt, die oberen und unteren Längsabtheilungen entfaltet und in
ihrer entfalteten Stellung auf den Boden gesetzt; die Längsabtheilungen des unteren Stocktheiles
bilden dann das Fufsgestell des Bettes bezw. Sessels, die des oberen Stocktheiles
hingegen die Träger des Sitzes oder Ruhelagers.
Za diesem Zwecke sind sowohl die Längsabtheilungen der unteren als auch die der
oberen Stockhälfte durch Gelenkstäbe unter einander verbunden, deren einzelne Glieder
durch geeignete Scharniergelenke mit einander verbunden sind, und welche Gelenkstäbe die
entfalteten Längsabtheilungen des Sessels oder Bettes versteifen und. in ihrer Lage festhalten,
während diese Stäbe bei geschlossenem Zustande des Stockes, ohne weiter demontirt zu
werden, in Höhlungen untergebracht werden, die an den Innenseiten der Längsabtheilungen
angeordnet sind.
Für Stöcke, welche als Feldsessel verwendet werden sollen, verwendet der Erfinder vorzugsweise
Stockhälften, welche aus je drei Längsabtheilungen oder Sectoren zusammengesetzt
sind, für Feldbettstöcke vier Sectoren, doch beschränkt sich diese Erfindung nicht auf
irgend eine bestimmte Anzahl.
Fig. ι stellt im Grundrifs den entfalteten Obertheil eines Stockes dar, der als Feldbett
verwendet werden soll. Fig. 2 stellt diesen Theil in der Ansicht dar; Fig. 3 zeigt im
Grundrifs den Untertheil eines solchen als Feldbett zu verwendenden Stockes, ebenfalls entfaltet,
von unten gesehen.
Fig. 4 zeigt analog den Untertheil eines als Feldsessel zu verwendenden Stockes im Grundrifs,
Fig. 5 eine perspectivische Ansicht des oberen Theiles eines Feldsesselstockes, Fig. 6
einen Stock in geschlossenem Zustande mit aufgeschraubten Endknöpfen , Fig. 7 eine
Modification eines Stockes, in welcher dem Stock statt der Endknöpfe Schliefsringe aufgeschraubt
werden, um die Längsabtheilungen oder Sectoren zusammenzuhalten, und Fig. 8 zeigt, wie bei geschlossenem oder entfaltet gespanntem
Zustande des Stockes die Mittelstücke der beiden Stockhälften in'einander gesteckt
und durch eine Schraubenmutter verbunden sind, welche nach Bedarf gelockert oder angezogen
wird; der gröfseren Deutlichkeit halber sind die unteren Längsabtheilungen oder Sectoren
L in dieser Figur weggelassen.
Fig. 9 zeigt die Gelenkstäbe für den Obertheil eines Feldstuhlstockes, Fig. 10 im Detail
eines der Scharniergelenke A von Fig. 9, und Fig. 11 und 12 zeigen Grundrifs und Schnitt
des Mittelgelenkes B der Fig. 9.
Es sei nun zuerst die Manipulation bei Verwendung eines combinirten Feldbett - oder
Feldsesselstockes beschrieben.
Soll ein solcher Stock, etwa nach dem Marsche, als Bett bezw. Sessel verwendet werden,
so werden zunächst die Knöpfe C und D, Fig. 6, bezw. die Schliefsringe C1 und D1,
Fig. 7, abgeschraubt und nach Lockerung der die beiden Mittelstücke verbindenden Mutter
die Längstheile entfaltet, wobei sich die Stäbe, welche diese Längsabtheilungen in entfaltetem
Zustande unter einander verbinden, versteifen und in geeigneter Stellung erhalten, mit dem
Ueberzug ausbreiten, welcher nachher durch Anziehen der Schraubenmutter gespannt wird,
indem diese das untere Mittelstück N gegen die unteren Enden der Sectoren H preist,
welche über die untere Seite ihres gemeinschaftlichen Mittelstückes M hinabragen und so
die oberen Enden dieser Sectoren H und mit diesen den Sitz aus einander treibt und spannt.
Der erwähnte Ueberzug, welcher an den Stäben permanent befestigt ist, kann aus Leder, Segeltuch
oder irgend einem anderen geeigneten Stoffe bestehen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist jede der Längsabtheilungen oder Sectoren H durch
Scharniergelenk mit einem der Arme des gemeinschaftlichen Mittelstückes M verbunden und
die äufsersten Enden der Sectoren H sind durch die Gelenkstäbe F mit einander verbunden,
welche bei geschlossenem Zustande des Stockes sammt dem befestigten Ueberzug
in den Höhlungen oder Vertiefungen J aufgenommen werden.
Diese Gelenkstäbe bilden mit dem Ueberzug das Lager des Bettes bezw. den Sitz des
Sessels.
Die Sectoren des Untertheiles L sind auf analoge Weise durch Scharniergelenke mit den
Armen ihres gemeinschaftlichen Mittelstückes N verbünden.
Die Stäbe G jedoch sind hier vorzugsweise an der Mitte, nicht aber an den äufsersten
Enden der Sectoren oder Füfse L befestigt, zum Zwecke, um diese Stäbe bei Errichtung
der Stühle oder Betten im Felde vor Berührung mit dem Boden und daraus folgender
Verunreinigung zu schützen.
Wie aus Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich, ist das obere Mittelstück M mit einem Zapfen, das
untere N mit einem Zapfenloch versehen, damit dieselben auf die erwähnte geeignete Weise
durch Ineinanderstecken und Aufsetzen und Anziehen der Mutter mit einander verbunden
werden können.
Fig. 9 zeigt das Stabsystem für den Obertheil eines Feldsesselstockes. Hier sind die
seitlichen Stäbe α in der in der Zeichnung angedeuteten
Weise durch Scharniergelenke· A (s. Detail, Fig. 10) auch mit radialen Stäben b
verbunden, welche ihrerseits durch ein gemeinschaftliches centrales Scharnierstück B (siehe
Details, Fig. 11 und 12) unter einander verbunden
sind. Dieses centrale Stück ist, wie aus Fig. 11 und 12 ersichtlich, derart eingerichtet,
dafs nach Auseinanderfaltung und Anspannung des Ueberzuges bezw. Sitzes oder Lagers ein Durchsenken desselben in der Mitte
verhindert ist.
In Fig. 12 ist in punktirten Linien die äufserste, nämlich die horizontale Position angedeutet,
welche jeder der Stäbe b bei aus^
gespanntem Sitz einnehmen kann.
Die Gelenkstäbe können sowohl aus Metall, wie auch aus irgend einem anderen Material
hergestellt werden und eventuell durch Seile, Saiten oder dergleichen ersetzt werden. Eventuell
können diese zu Betten oder Sesseln entfalteten Stöcke auch als ambulante Tragbahren oder
Verkaufsstände verwendet werden.
In den für · Tragbahren bestimmten Stöcken sind die unteren Längsabtheilungen oder Sectoren
eingerichtet, mit Handhaben versehen zu werden.
Auch kann ein Sonnen- oder Regenschirm mittelst seines Stockes in das centrale Mittelstück
B eingesteckt und zur gröfseren Sicherheit an der Spitze des oberen gemeinschaftlichen
Mittelstückes befestigt werden.
Es ist selbstverständlich, dafs alle hierin vorgeführten Details der Construction mannigfach
abgeändert werden können, ohne vom Wesen dieser Erfindung abzuweichen.
Claims (2)
1. An einem Stock, welcher auch als Feldbett, Feldsessel, Tragbahre und Verkaufsstand verwendbar ist, die Combination der
aus den ausgehöhlten Längsabtheilungen H, dem gemeinschaftlichen Mittelstück M und
den mit Ueberzug versehenen Stäben F zusammengesetzten oberen Stockhälfte mit
der aus den ausgehöhlten Längsabtheilungen L, dem gemeinschaftlichen Mittelstück N
und den Stäben G zusammengesetzten unteren Stockhälfte, der beide Hälften verbindenden
Mutter E und den Knöpfen C und D oder Ringen C1D1, wie in Fig. 1
bis 7 dargestellt.
2. Das in Fig. 9 dargestellte Stabsystem für den Obertheil eines Feldsesselstockes, bestehend
aus den seitlichen Stäben a, den radialen Stäben b, den Eckgelenken A und
dem Centralgelenk B.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31869C true DE31869C (de) |
Family
ID=307922
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31869D Expired - Lifetime DE31869C (de) | Kombinirter Feldbett-und Feldsessel- j Stock |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31869C (de) |
-
0
- DE DENDAT31869D patent/DE31869C/de not_active Expired - Lifetime
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