DE31700C - Fallenschlofs mit drehender Falle - Google Patents

Fallenschlofs mit drehender Falle

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DE31700C
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DE
Germany
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lock
bolt
trap
door
rod
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT31700D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. H. CHUBB und H. W. CHUBB in London
Publication of DE31700C publication Critical patent/DE31700C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B63/00Locks or fastenings with special structural characteristics
    • E05B63/22Locks or fastenings with special structural characteristics operated by a pulling or pushing action perpendicular to the front plate, i.e. by pulling or pushing the wing itself

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Casings For Electric Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
in LONDON.
Fallenschlors mit drehender Falle.
Patehtirt im Deutschen Reiche vom 25. September 1884 ab.
Bei gewöhnlichen Drückerschlössern für Thüren gleitet der Riegel der Länge nach hin und her und sein Ende ist abgeschrägt oder schief, so dafs er nach innen gedrückt werden kann, wenn die Thür geschlossen wird, indem das abgeschrägte Ende gegen die Kante des Beschlages stöfst. Dem Zurückschieben des Riegels wird jedoch auf diese Weise ein beträchtlicher Widerstand entgegengesetzt, was der Reibung des Riegels einerseits am Beschlag und andererseits am Gehäuse des Drückerschlosses zuzuschreiben ist.
Um dem abzuhelfen, macht man den Riegel eines Drückerschlosses derart, dafs sich derselbe nach innen dreht, wenn auf der einen oder anderen Seite jenes Endes des Riegels, das aus dem Gehäuse herausragt, ein Druck ausgeübt wird. Die Drehung findet hierbei um jenen Punkt statt, an welchem die gedrückte Seite des Riegels in das Gehäuse eintritt.
Der Riegel wird durch das Ende einer Stange nach aufsen gedrückt, welche am Rücken des Riegels gegen die Mitte desselben stöfst. Diese Stange greift demnach in der Mitte zwischen den beiden Drehungsmittelpunkten oder etwas vor denselben an und wird durch· eine Feder nach vorwärts gedrückt. Das Ende der Stange kann mit dem Riegel durch ein Scharnier verbunden sein.
Man könnte auch zwei besondere Federn benutzen, von denen die eine dazu dient, den Riegel zurückzuschieben, wenn er in der einen Richtung gedreht wird, während die andere Feder den Riegel zurückdrückt, wenn er in der anderen Richtung gedreht wird. Es ist jedoch vorzuziehen, eine einzige Stange zu verwenden, wie dies oben beschrieben wurde.
Es ist vorzuziehen, den Riegel mit Ansätzen auf dessen beiden Seiten zu versehen, welche hinter das Endblech des Schlosses stofsen, durch welches der Riegel hervorragt. Diese Ansätze dienen dann als Drehungspunkte für den Riegel, wenn er nach innen gedreht wird, wie dies vorstehend angegeben wurde.
Es könnten auch Stifte an der oberen und unteren Fläche des Riegels angebracht sein, die sich in krummen Schlitzen im Gehäuse bewegen.
Um den Riegel festzustellen, wenn die Thür geschlossen ist, verwendet man einen Hebel oder eine andere federnde Spannvorrichtung, welche, wenn sie nicht ausgelöst wird, verhindert, dafs der Riegel zurückgedreht wird oder sich in jener Richtung dreht, in der er sich drehen mufs, wenn die Thür geöffnet werden soll; dabei verhindert aber die Sperrvorrichtung nicht, dafs sich der Riegel in der entgegengesetzten Richtung dreht, so dafs die Thür jederzeit durch Zuschlagen geschlossen werden kann.
Die Sperrvorrichtung zur Feststellung des Riegels und zur Verhinderung der Drehung desselben kann in verschiedener Weise angebracht werden, und man kann verschiedene Mittel anwenden, um die Sperrvorrichtung'auszulösen; ist die Sperrvorrichtung ausgelöst, so
kann man die Thür durch einen sehr leichten Zug oder Druck öffnen.
In den beiliegenden Zeichnungen sind Drückerschlösser dargestellt, die in der vorstehend beschriebenen Weise construirt sind.
Bei dem in Fig. i, 2, 3 und 4 dargestellten Schlofs wird die Sperrvorrichtung zur Feststellung des Riegels durch Druck und Zug bethätigt. Bei dem in Fig. 5 und 6 dargestellten Schlofs wird dieselbe durch Drehung des Drückers, und bei dem in Fig. 7 dargestellten Schlofs durch Zurückziehen des Drückers bethätigt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht des Schlosses mit abgenommenem Deckel, Fig. 2 eine Draufsicht, zum Theil Schnitt. In dieser ragt der Riegel aus dem Gehäuse heraus und wird durch die federnde Spannvorrichtung festgehalten.
Fig. 3 ist eine Ansicht, bei welcher die federnde Sperrvorrichtung vom Riegel freigemacht und der Riegel nach innen gedreht ist, wie dies durch den Beschlag geschehen würde, wenn die Thür in der Richtung des Pfeiles gestofsen oder geschoben würde, um sie zu öffnen.
Fig. 4 ist eine ähnliche Ansicht, in welcher der Riegel in der entgegengesetzten Richtung nach innen gedreht wird, was dann der Fall ist, wenn er beim Schliefsen der ThUr gegen den Beschlag stöfst.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht bei abgenommener Deckelplatte und Fig. 6 der Grundrifs (zum Theil im Schnitt) eines Schlosses, bei welchem die federnde Sperrvorrichtung durch Drehung des Drückers bethätigt wird. Fig. 7 ist eine Vorderansicht eines anderen Schlosses mit abgenommener Deckelplatte, bei welchem das Zurückziehen des Drückers auf die federnde Sperrvorrichtung wirkt, und Fig. 8 der Grundrifs desselben.
Jedes der in den Zeichnungen dargestellten Schlösser ist wie gewöhnlich mit einem Sperrriegel versehen, der vermittelst eines Schlüssels bethätigt wird; aber wenn man dies wünscht, könnte man das Drückerschlofs allein, ohne ein Sperrschlofs, benutzen.
In Fig. 1,2,3 unci 4 m A das Schlofsgehäuse; B ist der Riegel, der am Rücken eine Vertiefung hat und mit Schultern B1 versehen ist, welche am Rücken des vorderen Deckelbleches des Schlosses aufliegen, durch welches der Riegel herausragt. C ist eine Stange, die durch eine darüber geschobene Spiralfeder in jene Vertiefung gedrückt wird. Die Spiralfeder drückt den Riegel nach vorwärts und so die Schultern B1 auf den Rücken des Schlofsdeckels. Das vordere Ende der Feder drückt auf einen Bund nahe am Ende der Stange C, während deren rückwärtiges Ende auf ein Auge A1 drückt, durch welches das hintere Ende der Stange hindurchgeht.
D ist eine kreisrunde .Stange, welche durch das Auge A1und durch die hintere Wand des Schlofsgehäuses hindurchgeht. Am vorderen Ende trägt die Stange einen Finger E, der seitlich aus ihr herausragt. Das Ende des Fingers reicht hinter einen der Ansätze B1 des Riegels B und bildet einen Anschlag oder eine Sperrvorrichtung, um zu verhindern , dafs diese Seite des Riegels nach innen in das Gehäuse zurückgedreht oder gedrückt werde. Am hinteren Ende hat die Stange einen kurzen Arm D1, der von derselben nach aufwärts geht und durch eine Feder G beständig gegen einen Bund F auf dem Drücker gedrückt wird. Ein Ende dieser Feder ist am Schlofsgehäuse, das andere an der Stange befestigt.
Wenn der Drücker in der Richtung des Pfeiles in Fig. 3 bewegt wird, indem man auf den einen oder anderen der Knöpfe drückt, die, wie gewöhnlich, an den Enden desselben befestigt sind, so wird die Stange D um ihre Achse gedreht und der Finger E wird hierdurch von dem Ansatz B1 am Rücken des Drückerriegels B entfernt. Setzt man den Zug oder Druck auf den Knopf fort, so dafs die Thür selbst in der Richtung des Pfeiles bewegt wird, so drückt der Riegel B gegen den Beschlag, wird hierdurch in die in Fig. 3 dargestellte Lage gebracht und bietet dem Oeffhen der Thür kein weiteres Hindernifs. Sobald die Thür geöffnet ist, wird der Riegel durch die Feder C in die in Fig. 2 dargestellte Lage zurückgedrückt.
Wenn die Thür in der entgegengesetzten Richtung bewegt wird, um sie zu schliefsen, und der Riegel wieder gegen den Beschlag stöfst, so dreht er sich in die in Fig. 4 dargestellte Lage und gestattet, die Thür zu schliefsen; sobald die Thür vollständig geschlossen ist, springt der Riegel in seine frühere Stellung zurück und hält die Thür so lange fest, bis der eine oder der andere der beiden Knöpfe in der Richtung der Pfeiles in Fig. 3 gezogen wird.
In Fig. 5 und 6 sind diejenigen Theile, welche mit den in Fig. 1,2,3 unc^ 4 ^argestellten gleich sind, mit denselben Buchstaben bezeichnet, und das Schlofs unterscheidet sich von dem in den letztgenannten Figuren dargestellten nur dadurch, dafs der Arm D1 am hinteren Ende der Stange D in den Schlitz eines Armes eintritt, der vom Drücker absteht, so dafs die Stange D um ein Stück gedreht wird, wenn der Drücker gedreht wird.
In Fig. 7 und 8 sind die Theile gleichfalls mit denselben Buchstaben bezeichnet.
Die Sperrvorrichtung wird vom Ansatz B1 entfernt, indem der Drücker zurückgezogen wird. Wenn der Drücker zurückgezogen wird,
dreht er einen Hebel H, und der letztere die Stange D mit der Sperrvorrichtung E.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Ein Fallenschlofs, dessen durch Federkraft vorgedrückte, drehbar angeordnete Falle beim Oeffnen der Thür nach Auslösung der vom Drücker beeinflufsten, gegen den Fallenkopf einseitig wirkenden Sperrvorrichtung, beim Schliefsen der Thür ohne dafs eine solche Auslösung erforderlich ist, in das Schlofsgehäuse zurückgedrückt wird, wobei der Fallenkopf sich in der einen wie in der anderen Richtung um je eine zu den Thürangeln parallele Achse dreht.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31700D Fallenschlofs mit drehender Falle Expired - Lifetime DE31700C (de)

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