DE31647C - Vorrichtungen zum leichtern Ablösen des Papiers vom Siebtuch und vom Filz - Google Patents

Vorrichtungen zum leichtern Ablösen des Papiers vom Siebtuch und vom Filz

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DE31647C
DE31647C DENDAT31647D DE31647DA DE31647C DE 31647 C DE31647 C DE 31647C DE NDAT31647 D DENDAT31647 D DE NDAT31647D DE 31647D A DE31647D A DE 31647DA DE 31647 C DE31647 C DE 31647C
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DENDAT31647D
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E. FlSTIE in Valle maior., Portugal
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F2/00Transferring continuous webs from wet ends to press sections

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  • Paper (AREA)

Description

KAISERLIGHES
PATENTSCHRIFT
., KLASSE SB: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. November 1884 ab.
Bei gewöhnlichen Papiermaschinen läuft das endlose Metalltuch über die untere Walze der Gautschpresse auf die Kopfwalze zurück, und die Papierbahn soll auf diesem Wendungspunkte das Metalltuch verlassen. Beim Anlassen der Papiermaschine wird das Papier mit der Hand vom Metalltuch auf den Filz gebracht; während des Betriebes wird das Papier durch den Zug des Filzes oder des Nafsprefstuches vom Metalltuch abgelöst.
Beide Vorrichtungen bedingen zum Uebergange der Papierbahn vom Metalltuch auf den Filz das Eintreten einer mehr oder weniger starken Spannung der kaum verdichteten Papierbahn, infolge dessen zuweilen Risse entstehen, jedenfalls aber eine Streckung der Bahn und bei Wasserzeichenpapieren eine Verzerrung in der Zeichnung der Linien stattfindet.
Vorliegende Neuerungen sollen diesen Nachtheilen begegnen.
In Fig. ι bedeutet:
A die obere Walze der Gautschpresse mit oder ohne Ueberzug,
B die untere Walze der Gautschpresse mit oder ohne Ueberzug,
C eine Zusatzwalze mit oder ohne Ueberzug, die vom Metalltuch oder mittelst Riemscheibe und Riemen direct getrieben wird,
D eine Walze, welche entweder ohne Ueberzug oder mit einem solchen bezw. mit einem Filztuch in mehreren Lagen versehen ist,
E Filzregulir- bezw. Filzspannwalze,
G ein Schaber mit seitlichem Ablauf des von der Presse F ausgepreisten Wassers,
L das Metalltuch,
M der endlose Filz, der in speciellen Fällen durch ein Metalltuch ersetzt werden kann.
: Nachdem die Papierbahn die Gautschpresse verlassen hat, wird dieselbe durch den von der Walze D ausgeübten Druck auf den Filz aufgelegt.
Der Druck der Walze D soll ein regulirbarer sein. Die Regulirung kann auf beliebige bekannte Weise geschehen. Der nun die Papierbahn tragende Filz geht entweder durch die Presse F, welche auch eine Trockenwalze sein kann, oder durch ein anderes beliebiges Walzenpaar.
Zweckmäfsig ist es, eine horizontale und auf die Richtung der Bahn senkrechte Verschiebung der Walze D anzuordnen, um die Berührungslinie mit dem Metalltuch beliebig zu verschieben. Die Walze C ist so weit vorgestellt, um Platz zu bekommen, damit man mit Walze -D auf einem beliebigen Punkte der verlängerten Siebbahn durch Pressung die Papierbahn vom Siebe auf den Filz bringt.
In besonderen Fällen soll die Walze D auch unterhalb des Metalltuches angebracht werden.
Fig. 2 stellt diese neue Stellung der Walze D dar, welche dann die Aufstellung einer Leitwalze H für den Filz bedingt.
Obgleich nun das oben beschriebene allgemeine Verfahren. in den meisten Fällen den Zweck erreichen, d. h. genügen wird, um die Papierbahn vom Metalltuch abzulösen und auf den Filz aufzulegen, so kann doch der Fall eintreten, dafs das Papier sich vom Metalltuch nicht so leicht ablösen läfst und durch eine weitere Anordnung gezwungen werden mufs, auf den Filz überzugehen.
Eine solche Anordnung ist in Fig. 3 dargestellt. Gleiche Buchstaben bezeichnen gleiche Bestandtheile, wie vorhin. Die Walze D wird der Walze näher gerückt, um einen beliebigen Druck auf diese letztere auszuüben. Es wird sich dann eine kleine Rinne R zwischen FiIz- und Metalltuch bilden, welche ich stets voll Wasser halte, sei es mittelst Spritzrohres J, sei es mittelst einer anderen beliebigen Anordnung.
Durch diesen kleinen Kunstgriff wird die Ablösung der Papierbahn vom Metalltuch und deren Ankleben am Filz absolut sicher gemacht, ohne dafs durch die kleine, vom Papier aufgezogene Wassermenge irgend welcher Nachtheil erwächst.
Eventuell kann die Walze D wegfallen und die obere Gautschwalze A deren Verrichtung übernehmen, wie es in Fig. 4 angegeben ist.
Fig. 5 endlich stellt eine weitere Anordnung dar, welche den gleichen Zweck wie die früheren erreicht und in besonderen Fällen Vortheile bieten dürfte. Die Walzen A und B sind die Walzen einer gewöhnlichen Gautschpresse; die Walze A bekommt einen Ueberzug und löst das Papier vom Metalltuch ab; das Ablösen wird durch das Spritzrohr J gesichert. Die Walze F, über welche das endlose Filztuch geht, löst wieder die Papierbahn von der Gautschwalze A unter Mithülfe des Spritzrohres J ab.
In den Anordnungen Fig. 4 und 5 giebt es also keine Verlängerung der Siebbahn; das Papier geht mit Hülfe des ersten Spritzrohres auf die obere Gautschwalze und von dort mittelst Spritzröhren auf den Filz über, der durch Walze F auf die obere Gautschwalze geprefst wird.
Aufserdem kann die Wirkung der Walze D durch folgende Ergänzung erleichtert und gesichert werden (s. Fig. 3). Zwischen der Gautschpresse und der Walze D wird der Filz mittelst Spritzrohres J2 mäfsig befeuchtet und die Feuchtigkeit durch die Prefswalzen J regelmäfsig vertheilt. Die Wirkung des Spritzrohres J2 kann mit derjenigen des Spritzrohres J verbunden werden oder aber selbstständig bleiben.
Die bisher beschriebenen Anordnungen von Wasserspritzungen steigern die Feuchtigkeit des Metalltuches in dem Punkte, wo die Papierbahn dasselbe verläfst, um auf den Filz überzugehen. Dadurch soll nicht allein der Uebergang der Papierbahn vom Metalltuch zum Filz das Auflegen desselben auf den Filz mit Sicherheit, sondern noch ganz speciell das gleichmäfsige Auflegen ohne Blasenbildung erreicht werden. Sämmtliche bisher beschriebenen Wasserspritzungen sind indessen oberhalb des Metalltuches bezw. auf der oberen Seite desselben.
In gewissen Fällen kann es vortheilhaft werden , die Wasserspritzung auf der unteren Seite des Metalltuches wirken zu lassen und auf der unteren Fläche des Metalltuches den kleinen Wasserbehälter J anzuordnen. Fig. 6 giebt eine solche weitere Anordnung an. Die Ablösung des Papieres vom Metalltuch und der Uebergang desselben auf einen Filz geschieht mittelst Wassers, welches in der Nähe der Uebergangsstelle des Papieres vom Metalltuch auf den Filz zugeführt wird.

Claims (2)

Pate nt-Ansp rüche:
1. Zum leichteren Ablösen des Papieres vom .Siebtuch:
a) die verlängerte Siebbahn, also die Anbringung der Walzen C D, welche das Papier nach dem Verlassen der Gautschwalzen A B, Fig. 1 und 2, noch eine Strecke weiter führen und wobei die Walze D auf einem beliebigen Punkt der verlängerten Siebbahn die Papierbahn vom Siebe auf den Filz bringt;
b) die Anbringung eines Spritzrohres J, Fig. 4 und 6, oder gleichwertigen Organes für Wasserzuführung, sei es auf der Filzseite des Metalltuches, sei es auf der entgegengesetzten Seite.
2. Zum leichteren Ablösen des Papieres vom Filz die Anbringung eines Spritzrohres J2, Fig. 3, und J1, Fig. 5.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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