DE316145C - - Google Patents

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DE316145C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F17/00Card-filing arrangements, e.g. card indexes or catalogues or filing cabinets
    • B42F17/02Card-filing arrangements, e.g. card indexes or catalogues or filing cabinets in which the cards are stored substantially at right angles to the bottom of their containers

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  • Orthopedics, Nursing, And Contraception (AREA)

Description

Die bisher im Gebrauch befindlichen Arertikalbriefordner, die in bekannter Weise auf einer Grundplatte verschiebbare, um ihre Unterkanten drehbare und durch Einstellvorrichtungen festlegbare Klemmplatten besitzen, zeigen ■ ganz allgemein den großen Übelstand, daß die Einstellvorrichtungen — wenn sie sicher arbeiten sollen — in ihrer mechanischen Gliederung.zu kompliziert sind,
ίο derart, daß ein schnelles Arbeiten bei ständiger Benutzung mit diesen Einrichtungen erschwert wird. Im Kleinbetriebe spielen diese mechanischen . Hemmungen keine wesentliche Rolle; im Großbetriebe jedoch, wo es darauf ankommt, haushälterisch mit Zeit und Arbeitskraft zahlreicher Registraturbeamten zu wirtschaften, bildet die Ökonomie der Kräfte einen wesentlichen Punkt, der bei der Konstruktion von Registraturapparaten unbedingt in Rechnung gestellt werden muß. Gerade bei einer exakten Nachprüfung von diesem Standpunkte aus haben sich aber alle bisher bestehenden Einrichtungen für große Registraturen als zu kompliziert, d. h. insofern wirtschaftlich unzweckmäßig erwiesen, als jede dieser Vorrichtungen eben schon durch die ihr eigentümliche,, mehrgliedrige mechanische Zusammensetzung oder aber infolge . ihrer Zeit beanspruchenden Wirkungsweise beständig und stets sich wiederholend . Zeit verschwendet, denn gerade bei großen Registraturbetrieben erhöht sich die Arbeitsleistung und der Zeitverlust schon durch das Vorhandensein dieser mechanischen Zwischenglieder. um ein Vielfaches, da ja diese Arbeit von jedem der zahlreichen Beamten zu leisten Und immer \vieder zu leisten ist. Es war nun bisher nicht möglich, die immerhin komplizierten Apparate auszuschalten, sollte nicht die Sicherheit des Registraturbetriebes.leiden. .. . .
Zweck der Erfindung ist nun,, eine Einrichtung auf diesem Gebiete und für den Großbetrieb zu schaffen, die zielbewußt.diese, die Ökonomie der Kräfte ungünstig beeinflussen-" den, mechanischen Hemmnisse .vermeidet, also durch möglichste Vereinfachung der Einstellvorrichtungen, d. h. der mechanischen Verschluß- und Haltevorrichtungen die Bereitstellung des geöffneten Ordners in der Arbeitslage, d. h. in Buchform, und zwar in jedem zweckdienlichen Winkel ermöglicht, derart, daß der geöffnete Ordner in geöffnetem Zustande sowohl zum Blättern und Ein-■ ordnen der Briefe usw. bereit liegt als auch in der Offenlage im Gefach verwahrt werden kann, daß er aber trotzdem, d. h. trotz der. Einfachheit der Einstellvorrichtungen,. in der Verschlußlage ein · sicheres Ergreifen der . ■ Klemmplatten sowie ein zuverlässiges Festhalten des Ordnerinhalts herbeiführt.
Die Aufgabe geht also dahin, lose Blätter in Registraturapparaten aufzunehmen, sie buchartig geordnet in geöffnetem Zustande vor dem Registraturbeamten zu halten, die buchartige Registratureinrichtung dann derartig schließen zu können, daß ein Herausfallen des Loseblätterinhalts unmöglich ist. Die Lösung dieser vorbezeichneten Aufgabe durch komplizierte Mittel ist an sich häufig.
Es gibt zahlreiche Einrichtungen, die eine' Lösung dieser Aufgabe bedeuten, die jedoch keine Rücksicht darauf nehmen, wieviel Zeit ; nötig ist, um eine bestimmte Anzahl zu registrierender Blätter im Großbetriebe einer Registratur richtig und sicher unterzubrin-' gen. Mit der Uhr in der Hand läßt sich aber im Großbetriebe eine genaue Nachprüfung leicht herbeiführen.
ίο Um nun eine praktische Lösung der ge- j nannten Aufgabe von diesem Standpunkte aus zu erhalten, ist gemäß der Erfindung in der Art und Weise vorgegangen worden, daß [
>. man die Einstellvorrichtungen, d. h. die'Ver- :
· Schluß- und Haltevorrichtungen, die nur. je | eine Stellung in der Offenlage und je eine ; in der Verschlußlage einzunehmen haben, ; ausschließlich aus nur zwei Gliedern bildet, j wobei wieder diese beiden Glieder derart miteinander arbeiten, daß sie durch nur je einen Druck in die Offenlage und nur durch einen zweiten Druck in die Verschlußlage gebracht werden können. Ferner ist hierbei I berücksichtigt worden, daß diese Glieder eine j Bewegungsbahn erhalten, die eine genaue Einstellung in die Offenlage und in die Verschlußlage ohne jeden Zeitverlust gleichzeitig während der Ausübung des jeweiligen Druckes zum Öffnen und Schließen durch einfaches Gleiten ermöglicht.
Die neue Erfindung kennzeichnet sich da- j her dadurch, daß die Einstellvorrichtungen I einerseits nur aus .je zwei ineinandergreifen- ' .den, lösbaren Gliedern bestehen, von denen I das eine . eine schlitzförmige Bohrung und einen Ansatz oder Nase besitzt, um in der Verschlußlage mit dieser Nase o. dgl. in ein Widerlager oder an einen Zapfen im oder am anderen Gliede ein- oder anzugreifen, aber infolge dieser Schlitzführung befähigt ist, angehoben zu werden, um die Nase o. dgl. außer j Eingriff mit dem Widerlager zu bringen, so | daß alsdann das Glied sich drehen und in die Offenlage fallen kann, während andererseits jeder Fuß dieser Einstellvorrichtungen sich einer schwalbensehwanzförmigen o. dgl. gestalteten Nut der Grundplatte des Ordners anpassend, durch einfaches Gleiten in dieser Nut, sowohl ein schnelles Verschieben jeder Einstellvorrichtung als auch ein genaues Anpassen des bügelartigen Oberteils in der Verschlußlage zuläßt, derart, daß die gebogene Formgebung der Einstellvorrichtungen das
feste Anpressen der Gesamteinrichtung in der Verschlußlage sichert.
Die Erfindung ist in den beiliegenden Zeich- j nungen in zwei Ausführungsformen veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι den teilweise geöffneten Vertikalbriefordher in perspektivischer Darstellung in der Mittelstellung,
Fig.-2 denselben Ordner mit geschlossener Einstellvorrichtung in der Mittelstellung,
Fig. 3 den völlig geöffneten Ordner in seiner Endstellung,
Fig. 4 den völlig geschlossenen Ordner in seiner Endstellung, während
Fig. 5 eine Seitenansicht in vergrößertem Maßstabe einer der beiden Einstellvorrichtungen in der Offenlage und
Fig. 6 eine Seitenansicht, ebenfalls ■ in vergrößertem Maßstabe, derselben Einstellvorrichtung in der Verschlußlage zeigt.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch die schwalbenschwanzartige Bewegungsbahn der darin gleitenden Einstellvorrichtungen und die Formgebung des dieser Bewegungsbahn angepaßten Gleitfußes jeder Einstellvorrichtung. ■ .· . ■
Fig. 8 stellt eine andere Ausführung der- ' selben Halte- und Verschlußvorrichtung dar in etwas geänderter Formgebung. <
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht der Vertikalbriefordner aus einer Grundplatte a, die mit einer niedrigen Vorderwand b und einer ebensolchen Hinterwand c versehen ist, wobei die Grundplatte α einen mittleren, zweckmäßigerweise schwalbenschwanzförmigen Ausschnitt d aufweist, in dem sich eine Leitschiene e für die Registerkarten und andere im Ordner angeordnete Zwischenlagen befindet, während die Deckelwände / des Ordners in bekannter Weise den seitlichen Abschluß für diese Registerkarten und die üblichen Zwischenlagen gewahren. ,
In der schwalbenschwanzförmigen Nut d ■ der Grundplatte α laufen verschiebbare, in ihrer Formgebung der Nut angepaßte Gleitstücke g, die den bzw. die Füße für die Halte- und Verschlußvorrichtungen h, h1, /t2 bilden.
Jede der beiden Halte- und Verschlußvorrichtungen g, h, h1 und. A2 (Fig. 5 und 6) besteht im wesentlichen aus zwei Gliedern, und zwar aus dem Fußteil g und dem kurzen, daran festsitzenden Unterteil h sowie aus dem Oberteil h1 -mit . dem daran festsitzenden Druck- und Auflagerteil h2. Diese beiden Glieder g, h einerseits und h1 und h? anderseits arbeiten nun in höchst einfacher Weise miteinander, d. h. sie sind miteinander derart verbunden,· daß. sie in der einen Lage die Verschlußstellung und in der anderen Lage die Offenlage der Registratureinrichtung ergeben. Zu diesem Zwecke besitzt der Unterteil g, h zwei Zapfen i, k, dessen höher an- ■ geordneter Zapfen i als Drehzapfen, dessen tiefer angeordneter k als Widerlager .dient. Der Oberteil h1, h2 der Verschluß- und Haltevorrichtungen besitzt einerseits eine schlitz-
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artige Bohrung m, durch die der Zapfen i ' hindurchragt, so daß sowohl eine Drehung als eine der Schlittform entsprechende Verschiebung des. Oberteils ermöglicht .wird; ferner besitzt dieser Teil eine Nase η, vermittels der er sich gegen den Zapfen k zu legen vermag, um die Verschlußlage der Gesamteinrichtung herbeizuführen; Die eine Führung ergebende,, schlitzartige Bohrung m
ίο gestattet durch einfaches Anheben des Oberteils H1J-H2 ein Auslösen der Nase η vom Zapfen k derart, daß dann der Oberteil H1, A2 in leicht angehobener Lage mit seiner . Nase η das Widerlager k verläßt, worauf ein selbsttätiges Umlegen der Halte- und Verschlußvorrichtung in ihre Offenlage erfolgt. Trotz des leichten Gleitens der Füße g in der Nut d erfolgt infolge der gebogenen Form der Vorrichtungen g, h, h1, /t2 ein sicheres Ergreifen und Pressen des Loseblätterinhalts des Ordners.
AYie in Fig. 7 dargestellt, ist die Formgebung des Fußes jeder Einstellvorrichtung der schwalbenschwanzförmigen. Nut d der Grundplatte α angepaßt', so daß ein gleichzeitiges Verschieben in die Gebrauchslage während des Öffnens und Schließens.der Gesamteinrichtung erfolgen, kann.
Fig. 8 zeigt eine abgeänderte Form des Widerlagers k für die Nase η sowie eine Abänderung des Fußes g, .derart, daß hier eine Führung in einer Rille der Grundplatte er-. folgen kann.
. Fs wird durch die Erfindung erreicht, Großregistraturen ohne durch die Mechanik der Einrichtungen hervorgerufenem, unnötigem Zeitverlust mit Sicherheit in Ordnung halten zu können, und ferner ergibt sich gleichzeitig eine äußerst billige Herstellung
4-0 dieser einfachen Mittel, wobei noch betont werden muß, .daß die gewählte Formgebung trotz ihrer Einfachheit eine äußerst haltbare ist und daher selbst ein robustes, im Großbetriebe oft unvermeidliches Gegeneinanderstoßen der Registraturapparate den mechanisehen Einrichtungen nicht schadet, weil eben die einfache Formgebung im Verein mit der einfachen Konstruktion hier äußerst haltbare und leicht funktionierende Einstellvorrichtungen entstehen läßt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ;■
    I Vertikalbriefordner' mit auf. einer-
    : Grundplatte verschiebbaren, um ihre Unterkanten drehbaren Klemmplatten, die durch Einstellvorrichtungen festgehalten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die ! Einstellvorrichtungen einerseits nur aus j je zwei ineinandergreifenden, lösbaren
    ■Gliedern (g, A und K, A2) bestehen, von \ .■ denen das eine (A1) eine schlitzförmige ! Bohrung (w) und einen Ansatz oder Nase (η) besitzt', um in der Verschlußlage mit dieser Nase o. dgl. in ein Wider-I lager oder an einen Zapfen (k) im oder
    am anderen Gliede (g, A) ein- oder anzui greifen, aber infolge dieser Schlitzführung (μ;) befähigt ist, angehoben zu wer-
    ■ den, um. die Nase ο. dgl. (η) außer Ein-
    1 griff mit dem Widerlager (k) zu bringen,
    : so daß alsdann das Glied (A1, A2) sich
    >- drehen und in die Offenlage fallen kann, während andererseits jeder Fuß (g) dieser Einstellvorrichtungen sich einer
    ; . schwalbenschwanzförmig o. dgl. gestal-
    ! teten Nut (d) der Grundplatte (α) des
    I Ordners anpassend, durch einfaches
    j Gleiten in dieser Nut sowohl ein schnelles
    ! Verschieben jeder Einstellvorrichtung als
    ι auch ein genaues Anpassen des bügel-
    I artigen Oberteils (A2) in der Verschluß-
    • lage zuläßt, derart, daß die gebogene
    ! Formgebung der Einstellvorrichtungen
    I (A und A1) das feste Anpressen der Ge-
    i samteinrichtung in der Verschlußlage
    ■ sichert. . .
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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