DE315110C - - Google Patents

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DE315110C
DE315110C DENDAT315110D DE315110DA DE315110C DE 315110 C DE315110 C DE 315110C DE NDAT315110 D DENDAT315110 D DE NDAT315110D DE 315110D A DE315110D A DE 315110DA DE 315110 C DE315110 C DE 315110C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64DEQUIPMENT FOR FITTING IN OR TO AIRCRAFT; FLIGHT SUITS; PARACHUTES; ARRANGEMENT OR MOUNTING OF POWER PLANTS OR PROPULSION TRANSMISSIONS IN AIRCRAFT
    • B64D1/00Dropping, ejecting, releasing or receiving articles, liquids, or the like, in flight
    • B64D1/02Dropping, ejecting, or releasing articles
    • B64D1/04Dropping, ejecting, or releasing articles the articles being explosive, e.g. bombs

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, viele Romben eines Flugzeuges durch elektromagnetische Auslösung ihrer " Aufhängung einzeln nacheinander oder in Gruppen von beliebiger Anzahl, und zwar in jeder beliebigen Reihenfolge abwerfen zu können. Dabei ist vollständige Sicherheit für das Abfallen der Bomben sowie "Übersichtlichkeit und bequeme Handhabung' der einzelnen Schaltgriffe zu fordern.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ■diese Aufgabe in der Hauptsache dadurch gelöst, daß die die Aufhängungen der einzelnen Bomben beeinflussenden Elektromagnete mit der Stromquelle sowohl durch einen Verteiler, der ihnen nacheinander den Strom zuführt, als auch durch Nebenschlußzweige verbunden werden können, die in beliebiger Zahl und Reihenfolge durch das Schließen von Schaltern wirksam werden. Dabei bewirkt der Verteiler den Einzelabwurf der Bomben, während durch Einschalten der Nebenschlußzweige das gleichzeitige Abwerfen ganzer Gruppen von Bomben ermöglicht wird. Durch ein Stöpselsystem wird, es erreicht, daß der Verteiler die einzelnen Bomben auch unabhängig von der numerierten Reihenfolge ihrer Aufhängung nacheinander abwirft.
Die gleichzeitige Betätigung einer Gruppe von Nebenschlußzweigen kann entweder durch einen besonderen Gruppenschalter erfolgen, der den gemeinsamen Leiter, an welchen alle von den Elektromagneten ausgehenden Nebenschlußzweige geführt sind, unmittelbar mit der Stromquelle verbindet. 'Es kann aber auch dieser Gruppenschalter durch den Verteiler ersetzt werden, indem der gemeinsame Leiter, an welchen die parallelen Nebenschlußzweige angeschlossen sind, durch den zum jeweils eingeschalteten Verteilerkontakt gehörigen Nebenschluß zweig gespeist wird.
Zweckmäßig wird vom Stromkreis jedes Elektromagneten ein Lampenstromkreis abgenommen* der durch einen an der Aufhängevorrichtung der Bomben angebrachten Kontakt derart gesteuert wird, daß er bei eingehängter Bombe geschlossen ist und durch das Abfallen der Bombe geöffnet wird. Das Brennen der Anzeigelampe läßt daher erkennen, daß die Bombe eingehängt ist, und das Erlöschen zeigt den vollendeten Abwurf an. .
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin eine Einrichtung, durch welche ein Mangel hinsichtlich der Wirkung des Verteilers behoben wird.
Bei der bisher gekennzeichneten Schaltung müssen in der Ruhelage des Verteilers alle Kontaktverbindungen desselben geöffnet sein, denn andernfalls wäre der Strom auch dann, wenn Bomben nicht abgeworfen werden sollen, immer auf einen der Elektromagnete geschaltet, und eine als Stromquelle dienende Batterie würde sich schnell erschöpfen. Nur während der Schaltbewegung wird also hierbei der Kontakt des zu erregenden Elektromagneten geschlossen, und nach .Vollendung der Schaltbewegung muß er wieder geöffnet sein. Nun kann aber der Impuls,'den der bewegliche Teil des Verteilers erhält, nicht
unter allen Umständen so abgedämpft sein, daß der Verteilerkontakt eine genügend lange Berührung herstellt, um die erforderliche Zeitdauer für die Erregung des Elektromagneten und für die Beschleunigung des vom Hebeldruck belasteten Elektromagnetähkers zu geben. Ist der bewegliche Teil des Verteilers ein Schaltarm, der von Hand über die" feststehenden Kontakte geführt wird, so kann
ίο das Beharrungsvermögen der menschlichen Hand leicht die zu schnelle Überschreitung des Kontaktes herbeiführen. Ist aber der bewegliche Teil des Verteilers eine Kontaktwalze oder eine Kontaktscheibe, die mittels eines Schalthebels und eines Schaltrades absatzweise gedreht wird, so kann infolge des Beharrungsvermögens · der bewegten Masse' die Überschreitung des· Kontaktes mit zu großer Geschwindigkeit erfolgen. Es kann daher bei der geschilderten Anordnung vorkommen, daß trotz richtiger Betätigung des Verteilerhebels oder des Schalthebels die Bombe nicht abfällt.
Diese Schwierigkeit wird dadurch beseitigt, daß gleichzeitig mit der absatzweisen Drehung des beweglichen Verteilerorganes (Kontaktwalze oder -scheibe) in die jeweilige Kontaktstellung ein Schleppkontakt, z. B. ein Messerkontakt, betätigt wird, welcher in Serie mit den Verteilerkontakten liegt. Hierdurch wird die Dauer des Stromschlusses hinreichend verlängert, denn die Bewegung des Verteilerarmes oder des die Schaltklinke tragenden Hebels wird durch den Schleppkontakt verzögert. Diese A^erzögerung genügt schon für den bisher betrachteten Fall, daß der Verteilerkontakt in der Ruhelage offen und nur während der Dauer der Schaltung geschlossen ist. Die Vorschaltung des Schleppkontaktes erlaubt es aber auch, daß die Verteilerkontakte jedesmal in der Ruhelage in der geschlossenen Stellung stehen, denn der Strom ist nur solange eingeschaltet, als der Schleppkontakt eingeschaltet ist, so daß das Stehenbleiben des Verteilers bei geschlossenem Kontakt unschädlich ist. In diesem Fall wird also die ganze Schließungsdauer des Schleppkontaktes zur Speisung des .Elektromagneten ausgenutzt und man hat doppelte Sicherheit für genügende Kontaktdauer. Einen besonderen Vorteil hat die Vorschaltung dieses Schleppkontaktes vor die Einzelstromzweige bei Luftschiffen. Um vollständige Sicherheit vor einer Entzündung des das Luftschiff tragenden Gases zu gewährleisten, müssen alle Kontakte, an denen "eine Funkenbildung auftreten kann, unter funkensicherem Ölverschluß gehalten sein. Diese Forderung bedingt natürlich eine erhebliche Komplikation der Bauart. Wird jedoch der den A^erteilerkontakten vorge- " schaltete Schleppkontakt so angeordnet, daß die Schaltung' von einem Verteilerkontakt auf den nächsten schon vollendet ist, bis der Schleppkontakt den Strom schließt, so geht der Kontaktwechsel am Verteiler stromlos vor sich. Die einzige Möglichkeit der Funkenbildung besteht nur am Schleppkontakt bei dessen Schließung und Öffnung". . Deshalb genügt es, nur den Schleppkontakt unter Öl-Verschluß zu setzen, so daß durch die λ^ΟΓ-schaltung dieses Kontaktes die Bauart der Schaltvorrichtung wesentlich vereinfacht und verbilligt'wird.
Die Zeichnung zeigt mehrere Ausführungsformen der Erfindung, und zwar sind in den
.. Fig. ι bis 3 verschiedene Schaltschemata dargestellt, während in den Fig. 4, 5 und 6 eine Schaltvorrichtung mit Kontaktwalze und in der Fig. 7 eine Hemmung für die Kontaktwalze gezeichnet ist. In allen Fällen ist die Bombenzahl beispielsweise auf 12 angenommen. Natürlich ist dieselbe bei den meisten
Luftschiffen und Kampfflugzeugen eine weit, größere. ■
In der Fig. 1 wird die Batterie α durch einen Schalter b mit dem Netz verbunden. Bei dem Punkte c teilt sich die Leitung. Der eine Zweig geht in den Arm d des Verteilers, welcher über die Kontakte C1, e2, e.. usw. bewegt go werden kann. Mit diesen Verteilerkontakten sind die Elektromagnetspulen fu f„, f......
verbunden, welche andererseits an Masse als allgemeinen Rückleiter gelegt sind. Im Punkte c ist eine Leitung I angeschlossen, in die ein Schalter g eingebaut ist.' Von dieser Leitung / führen die parallelen Nebenschlußzweige Zi1, Zi2, //;. . . . . zu den zwischen den Verteilerkontakten und den Elektromagnetspulen liegenden Leitungen, .und jeder der Nebenschlußzweige Iiv Ji2, Jin . . . . enthält einen Schalter S1, S2, S3 ..... Gegenüber dem Eisenkern der Elektromagnetspule Z1 ist der Anker i angeordnet, auf welchem der Hebel k abgestützt ist, der seinerseits den von der Bornbe fit belasteten Hebel η abstützt. Zwischen die Verteilerkontakte und die Elektromagnetspulen sind Stöpselschalter O1, O2, 0., ... eingefügt. Die Stöpsel sind mit Leitungskabeln P1,
p.„ p3 in der Nähe der Verteilerkontakte
angeschlossen.
Will man mit dieser Vorrichtung die Bomben nacheinander abwerfen, so schließt man den Hauptschalter /; und führt dann den Verteilerarm d nacheinander über die einzelnen \ferteilerkontakte elt e„, e3, so daß bei eingesteckten Stöpseln 0 der Strom von der Batterie über den Punkt c und die Verteilerkon-. takte in die einzelnen Elektromagnetwicklung'eh und von da über die Masse zurück zur Batterie gelangt. Die Elektromagnet ziehen daher nacheinander die Anker 1 an, so daß der
Hebel k seiften Stützpunkt verliert; infolgedessen bringt das Gewicht der Bombe das Hebelsystem η k zum Umkippen, und die Bombe fällt ab. Will man die Bomben nicht nach der numerierten Reihenfolge ihrer Aufhängung, sondern außerhalb dieser Reihenfolge nacheinander abwerfen, so erreicht man dies durch Umstecken der Stöpsel. Sollen beispielsweise die Bomben Nr. 3, Nr. 6 und 1Nr. 11 fallen, während die Anzeigevorrichtung für die Verteilerstellung angibt, daß der Verteilerarm gerade auf. Nr. 7 steht, so entfernt man alle Stöpsel und steckt- den zum Verteilerkontakt Nr. 8 gehörigen Stöpsel in den Stöpselkontakt Nr. 3, den zum Verteilerkontakt 9 gehörigen auf Nr. 6 und den zum Verteilerkontakt Nr. 10 gehörigen auf Nr. 11 und schaltet sodann den Verteiler weiter. Infolgedessen fällt
. 20 beim Verteilerkontakt Nr. 8 die Bombe Nr. 3, beim Verteilerkontakt Nr. 9 die Bombe Nr. 6, beim Verteilerkontakt Nr. 10 die Bombe Nr. 11. Sind nun die Bomben 1 bis 4 schwere Bomben, die Bomben S bis 8 leichte Bomben und die Bomben 9 bis 12 Gasbomben, so hat man den Zweck erreicht, von jeder Bombensorte eine abgeworfen zu haben, obwohl der Verteilerarm nur die benachbarten Kontakte Nr. 8, 9, 10 schließen konnte.
. Will man mehrere Bomben gleichzeitig abwerfen, so wird dies mit den Nebenschlußzweigen h erreicht. Man schließt zuerst diejenigen Schalter der Nebenschlußzweige, welche zu den abzuwerfenden Bomben gehören und schließt sodann den Gruppenschalter g. Soll beispielsweise die Bombengruppe 2, 5, 8, 10 abgeworfen weiden, so werden nach . Schließung, des Gruppenschalters g die Elektromagnete f.,, f,„ /:, und fterregt, und die zu-,
40. gehörigen Bomben fallen ab.
Die Ausführ.ungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 nur dadurch, daß die sämtlichen unter sich parallelen Nebenschlußzweige in zwei parallele Gruppen geteilt sind. Die Nebenschlußzweige 1I1-Ii1. werden durch ihre Schalter S1-S6 an den Leiter I1, die Gruppen /1.J-Zi12 werden durch ihre Schalter S1-S12 an den Leiter I2 angeschlossen. Jeder der Zweige I1 und I2 wird durch einen besonderen Gruppenschalter g^ ■ und g2 beherrscht. Dabei sind je zwei Schalter der beiden Gruppen einander so gegenübergelegt, daß sie durch ein gemeinsames Schaltorgan betätigt werden können.
Bei der Ausbildung als Messerkontakt (Fig. 2) dient also ein gemeinsames Messer zur Verbindung beider gegenüberstehenden Messerschneiden, indem es aus einer mittleren Nullage entweder nach oben oder nach unten geführt wird. Zweckmäßig wird die eine Bombengruppe auf der rechten, die andere auf der linken Seite des Flugzeuges aufgehängt, und wenn man -nach Einstellung der entsprechenden Messerkontakte eine beliebige
: Anzahl der Nebenschlußkreise geschlossen hat, so genügt die Betätigung des zugehörigen
: Gruppenschalters, um die Gruppe abzuwerfen. Natürlich könnten die Nebenschlußzweige auf diese Weise auch noch in mehr parallele Gruppen eingeteilt sein.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 dadurch, daß der gemeinsame Leiter, von dem die parallelen Nebenschlußleitungen abzweigen, nicht unmittelbar an die Batterie ange-
;. schlossen ist, sondern nur durch die Nebenschlußzweige selbst mit den Leitungen zwischen den Verteilerkontakten und den Elektromagneten verbunden ist. Der Strom wird daher der Gesamtheit der Nebenschlußzweige durch denjenigen- Nebenschlußzweig zugeführt, welcher an dem gerade geschlosseneu Verteilerkontakt liegt. Steht z. B., wenn
! man eine Gruppe von Bomben gleichzeitig
abwerfen will, der Verteiler in der Ruhe-
j stellung zwischen den Kontakten e7 und es, so schließt man den Nebenschlußschalter ss; dann schließt man die Nebenschlußschalter' der abzuwerfenden Bombengruppe, z. B. S1-S4 und schaltet in normaler Weise den Verteiler weiter. Sobald derselbe den Kontakt es schließt, fließt der Strom von der Batterie über den Verteilerkontakt es durch den Nebenschlußzweig hg in den Leiter I und teilt sich von da durch die vier parallelen Zweige It1-Ii41 den zugehörigen Elektromagneten S1-S4 mit, so daß die Bombengruppe 1 bis 4 abfällt. Gleichzeitig fällt aber natürlich auch die Bombe Nr. 8 ab, weil ja der Verteiler den direkten Stromzweig des Elektromagneten fs geschlossen hat. Ist es unerwünscht, daß die zum Verteilerkontakt gehörige Bombe
j gleichzeitig mit der. Gruppe abfällt, so muß man die in den Fig. 1 und 2 angegebene Gruppenschaltung anwenden, bei welcher der \^erteiler vollständig umgangen wird. Die Ausführungsform nach Fig. 3 hat jedoch wieder den Vorzug, daß man den besonderen Gruppenschalter g erspart, indem man ihn
j durch den Verteiler ersetzt, und daß bei Vorschaltung eines Hauptkontaktes (Schleppkontakt) auch die Nebenschlußschalter fun-
; .kenfrei arbeiten.
In die Fig. 3 ist auch noch das Anzeigelampensystem eingezeichnet. Von der Hauptleitung ist die Leitung r abgezweigt und von dieser gehen die Leiter rlt r2, rs . . . aus, \\relche über einen Federkontakt tlt t„, t„ . . . an einen gemeinsamen Leiter u geführt sind.
Durch einen Druckknopfschalter ν . kann der Lampenkreis vorübergehend mit der Stromquelle verbunden werden. In jedem
der untereinander parallelen Lichtleitungen -r,, r.,, r:l . . . liegt eine kleine Glühlampe wu zv.2, w., . . . Anschläge 5,, s.2, Sx . . . der Zwischenhebel k drücken im Zu-. stand der eingehängten Bombe die Federn der Federkontakte tlt t2, t3 . . . gegen feststehende Kontaktklötze, so daß die betreffenden Lampenstromzweige geschlossen sind. Die Lampen w leuchten also bei eingehängter
ίο Bombe, wenn der Lichtschalter ν geschlossen ist. Sobald das Hebelsystem der Aufhängung ausgelöst wird und die Hebel k umkippen, öffnen ihre Anschläge ζ die Lampenkontakte t, und das Erlöschen der Lampe zeigt den vollendeten Abwurf an. Dabei können die Bomben einzeln oder serienweise durch verschiedenfarbige Lichter gekennzeichnet werden, indem die Anzeigelampen mit buntem Glas versehen sind. Diese Kennzeichnung ist besonders wichtig, wenn man verschiedene Sorten von Bomben eingehängt hat.
Während sich die Batterie und der Verteiler sowie die Schalthebel in und an einem Schaltkasten des Führerstandes befinden, liegen die Abwurfmagnete der Bomben entfernt vom Schaltkasten am Luftfahrzeuggestell, und die Leitungen zu den Elektromagneten und zu den Lampen laufen parallel zueinander am Luftfahrzeug entlang. Kommt nun das Fahrzeug in feindliches Feuer, so besteht die Gefahr, daß die eine oder andere Leitung zerschossen wird. Dies hat den doppelten Nachteil, daß die Bombenabwerfvorrichtung versagt und daß Kurzschlußfunken entstehen können, wodurch Gasluftfahrzeuge explodieren können. Um diesen Mangeln abzuhelfen, ist jede Elektromagnetleitung und jede Lichtleitung sowohl am Schalterkasten als auch in der Nähe der Elektromagnete mit einem Stöpselschalter versehen. Ist daher eine Magnetleitung zerschossen, so benutzt man eine 'benachbarte unversehrte Lichtleitung, um auf alle Fälle der Bombenabwerfvorrichtung Strom zuführen zu können. Man verzichtet dabei in diesem Notfalle auf den Betrieb der zu dieser Lichtleitung gehörigen Anzeigelampe. Ist also beispielsweise die Elektromagnetleitung 8 zerschossen, während die Lichtleitung 8 unversehrt ist, so nimmt man die Stöpsel 36, 37, 38, 39 aus diesen Leitungen heraus und steckt den Stöpsel 36 in den Kontakt 37 und den Stöpsel 38 in den Kontakt 39, so daß der Strom vom Verteilerkontakt eR über den Stöpselkontakt 37 durch die Lichtleitung rs und über den Stöpselkontakt 39 in den Elektromagneten /s gelangt.
Um den Kurzschluß an den Elektromagnetspulen festzustellen und dadurch die Gefahr einer Gasexplosion zu verhüten, ist ein Ohmmeter 40 im Stromkreis der Nebenschlußzweig'e angeordnet, welches durch die Nebenschlußschalter mit jeder einzelnen Elektromagnetspule verbunden werden kann. Ein Potentialwiderstand 41/42 vermindert die Spannung auf das für das Instrument nötige geringe Maß. Mittels eines Doppeldruckknopfes 43 wird das Ohmmeter eingeschaltet. Der Normalwiderstand der Elektromagnetspulen ist auf der Eichung angegeben. Wird derselbe nicht erreicht, so ist ein Kurzschluß vorhanden. Parallel zum Ohmmeter liegt noch ein A^ergleichswiderstand 44, der durch einen Schalter 45 eingerückt werden kann. Er ermöglicht es, gleichzeitig die Spannung zu messen. Sollte nämlich die Stromquelle auf wesentlich niedrigere als Normalspannung gesunken sein, so gibt das Ohmmeter den Widerstand der Spule höher an, als er in Wirklichkeit ist. Schaltet man nun den 'Vergleichswiderstand, welcher genau denselben Widerstand hat wie die Elektromagnetspulen, ein und findet, daß der Ausschlag auch beim Vergleichswiderstand derselbe ist wie bei der Elektromagnetspule, so ist daraus zu erkennen, daß die Elektromagnetspule in Ordnung ist und daß die abweichende Angabe des Meßinstrumentes von der veränderlichen Spannung herrührt.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen eine Ausführungsform des Verteilers, bei welcher die absatzweise Drehung der beweglichen Verteilerhälfte durch einen Schalthebel erfolgt. Durch einmaliges Niederdrücken des Schalthebels wird jedesmal die Verteilerscheibe um einen Kontaktschluß weitergedreht. Eine solche Einrichtung sichert weit besser als ein gewöhnlicher drehbarer Verteilerarm vor dem Übelstand, daß mehrere Kontakte . schnell nacheinander überfahren werden, insbesondere loo kann eine solche Schaltvorrichtung, bei welcher der Schalthebel jedesmal für jede Schalj tung nach Art der Klaviertaste angeschlagen j wird, auch noch richtig gehandhabt werden, j wenn die Hand des die Vorrichtung bedienenden Mannes durch Kälte oder Verwundung gefühllos ist.
Die Kontaktwalze io aus Isolationsmaterial ■ ist mit ihren Zapfen 11 und 12 drehbar gelagert. Sie trägt die Kontaktstifte dlt d.,, d„, ι c/4 . . .,. welche sämtlich mit dem Zapfen 11 leitend verbunden sind, was beispielsweise durch den Draht 13 und den Metallbelag 14 der Walze erreicht werden kann. Der Zapfen τ2 ist durch die Isolationsscheibe 15 von den Kontaktstiften und deren Verbindung elektrisch isoliert. In der Kreisbahn jedes Kontaktstiftes ist eine feststehende Kontaktzunge C1, e„, es, e± . . . angeordnet. Diese Kontaktzungen sind voneinander isoliert, indem sie auf einem Klotz 16 aus Isolationsmaterial angebracht sind. An der Walze ist das
Schaltrad 17 befestigt, welches λόιι der Schalt- j klinke 18 angetrieben wird. Der lose um den Zapfen 12 drehbare Schalthebel 19, welcher die Schaltklinken trägt, ist mit einer Pfanne 20 versehen, in die sich der Schaft 21 des Schaltgriffes 22 einlegt. Eine Feder 23 zieht den Schalthebel 19 und den Griff 22 in die Ruhelage. Weiterhin ist am Schalthebel 19 : vollständig isoliert eine Kontaktbrücke 24 befestigt, welche den beiden voneinander isolierten Federn 25 und 26 eines Messerkontakt ] tes gegenübersteht. Die Kontaktbrücke 24 kommt beim Niederdrücken des Schaltgriffcs erst dann mit den Federn 25 und 26 in Eingriff, wenn die Schaltbewegung der Walze, schon so weit vorgeschritten ist, daß der neue \7erteilerkontakt geschlossen ist. Ein Funken !' kann also nur am Messerkontakt entstehen i und dieser ist zur Vermeidung des Funkens bei Luftschiffen unter Ölverschluß gelegt. Die Bomben werden in die Haken der Hebel η eingehängt, die mittels der Zwischenhebel k auf den Ankern i der Elektromagnete f abge- i stützt werden. Die Elektromagnetwicklungen sind einerseits mit den Zungen e1,'e2, es . . ., · andererseits durch die Leiter ^1, y„, y3. . . an Masse gelegt. Während der Minuspol der Batterie an Masse liegt, ist der Pluspol durch den Leiter 27 mit der Feder 26 des Messerkontaktes verbunden. Die andere Feder 25 des Messerkontaktes ist durch den Draht 28 mit einer Schleifkohle 29 verbunden, welche auf den Zapfen 11 drückt.
Die Einrichtung wirkt folgendermaßen:
Drückt man auf den Griff 22, so wird das Schaltrad 17 durch die Klinke 18 um einen Zahn vorwärts geschaltet und der Kontaktstift Of1 verläßt die Federzunge elt während ' der Kontaktstift d2- unter die zugehörige Zunge e2 tritt. Er bleibt auch nach Beendigung der Schaltbewegung mit ihr in Kontakt. • Nachdem der Kontaktstift d.2 die Berührung : mit der Zunge e2 begonnen hat, gelangt die Brücke 24 zwischen die Feder 25 und 26 des Messerkontaktes. Durch die Klemmung, welche diese Federn auf die Kontaktbrücke ausüben, wird das Niederdrücken des Griffes ■■ 22 verzögert, und nach Freigabe desselben und Beendigung der Drehung der Schaltwalze benötigt die Feder 23 wiederum eine gewisse Zeit, um die Brücke 24 aus dem Messerkontakt zurückzuführen und dabei die Schaltklinke 18 auf den nächsten Schaltzahn zu stellen. Der Strom, welcher vom Pluspol der Batterie über die Feder 26, die Brücke 24, die Feder 25 des Messerkontaktes in die Kontaktkohle 29 und über den Zapfen 11 und den Stift d2 der Kontaktwalze über die Zunge ex zum Elektromagneten f\ gelangt und von da über den Leiter y2 und die Masse zum Minuspol der Batterie zurückfließt, hat daher ge- ', nügend Zeit, den Elektromagneten f2 zu erregen und den Anker i anzuziehen, so daß die Bombe mit Sicherheit abgeworfen wird.
Um zu vermeiden, daß die Walze infolge der Trägheit der bewegten Masse über den Kontakt hinausschießt, ist eine selbsttätige Sperrung nach Art der Hemmungen bei Uhrwerken angebracht (s. Fig. 7). Die Stiftscheibe 30 ist mit der Walze 10 fest verbunden, und ein Zahn 31 wird mit dem Schalthebel 19 bewegt. Der Zahn 31 drückt bei seiner Bewegung einen federbelasteten Schrägnocken 32 nieder, wodurch die Hemmung 33 aus der Stiftscheibe herausgehoben wird, be-"vor der tote Gang des Schaltgetriebes ausgeglichen ist. Nach vollendeter Schaltbewdgung läßt der Zahn 31 den Nocken
32 wieder zurücktreten, so daß die Hemmung
33 sich gegen den nächsten Sperrstift legt. Ein federnder Stellkeil 34 sorgt für genaue Verstellung um den Betrag der Zahnteilung.
Anstatt der dargestellten einfachen Hebelaushängung der Bomben kann auch ein Hebelsystem angewendet werden, welches sich selbsttätig wieder in die zur erneuten Aufhängung einer Bombe bereite Stützlage bringt.
Bei Kampfflugzeugen ist die Zahl der mitgeführten Bomben eine sehr hohe, beispielsweise 120. In diesem Fall hat die Vorrichtung zum Abwerfen der Bomben in erster Linie, eine Kontaktwalze, die mittels eines niederzudrückenden Schalthebels nach Art der Fig. 4 und 5 absatzweise geschaltet wird. Eine zweite Vorrichtung besteht bei diesen Flugzeugen in einem A^erteiler, dessen bewegliche Hälfte mittels einer Kurbel in einem Zuge durchgedreht wird, um in rascher Reihenfolge nacheinander die Bomben abwerfen zu können. Um jedoch dabei eine allzu rasche Überschreitung der Kontakte und hieraus resultierende Aussetzer zu vermeiden, wird zwischen die Handkurbel und das umlaufende Kontaktorgan eine Übersetzung geschaltet, etwa derartig, daß drei Umdrehungen der Handkurbel nötig sind, um die Verteilertrommel einmal umzudrehen.

Claims (12)

  1. Patent-Ansprüche :
    i. Bombenabwurf vorrichtung für Luftfahrzeuge, bei welcher die Aufhängung jeder Bombe durch einen besonderen Elektromagneten ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektromagnete 1*5 mit einem A^erteiler verbunden sind, der sie nacheinander in den Stromkreis einer Batterie einschaltet, und daß sie außerdem noch durch Nebenschlußzweige (A) mittels Schalter (s) an die Batterie angeschlossen werden können, so daß beim Schließen eines Schalters in der zu den Nebenschluß-
    leitungen führenden gemeinsamen Leitung (§■) die durch die Nebenschluß- [ schalter (s) eingeschalteten Bomben auf ; einmal abgeworfen werden können, (Fig. !).
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekenzeichnet, daß alle Nebenschlußzweige (h) der Elektromagnete par- j allel zum Verteiler liegen und daß sie untereinander in zwei oder mehr parallelen Hauptgruppen zusammengefaßt sind, von denen jede einen besonderen Gruppenhauptsclialter (glt g2) hat (Fig. 2).
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch, gekennzeichnet, daß die Schaltstelle je zweier zu den beiden Hauptgruppen gehöriger Nebenschlußzweige einander derartig gegenüberliegen, daß ein beiden Nebenschlußzweigen gemeinsames Schaltorgan (s) entweder den einen oder den anderen Nebenschlußzweig einschaltet, je nachdem es aus seiner Nullage in die eine oder andere Schaltstellung umgelegt wird (Fig. 2). _ ^ I
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, da- jdurch gekennzeichnet, daß die Neben- j schlußzweige an einen gemeinsamen Leiter | geführt sind, welcher nicht unmittelbar i mit der Batterie verbunden ist, sondern | welchem der Strom durch den jeweils ge- j schlossenen Verteilerkontakt und den zu-. gehörigen Nebenschluß zweig zugeführt wird (Fig. 3).
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, da- j durch gekennzeichnet, daß die Verbindun- ; gen zwischen den Verteilerkontakten und ' . den Elektromagneten durch Stöpsclkontakte unterbrochen sind und daß jeder Verteilerkontakt durch Stöpselung mit irgendeiner anderen als seiner zugehörigen Elektromagnetspule verbunden werden kann (Fig. 1). :
  6. 6. Vorrichtung mit Signallampen nach j Anspruch τ, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Leitungen der parallel zum Stromzweig'jedes Elektromagneten eingeschalteten Lampenstromkreise, die bei Abfallen der Bombe geöffnet werden, als auch die Elektromagnetleitungen bei ihrer Abzweigung am Anfang und Ende Stöpselschalter haben, mittels derer jede Elektroiftagnctleitung, falls sie unbrauchbar geworden ist, durch eine Lichtleitung ersetzt werden kann (Fig. 3).
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen !
    Kontakte des Verteilers von Hand oder Fuß stufenweise geschaltet werden und daß dabei jedesmal ein mit dem Verteiler in Serie geschalteter Schleppkontakt, z. B. ein Messerkontakt, betätigt wird, so daß die vom Verteiler bewirkte Steuerung der Hauptstrom zweige und der im Anspruch 4 gekennzeichneten Nebenschlußzweige von diesem Schleppkontakt beherrscht ist
    (Fig. 4). ■ ι
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7,. dadurch gekenzeichnet, daß die drehbare, in bekannter Weise als Kontaktwalze oder als Kontaktscheibe ausgebildete Verteilerhälfte so mit ihrem Antrieb für absatzweise Drehung, z. B. mit einem Schalthebelgetriebe, verbunden ist, daß am Ende jedes Schaltabschnittes einer ihrer Kontakte geschlossen ist (Fig. 4 und 5).
  9. 9. Vorichtung nach den Ansprüchen 7 ' und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende Kontakthälfte des Schlepp-' kontakt.es in der ausgerückten Stellung desselben so weit von der beweglichen Kontakthälfte entfernt, ist, daß bei Schal-· tung der Kontaktwalze der Schleppkon- ■ takt erst eingeschaltet wird, nachdem schon der neue Verteilerkontakt geschlosesn ist.
  10. 10. Vorrichtung· nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine selbsttätige Hemmung die Bewegung der Kontaktwalze nach Vollendung jedes Schaltabschnittes begrenzt (Fig. 7).
  11. 11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolations-· widerstand jeder Elektromagnetspulc mit zugehörender Zuleitung" durch Einschalten des Nebenschlußschaltcrs für diese Elektromagnetspule in einen Meßstromkreis mit hohem'Widerstand feststellbar ist in der Weise, daß das Meßinstrument erst eingeschaltet werden kann, nachdem der Stromkreis geschlossen ist, der durch den dem Meßinstrument vorgeschalteten und den ihm parallel geschalteten Widerstand gebildet wird.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu den Stromzweigen der Elektromagnete eine mit Schalter versehene' Vergleichsspule , angeordnet ist, welche in Verbindung mit dem.Meßinstrument als Spannungsmesser dient und bei etwaigen Spannungsschwanklingen der Stromquelle den Zustand der Magnetspule erkennen läßt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER
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