DE313380C - - Google Patents
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- C12—BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
- C12N—MICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
- C12N1/00—Microorganisms; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
- C12N1/14—Fungi; Culture media therefor
- C12N1/16—Yeasts; Culture media therefor
- C12N1/18—Baker's yeast; Brewer's yeast
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Description
AUSGEGEBEN
AM 9. JUL11919
— JVI 313380 -■ KLASSE 6a GRUPPE
Die Verarbeitung von Melasse zur Fabrikation von Hefe bietet bekanntlich gewisse
Schwierigkeiten, namentlich in der warmen Jahreszeit. Insbesondere läßt die Gleiehmäßigkeit
der Ergebnisse zu wünschen übrig. Dann und wann zeigt die Hefe eine vorzügliche Beschaffenheit, häufig aber tritt eine Mißfärbung
ein, die mit Infektionen Hand in Hand geht. Abgesehen von den erheblichen Schwankungen
der Qualität der Melassen im allgemeinen, sind bekanntlich auch Melassen verschiedener Herkunft
bei der Verarbeitung nach den bisher üblichen Verfahren keineswegs in gleicher Weise
. für die Hefefabrikation geeignet.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht dagegen die Herstellung von Hefe aus Melasse
in gleichmäßiger und sicherer Weise, und zwar mit oder ohne Zuhilfenahme des Milchsäureverfahrens.
Die übliche Arbeitsweise zur Gewinnung der Würze unter ausschließlicher Verwendung
von Mineralsäuren (d. h. ohne Erzeugung von Milchsäure auf bakteriellem Wege) spielt sich,
wie bekannt, folgendermaßen ab. Die Melasse wird zunächst mit Wasser verdünnt, mit
Mineralsäure (Schwefelsäure oder Salzsäure) neutralisiert oder richtiger gesagt, mit einem
kleinen Überschuß von Säure versetzt, bis etwa ein Säuregrad von 1,5 pro 100 cm3 Mischung
erreicht ist, und hierauf mit Dampf gekocht, und zwar solange, bis die Melasselösung beim
Abkühlen unter 'Ausscheidung eines dunklen Schlammes sich genügend klärt und den ganzen
Zuckergehalt als Traubenzucker und Fruchtzucker enthält. Nach dem Absitzen wird die
klare Melasselösung in den Vormaischbottich abgezogen, auf die geeignete Konzentration
und Azidität gebracht; mit Malzkeimen vermischt und alsdann behufs Läuterung in den
Läuterbottich eingelassen.
Bei Zuhilfenahme der Milchsäuieerzeugung
auf bakteriellem Wege wird nach den üblichen Methoden zur Gewinnung der Würze wie folgt
vorgegangen. Die Melasse, die in der oben beschriebenen Weise durch Ansäuern mit
Mineralsäuren und durch Kochen geklärt worden ist, wird nach dem Einteigen der
Malzkeime im Vormaischbottich der Säuerung1 überlassen. (Doch kann das Einmaischen der
Keime dem Säuerungsprozeß auch nachfolgen.) Zur Einleitung der Säuerung Werden Milehsäurebakferien
mit Hilfe eines besonderen, aus Darrmalz und Roggenschrot bereiteten kleinen
Satzes oder einer entsprechenden Menge genügend weit gesäuerter Haüptmaische (die aus
einer früheren Operation stammt) ausgesät. Ist der gewünschte Säuregrad erreicht, so
wird die Maische behufs Sterilisierung bis auf 750 C erhitzt und sodann in den Läuterbottich
übergeführt.
Es hat sich nun die Tatsache herausgestellt,
daß die in der üblichen Weise verdünnte, angesäuerte und nach dem Kochen klar abgezogene
Melasselösung noch Verunreinigungen
enthält. Diese Verunreinigungen scheiden sich in sehr feiner Suspension aus, wenn die Melasse
ein zweites Mal verdünnt, mit Säure versetzt und. kräftig durcheinander gemischt bzw. gelüftet
wird. Wird nun die Melasselösung von der ausgeschiedenen, fein verteilten Verunreinigung
durch geeignete Filtration befreit/ so stellt sie eine glanzhelle Flüssigkeit dar,
bei deren Verarbeitung sich ständig eine Hefe
ίο von vorzüglicher und gleichmässiger Qualität
ergibt. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die Melasselösung unmittelbar
in den Gärbottich gebracht und dort mit klaren Extrakten, welche die stickstoffhaltigen
Bestandteile der Würze enthalten, vermischt werden kann. Die im Sinne der Erfindung
zwischen den bisherigen Arbeitsstufen eingeschobene weitere Reinigung der bereits klaren
Melasselösung macht somit die Läuterung überflüssig. Das bedeutet nicht nur eine
außerordentliche Vereinfachung des Betriebes, sondern auch, was noch wesentlicher ist, die
Ausscheidung eines bedenklichen Zufallsfaktors. Dieser letztere besteht darin, daß die MaIzkeime
bei der bisher üblichen Läuterung einmal mehr, einmal weniger von den in der anscheinend völlig klaren Melasse noch enthaltenen,
bei weiterer Ansäuerung ausfallenden feinen Verunreinigungen zurückhalten, die, wie
sich durch genaue Versuche ergeben hat, die gute Beschaffenheit der Hefe außerordentlich
gefährden und daher für die Qualität von ausschlaggebender Bedeutung sind.
Bei Zuhilfenahme der Milchsäurebildung wird die gemäß der Erfindung gereinigte Mclasselösung
mit klaren stickstoffhaltigen Auszügen, wie Schlempe, Nährsalzlösungen o. dgl. vermengt,
nach Zusatz eines kräftigen Milchsäurefermentes in Form von klarer Würze (statt
Maische) einige Stunden der Säuerung überlassen und schließlich in den Gärbottich gebracht.
Auch hier entfällt also der Läuter-
. prozeß. Natürlich könnte das Verfahren auch in der Weise ausgeführt werden, daß ein Teil
der Milchsäure oder selbst die ganze .Menge schon vor der Filtration der Melasse erzeugt
wird.
Als Ausführungsbeispiele seien die folgenden angegeben.
Die Melasse wird auf etwa 35 ° Balling verdünnt und mit Schwefelsäure bis ^u einem
Säuregrad von etwa 4 cm3 pro 100 cm3 Mischung angesäuert, hierauf je nach ihrer
Beschaffenheit mehrere Stunden in der bekannten Weise gekocht und alsdann bis zur
Klärung stehen gelassen. Die klar abgezogene Melasselösung wird nun auf etwa 200 Balling
weiter verdünnt und bis zu einem Säuregehalt, von etwa 6 bis 10 cm3 pro 100 cm3 Mischung
mit Schwefelsäure angesäuert. Nunrhehr wird die Lösung -zweckmäßig eine Zeitlang gelüftet.
Hierbei scheiden sich die Verunreinigungen in außerordentlich feiner Verteilung ab, die durch
sorgfältige Filtration vollständig zu entfernen sind.
Bei ausschließlicher Verwendung von Mineralsäure wird die so gereinigte Melasse direkt in
den Gärbottich gebracht, um dort mit klaren stickstoffhaltigen Auszügen, Schlempe, Nährsalzen 0. dgl. zur Gärung angestellt zu werden.
Bei Mitverwendung von Gärungsmilchsäure wird die nach dem neuen Verfahren fertig
gereinigte glanzhelle Melasselösung in einem Säuerungsbottich mit klaren stickstoffhaltigen
Extrakten, Schlempe und Nährsalzen vermischt, auf etwa 14° Balling verdünnt und
nach Zusatz der Aussaat in Form von klarer Würze bei 50 ° bis 60° C zur Säuerung stehen
gelassen. Nach Erreichung des gewünschten Säuregrades wird die Lösung direkt zur
Gärung angestellt. , '■-
Für das Gelingen des Verfahrens ist die Art und Weise der Filtration, durch welche
die Melasse von den fein verteilten Verunreinigungen befreit wird, sehr wesentlich. Es 8S
hat sich als vorteilhaft herausgestellt, die Filtration ohne Überdruck vor sich gehen zu
lassen und der Melasse hierbei große Filterflächen darzubieten.
Bei dem im übrigen anders vorgehenden Marbachschen Verfahren (vgl. W. Ki by, Handbuch
der Preßhefenfabrikation, 1912, Seite 511
und 512 und Seite 610 und 611) wird die
Melasse zwar auch wiederholt verdünnt; aber eine Schlußläuterung über Malzkeime nicht
entbehrlich gemacht.
Claims (1)
- Patent-An Spruch:Verfahren zur Reinigung von Melasse für die- Hefebereitung, dadurch gekennzeichnet, daß die in üblicher Weise verdünnte, angesäuerte und nach dem Kochen klar abgezogene Melasselösung nach weiterer Verdünnung soweit angesäuert wird, bis sich bei Bewegung oder Lüftung der Lösung weitere Verunreinigungen in feiner Verteilung ausscheiden, welche durch Filtration aus der Melasselösung beseitigt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE313380C true DE313380C (de) |
Family
ID=566250
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT313380D Active DE313380C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE313380C (de) |
-
0
- DE DENDAT313380D patent/DE313380C/de active Active
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