DE313100C - - Google Patents

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DE313100C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00—Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/10—Materials in mouldable or extrudable form for sealing or packing joints or covers
    • C09K3/1031—Sealing waxes, e.g. sealing letters, bottles, or the like

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Siegellack besteht in der Regel aus einem Gemisch von Harzen und flüchtigen ölen, die das Schmelzen erleichtern und ihm eine gewisse Plastizität verleihen. Als Harz verwendet man in der Regel Schellack und als flüchtiges' öl Terpentin. Während des Krieges sind allmählich diese Stoffe vom Markte verschwunden, und man war gezwungen, Ersatzmittel für die früheren Rohmaterialien ausfindig zu machen. Die bekannten Kunstharze, welche durch Kondensation von Formaldehyd und Phenolen hergestellt werden, eignen sich sehr wenig für diesen Zweck und sind überdies zu teuer. Man fand, daß die höheren Destillate des Steinkohlenteers, insbesondere diejenigen, welche einen hohen Gehalt an Cumaron haben, zusammen mit Destillationsrückständen (Pech) der Asphalt-, Teer- oder Erdölindustrie und den bekannten üblichen Füllmitteln, wie Gips, Kreide, Schwerspat, Talkum, kohlensaure Magnesia usw., in inniger Mischung miteinander erhitzt und verschmolzen eine gute ■ Grundmasse für Siegellack geben. Es zeigte sich jedoch hierbei der Übelstand, daß die innige Mischung der einzelnen Bestandteile nur schwierig herbeizuführen war, und daß nach dem Gießen des Siegellacks die Stangen keine gleichmäßige Zusammensetzung hatten. Überdies trat beim Wiederschmelzen des Siegel-
30· lacks ein Spritzen und unzulässig schnelles Abtropfen der Masse ein, was die Benutzung des Siegellacks erheblich erschwerte und gefährlich machte. Die Behebung dieses Übelstandes bildet den Gegenstand vorliegender Erfindung. Es zeigte sich, daß man' bei Verwendung von Destillaten des Steinkohlehteers als Ersatzstoffe für Schellack und Terpentin dem Teerölgemisch unter gutem Umrühren einen geringen (etwa 1 bis 2 Prozent) Zusatz von ß-Naphtol geben muß, welches sich in dem erhitzten Teerölgemisch -leicht löst, ehe man der Masse die Füllstoffe hinzufügt. Der Zusatz von ß-Naphtol bewirkt eine innige Vereinigung sämtlicher Stoffe, so daß die Zusammensetzung durchaus gleichmäßig und einheitlich wird und 45 _ jedes Spritzen der Masse beim Wiedererhitzen mit Sicherheit unterbleibt. Erst durch diesen Kunstgriff wird die Möglichkeit gegeben, Teeröldestillate als Ersatzmittel für Schellack und Terpentin bei der Siegellackfabrikation mit Erfolg zu benutzen.
In der Praxis verwendet man zweckmäßig 10 Teile Leichtöldestillat vom Siedepunkt 150 bis 1850, 70 Teile Pech oder Asphalt der vorgenannten Art, abgetrieben bis etwa 360 ° C, 10 bis 20 Teile Kreide, Gips, Schwerspat o^ dgl. und ι bis 2 Teile ß-Naphtol, welches man zweckmäßig vor Zusatz der Füllmittel dem Teerölgemisch hinzufügt. Die durch Schmelzung innig miteinander verbundene Masse wird, wie "60 üblich, in Formen gegossen und nimmt nach .dem Erkalten eine glänzende Politur an.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Siegellack, Flaschenlack o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man den als Ersatzstoffe für Schellack und Terpentin verwendeten Produkten der Teerdestillation außer Zusatz der bekannten Füllmittel, wie Gips, Kreide usw., noch einen geringen Zusatz von ß-Naphtol gibt, um die innige Bindung der Stoffe herbeizuführen und ein vorzeitiges Abtropfen der Masse beim Erhitzen zu· vermeiden. '
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