DE312648C - - Google Patents
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- DE312648C DE312648C DENDAT312648D DE312648DA DE312648C DE 312648 C DE312648 C DE 312648C DE NDAT312648 D DENDAT312648 D DE NDAT312648D DE 312648D A DE312648D A DE 312648DA DE 312648 C DE312648 C DE 312648C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61F—FILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
- A61F2/00—Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
- A61F2/50—Prostheses not implantable in the body
- A61F2/54—Artificial arms or hands or parts thereof
- A61F2/58—Elbows; Wrists ; Other joints; Hands
- A61F2/581—Shoulder joints
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Description
In der Patentschrift 312202 ist als Grundgedanke
ausgeführt, daß zur Wahrung der Beweglichkeit des Oberarmstumpfes die Tragkonstruktion
für den künstlichen Arm so ausgeführt sein, muß, daß das künstliche Schultergelenk
mit dem physiologischen Schult er gelenk nach Möglichkeit zusammenfällt. Das künstliche
Schultergelenk kann aber niemals an Stelle des physiologischen Schultergelenkes treten,
weshalb eine Konstruktion geschaffen werden muß, die es ermöglicht, das künstliche Schultergelenk
um den Mittelpunkt des physiologischen Schultergelenkes nach allen Richtungen zu
drehen. Diese Konstruktion ist in der Form eines Universalgelenkes gefunden worden.
Das physiologische Schultergelenk ist im menschlichen Körper nicht fest gelagert, sondern
es kann innerhalb des Körpers infolge der Dehnbarkeit der Bänder in gewissen Grenzen seine
ao Lage verändern und dieser Lageveränderung muß bei der Schaffung eines künstlichen Schultergelenkes
ebenfalls Rechnung getragen werden, wenn nicht schädliche Spannungen eintreten
sollen.
»5 Dies geschieht nach der Erfindung dadurch, daß der auf der Schulter gelagerte Gelenk- oder
Führungsbügel nicht nur eine Drehbewegung um seinen Mittelpunkt und um einen Durchmesser
ausführen kann, sondern auch eine Pendelbewegung um einen Punkt auf dem Umfang
des Bügels, Hierdurch wird die Verlagerung des am Oberarmknochen befindlichen
Gelenkkopfes gegenüber der im Schulterblatt liegenden Gelenkpfanne ausgeglichen, wie sie
beim Hochheben des Armes eintritt. Der Führungsbügel findet sein Lager in einem Kugelgehäuse, welches auf dem Sattel sitzt, der auf
der Schulter des Trägers des künstlichen Armes befestigt ist. Der Führungsbügel besitzt in
seiner Mitte einen kugelig gestalteten Ringwulst, mit dem er in das entsprechend ausgebildete,
auf dem Sattel sitzende Kugelgehäüse eingesetzt ist, so daß er mit diesem zusammen ein Kugelgelenk
bildet und nach allen Seiten bewegt werden kann. In dem Führungsbügel gleitet
ein zweiter Bügel, an welchem die Oberarmschienen in bekannter Weise angelenkt sind.
An den freien Schenkelenden des Führungsbügels sind Tragschenkel angeordnet, welche das
obere Lager für die starre Lenkstange aufnehmen
können, die mit ihrem unteren Teil unterhalb des Ellenbogens angreift. Das obere
Lager für die Lenkstange hat eine annähernd kugelige Außenform und legt sich schließend
in die Achselhöhle ein, so daß es zusammen mit dieser ein Kugelgelenk bildet.
Der Führungsbügel samt Sattel, Tragschenkel und dem in die Achselhöhle eingepaßten Lager
für die Lenkstange umfaßt die Achsel des Trägers vollkommen und während der obere
Stützpunkt des Führungsbügels einen festen Lagerpunkt bildet, macht der in der Achselhöhle
liegende Stützpunkt der Tragkonstruktion die Bewegungen, der Achselhöhle mit und paßt da-
(2. Auflage, ausgegeben am g. Mär$ igsi.J
durch die Lage des künstlichen Schultergelenkes der Lage und den Bewegungen des physiologischen
Schultergelenkes, an.
Auf der Zeichnung ist ein solches Schulter gelenk durch die Fig. ι und:2 dargestellt, und
zwar zeigt Fig. 1 die Anordnung des Gelenkes auf der Schulter eines Oberarmamputierten in
Vorderansicht und Fig. 2 einen senkrechten Längsschnitt nach der Linie A-B.
Der auf der Schulter sitzende Sattel α trägt ein Gehäuse b, welches in Form einer Kugelschale ausgebildet ist. In dieses Kugelgehäuse b
ist ein halbkreisförmiger Bügel c eingesetzt, der seinerseits in der Mitte einen kugelig gestalteten
Ringwulst d aufweist, welcher in das Kugelgehäuse
hineinpaßt. Der Bügel c ist als Führung für einen zweiten Bügel e ausgebildet und dieser
Gleitbügel trägt an seinen Schenkelenden Augen f, an welche die Oberarmschienen g angelenkt
sind. Auf die Enden- des Führungsbügels c sind Tragscherikel h aufgesetzt, welche
das obere Lager * für die starre Lenkstange k
aufnehmen können, deren unteres Ende an dem Unterarm1 unterhalb des Ellenbogengelenkes an7
greift.
Das obere Lager i für den starren Lenkhebel besitzt annähernd kugelige Außenform und
kommt bei dieser Konstruktion in die Achselhöhle zu liegen, welche seine Kugelpfanne.büdet.
Es. umfaßt zusammen mit den Tragschenkeln h, dem Führungsbügel c und dem Sattel a die
Achsel des Trägers, wodurch die ganze Tragkonstruktion den Bewegungen des Armstumpfes
folgen muß. In dem kugeligen Gelenkkopf, i.
des Lenkstangenlagers ist eine Leitrolle für das Seil zum Steuern der Hand untergebracht.'
. Beim Anheben des Armes dreht sich der Gelenkkopf des Oberarmknochens aus der Gelenkpfanne des Schulterblattes unter Dehnung der Bänder heraus und diese Bewegung muß auch der Führungsbügel c und der in ihm verschiebbar gelagerte Gleitbügel e mitmachen. Der Bügel c findet in dem Kugelgelenk b einen feststehenden Stützpunkt, während das untere aus dem oberen Lager i der starren Lenkstange und der Achselhöhle gebildete Kugelgelenk den Bewegungen der Achselhöhle folgen muß, wodurch sich das künstliche Schultergelenk den Bewegungen des physiologischen Schultergelenkes anpaßt. Der Gelenkbügel 6 dreht sich hierbei in dem Kugelgehäuse b vermöge des kugelig gestalteten Wulstes d um den Mittelpunkt des durch diese beiden Teile gebildeten Kugelgelenkes. . ■ Die Bewegung der Oberarmschienen g am Gleitbügel e ist'aber hierbei nicht aufgehoben und ebenso ist es auch möglich, daß sich der Gleitbügel e in dem Führungsbügel c verschieben kann. Der Armstumpf ist somit nach allen Seiten frei beweglich und infolge der Lageveränderung des Drehpunktes des Universalgelenkes 'entsprechend der Lageveränderung des physiologischen Schultergelenkes wird jedeSpannung zwischen diesen beiden verhindert.
. Beim Anheben des Armes dreht sich der Gelenkkopf des Oberarmknochens aus der Gelenkpfanne des Schulterblattes unter Dehnung der Bänder heraus und diese Bewegung muß auch der Führungsbügel c und der in ihm verschiebbar gelagerte Gleitbügel e mitmachen. Der Bügel c findet in dem Kugelgelenk b einen feststehenden Stützpunkt, während das untere aus dem oberen Lager i der starren Lenkstange und der Achselhöhle gebildete Kugelgelenk den Bewegungen der Achselhöhle folgen muß, wodurch sich das künstliche Schultergelenk den Bewegungen des physiologischen Schultergelenkes anpaßt. Der Gelenkbügel 6 dreht sich hierbei in dem Kugelgehäuse b vermöge des kugelig gestalteten Wulstes d um den Mittelpunkt des durch diese beiden Teile gebildeten Kugelgelenkes. . ■ Die Bewegung der Oberarmschienen g am Gleitbügel e ist'aber hierbei nicht aufgehoben und ebenso ist es auch möglich, daß sich der Gleitbügel e in dem Führungsbügel c verschieben kann. Der Armstumpf ist somit nach allen Seiten frei beweglich und infolge der Lageveränderung des Drehpunktes des Universalgelenkes 'entsprechend der Lageveränderung des physiologischen Schultergelenkes wird jedeSpannung zwischen diesen beiden verhindert.
Claims (4)
1. Schultergelenk für künstliche Arme, Zusatz zu Patent 312202, dadurch gekennzeichnet,
daß der Gelenkpunkt der Aufhängeeinrichtung des künstlichen Armes durch
eine Kugelgelenklagerung · des Trag- oder Führungsbügels befähigt ist, den Ortsveränderungen des physiologischen Schultergelenkes
beim Bewegen des Armstumpfes zu folgen,
2. Schultergelenk für künstliche Arme nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lagerung des Führungsbügels als Kugelpfanne für einen auf dem Bügel vorgesehenen
kugeligen Ringwulst ausgebildet ist, so daß der Gelenkbügel um das so geschaffene
. Kugelgelenk nach allen Seiten frei schwenkbar ist.
3. Schultergelenk nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß außer einem feststehenden,, auf der Schulter liegenden Kugelgelenk
als Stützpunkt für den Führungsbügel ein weiterer Stützpunkt für denselben in der
Achselhöhle angeordnet ist, dem die Achselhöhle als Kugelpfanne dient, so daß dieser
zweite Stützpunkt die Bewegungen der Achselhöhle mitmachen kann.
4. Schultergelenk für künstliche Arme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Schenkelenden des Führungsbügels Tragschenkel angeordnet sind, welche
das obere Lager für die starre Lenkstange aufnehmen, das sich in die Achselhöhle einlegt und zusammen mit den übrigen^ Teilen
des künstlichen Schultergelenkes die Achsel des Trägers vollständig umschließt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE312648C true DE312648C (de) |
Family
ID=565562
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT312648D Active DE312648C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE312648C (de) |
-
0
- DE DENDAT312648D patent/DE312648C/de active Active
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