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Die Erfindung betrifft eine Walzenschrämmaschine, deren Schrämwalze auf ihrem Umfang mit Düsen besetzt ist, die während des Schrämbetriebes mit einer Flüssigkeitsleitung verbunden und mit Druckflüssigkeit beaufschlagt sind.
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Durch das deutsche Gebrauchsmuster 19 89 819 sind Schrämwalzen bekanntgeworden, die auf ihrer der Schrämmaschine abgewandten Stirnseite eine Schlußscheibe tragen. Diese Schrämwalzen besitzen Berieselungsdüsen, mit denen sie den ihrer Umfangsfläche und den ihrer abbaustoßseitigen Stirnfläche gegenüberliegenden Teil des Abbaustoßes besprühen. Dazu ist die Schlußscheibe zwischen den Mitnehmerleisten mit Öffnungen versehen, auf die Berieselungsdüsen der Mitnehmerleisten gerichtet sind. Außerdem besitzen die schraubenlinienförmig auf dem Walzenumfang angeordneten Mitnehmerleisten Düsen, die ihre Flüssigkeit in Richtung auf die Schrämmeißel der nachlaufenden Mitnehmerleiste absprühen.
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Sowohl bei der Staubbekämpfung als auch beim Hereingewinnen eines Minerals mittels Hochdruckwasserstrahlen werden, um den Wasserstrahl zu zerstäuben bzw. auf den Abbaustoß zu lenken, nur Düsen mit verhältnismäßig kleiner Düsenbohrung verwandt. Aufgabe der engen Düsenbohrung ist es, den Zerstäubungseffekt zu verbessern, aber auch, die Druckenergie des austretenden Wasserstrahls in Geschwindigkeitsenergie umzusetzen, damit die Berieselungsflüssigkeit bis an die Entstehungsstelle des Staubes, nämlich die Schneide des nachlaufenden Schrämmeißels, gelangt. Bei den zur Staubbekämpfung benutzten Düsen, die von einer Flüssigkeit relativ niedrigen Druckes beaufschlagt werden, besteht werden der von der Flüssigkeit häufig mitgeschleppten Schmutzteilchen stets die Gefahr, daß die engen Düsenkanäle im Laufe der Zeit durch Korrosions- und Schmutzrückstände verstopft werden, was einen erheblichen Druckabfall der durchtretenden Flüssigkeit zur Folge hat oder gar zu völligem Verschluß der Düsenbohrung führen kann.
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Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer Walzenschrämmaschine der eingangs erläuterten Bauart die Düsenbohrungen der Schrämwalze vor Verstopfung zu schützen.
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Dazu geht die Erfindung von einer Walzenschrämmaschine aus, deren Schrämwalze auf ihrem Umfang mit Düsen besetzt ist, die während des Schrämbetriebes mit einer Flüssigkeitsleitung verbunden und mit Druckflüssigkeit beaufschlagt sind, und schlägt vor, die Düsen während des Schrämbetriebes in einer bestimmten zeitlichen Folge mit Flüssigkeit erheblich höheren Druckes kurzfristig zu beaufschlagen. Verunreinigungen, die sich in den engen Düsenbohrungen festgesetzt haben und deren Querschnitt verengen oder gar völlig abschließen, lassen sich durch die von Zeit zu Zeit auftretenden Druckerhöhungen der durchströmenden Berieselungsflüssigkeit entfernen. Diese Druckerhöhungen, deren Druckniveau ein Mehrfaches des normalen Betriebsdruckes betragen sollte, zerkleinern bzw. lösen die in den Düsenbohrungen befindlichen oder an den Bohrungswandungen anhaftenden Schmutzteilchen und befördern sie nach außen. Sie sorgen, weil sie ständig im Abstand einiger Minuten auftreten, stets dafür, daß auch nach längerer Betriebszeit keine Verengungen oder gar Verstopfungen der Querschnitte der Düsenbohrungen erfolgen.
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Zweckmäßigerweise besitzt die Walzenschrämmaschine einen parallel zu der zu den Düsen führenden Flüssigkeitsleitung verlaufenden Leitungszweig, der mit einer einen höheren Flüssigkeitsdruck erzeugenden Vorrichtung ausgerüstet ist. Diese Vorrichtung, die beispielsweise innerhalb des Schrämkopfes der Walzenschrämmaschine angeordnet sein kann und ihre Antriebsenergie von einem Getriebeteil der Walzenschrämmaschine abnimmt, wird in gewissen Zeitabständen in die Flüssigkeitszuleitung eingeschaltet und erhöht kurzzeitig das Druckniveau in den zu den Düsen der Schrämwalze führenden Leitungsabschnitten.
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Es empfiehlt sich, die Flüssigkeitszuleitung mit einem Überdruckventil und einem parallel dazu angeordneten Rückschlagventil zu versehen, die beide von einem Leitungszweig überbrückt sind, in welchem ein Drosselventil, ein Volumenspeicher, ein Wegventil und eine Druckpumpe, in Durchflußrichtung hintereinanderliegend angeordnet sind. Das Rückschlagventil begrenzt den von der Druckpumpe ausgehenden Druckanstieg nur auf die zu den Düsen der Schrämwalze führenden Leitungsabschnitte, während das Überdruckventil den während dieses Zeitabschnittes vor dem Rückschlagventil zu erwartenden Druckanstieg, der durch das plötzliche Einfallen des Rückschlagventils zu erwarten ist, begrenzt. Der Volumenspeicher, der über das Drosselventil in mehr oder weniger großen Zeitabschnitten mit Flüssigkeit gefüllt wird, stellt der Druckpumpe für die wenigen Sekunden ihrer Tätigkeit, in der sie die Düsen mit dem höheren Druck beaufschlagt, die dafür benötigte Wassermenge zur Verfügung.
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Dazu besitzt der Volumenspeicher einen das Wegeventil nach Abschluß der Füllperiode betätigenden, den Speicherauslaß mit dem Pumpeneinlaß verbindenden und die Druckpumpe einschaltenden Niveauschalter und einen nach dem Entleeren des Volumenspeichers das Wegeventil schließenden, den Speicherauslaß vom Pumpeneinlaß trennenden und die Druckpumpe ausschaltenden weiteren Niveauschalter. Durch diese Maßnahme wird die Druckpumpe nur in ihren Arbeitsperioden mit Flüssigkeit versorgt und mit Hilfe des die Durchflußmenge einstellenden Drosselventils die Möglichkeit geschaffen, den Folgeabstand der Druckstöße zu bestimmen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in einer Abbildung dargestellt, die neben einer mit Düsen besetzten, schematisch wiedergegebenen Schrämwalze den Verlauf der die Berieselungsflüssigkeit führenden Leitung wiedergibt.
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Die auf ihrem Umfang mit Düsen 1 besetzte Schrämwalze ist mit 2 bezeichnet. Ihr geht von der nicht dargestellten Walzenschrämmaschine aus über die Leitung 3 Berieselungsflüssigkeit zu, die, nachdem sie innerhalb der Maschine verschiedene Kühler 4durchlaufen hat, an den Düsen 1 der Schrämwalze 2 austritt. Um die Düsen 1 zu Reinigungszwecken in regelmäßigen Zeitabständen mit Flüssigkeit erheblich höheren Druckes kurzzeitig beaufschlagen zu können, weist die Walzenschrämmaschine eine Vorrichtung 5 auf. Diese Vorrichtung 5 befindet sich in einem Leitungszweig 6, der das in der Leitung 3 angeordnete Überdruckventil 7 und das Rückschlagventil überbrückt. Sie besteht aus dem in Durchflußrichtung hintereinanderliegenden Drosselventil 9, einem Volumenspeicher 10, einem Wegeventil 11, einer Druckpumpe 12 und einem Rückschlagventil 13 und kann in bestimmten Zeitabständen manuell oder automatisch über das Wegeventil 11 in Betrieb gesetzt werden. Dazu wird der Volumenspeicher 10, der sich in bestimmten Zeitabständen über das einstellbare Drosselventil 9 mit Flüssigkeit füllt, über das Wegeventil 11 mit der Druckpumpe 12 verbunden und dadurch der Druckpumpe 12 für die wenigen Sekunden ihrer Tätigkeit die Wassermenge zur Verfügung gestellt, die sie benötigt, um die Düsen 1 mit hohem Druck kurzzeitig zu beaufschlagen. Dieser Vorgang kann auch automatisch ablaufen, wenn man den Volumenspeicher 10 mit zwei Niveauschaltern ausstattet, von denen einer bei gefülltem Volumenspeicher 10 das Wegeventil 11 betätigt und damit den Speicherauslaß 14 mit dem Pumpeneinlaß 15 verbindet, während der andere Niveauschalter das Wegeventil 11 bei geleertem Volumenschalter 10 betätigt und den Speicherauslaß 14 vom Pumpeneinlaß 15 trennt. In beiden Fällen kann die Druckpumpe 12 durch Betätigen des Wegeventils 11 ein- bzw. ausgeschaltet werden. Es ist aber auch möglich, die Pumpe 12 in den nicht beaufschlagten Zeiträumen leer umlaufen zu lassen.
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Beim Auslösen eines Druckstoßes unterbindet das dem Überdruckventil 7 nachgeschaltete Rückschlagventil 8, Druckstöße im normalen Flüssigkeitssystem, während das hinter der Pumpe 12 liegende Rückschlagventil 13 verhindert, daß bei geschlossenem Wegeventil 11 der Pumpe 12 über die Leitung 16 Berieselungsflüssigkeit zugeht. Aufgabe des Überdruckventils 7 ist es, in den Zeitabschnitten, in denen die Pumpe 12 arbeitet und die Düsen 1 mit erhöhtem Flüssigkeitsdruck beaufschlagt, durch fortdauernde Flüssigkeitszufuhr in der Leitung 3 einen überhöhten Druckanstieg zu verhindern.