DE310463C - - Google Patents
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- DE310463C DE310463C DENDAT310463D DE310463DA DE310463C DE 310463 C DE310463 C DE 310463C DE NDAT310463 D DENDAT310463 D DE NDAT310463D DE 310463D A DE310463D A DE 310463DA DE 310463 C DE310463 C DE 310463C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01B—CABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/26—Lead-in insulators; Lead-through insulators
- H01B17/28—Capacitor type
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Insulating Bodies (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
J\fi 310463 KLASSE He. GRUPPE
Dr. PAUL MEYER A.-G. in BERLIN.
Isolierkörper aus mehreren Einzelkörpern. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1917 ab.
Die Herstellung von Isolatoren aus mehreren Teilen begegnet Schwierigkeiten dadurch,
daß es schwer ist, die Luft zwischen den einzelnen zusammenzusetzenden Teilen auszuschließen.
Sind aber im Wege der Feldlinien Körper verschiedener Dielektrizitätskonstanten hintereinander geschaltet, so wird in bekannter
Weise der größte Teil des Spannungsgefälles auf das Dielektrikum niedriger Dielektrizitätskonstante,
nämlich die Luft, entfallen und daher die Beanspruchung über die zulässige Grenze schon bei geringen Spannungen
erreicht werden.
Zur Beseitigung dieses Übelstandes ist bereits vorgeschlagen, Luftschichten im Isolierkörper
mit leitenden Belegen zu versehen, so daß der Luftspalt vollständig leitend begrenzt ist.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung werden die leitenden Verbindungen je zweier den Luftspalt
begrenzender Belege zur mechanischen Befestigung der benachbarten Körper herangezogen
und als Stützen oder Keile derart ausgebildet, daß die Luftspalten im wesentlichen
erhalten bleiben. Durch diese Anordnung und besonders durch die Verwendung
von Keilen wird der erhebliche Vorzug erreicht, daß eine äußerst einfache Bauart erzielt wird,
die eine sehr gute Wirkung hat und viel billiger erzeugt werden kann als alle bekannten,
dem gleichen Zweck.dienenden, dabei weniger gut wirkenden Einrichtungen.
In Fig. ι ist schematisch ein solcher Isolator,
dargestellt, der aus den Isolierkörpern J1 und J2 und den Belegen α und b
besteht. Zwischen den Isolierkörpern J1 und J2 ist ein größerer Luftspalt vorhanden, welcher
bei der normalen Anordnung das hauptsächliche Spannungsgefälle aufnehmen würde.
Gemäß der Erfindung' sind die Innenseiten der v
Isolierkörper J1 und J2 mit Belegen c und d
versehen, welche untereinander, z. B. durch Streben e, leitend verbunden . sind. Durch
diese leitende Überbrückung scheidet der Luftweg aus dem Dielektrikum elektrisch aus.
Die Feldlinien bilden sich nur von dem Beleg a
nach c und von d nach b, während der Weg von c nach.i durch die elektrische Leitung e
ersetzt ist.
Während Fig. 1 einen allgemeinen Fall der Erfindung darstellt und leicht auf einen Stützisolator
ohne nennenswerte Änderungen angewendet werden kann, sind in den Fig. 2 und 3
Ausführungsformen dargestellt, welche für Durchführungen verwendbar sind.
Die Durchführung (Fig. 2) besteht aus drei konzentrischen Rohren JR1, R2, R3 und der
Fassung F. Der Durchführungsbolzen ist mit einem inneren Belag des Rohres R1 verbunden,
der äußere Belag dieses Rohres mit dem inneren des Rohres R2, der äußere des letzteren
mit den inneren von i?3. Die Belege sind in der Zeichnung als gestrichelte Parallelen zu
den Umrandungslinien, die leitenden Verbindungen zusammengehöriger Belege eines Luftspaltes
durch gestrichelte Doppellinien dargestellt. Als Abschluß der ringförmigen Zwischenräume
sind Scheiben S1, S2 aus Isoliermaterial
gezeichnet.
Würde man die erwähnten Belege und ihre leitenden Verbindungen oder auch nur die
letzteren fortlassen, so würde das zwischen den Belegen befindliche Dielektrikum, nämlich Luft,
zu hoch beansprucht werden. Da außerdem die zur Befestigung der Rohre ineinander verwandten
Keile in solchen Fällen aus Isoliermaterial hergestellt werden müssen, welches eine viel höhere Dielektrizitätskonstante als
die Luft besitzt, so würden auch hierdurch ganz unregelmäßige Formen des Feldes und
damit Punkte erhöhter Beanspruchung geschaffen werden.
ίο Die einzelnen Teile eines solchen Isolierkörpers
können aus beliebigem Material ganz nach Herstellung oder Ausnutzung gewählt werden, z. B. in einer Abstufung der Dielektrizitätskonstanten,
welche eine gleichmäßige oder der Durchschlagsfestigkeit entsprechende Spannungsverteilung erzielen. Man kann z. B.
die konzentrischen Rohre nach Fig. 2 aus Papier, Preßmaterial, Porzellan und ähnlichem
herstellen und beliebige Kombinationen dieser Materialien verwenden.
Im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen ermöglicht die Erfindung eine beliebige
mechanisphe Verbindung der einzelnen Teile, z. B. durch die bezeichnete Keilkonstruktion,
welche eine sehr hohe Festigkeit ergibt. Ohne die doppelseitige Schirmung der Keile
durch die auf beiden Seiten vorhandenen und untereinander leitend verbundenen Belege
würde jede andere Anordnung zu einer unregelmäßigen Feldverteilung und damit zu einer
Erhöhung der Beanspruchung an einzelnen Punkten führen.
In Fig. 3 ist eine andere Durchführung dargestellt, welche eine Vereinigung von
rohrförmigen z. B. aus Porzellan oder gewikkeltem Papier hergestellten Körpern und Preßmaterial
ermöglicht. Um die Fassung F ist ein Wulst W gepreßt, welcher in bekannter
Weise diejenigen Stellen, von denen die FeIdlinien ausgehen, von der Luft abschließt und
auf diese Weise die Fußpunkte der Feldlinien in ein Material hoher Festigkeit bringt. Das
Rohr R ist durch Keile K in dieser isolierten Fass'ung befestigt. Der äußere Belag des
.45 Rohres R ist mit dem inneren Belag des Isolierwulstes W leitend verbunden.
Diese Anordnung eignet sich besonders für die Kombination zweier so verschiedener Materialien.
Die bisherigen Versuche, Preßmaterial und geschichtetes und keramisches Isoliermaterial
zu verbinden, mußten Mißerfolge ergeben, weil sie nur in dem Umpressen des geschichteten
und keramischen Materials mit gepreßtem Isoliermaterial ,bestehen konnten und den verschiedenen Eigenschaften der umeinanderliegen-
den Materialien, insbesondere in Bezug auf Wärmeausdehnung, Festigkeit usw., eine dauernde
Verbindung ohne Spalte oder Lufträume nicht möglich war. Bei der vorliegenden Anordnung ist jedes Material für sich hergestellt
und bis zu seinem leitenden Belag als einheitlicher getrennter Körper auch nach dem
Zusammenbau aufrechterhalten. Die Verbindung erfolgt in einer beliebigen, den Eigenschaften
der Materialien angepaßten Weise, z. B. durch die gezeichneten Keile.
Die Herstellung der leitenden Belege erfolgt in bekannter Weise, z. B. durch Aufziehen
von Metallfolien oder durch Aufbringen leitender Anstriche, die Verbindung benachbarter
Belege zweckmäßig durch Einfügen federnder Körper, welche kraft ihrer Federung sich auf
beiden Seiten gegen die Belege drücken.
Claims (3)
1. Isolierkörper aus mehreren Einzelkörpern, die durch dazwischen befindliche Luftspalten
getrennt sind, wobei die am Luft- · spalt liegenden Flächen der Isolierkörper
mit leitenden Belegen versehen und die einen Luftspalt begrenzenden Belege leitend
miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die leitenden Verbindungen
je zweier den Luftspalt begrenzender Belege als mechanische Befestigung
• der benachbarten Körper als Stützen oder Keile derart ausgebildet sind, daß die Luftspalten
im wesentlichen erhalten bleiben.
2. Durchführung nach Anspruch 1 mit konzentrischen außen und innen mit Metallbelag
versehenen, einen Luftspalt zwischen sich lassenden Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre durch leitende
Keile derart ineinander befestigt sind, daß die Beläge leitend miteinander verbunden
werden und die konzentrischen Luftspalten im wesentlichen erhalten bleiben.
3. Durchführung nach den Ansprüchen 1 und 2 mit zentralen rohrförmigen Isolierkörpern,
dadurch gekennzeichnet, daß die Fassung mit Isoliermaterial umpreßt ist, dessen Innenseite mit einer Metallschicht
belegt ist, die mit dem Belag des mittleren Rohres durch leitende, das Rohr zentrierende
Keile verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE310463C true DE310463C (de) |
Family
ID=563525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT310463D Active DE310463C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE310463C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166864B (de) * | 1958-01-27 | 1964-04-02 | Licentia Gmbh | Ionisationsfreie Hochspannungsdurchfuehrung |
| EP0051715A3 (en) * | 1980-11-04 | 1982-11-17 | Veb Transformatorenwerk "Karl Liebknecht" | Protective device for high-voltage condenser bushings |
-
0
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1166864B (de) * | 1958-01-27 | 1964-04-02 | Licentia Gmbh | Ionisationsfreie Hochspannungsdurchfuehrung |
| EP0051715A3 (en) * | 1980-11-04 | 1982-11-17 | Veb Transformatorenwerk "Karl Liebknecht" | Protective device for high-voltage condenser bushings |
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