DE30944C - Verfahren zur Vermeidung der Verbindungen zwischen Metallen oder Legirungen einerseits und den zur Herstellung der Gufsformen für dieselben verwendeten Substanzen andererseits - Google Patents

Verfahren zur Vermeidung der Verbindungen zwischen Metallen oder Legirungen einerseits und den zur Herstellung der Gufsformen für dieselben verwendeten Substanzen andererseits

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DE30944C
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DENDAT30944D
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E. WEBERS in Manchester
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/12Treating moulds or cores, e.g. drying, hardening
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/09Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting by using pressure
    • B22D27/13Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting by using pressure making use of gas pressure

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
ERNST WEBERS in MANCHESTER.
Patentirt im Deutschen Reiche vom lo. Juli 1884 ab.
Der Zweck der Erfindung ist die Herstellung gesunder, blasenfreier, glattflächiger, scharfkantiger Gufsstücke.
Erreicht wird der Zweck der Erfindung durch Anwendung eines neuen Verfahrens zur Vermeidung derjenigen Verbindungen zwischen dem gegossenen Metall oder der Legirung einerseits und den zur Herstellung von Gufsformen verwendeten Substanzen andererseits, welche durch Oxydation eines oder beider dieser Theile eingeleitet werden.
Um die Oxydation der genannten Substanzen zu verhindern, wird der Sauerstoff vor dem Giefsen ausgetrieben, und zwar sowohl aus den hohlen Räumen, als aus der Masse der Gufsformen, möge der Sauerstoff vorhanden sein
a) in einer durch Berührung mit dem flüssigen Metall oder der Legirung zersetzbaren chemischen Verbindung, wie z. B. im Wasser;
b) in freiem . oder diffundirtem Zustande, wie z. B. in der atmosphärischen Luft;
In den Gufsformen oder deren Materialien sind hohle Räume entweder zur Aufnahme des flüssigen Metalls oder als Poren schon vorhanden, oder die hohlen Räume entstehen erst z. B. infolge Anwendung angefeuchteten oder hydrathaltigen Formmaterials durch die Herstellung oder die spätere Behandlung der Gufsform u. s. w.
In allen Fällen können durch die in folgendem beschriebenen neuen Verfahren die sauerstoffhaltigen Verbindungen oder Mischungen aus den vorhandenen oder neu entstandenen hohlen Räumen ausgetrieben und diese dagegen mit Gasarten ausgefüllt werden, welche möglichst wenig Sauerstoff enthalten, der zur Oxydation des Metalles, der Legirung oder der Formmasse verwendet werden könnte.
Ob die beschriebenen Verfahren einzeln oder in Verbindung, und ob sie vor, während oder nach dem Gufs anzuwenden sind, hängt von der Art und Gröfse der Gufsformen und deren Bestandteile und dem zu giefsenden Metalle oder der Legirung ab.
Die zur Anwendung kommenden Verfahren sind folgende:
a) Man verbrennt irgend einen festen, tropfbarflüssigen oder gasförmigen Brennstoff innerhalb eines für diesen Zweck passend gestalteten und, wenn möglich, theilweise von der zu trocknenden Formmasse verschlossenen Raumes und treibt die so erzeugten Verbrennungsproducte noch heifs, oder schon abgekühlt durch die ansaugende oder drückende Wirkung eines Gebläses, einer Luftpumpe, eines Ventilators, Root-Blowers, Exhaustors oder einer ähnlichen Maschine oder Einrichtung und z. B. durch das Rohr B oder C des unten beschriebenen Apparates oder durch einen anderen Apparat durch die Masse der Gufsform.
b) Man treibt andere, auf irgend eine Weise erzeugte, nicht oxydirende oder reducirende Gasarten oder Gasgemische, z. B. Stickstoff, Wasserstoff, Kohlenoxyd, Kohlensäure, Leuchtgas, Kohlenwasserstoffe etc. erhitzt oder nicht erhitzt, in gleicher Weise, wie in a) beschrieben, oder in anderer Art drückend oder saugend und
durch das Rohr B oder C durch die Masse der Gufsform.
Der zur Ausführung dieses Verfahrens dienende Apparat ist wie folgt eingerichtet. In einem unter der Sohle der Giefserei angelegten und durch eiserne Platten abgedeckten Kanäle ist die Rohrleitung B angeordnet, welche das zum Ausfüllen der Form bestimmte indifferente Gas in comprimirtem Zustande enthält. Aus dieser gelangt die gewünschte Menge Gas mittelst Hähne oder dergleichen Einrichtungen abgemessen in die in passenden Abständen von einander angebrachten Absperrventile D (gezeichnet ist nur eines dieser Ventile), welche das Gas unter die Formkasten A ausströmen lassen. Diese Formkasten A sind auf die eisernen Deckplatten dicht aufgesetzt. Aus einer in demselben Kanäle angebrachten Rohrleitung C kann cömprimirte heifse Luft oder können sonstige Gase in die vorhin erwähnten Absperrventile D und unter die Formkasten austreten. Die Anordnungen der beiden Rohrleitungen B und C in Verbindung mit den verschiedenen Ventilen -D ermöglichen die Einführung verschiedener Gase in verschiedenen Mengen, zusammen oder nach einander, in die Masse der Gufsformen.
Bei zweckmäfsiger Anordnung der Giefserei können bei Anwendung dieser Verfahren auch die Trockenräume in Wegfall kommen und können die Metalle in möglichst heifse Formen gegossen werden, die sie besser ausfüllen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, die Poren und Hohlräume von Gufsformen mit sauerstofffreien oder Sauerstoff nicht abgebenden Gasen auszufüllen, darin bestehend, dafs die betreffenden Gase kurze Zeit vor, während und nach dem Gusse durch die Masse der Gufsformen hindurchgesaugt oder gedrückt werden.
  2. 2. Der zur Ausführung dieses Verfahrens dienende Apparat, bestehend aus der Verbindung der Rohrleitungen B und C mit dem Absperrventile D behufs Einführung verschiedener Gase in die Masse der auf einem kastenförmigen Raum mit eiserner, durchlochter Deckplatte befestigten Gufsform A.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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