DE308340C - - Google Patents
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
- B27H—BENDING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; COOPERAGE; MAKING WHEELS FROM WOOD OR SIMILAR MATERIAL
- B27H5/00—Manufacture of tubes, coops, or barrels
- B27H5/02—Building up with staves
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
fc 308340 -■ KLASSE 38 c. GRUPPE
OTTO KRAUSS in ZIRNDORF b. NÜRNBERG.
Faßdaubenartig zusammengesetzte Streben,
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1917 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung von in beliebiger Richtung verlaufenden Streben, namentlich für den Luftschiffbau^
in Form von Holzröhren, deren HoIz-
- 5 längsstücke faßdaubenartig miteinander verbunden
bzw. verleimt werden. Das neue Verfahren besteht darin, daß das Einrichten der Holzlängsstücke zu einer in beliebiger Richtung
verlaufenden Röhre über einen Modellkern erfolgt, welcher selbst so unterteilt ist; daß beim
Aufspalten der beim Einrichten leicht miteinander verbundenen bzw. verleimten Längsstücke
das Kernstück gleichzeitig mit gespaltet wird. :
Bei der Herstellung von Röhren nach dem neuen Verfahren, die in beliebiger Richtung
verlaufen, wird man kein einwandfreies Fabrikat erlangen, wenn man die Röhren auf einem
Modelle vorrichtet, welches selbst nicht spaltbar ist, denn die einzelnen Röhrenteile müssen bei
starken Krümmungen oder Gabelungen, wie z. B. bei ö-, X-oder Y-Formen, nicht nur gegenseitig
miteinander, sondern auch mit dem Modellkern selbst verleimt werden, weil nur dann
eine Gewähr dafür geboten ist, daß die Abzweigungen,
Bogen und Windungen, die das Rohr erhalten soll, auch der Modellform genau entsprechen.
Das Lösen der Röhrenstücke von dem Modellkern ist aber namentlich bei Massenanfertigung
ohne Beschädigung von Röhrenstücken und Kernstücken nur dann möglich, wenn man durch Längsteilung der auf dem Modellkern aufmontierten
Röhre Einzelpaare von Röhren- und Kernstücken gewinnt, die sich leicht voneinander
trennen lassen. Deshalb muß das Kernstück selbst auch spaltbar sein.
Aus beiliegender Zeichnung ist die Handhabung des Verfahrens an einem Beispiel veranschaulicht.
Fig. ι zeigt den Querschnitt einer Röhre,· die beispielsweise aus zwölf Holzlängsstücken α zusammengesetzt
ist. Diese Holzlängsstücke werden auf dem Modellkern K, der selbst wieder
aus einzelnen Längsstücken c zusammengesetzt ist, so aufgepaßt und mit demselben und unter
sich dann leicht verleimt, daß die Schnittebenen der Modellkernstücke c und die Schnittebenen '
der Röhrenlängsstücke α aufeinanderstoßen. Infolgedessen
kann man, wenn die Holzröhre fertig eingerichtet ist, das Kernstück mit der Holzröhre
leicht spalten und alsdann die einzelnen Längsstücke α von den Kernstücken K wieder
leicht entfernen. Die Röhrenlängsstücke α werden daraufhin ohne Kernstücke K wieder zusammengesetzt.
Die Kernstücke c des Kernes K lassen sich beliebig oft als Modell verwenden;
sie werden zweckmäßig , durch eine Drahtschlaufe zusammengehalten. .. ,
Um die Widerstandsfähigkeit der Röhre zu erhöhen, wird, wie Fig. 2 im Aufriß erkennen
läßt, ein Holzspan b schraubenförmig um die Röhre gewickelt bzw. aufgeleimt. Da man die
einzelnen Holzlängsstücke α an einer beliebigen
Stelle aneinandersetzen kann,l zweckmäßig, wie Fig. 3 zeigt, durch Schrägschnittverbindung
O1, a2, so kann man Streben von unbegrenzter
Länge herstellen. :
Es ist selbstverständlich, daß man die neuen
Röhren bzw. Streben in jeder beliebigen Stärke und in jedem beliebigen Material, welches sich
wie Holz verarbeiten läßt, herstellen kann. Für Röhren .bzw. Streben kleiner eh Durchmessers
Claims (1)
- , wird man entsprechend weniger Längsrippen zusammenfügen wie bei Röhren größeren Durchmessers. Zum Verleimen der Holzlängsstücke a untereinander sowie des umgewickelten HoIzspanes b wird jedes Klebmittel geeignet sein, welches der Feuchtigkeit den entsprechenden Widerstand bietet. Die zusammengeleimten Röhren kann man natürlich auch mit einem entsprechenden Lackanstrich versehen.ίο Nach dem vorliegenden Verfahren kann man auch Streben herstellen, welche am Fußende größeren Durchmesser besitzen wie am Kopfende. Dies wird dadurch erreicht, daß man die einzelnen Längsstücke konisch verlaufen läßt, oder besondere Zwischenstücke von konischer bzw. Keilform zwischen allen oder einzelnen Längsstücken α einfügt.Nach dem durch Zeichnung schematisch erläuterten Verfahren ist die Strebe mit einer einzigen Lage von Holzspan umwickelt; selbstverständlich können auch mehrere Holzspanwicklungen angewendet werden. Man wird dann zweckmäßig die eine Wicklung im Sinne eines Rechtsgewindes und die andere Wicklung im Sinne eines Linksgewindes ausführen. Je schärfer die Kurven verlaufen, nach welchen die Strebe- geformt werden soll, desto schmaler muß der Wickelspan sein.■ Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von in beliebiger Richtung verlaufenden Streben, namentlich für den Luftschiffbau, in Form von Holzröhren, deren Holzlängsstücke faßdaubenartig miteinander verbunden bzw. verleimt werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Einrichten der Holzlängsstücke zu einer in beliebiger Richtung verlaufenden Röhre über einem Modellkern erfolgt, welcher selbst so unterteilt ist, daß beim Aufspalten der beim Einrichten leicht miteinander verbundenen bzw;· verleimten Längsstücke (a) das Kernstück gleichzeitig mit gespaltet wird.Hierzu 1 Blatt; Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE308340C true DE308340C (de) |
Family
ID=561611
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT308340D Active DE308340C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE308340C (de) |
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0
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