DE307040C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C06—EXPLOSIVES; MATCHES
- C06B—EXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
- C06B21/00—Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
- C06B21/0033—Shaping the mixture
- C06B21/005—By a process involving melting at least part of the ingredients
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
Description
Ks ist bekannt, durch Zusammenschmelzen
äquimoliikularcr. Mengen zweier Metallnitrate Körper herzustellen, deren Schmelzpunkt erheblich
niedriger liegt als der der einzelnen Bestandteile.
Ks hat sich aber herausgestellt, daß das Lo7
sungsvcrhältnis viel günstiger wird, wenn man anstatt äquimolekularcr Mengen gerade entgegengesetzt. Mengenverhältnisse wählt, bei
ίο denen clic Bestandteile nicht in molekularem
Verhältnis zueinander stehen. So ist z. B. das molekulare Verhältnis zwischen Ammonsalpeter
und Natronsalpeter wie 80:85,1. Die vorliegende Erfindung zeigt aber, daß aus etwa
90 Teilen Ammonsalpeter und 10 Teilen Natronsalpeter ein Produkt erhalten wird, das nach
dem Schmelzen dünnflüssiger ist als die nach den bekannten Maßnahmen hergestellten Körper,,
und welches in bezug auf Sprengwirkung und Dctonationsfähigkeit des Ammonsalpeters
weit günstigere Ergebnisse zeigt.
Gleichzeitig hat sich ergeben, daß man durch Zusammenschmelzen zweier Metallnitrate zusammen
mit I [alogcnsalzen ebenfalls zu einem lind produkt gelangt, dessen Schmelzpunkt er-,
lieblich niedriger liegt, als der der angewandten Körper.
Weiter konnte festgestellt werden, daß auch
durch Zusammenschmelzen eines oder zweier Metallnitrate mit Halogensalz und Harnstoff
ebenfalls Schmelzkörper erhalten werden, deren Schmelzpunkt verhältnismäßig niedrig liegt.
Ein wesentliches Kennzeichen der Erfindung liegt darin, daß bei vorliegendem Verfahren
kein vorheriges Schmelzen eines Bestandeiles, z. B. des Ammonsalpeters, stattfindet, daß vielmehr
die Bestandteile nur bis zu einer Temperatur erhitzt werden, die weit unter dem Schmelzpunkt des einen oder anderen liegt.
Was die Verwendung von nur einem Metallnitrat
anstatt zweier dieser Gattung, bzw. das Erhitzen des Mctallnitratcs unter Zusatz von
Harnstoff, anbetrifft, so ist der Fortschritt, hier ein zweifacher, einmal nämlich ist es ein solcher
wirtschaftlicher Natur, insofern als Nitrate teuer und mitunter, z. B. in Kriegsläuften,
gar nicht zu erhalten sind. Zum anderen.aber ist ein technischer Fortschritt gegeben, weil gerade
Harnstoff in höherem Maße als andere organische Stoffe die Eigenschaft besitzt, das
Metallnitrat weit unter dessen Schmelzpunkt anzugreifen, zu korrodieren ' und hierdurch
eine bei verhältnismäßig niedriger Temperatur gießbare Schmelze des Gesamtproduktes zu
liefern. '
Nimmt man dagegen zwei Metallnitrate, so hat sich das Verhältnis von go Teilen Ammonsalpeter
zu 10 Teilen Natronsalpeter als besonders vorteilhaft herausgestellt.
Die verhältnismäßig leichte und billige Be-Schaffung des Kochsalzes hat Veranlassung zu ■
der weiteren Aufgabe gegeben, einen Teil des Metallnitrate oder.des Harnstoffs durch Kochsalz
zu ersetzen. Das Verfahren hat sich nach der technischen und wirtschaftlichen Seite hin
als durchaus vorteilhaft, erwiesen.
In allen diesen Fällen kann durch Zusatz von Nitrokörpern od<;;i· ftmlfiteij geeigneten Stoffen
die SprenglCraW^Migblftfi' Erhöht werden.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Herstellung gießbarer Sprengstoffe, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Metallnitrate, deren Mengen zueinanderίο nicht in molekularem Verhältnis stehen, ohne vorheriges Schmelzen eines ' Bestandteiles, z. B. des Aminonsalpeters, miteinander erhitzt werden bis zu einer Temperatur, die weit unter dem Schmelzpunkt des einen oder anderen Bestandteiles liegt, und zwar allein oder in Verbindung mit Halogensalzen und/oder Harnstoff, wobei der Sprengstoff allein oder unter Zusatz Von. Nitrokörpern oder anderen seine Sprengkraft erhöhenden Stoffen verwandt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem Zusatz von Harnstoff an Stelle zweier Metallnitrate nur ein Metallnitrat tritt.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von 90 Teilen Ammonsalpeter ■ und 10 Teilen Natronsalpeter.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von 90 Teilen Ammonsalpeter, 5 Teilen Natronsalpeter,
- 5 Teilen Kochsalz..5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gc^ kennzeichnet durch die Verwendung von 37,50 Teilen Ammonsalpeter, 6,25 Teilen Harnstoff, 6,25 Teilen Kochsalz.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE307040C true DE307040C (de) |
Family
ID=560412
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT307040D Active DE307040C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE307040C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2455205A (en) * | 1945-08-24 | 1948-11-30 | Ici Ltd | Compositions suitable for use as gas and power producing liquids |
| US2548693A (en) * | 1945-08-24 | 1951-04-10 | Ici Ltd | Process of producing explosives containing ammonium nitrate |
| DE968480C (de) * | 1952-01-24 | 1958-02-20 | Olin Mathieson | Sensibilisierter Ammonnitratsprengstoff und Verfahren zu dessen Herstellung |
-
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- DE DENDAT307040D patent/DE307040C/de active Active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2455205A (en) * | 1945-08-24 | 1948-11-30 | Ici Ltd | Compositions suitable for use as gas and power producing liquids |
| US2548693A (en) * | 1945-08-24 | 1951-04-10 | Ici Ltd | Process of producing explosives containing ammonium nitrate |
| DE968480C (de) * | 1952-01-24 | 1958-02-20 | Olin Mathieson | Sensibilisierter Ammonnitratsprengstoff und Verfahren zu dessen Herstellung |
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