DE519902C - Verfahren zur Herstellung kristalliner piezoelektrischer Koerper aus Stoffen mit polaren Molekuelen bzw. Molekuelkomplexen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung kristalliner piezoelektrischer Koerper aus Stoffen mit polaren Molekuelen bzw. MolekuelkomplexenInfo
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- H10N30/00—Piezoelectric or electrostrictive devices
- H10N30/01—Manufacture or treatment
- H10N30/09—Forming piezoelectric or electrostrictive materials
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-
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von kristallinen, in der Hauptsache
piezoelektrischen Stoffen. Das Verfahren läßt sich, nur anwenden für solche Stoffe, deren
Moleküle oder Molekülkomplexe polaren Charakter haben. Der Gedanke, der der Erfindung
zugrunde liegt, ist der, aus den Stoffen, die im kristalline Form gebracht werden sollen,
Pulver zu machen, dies Pulver sehr stark
ίο zu erhitzen und nun, während es im geschmolzenen
Zustand auf eine Unterlage auffällt, gleichzeitig noch während des Fallens (also
in einem Zustand, wo das einzelne Element große Beweglichkeit hat) so auszurichten, daß
die polaren Momente in den Pulverteilchen alle parallel und gleichgerichtet sind, so daß
dann beim Auffallen auf «ine Unterlage, beim Erstarren der Einzelteilchen und Zusammenschweißen
der Teilchen die Momente in allen Elementen im selben Sinne parallel gerichtet sind und nach dem Erstarren auch bleiben.
Bei einigen Stoffen genügt es, für die Ausrichtung die Pulverteile einer sehr großen
Erhitzung auszusetzen, dann werden die pyroelektrischen Momente in den einzelnen Elementen
erregt, und diese bilden gewissermaßen in sich das Feld. Die wirksamste Methode besteht aber darin, die Pulverteile,
während sie fallen, der ;Richtkraft eines elektaschen
Feldes auszusetzen. Die Methode läßt sieh auf eine große Zahl von Stoffen anwenden;
besonders geeignet sind hier alle Silikate, z. B. auch amorpher Quarz, der, wie Untersuchungen ergeben haben, in Pulverform
zerteilt, erkennen läßt, daß seine meisten Elemente aus Komplexen von Einheitszellen bestehen, also polaren Charakter haben.
Während das Pulver durch die Heizvorrichtung fällt, kann selbstverständlich dem PuI-ver
der Substanz mit dem elektrischen Moment vielfach zweckmäßig irgendeine andere Substanz, die an sich kein Moment hat, beigemengt
werden, so daß auf diese Weise sehr verschiedenartige Kristallkombinationen
entstehen.
Um die Bearbeitung der nach diesem Verfahren hergestellten Kristallkörper zu erleichtern,
ist es zweckmäßig, der Fläche, auf welche sich das Kristallpulver niedersetzt, gleich eine
solche Form zu geben, in der man nachher 5< den Kristallkörper verwenden will.
Die Figur zeigt schematisch die Untersuchungsanordnung.
A ist die Heizvorrichtung, durch welche das Pulver fällt, B die
Unterlage, auf welcher sich das polarisierte 5! und wieder erkaltete Pulver auflegt. Zwischen
A und B kann ein Spannungsfeld E gelegt werden.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung kristalliner piezoelektrischer Körper aus Stoffen mit
polaren Molekülen bzw. Molekülkomplexen, dadurch gekennzeichnet, daß das Pulver 6;
dieser Stoffe, während es auf eine Unterlage fällt, in den Schmelzzustand bzw. nahe dem Schmelzzustand gebracht wird,
so daß durch die wechselseitige Aufeinanderwirkung der durch die Erwärmung γ<
erregten pyr ο elektrischen Momente beim Fallen die Pulverteilchen elektrisch ausgerichtet
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausrichten der 7;
pyroelektrisch erregten fallenden Teilchen durch ein auf sie einwirkendes elektrisches
Feld gesteigert wird.
3. * Verfahren nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß als Pulver Silikate 8( (amorpher Quarz, Quarzsand usw.) verwendet
werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß dem
verwendeten Pulver mit polarem Charakter 8; auch Pulver anderer Substanzen nichtpolaren Charakters beigemengt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Flächen, auf die das Pulver auffällt, so g(
ausgebildet werden, daß sie dem Endprodukt die gewünschten Formen geben.
*■) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Alexander Meissner in Berlin.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET35958D DE519902C (de) | Verfahren zur Herstellung kristalliner piezoelektrischer Koerper aus Stoffen mit polaren Molekuelen bzw. Molekuelkomplexen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET35958D DE519902C (de) | Verfahren zur Herstellung kristalliner piezoelektrischer Koerper aus Stoffen mit polaren Molekuelen bzw. Molekuelkomplexen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE519902C true DE519902C (de) | 1931-03-06 |
Family
ID=7559511
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET35958D Expired DE519902C (de) | Verfahren zur Herstellung kristalliner piezoelektrischer Koerper aus Stoffen mit polaren Molekuelen bzw. Molekuelkomplexen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE519902C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1080466B (de) * | 1957-05-21 | 1960-04-21 | Renault | Verfahren zum Aufbringen eines keramischen Isolierstoffes auf Elektroden von Niederspannungs-Gleitfunkenzuendkerzen |
-
0
- DE DET35958D patent/DE519902C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1080466B (de) * | 1957-05-21 | 1960-04-21 | Renault | Verfahren zum Aufbringen eines keramischen Isolierstoffes auf Elektroden von Niederspannungs-Gleitfunkenzuendkerzen |
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