DE306C - Rost für Schwefelkies-Röstöfen - Google Patents

Rost für Schwefelkies-Röstöfen

Info

Publication number
DE306C
DE306C DE000000000306DA DE306DA DE306C DE 306 C DE306 C DE 306C DE 000000000306D A DE000000000306D A DE 000000000306DA DE 306D A DE306D A DE 306DA DE 306 C DE306 C DE 306C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grate
gravel
grate bars
bar
bars
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE000000000306DA
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
W Helbig
Original Assignee
W Helbig
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication of DE306C publication Critical patent/DE306C/de
Application filed by W Helbig filed Critical W Helbig
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

1877.
Klasse 24.
WILH. HELBIG in AUSSIG. Rost für Schwefelkies-Röstöfen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. Juli 1877 ab. Längste Dauer: 13. Juni 1892.
Auf Grund der Thatsache, dafs beim Rösten von Schwefelkies in Oefen mit Rost eine um so bessere Abrüstung erzielt wird, je gleichmäfsiger die Korngröfse der Kiese ist, trennt man die zerkleinerten Kiese vor dem Brennen in Stück-, Graupen- und Feinkies und unterscheidet darnach Stückkiesöfen, Graupenkiesöfen und Feinkiesöfen.
Im Folgenden haben wir es nur mit den beiden ersten Arten von Oefen, das ist den Stück- und Graupenkiesöfen zu thun.
Die Construction beider Oefen ist im Grunde dieselbe und unterscheidet sich eigentlich nur dadurch, dafs bei den Stückkiesöfen der Rost weitere, bei den Graupenkiesöfen engere Oeffnungen hat. Man wendet fast allgemein drehbare Roststäbe an, deren Querschnitt quadratisch oder rechteckig ist, mit centrischer oder excentrischer Drehaxe.
Auf diesen Rosten liegt der Kies in gleichmäfsiger Schicht etwa 40 bis 60 cm hoch ausgebreitet und bleibt so lange ruhig liegen, bis die Abrüstung soweit vorgeschritten ist, dafs eine neue Charge aufgegeben werden mufs. Bevor dies geschieht, wird durch Drehen der Roststäbe soviel ausgebrannter Kies abgelassen, als der neuen Charge, die oben aufgelegt wird, entspricht.
Beim Drehen der Roststäbe tritt nun, bedingt durch deren Querschnittsform, eine Hebung der darüber liegenden Kiesschicht, das ist ein Aufrütteln des ganzen Ofeninhalts, ein, infolge dessen unvollständig geröstete, meist kleine Stücke zu früh aus den oberen und tieferen Lagen gerathen oder gar durch den Rost fallen. Hierin liegt der Hauptgrund ungenügender und schlechter Röstung.
Kommt zwischen zwei solcher Roststäbe ein gröfseres Stück, so treten Klemmungen ein, die nur durch ein gewaltsames Drehen zu beseitigen sind, wodurch sich aber die bezeichneten Uebelstände noch vermehren, die Roststäbe mitunter sogar aus ihren hinteren Lagern herausfallen.
Bei von Staub und Graupen reingehaltenen Stückkiesen ist die Abröstung auf derartigen Rosten im allgemeinen auf einen ziemlichen Grad der Vollkommenheit gestiegen; doch ist der Erfolg einer guten Röstung neben gut geschulten Arbeitern sehr abhängig von dem Verhalten des Kieses während des Brennens; sie läfst noch sehr zu wünschen übrig, wenn, wie es zuweilen vorkommt, der Kies die Eigenschaft hat, im Feuer zu zerspringen.
Die Abröstung der Graupen ist, da die Schutthöhe niedriger ist, als bei Stückkies, weit schwieriger, indem es dabei vorkommt, dafs beim Drehen der Roststäbe mehr Kies hindurchfällt, als beabsichtigt ist oder durch das gleichzeitige Drehen nebenliegender Roststäbe, beim Drehen eines einzelnen, Kies von Stellen herausfällt, wo er liegen bleiben sollte.
Man ist daher vielfach bemüht gewesen, Verbesserung einzuführen, doch bis jetzt ohne den gewünschten sicheren Erfolg. So z. B. hat man sämmtliche Roststäbe eines Ofens derart verbunden, dafs sie sich alle gleichzeitig bewegen müssen, wohl zu dem Zwecke, zu verhüten, dafs beim Drehen eines Stabes sich andere unnütz mitbewegen. Durch diese Construction wird aber der Rost sehr complicirt und .zur Bearbeitung einzelner Stellen der Rostfläche ungeeignet. Ein gleichzeitiges Oeffnen und Schliefsen eines so gefesselten Rostes bedingt natürlich auch ein gleichmäfsiges Abführen von Kiesabbränden an allen Stellen der Rostfläche.
Nun ist aber bekannt, dafs die Abröstung an verschiedenen Stellen im Ofen sehr verschieden ist. Sie erfolgt in der Mitte des Ofens langsamer, als an den Wänden, weshalb auch beim Chargiren der Oefen an verschiedenen Orten verschieden viel abgelassen werden mufs.
Auch die Construction der Graupenkiesroste, wobei zwei Roste ziemlich dicht übereinander angeordnet sind, beseitigt die mehrerwähnten Uebelstände nicht, dieselben erfordern viel Aufmerksamkeit und verdoppeln die Arbeit.
Dem Erfinder ist es gelungen, zur Beseitigung der den gewöhnlichen Stück- und Graupenkies-Oefen anhaftenden Uebelstände, aber mit Beibehaltung ihrer guten Eigenschaften, eine Roststabform ausfindig zu machen, die alle die im Vorhergehenden angeführten Unregelmäfsigkeiten in vollkommenster Weise vermeidet.
Versuche mit diesen neuen Rosten scheinen in der That eine ganz vorzügliche Abröstung für Stück- und Graupenkiese herbeizuführen.
In der beiliegenden Zeichnung ist in Fig. 1 eine Vorderansicht, in Fig. 2 ein Längsschnitt

Claims (1)

  1. eines mit den neuen Roststäben versehenen Rostes dargestellt, während Fig. 3 und 4 die Roststäbe im gröfseren Mafsstabe zeigt und Fig. 5 ein Grundrifs ist.
    Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind die runden Roststäbe A mit steilem Schraubengewinde von rechteckigem oder elliptischen Querschnitt versehen und können am einfachsten aus Gufseisen, jedoch auch aus anderen passenden Metallen gefertigt sein. -
    Die Steigung des Gewindes, sowie die Dimensionen des Querschnitts etc., richten sich nach der Maximal- und Minimal-Korngröfse des Kieses, für den der Rost bestimmt ist. An den beiden Enden ist der Roststab mit Bunden α α versehen, welche dazu dienen, den Stab vor dem Herausstellen aus seinen Lagern zu schützen. Der Roststab liegt vorne mittelst des Zapfens b in halbkreisförmigen Auszahnungen der Grundplatte B, hinten mittelst der Zapfen c in entsprechenden Löchern des Rostträgers d, der sich in der Mitte des Ofens befindet. In geeignetem Abstande von der Platte B ist die. Tragplatte C für das Ofenmauerwerk angebracht; der Abstand dieser Platten ist so grofs, dafs man bequem die Roststäbe in den Ofen bringen kann, und wird der Spalt durch eine, mit den Zapfen b entsprechenden Durchbohrungen versehene Vorstellplatte/ geschlossen. Die Befestigung dieser Platte geschieht durch hakenförmige Stützen g und die Schrauben h mit Flügelmuttern. Die Zapfen b ragen aus der Vorstellplatte heraus und haben hier ein Viereck k zur Aufnahme eines Schlüssels, wenn der Roststab gedreht wird. Aus der Fig. 3 ist der Vorgang beim Drehen eines einzelnen Roststabes ersichtlich. Stehen die Roststäbe zu einander wie A1 und A2, so' bieten sie die kleinsten, in der Stellung A2 A3 die gröfsten Oeffnungen. In beiden Fällen ist die freie Rostfläche gleich grofs, eine Eigenthümlichkeit, welche den bisher gebräuchlichen Rosten fehlt.
    Die Vortheile des vorliegenden Systems sind gegen die bisher gebräuchlichen, drehbaren Roststäbe folgende:
    Die Roststäbe drehen sich in Folge ihres kreisförmigen Querschnittes leichter, sind also leichter zu bedienen. Beim Drehen derselben findet ,kein Aufrütteln und Heben der Kiesschicrften statt und daher auch kein vorzeitiges Herausfallen oder Voreilen unvollständig gerösteten Kieses. Nebenliegende Roststäbe kommen beim Drehen eines Stabes nie mit in Bewegung, infolge dessen kein Entleeren von Kies an Stellen vorkommt, an welchen es nicht stattfinden soll. Treten gröfsere Stücke Kies zwischen zwei Stäbe, so wird durch Anwendung von mehr Gewalt das Stück zerkleinert, ohne irgend welche Nachtheile herbeizuführen, oder dafs man befürchten müsse, dafs der Roststab herausfällt. Der Kies röstet sich gleichmäfsiger und besser ab, weil keine Unregelmäfsigkeiten im Niedergange der ganzen Ofenladimg vorkommen.. Durch die Auflagerung der Kopfenden der Roststäbe ist der Zutritt von Luft seitlich ausgeschlossen; sämmtliche Luft mufs unterhalb des Rostes einströmen. Der Kies fällt nur so lange durch den Rost, als gedreht wird, uud ist der_ nachtheilige Einflufs durch das Zerspringen des Kieses im Ofen aufgehoben. Schliefslich ist noch der Umstand v.on grofser Wichtigkeit für die Gleichmäfsigkeit der Abröstung, dafs die Roststäbe in jeder Stellung eine gleiche freie Durchgangsfläche für die Luft bilden. , .
    Patent-Anseruche: Die Verwendung von Roststäben mit kreisförmigen Querschnitten und schraubenförmigen Windungen, welche einzeln gedreht werden können, für Stück- und Graupenkies -Oefen in der durch Zeichnung und Beschreibung erklärten'. Zusammensetzung und Wirkung. .
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE000000000306DA 1877-07-22 1877-07-22 Rost für Schwefelkies-Röstöfen Expired - Lifetime DE306C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE306T 1877-07-22

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE306C true DE306C (de)

Family

ID=70917944

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE000000000306DA Expired - Lifetime DE306C (de) 1877-07-22 1877-07-22 Rost für Schwefelkies-Röstöfen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE306C (de)
  • 1877

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT365322B (de) Entschlackungseinrichtung fuer grossfeuerungen
DE306C (de) Rost für Schwefelkies-Röstöfen
EP0174970A1 (de) Schachtanordnung für thermische und/oder stoffübertragungsvorgänge zwischen einem gas und einem schüttgut.
DE878625C (de) Vorrichtung zur Behandlung von Schuettgut mit Gas, insbesondere zum Kuehlen von Zementklinkern
DE614699C (de) Vorrichtung zum Brennen von trocken aufbereitetem Zementrohgut
DD231782A5 (de) Verfahren und vorrichtung zur thermischen behandlung von blaehfaehigen gemachten aluminosilikathaltigem rieselfaehigen gut
DE499880C (de) UEberfuehrungskammer mit Siebvorrichtung fuer Verbundtrommelmuehlen
DE688133C (de) Gleitblechkuehler
DE154988C (de)
DE545835C (de) Etagenroestofen
AT126744B (de) Kühl- und Austragvorrichtung für Schachtöfen.
DE165419C (de)
DE316019C (de)
DE622722C (de) Klassierrost
DE405542C (de) Spirlet-Erzroestofen
DE86499C (de)
DE753148C (de) Schraeg- oder Stufenrost mit mechanisch bewegten Schiebern
AT219234B (de) Vorrichtung zum Lockern von auf dem Rost liegender Schlacke oder Brennstoff
DE352225C (de) Hin und her gehender dachfoermiger Rost fuer Schachtoefen
DE655804C (de) Scheibenwalzenrost zum Feinabsieben von Schuettgut
DE253892C (de)
DE556965C (de) Einhaengevorrichtung fuer Gaserzeuger (Schachtoefen u. dgl.)
DE3343023C2 (de)
DE1751512B2 (de) Schuervorrichtung fuer eine muellverbrennungsanlage
AT92931B (de) Treppenrost.