DE306740C - - Google Patents

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DE306740C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B31/00Packaging articles or materials under special atmospheric or gaseous conditions; Adding propellants to aerosol containers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dispersion Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vacuum Packaging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 306740 -KLASSE 53 b. GRUPPE 3.·
ARNO BOERNER in AMSTERDAM.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Oktober 1916 ab.
Konservengefäße, z. B. Gläser, werden gewöhnlich zum Zwecke des Verschlusses unter Vakuum gesetzt derart, daß im Innern ein • geringerer alb der Atmosphärendruck herrscht. 5 Oft genug sind aber solche Verschlüsse unvollkommen und lösen sich während der Aufbewahrungszeit. Das rührt daher, daß mit den gewöhnlichen Mitteln innerhalb des Konservengefäßes . der erforderliche Unterdruck
ίο nur in unzulänglichem Grade erzeugt- werden kann. Gewöhnlich pflegt man die Deckel der Konservengefäße aufzulegen, zuweilen sogar durch Federn und andere . Halter aufzudrücken, wobei- auch solche Vorrichtungen bekannt sind, bei denen diese federnden Halter an Stangen befestigt sind, die verschiebbar im Deckel des Evakuierungsgefäßes angebracht sind. Alle diese Mittel sind aber nicht geeignet, die Schaffung eines hinreichenden Unterdrucks im Konservengefäß sicherzustellen; im Gegenteil sind sie gerade häufig die Ursache, daß der Unterdruck, der im Evakuierungsgefäß erzeugt wird, sich nur unvollkommen auf den Inhalt des Konservengefäßes überträgt. Dies rührt daher, daß die Deckel zum Teil durch ihr eigenes Gewicht, zum Teil durch die darauf drückenden federnden Halter, insbesondere wenn Gummidichtungen zur Anwendung kommen, das Konservengefäß schon so weit abschließen, daß der. in der Umgebung des Konservengefäßes innerhalb des Evakuierungsgefäßes erzeugte Unterdruck nicht die Möglichkeit hat, sich auf den Inhalt des Konservengefäßes zu erstrecken.
Diesem Übelstand will die vorliegende Erfindung abhelfen, und zwar dadurch, daß während der Evakuierung des Evakuierungsraumes die Deckel der Konservengefäße von diesen abgehoben sind und erst nach Beendigung der Evakuierung 'aufgelegt bzw. aufge- drückt werden, so daß innerhalb des Konservengefäßes der gleiche Unterdruck herrschen muß, der im Evakuierungsraum erzeugt worden ist. . Wird dann nachfolgend der Evakuierungsraum mit der Atmosphäre in Verbindung gebracht, so veranlaßt1 der nunmehr wieder einwirkende Luftdruck einen sicheren Abschluß des Konservengefäßes am Deckel. Um diese Arbeitsweise zu ermöglichen, werden gemäß der Erfindung an den Stangen, die in bekannter Weise verschiebbar imDeckel des ,' Evakuierungsraumes angeordnet sind, Gjreifvorrichtungen, wie z. B. .Federklauen, angebracht, welche die Möglichkeit bieten, den Deckel des Konservengefäßes zu erfassen, so daß dieser durch die Stangen gehoben, gesenkt werden und, wenn der richtige Abschluß herbeigeführt ist, auch freigegeben werden kann.
Der Gegenstand der Erfindung ist, in der . Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel, und zwar in einem senkrechten Schnitt mit abgehobenem Deckel dargestellt.
ι ist ein druckfestes Evakuierungsgefäß, welches durch den Deckel 2 abgeschlossen werden kann. Dieser Deckel ist zweckmäßig durch Rohr 3 mit einem Vakuummesser 4 versehen, während durch eine Stopfbüchse 5 eine Stange 6 durch den Deckel hindurchgeht, die der Höhe nach verstellbar ist. Durch eine Schraube 7 kann die jeweilige Höhenlage ge--, sichert werden. Dieser Evakuierungsraum
steht' durch einen Rohrstutzen 8 und durch eine Leitung 9 mit einer geeigneten Evakuierungsvorrichtung in Verbindung. Zwei Hähne 10 und 12 gestatten dabei die entsprechende Schaltung, und zwar derart, daß bei der Schlußstellung des Hahnes 12 und bei geöffneter Lage des Hahnes 10 der Evakuierungsraum mit der Evakuierungsvorrichtung in Verbindung steht, während bei umgekehrter Stellung der beiden Hähne durch Rohrstutzen 11 atmosphärische Luft in den, Evakuierungsraum eintreten kann. Die Evakuierungsvorrichtung kann beliebige Gestalt, haben. In der Zeichnung ist angenommen,
daß z. B. mit Hilfe der AVasserleitung ein Wasserstrahlgebläse zur Anwendung kommt, in welchem durch die Düse 13 das durch Leitung 14 zugeführte Wasser hindurchfließt, so daß eine Saugwirkung auf die Leitung 9
ao ausgeübt wird.
Innerhalb des Evakuierungsgefäßes 1 wird
das Konservengefäß 16 in geeigneter Weise angeordnet, z. B. auf einem kleinen Tisch-
. chen 15, welches mittels Stangen 17 der Höhe nach einstellbar ist. Indessen ist diese Art der Unterstützung des Konservengefäßes unerheblich und kann abgeändert werden. Es können natürlich auch gleichzeitig mehrere Konservengefäße innerhalb des Evakuierungsraumes angebracht werden. 18 ist der Deckel des Konservengefäßes. In der, Zeichnung ist angenommen, daß dieser Deckel in der Mitte 'eünen Knopf 19 trägt. An der Stange 6, welche durch den Deckel 2 des Evakuierungsraumes hindurchgeht, ist eine Greifvorrichtung angebracht, die in dem gewählten Beispiel die Form einer Federklaue 20 hat und welche natürlich der Größe und Gestalt des Knopfes 19 angepaßt ist. Bei anderer Ausbildung des Deckels kann diese Greifvorrichtung auch andere Form und andere Abmessungen haben.
Bei geschlossenem Evakuierungsgefäß wird bei Beginn der Arbeitsweise zunächst der Konservendeckel 18 in gehobener Lage von der Stange G gehalten, d.h. so, daß zwischen diesem Deckel und dem Konservengefäß selbst ein Abstand besteht. Bei der nunmehr einsetzenden Evakuierung des Raumes 1 muß daher innerhalb des Konservengefäßes 16 dei gleiche Unterdruck herrschen wie innerhalb des Evakuierungsraumes selbst. - Natürlich kann man gleichzeitig auch eine Erwärmung" Platz greifen lassen, um eine vollwertige Konservierung der aufzubewahrenden Speisen herbeizuführen. Gegebenenfalls kann auch in an sich bekannter Weise der Unterdruck durch Erhitzung herbeigeführt werden. Ist der notwendige Unterdruck innerhalb des Evakuierungsraumes ι und des Konservengefäßes 16 erreicht, so wird durch Senken derStangeo der Deckel 18 auf den Rand des Konservengefäßes aufgelegt bzw. aufgedrückt. Der endgültige Verschluß des Konservengefäßes tritt aber erst ein, wenn nunmehr in den Evakuierungsraum 1, in dem bisher Unterdruck herrschte, Luft von atmosphärischem Druck eingelassen wird, z. B. durch Öffnen des Hahnes 12. Dieser Luftdruck hat zur Folge, daß nunmehr der Deckel 18 fest und sicher auf dem Rande des Konservengefäßes 16 aufliegt und den Inhalt des letzteren luftdicht abschließt. Mit Hilfe der beschriebenen Vorrichtung kärin daher, weil innerhalb des Konservengefäßes mit aller Sicherheit der gewünschte Unterdruck erreichbar ist, ein sicherer dauerhafter Abschluß desselben erreicht werden. , .

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum Verschließen von Konservengefäßen mittels Vakuum mit einer oder mehreren luftdicht durch die Wandungen des Aufnahmeraumes beweg- 85, baren und zur Einwirkung auf die Gefäßdeckel dienenden Stangen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stangen mit einer Greifvorrichtung, z. B. einer Federklaue (20), ausgerüstet sind, mit deren Hilfe die Gefäßdeckel ergriffen und auf und ab bewegt werden können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE949270C (de) * 1953-10-07 1956-09-13 Walter Schumm Druck-, Unterdruck- und Rueckschlagventil fuer Dampfkochtoepfe, Konservengefaesse und Hilfsgefaesse zum Evakuieren von Konservenglaesern
DE29503717U1 (de) * 1995-03-04 1995-06-22 Ristau, Harald, 21147 Hamburg Aufnahmebehälter

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE949270C (de) * 1953-10-07 1956-09-13 Walter Schumm Druck-, Unterdruck- und Rueckschlagventil fuer Dampfkochtoepfe, Konservengefaesse und Hilfsgefaesse zum Evakuieren von Konservenglaesern
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DE19513342A1 (de) * 1995-03-04 1996-09-05 Ristau Harald Verfahren zur Erzeugung von Vakuum in Gutaufnahmebehältern sowie Vorrichtungen und Gutaufnahmebehälter zur Durchführung des Verfahrens

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