DE30599C - Apparat zur Herstellung gröfserer Kaffeemengen - Google Patents
Apparat zur Herstellung gröfserer KaffeemengenInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47J—KITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
- A47J31/00—Apparatus for making beverages
- A47J31/44—Parts or details or accessories of beverage-making apparatus
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Apparatus For Making Beverages (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der beiliegenden Zeichnung stellt A den eingemauerten Wasserkessel mit dem Dom B
und dem Standrohr C dar. Bei D befindet sich die Feuerung mit Aschabfallraum. Das
Rohr E vermittelt den Zuflufs kalten Wassers in den Kessel aus dem Wasserreservoir bezw.
im Anschlufs an die etwa vorhandene Wasserleitung. Durch den Wasserversorger F mit
daran befindlichen Gewichten g und g\ sowie
dem sich bei G selbstthätig öffnenden und schliefsenden Kran wird der Wasserstand im
Kessel derartig regulirt, dafs derselbe stets auf dem Niveau H erhalten bleibt. In dem Verhältnifs,
wie das ins Sieden gebrachte Wasser den Kessel durch die Röhren JJ' verläfst, erfolgt
also der Zutritt des kalten Wassers durch das Rohr E. Wie schon erwähnt, erfolgt der
Austritt des siedenden Wassers vermittelst der Rohre / und J' in die Wasserbecken if und K'.
Die in den Becken K K' angebrachten Schwimmer MM', welche den .Verschlufs bei NN'
reguliren, sollen verhüten, dafs etwa Wasser über den Rand des Beckens fliefst, falls der
Zuflufs des siedenden Wassers aus.dem Kessel A durch die Rohre JJ' in die Becken KK'
stärker wäre, als der Abflufs aus letzteren in die Cylinder Q. Q.', ein Fall, der übrigens bei
richtiger Bedienung des Apparates nicht zu befürchten ist.
Ist der Wasserstand im Becken K zufolge successiven Abflusses des Wassers in den Cylinder
Q ein normaler, d. h. tiefer, so sinkt die auf der Wasseroberfläche schwimmende
Hohlkugel η mit dem Wasserstande zugleich und wirkt vermittelst des Hebels 0, der sich
im Gelenk bei ρ bewegt,.nach unten, wodurch ein bei q genau in die Mündung des Rohres J
passender Cylinder veranlafst wird, etwa 3 cm nach unten herauszutreten. Dieser Cylinder q
ist an seinem unteren, äufseren Rande konisch geformt, während das Rohr J an seiner unteren,
inneren Fläche (Seelenwand) ebenfalls eine konisch geformte Fläche aufweist. Ueber jenem
konisch geformten unteren Rande besitzt der bezeichnete Cylinder q breitere Einschnitte in
seiner Längsrichtung, vermittelst deren das Wasser freien Zutritt aus dem Röhr J in das
Becken K hat.
Steigt das Wasser wieder im Becken K, so hebt sich im nämlichen Verhältnifs auch wieder
der Schwimmer n, infolge dessen durch den Hebel 0 bei ρ der Cylinder q allmälig
wieder in die Mündung des Zufrufsrohres J zurückgedrückt wird. Der Wasserzuflufs wird
geringer, entsprechend in dem Verhältnifs, wie die Einschnitte im Rohr nach oben verschwinden,
bis endlich die konischen Flächen auf einander schliefsen, den gänzlichen Verschlufs
herstellend.
Die Wasserbecken KK' stehen vermittelst der äufseren Cylinder 0 0' in unmittelbarer
Verbindung mit den Kaffeebehältern P P', und zwar sind oberer und unterer Rand dieser
Cylinder O O' mit den Boden- bezw. Deckelflächen
der Behälter K K' und Kessel P P' verlöthet. Der obere Rand dieses etwa 21 cm im
Durchmesser betragenden Cylinders O steht kranzförmig etwas über die Bodenfläche des
Behälters K hinaus (s. Zeichnung). Ueber diesen Kranz e greift der mit einer Gummiplatte versehene
Ansatz f des Cylinders Q., so dafs beide Flächen e und f genau schliefsen. Eine
Klammer g greift, wie aus der Zeichnung ersichtlich, bei g unter die an dem Kranz e angebrachten
Haken, während ein Kreuz h auf der oberen Ansatzfläche f des Cylinders Q
ruht. Die Klammer g enthält oben in der Mitte. bei k ein Gewindetheil mit Klemmschraube
i. Wird letztere angezogen, so pressen sich die Flächen e undy fest auf einander und
wird dadurch der hermetische Verschlufs R hergestellt, so dafs das siedende Wasser aus
Behälter K durch dessen Bodenöffnung in den Kaffeefiltrircylinder Q, welcher mit den oberen
zwei Dritttheilen seiner Länge genau in den Aufsencylinder O hineinpafst, eindringen mufs.
In seinem unteren Theil erweitert sich, wie aus der Zeichnung ersichtlich, dieser als äufsere
Hülle dienende Cylinder O so weit, um dem Kaffe auch freien Abflufs aus den Seitensieben a
zu gewähren. Bei I V und in ni' vermittelst
Stäbe an der Seelenwand des Cylinders Q. angelöthete Ringe dienen zur Einführung des
centralen Cylinders b b', denselben gleich so fixirend, dafs die Seelenachsen beider Cylinder Q. Ql
und b b' in einander fallen. Ueber den Stäben Z/' ruhen die Siebe dd', während auch die obere
Oeffnung des centralen Cylinders b b' bei χ χ'
mit einem Siebe verschlossen ist. Diese Siebe dd'
bezw. χ x' verhindern, dafs Theile des Kaffeesatzes nach oben in die Behälter KK' entweichen
oder von da aus wohl gar in die centralen Cylinder b b', dieselben verstopfend,
eindringen.
Soll Kaffee hergestellt werden, so wird der Cylinder Q. Q.' aufserhalb der Maschine mit
Kaffee gefüllt, nachdem vorher der Cylinder b b' eingeführt worden ist; sind demnächst die Siebe
d d' bezw. χ χ' aufgelegt, so wird der in dieser Weise geladene Cylinder Q. Q.' in den
Cylinder O O' von oben hineingeschoben und an der Bodenfläche von KK' vermittelst des
näher beschriebenen Verschlusses bei RR' befestigt.
Das dem Becken KK' aus dem Kessel A zugeführte siedende Wasser dringt nun gleichmäfsig
durch die Siebflächen bei d d' und χ χ' sowohl in den Cylinder Q. Q.', woselbst es sofort
mit der Kaffeemasse in Berührung tritt, dieselbe brühend und filtrirend, als auch in
den centralen Cylinder b b', von wo aus es durch die im unteren Theil desselben angebrachten
Sieböffnungen c c' unter Ausübung eines starken Druckes strahlenförmig von dem
Centrum nach der Peripherie auf die Kaffeemasse im Cylinder Q QJ wirkt, dieselbe ebenfalls
brühend und filtrirend. Dadurch nun, dafs während des ganzen Aufgufsverfahrens fortgesetzt und stetig klares Wasser strahlenförmig
aus dem centralen Cylinder in die Kaffeemasse eindringt, wird letztere so in Bewegung
und im Flufs erhalten, dafs die sonst unvermeidlichen Verstopfungen, welche unbedingt
bei Filtration so grofser Massen eintreten würden, gänzlich vermieden werden, indem das durch den Procefs in klaren Kaffee
verwandelte Wasser in entsprechend kurzer Zeit durch die bei aa' im Cylinder Q. Q.' angebrachten
Siebe abfliefsen kann. Zur Aufnahme des fertiggestellten Kaffees dienen die Kessel PP'. Aufser den Bodensieben aa' sind,
wie aus der Zeichnung ersichtlich, auch noch die Seitensiebe aa' angebracht, da hierdurch
der Procefs des Abfliefsens bedeutend beschleunigt wird, ohne dafs der Kaffee qualitativ
leidet.
Bisher war es nicht möglich, gröfsere Massen gemahlenen Kaffees zu filtriren (im vorliegenden
Falle handelt es sich um ein Quantum von ca. 5 kg Kaffee in jedem der beiden Cylinder
Q. Q.', und kann diese Masse selbstredend bei entsprechender Vergröfserung der Construction
im Verhältnifs vermehrt werden), da sehr bald eine völlige Verstopfung der Siebe erfolgte
und unvermeidlich war. Durch Combination der centralen Cylinder b b', welche
von oben nach unten durch die Kaffeemasse hindurchführen, dieselbe fortwährend mit klarem
Wasser speisend, durch Einrichtung der Siebe c c', sowie α α' in der nach der Zeichnung angedeuteten
Weise wird der beregte Uebelstand in überraschender Art beseitigt, so dafs das
Filtrationsverfahren ohne Störung und sonstige mechanische Einwirkung von statten geht.
Vermittelst der Dampfrohre S S' wird der Kaffee, insofern derselbe erst nach einigen
Stunden zur Ausgabe gelangt, und bis dahin schon abgekühlt sein sollte, mit Hülfe der in
den Behältern PP' befindlichen Schlangen wieder erwärmt; auch dienen diese Rohre S S'
dazu, den etwa überflüssig werdenden Dampf abzulassen. Bei T befindet sich das Ventil. Der
ganze Apparat ist ohne Gefahr durch einen Mann, der keine besonderen maschinentechnischen
Vorkenntnisse zu besitzen braucht, leicht zu bedienen. Die Hähne N N' sind zum Ablassen
des Kaffees bei dessen Verausgabung bestimmt. Bei V V sind sogenannte Lufthähne
angebracht. Die bei W W eingerichteten Glasröhren lassen den Flüssigkeitsstand jederzeit
erkennen. Das bei ZZ' eingeführte Rührwerk hat den Zweck, den Kaffee nach erfolgter
Fertigstellung gehörig in Bewegung zu bringen, damit der zuerst abgeflossene und
unten befindliche Extract sich mit den schwächeren, zuletzt filtrirten, oben gebliebenen
Bestandtheilen* richtig vermischt. Am Kessel befinden sich ferner bei X ein Hahn zum Ablassen
des Wassers, während bei Y der Wasserstand im Kessel zu sehen ist.
Vermittelst des in vorstehendem näher beschriebenen, aus der beiliegenden Zeichnung
ersichtlichen Kaffeeaufgufs-Apparates nebst hier-
zu construirten Filtern wird es nun ermöglicht, ' einen klaren, aromatischen, schmackhaften,
von Gerbstoffen befreiten Kaffee in verhältnifsmäfsig kurzer Zeit, unter vollster Ausnutzung
der in dem verwendeten Kaffee enthaltenen Bestandtheile, billig herzustellen. Der
hier beschriebene Apparat liefert beispielsweise in ca. ι Y2 bis 2 Stunden durch das Aufgufsverfahren
1000 1 filtrirten Kaffees, und lassen sich nach diesem System und der beschriebenen
Construction selbstredend Apparate nach völlig beliebigen Dimensionsverhältnissen mit entsprechend
gröfserer oder geringerer Leistungsfähigkeit herstellen. Der bezeichnete Apparat dürfte
sich somit zu den verschiedensten Zwecken, namentlich aber zu Anlagen eignen, wo es
sich darum handelt, gröfsere Massen mit Kaffee zu versorgen, wie beispielsweise in
Truppen - Menagen, Volksküchen, gröfseren Fabriken, Restaurants etc.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:In Combination mit dem Wasserkessel A die beiden Filtrirapparate, bestehend aus den Vorkammern K K', welche mit den Reservoiren PP' durch einen äufseren, unten sich erweiternden Cylinder O O' in Verbindung stehen, in welch letzteren der das Kaffeemehl aufnehmende, mit einem centralen Druckrohr b b' versehene Cylinder Q. Q.' geschoben wird, so dafs das Wasser aus den Vorkammern K K', durch die oberen Siebe d d' tretend, das Kaffeemehl passirt und aus den seitlichen und unteren Sieböffnungen a a' nach den Reservoiren PP' abfiiefst, während das gleichzeitig durch die Siebe χ χ' in das centrale Rohr b b' gelangende Wasser, aus dessen unteren Sieböffnungen c c' strahlenförmig austretend, das Kaffeemehl in Bewegung erhält und dadurch einem Verstopfen der Siebe α α' vorbeugt.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30599C true DE30599C (de) |
Family
ID=306711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30599D Expired - Lifetime DE30599C (de) | Apparat zur Herstellung gröfserer Kaffeemengen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30599C (de) |
-
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- DE DENDAT30599D patent/DE30599C/de not_active Expired - Lifetime
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