DE305348C - - Google Patents

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DE305348C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B3/00Preparation of cellulose esters of organic acids
    • C08B3/22Post-esterification treatments, including purification

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Materials Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Medicinal Chemistry (AREA)
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)

Description

Gemäß den Patenten 297504 und 303530 lassen sich acetonlösliche Acetylcellulosen allgemein in Gegenwart von Bisulfaten und von Neutralsalzen starker Säuren, wie Schwefelsäure, Salzsäure, Salpetersäure, mit verhältnismäßig schwächeren Basen bereiten, wenn Cellulose entweder direkt im Anschluß an irgendein Acetylierungsverfahren oder auch getrennt davon, d. h. nachdem die Acetyl-
cellulose fertig bereitet worden ist, in Gegenwart von geeigneten Verdünnungsmitteln, wie z. B. Eisessig, mit gewissen Mengen Wasser behandelt wird, so zwar, daß je nach dem anwesenden Katalysator niedrigere oder höhere
*5 Temperaturen und längere oder kürzere Zeiten zur Durchführung des Prozesses dienen.
Es wurde nun gefunden, daß auch ohne Anwesenheit irgendeines Acetylierungskataly-. sators für Cellulose im gleichen. Verfahren die in Aceton unlöslichen Formen von Acetylcellulosen in Gegenwart geringer Mengen Wasser in acetonlösliche Formen übergehen.
Gemäß der französischen Patentschrift 371447 werden acetonunlösliche Acetylcellulosen durch teilweise Verseifung in Gegenwart von viel Wasser in acetonlösliche Produkte übergeführt. Im vorliegenden Verfahren wird die Umwandlung infolge Abwesenheit größerer Mengen Wasser und stärker verseifender Mittel in besondere Bahnen gelenkt, die weniger
durch Verseifung und durch hydrolytische Aufspaltung des Cellulosemoleküls als vielmehr durch anderweitige Vorgänge, vermutlich innermolekulare Umlagerungen, gekennzeichnet sind.
Beispielsweise wird acetonunlösliche Acetylcellulose mit Eisessig von etwa 6 Prozent Wassergehalt im Verhältnis von 1: 9 auf etwa ioo° so lange erhitzt, bis eine herausgenommene Probe in Aceton leicht löslich geworden ist.
Die Mengen Wasser, das Verhältnis von Acetylcellulose zum Eisessig, sowie die Reaktionstemperatur können nach beiden Seiten in weiten Grenzen abgeändert werden.
Auch kann der Eisessig zum Teil oder ganz durch andere Lösungsmittel für Acetylcellulosen, wie andere organische Säuren, Aceton, Essigester usw., ersetzt werden. Es ist auch nicht erforderlich, daß die Acetylcellulose sich in Lösung befindet. Die Umwandlung kann auch im aufgeschlämmten Zustande vorgenommen werden, nur geht sie dann entsprechend schwerer vor sich. Beim Umwandlungsprozeß können auch Kampfer und Kampferersatzstoffe zugegen sein, so daß man direkt auf Fäden, Films, Celluloidmassen usw. verarbeitbare Auflösungen oder Gallerten erhält.
Das Verfahren kann auch direkt anschlie-
*) Früheres Zusatzpatent: 303530.
Bend an irgendein Verfahren zur Acetylierung der Cellulose durchgeführt werden, wenn dafür gesorgt wird, daß der zur Acetylierung angewandte Katalysator vor der Umwandlung in acetonlösliche Produkte unter Zusatz geringer Mengen Wasser auf an sich bekannte Weise in solche Stoffe, Neutralsalze aus starken Säuren und sehr starken Basen, übergeführt wird, die wie Natriumsulfat oder Kochsalz ο. dgl. keine katalytische Wirkung in Acetylierungsprozessen auszuüben vermögen.
Beispielsweise wird eine Acetylcellulose-
lösung, die mit Schwefelsäure als Katalysator nach irgendeinem bekannten Verfahren be-
ig reitet wurde, mit so viel eines Salzes aus schwacher Säure und starker Base, z. B. mit Natriumacetat, versetzt, daß dadurch die Schwefelsäure in neutrales Natriumsulfat übergeführt wird. Die so vom Katalysator befreite Lösung wird nun in Gegenwart geringer Mengen Wasser, die so bemessen sein müssen, daß wenigstens kein Essigsäureanhydrid mehr in der Lösung verbleibt, so lange zweckmäßig erhöhten Temperaturen ausgesetzt, bis eine herausgenommene Probe in Aceton leicht löslieh geworden ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Weitere Ausbildung des durch Patent 297504 geschützten Verfahrens zur Darstellung von leicht löslichen Acetylcellulosen, darin bestehend, daß die Umwandlung von in Aceton schwer löslichen Acetylcellulosen in leicht lösliche bei Abwesenheit eines Katalysators durchgeführt wird.
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