DE3047701C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von an
isotropen hohlwalzenförmigen Dauermagneten nach dem Oberbe
griff des Anspruches 1, die insbesondere für einen Einsatz
als mehrpolige Kopierwalze für Kopiergeräte aber auch für Moto
ren und Generatoren geeignet sind.
Die Herstellung von anisotropen Dauermagneten aus anisotropem
Dauermagnetpulver mit einem oder mehreren Polpaaren auf ihrer
Oberfläche stößt insbesondere dann auf Schwierigkeiten, wenn
derartige Dauermagnete eine axiale Länge haben, die deren
Dicke oder Durchmesser um ein Mehrfaches übersteigt.
Dies macht sich insbesondere bei der Herstellung von Magnet
walzen für elektrostatische Kopiergeräte bemerkbar, bei denen
die Dauermagnete im wesentlichen über die gesamte Walzenlänge
reichen. Es ist daher üblich, die bisher verwendeten Stabma
gnete auf einem rohrförmigen Träger zu befestigen, der aus
Blech geformt sein kann.
Aus der US-PS 41 85 262 ist die Herstellung von Magnetwalzen
mit Polen entgegengesetzter Polarität bekannt, die aus meh
reren vorgefertigten stabförmigen Magnetkörpern gepreßt wer
den. Für die Herstellung der stabförmigen Magnetkörper wird
ein anisotropes Dauermagnetpulver mit einem Kunststoffbinde
mittel in die Form eines Bahnmaterials gebracht, aus dem dann
streifenförmige Kunststoffmagnete unterschiedlicher Breite
geformt werden, die um einen Schaft mit einem bestimmten
Durchmesser in mehreren Schichten übereinander so herumgelegt
werden, daß sich ein zylindrischer Körper ergibt, wobei dann
mehrere derartige zylindrische Körper parallel zueinander
ausgerichtet und unter hydrostatischem Druck radial zu einem
insgesamt walzenförmigen Magnetkörper zusammengepreßt werden.
Hierfür sind aufwendige mehrteilige Preßformen erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte
Verfahren zum Herstellen von anisotropen hohlwalzenförmigen
Dauermagneten, bei dem von vorgefertigten stabförmigen Teilen
Gebrauch gemacht wird, zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Teile aus dem Dauermagnetpulver in Ringform gepreßt und
entlang der Vorzugsrichtungen magnetisiert werden, daß die
ringförmigen Teile in der nicht-magnetischen Form entlang
ihrer Ringachse aufgestapelt werden, wobei sich unterschied
liche Pole benachbarter Teile zueinander ausrichten, und daß
der Druck zur Vereinigung der ringförmigen Teile in Richtung
der Ringachse aufgebracht wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet den Vorteil, daß für
die Herstellung von Dauermagneten mit unterschiedlichen Ab
messungen nicht eine Vielzahl von verschiedensten Fertigungs
einrichtungen benötigt wird. Es ist vielmehr möglich, je nach
den verwendeten Magnetwerkstoffen und je nach den Abmessungen
der herzustellenden Dauermagnete zunächst mehrere noch nicht
gebundene ringförmige Preßlinge aus anisotropem Dauermagnet
pulver, gegebenenfalls mit einem Bindemittel, mit den ge
wünschten Vorzugsrichtungen vorzufertigen, um diese ringför
migen Preßlinge sodann Stück für Stück koaxial zueinander in
eine nichtmagnetische Matrize einzulegen und ohne Richtfeld
zu einem einzigen großen Körper mit den gewünschten Endabmes
sungen weiter zu verpressen, der nach Erreichen der gewünsch
ten Form aus der Matrize ausgeworfen und durch Sintern oder
durch eine Kunststoffbindung und entsprechende Erwärmung zu
einem festen Körper verfestigt wird, um anschließend in den
Vorzugsrichtungen magnetisiert zu werden.
Wenn die noch nicht gebundenen ringförmigen Preßlinge bereits
vorzugsgerichtet vormagnetisiert sind, richten sie sich beim
Einlegen in die Matrize gegenseitig in die Vorzugsrichtung
aus, indem entgegengesetzte Pole sich anziehen und aufeinan
der zu liegen kommen. Vorteilhafterweise wird jeder Preßling
nach dem Einlegen in die Matrize mit einem Stempel auf die
schon in der Matrize befindlichen Preßlinge gepreßt. Dabei
hat sich gezeigt, daß auch beim Zusammen
pressen ohne Magnetfeld die Vorzugsrichtungen an den Preßlin
gen im wesentlichen erhalten bleiben.
Besonders vorteilhaft ist die Anwendung des Verfahrens zum
Herstellen von rohrförmigen Dauermagneten, wenn die
hohlzylindrischen Preßlinge an
mindestens einer in Preßrichtung liegenden Stirnfläche eine
vorzugsweise konische Vertiefung aufweisen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend anhand von in
der Zeichnung schematisch dargestellten bevorzugten Ausfüh
rungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen vorgeformten Preßling in perspektivischer
Einzelansicht;
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Preßling von Fig. 1;
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch den Preßling gemäß
Schnittlinie III-III von Fig. 2;
Fig. 4 eine Vorrichtung zum Herstellen rohrförmiger Dauer
magnete aus einer Vielzahl von vorgefertigten Preß
lingen mittels einer Preßvorrichtung oder eines
Preßwerkzeuges zum Zusammenpressen der Preßlinge zu
einem einzigen Rohr;
Fig. 5 eine gegenüber Fig. 1 abgewandelte Ausführungsform
eines vorgeformten Preßlings und
Fig. 6 eine aus vorgeformten Preßlingen hergestellte rohr
förmige Magnetwalze.
Bei dem vorgefertigten Preßling von Fig. 1 handelt es sich
um einen achtpoligen ringförmigen Preßling 1
aus anisotropem Dauermagnetpulver, der eine zylindrische Mit
telöffnung 2 hat und magnetisch vorzugsgerichtet ist.
Wie in Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, erstrecken sich die ma
gnetischen Vorzugsrichtungen 3 an dem Preßling 1 jeweil bo
genförmig zwischen den am Umfang 4 des Preßlings abwechselnd
aufeinanderfolgenden magnetischen Nord- und Südpolen, die mit
"N" bzw. "S" bezeichnet sind.
Wie Fig. 3 erkennen läßt, ist der Preßling 1
an einer seiner beiden in Preßrichtung liegenden Stirn
flächen 5 mit einer konischen Vertiefung 6 ausgebildet, so daß
er beim Zusammenpressen mit einem benachbarten Preßling nicht
mit seiner gesamten Stirnfläche 5, sondern zunächst nur am
erhöhten äußeren Umfangsrand 7 der Vertiefung 6 mit diesem in
Berührung kommt und sich gegenüber diesem von selbst so aus
richtet, daß entgegengesetzte Pole aufeinanderliegen, um an
schließend durch einen zunehmenden Anpreßdruck vollflächig
mit dem benachbarten Preßling 1 verbunden zu werden.
Das zum Herstellen der Dauermagnete verwendete, in Fig. 4 ge
zeigte Preßwerkzeug besteht aus einer nichtmagnetischen Ma
trize 10 ohne Richtfeld und einer ebenfalls nichtmagnetischen
ringförmigen Matrizen-Halterung 11, in deren Mittelöffnung
11 a ein auch als Auswerfer dienender Unterstempel 12 in Rich
tung des Pfeiles 12 a verschiebbar angeordnet ist. Der Unter
stempel 12 reicht bis in den Innenraum der Matrize 10 und
kann ganz nach Bedarf aus magnetischem oder unmagnetischem
Werkstoff bestehen. In dem Unterstempel 12 ist ein festste
hender Mittelstift 13 angeordnet, der bis zum oberen Ende der
Matrize 10 reicht und einen solchen Durchmesser hat, daß er
die in die Matrize 10 lose eingelegten Preßlinge 1 mit radia
lem Spiel aufnimmt, so daß sich diese mit ihren Nord- und
Südpolen "N" bzw. "S" in Vorzugsrichtungen ausrichten können.
Oberhalb der Matrize 10 befindet sich der Oberstempel 14 mit
einer Mittelöffnung 15, mit dem jeder Preßling 1 nach seinem
Einlegen in die Matrize 10 in Richtung des Pfeiles 14 a auf
den jeweils vorhergehenden Preßling 1 aufgepreßt und mit die
sem fest verbunden wird.
Bei der Herstellung der Dauermagnete wird so vorgegangen, daß
zunächst die benötigten Preßlinge 1 aus einem anisotropen
Dauermagnetpulver, wie zum Beispiel aus Barium-Ferrit oder
Strontium-Ferrit oder aus Barium-Ferrit, Strontium-Ferrit
oder Seltenerd-Kobalt-Legierungen mit einem Kunststoff-Binde
mittel, mit den gewünschten Vorzugsrichtungen 3 hergestellt
werden.
Diese vorgefertigten vorzugsgerichtet vormagnetisierten Preß
linge 1 werden sodann nach und nach in die Matrize 10 einge
legt und jeweils einzeln oder zu mehreren an den vorhergehen
den Preßling 1 angedrückt bis zum Erreichen der gewünschten
Länge des Dauermagneten, der dann aus der Matrize 10 ausge
worfen und durch Sintern oder durch eine Kunststoffbindung
und entsprechende Erwärmung zu einem festen Körper verfestigt
wird.
Die Kunststoffbindung kann dadurch erfolgen, daß dem Dauerma
gnetpulver einige Prozent Kunststoffpulver beigemischt sind,
das nach Fertigstellung des gesamten Preßlings 1 durch Erwär
men auf beispielsweise 150° bis 250°C bzw. 423 bis 533 K
gehärtet wird.
Die nach dem Verfahren hergestellten rohrförmigen Dauermagne
te können ohne weiteres ein Verhältnis der Länge zum Durch
messer von über 5 : 1 haben und sind besonders geeignet
zur Verwendung als mehrpolige Kopierwalzen für elektrostati
sche Kopiergeräte. Sie können aber auch für Motoren und Genera
toren verwendet werden.
Nach der Erfindung können auch rohrförmige Dauermagnete mit
verhältnismäßig geringer Wanddicke und Magnetpolen an der In
nenfläche hergestellt werden, indem hohlzylindrische Preßlin
ge 1 nach Fig. 5 mit innenliegenden Polpaaren "N" und "S" in
einem Werkzeug nach Fig. 4 zu einem längeren Rohr verpreßt
werden.
Eine fertige rohrförmige Magnetwalze 100 mit den Magnetpolen
"N" und "S" ist in Fig. 6 dargestellt. Die einzelnen ringför
migen Preßlinge 1 sind nach dem Zusammenpressen in der
Matrize zu einem einzigen festen Körper gebrannt, gesintert
oder durch Erwärmen verbunden worden und dann in den Vorzugs
richtungen mit den Polen "N" und "S" magnetisiert worden.
Dabei wird bei kunststoffgebundenen Magneten jeder zweite
Magnet ummagnetisiert. Bei gesinterten Magneten, die über die
Curietemperatur erhitzt worden sind, werden alle Teile in den
Vorzugsrichtungen neu magnetisiert. Beim Brennen
oder Sintern über der Curie-Temperatur, zum Beispiel über
etwa 450°C bzw. 723 K bei Ferrit-Magneten, verschwindet die
durch das Richtfeld erzeugte Magnetisierung, die Vorzugsrich
tungen bleiben aber erhalten, so daß der fertige Magnet
wieder mit längs der Achse verlaufenden durchgehenden Polen
"N" und "S" magnetisiert werden kann.
Claims (2)
1. Verfahren zum Herstellen von anisotropen hohlwalzenför
migen Dauermagneten mit einem oder mehreren Polpaaren
auf ihrer Oberfläche, wobei mehrere Teile aus anisotro
pem Dauermagnetpulver mit den gewünschten Vorzugsrich
tungen hergestellt, in einer nicht-magnetischen Form un
ter Druck zu der Hohlwalzenform vereinigt und schließ
lich in den Vorzugsrichtungen magnetisiert werden, da
durch gekennzeichnet, daß die Teile
aus dem Dauermagnetpulver in Ringform gepreßt und ent
lang der Vorzugsrichtungen magnetisiert werden, daß die
ringförmigen Teile in der nicht-magnetischen Form
entlang ihrer Ringachse aufgestapelt werden, wobei sich
unterschiedliche Pole benachbarter Teile zueinander
ausrichten, und daß der Druck zur Vereinigung der
ringförmigen Teile in Richtung der Ringachse aufgebracht
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die ringförmigen Teile Hohlzylin
der sind, die an mindestens einer Stirnfläche eine vor
zugsweise konische Vertiefung (6) aufweisen.
Priority Applications (2)
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| DE19803047701 DE3047701A1 (de) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Verfahren zum herstellen von anisotropen dauermagneten und danach hergestellte rohrfoermige dauermagnete |
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19803047701 DE3047701A1 (de) | 1980-12-18 | 1980-12-18 | Verfahren zum herstellen von anisotropen dauermagneten und danach hergestellte rohrfoermige dauermagnete |
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