DE30453C - Neuerung in der Anordnung künstlicher Beleuchtung für photographische Aufnahmen - Google Patents

Neuerung in der Anordnung künstlicher Beleuchtung für photographische Aufnahmen

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DE30453C
DE30453C DENDAT30453D DE30453DA DE30453C DE 30453 C DE30453 C DE 30453C DE NDAT30453 D DENDAT30453 D DE NDAT30453D DE 30453D A DE30453D A DE 30453DA DE 30453 C DE30453 C DE 30453C
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DE
Germany
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exposure
screen
rays
exposure screen
arrangement
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30453D
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English (en)
Original Assignee
E. HlMLY in Berlin SW., Zossenerstrafse 54
Publication of DE30453C publication Critical patent/DE30453C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B15/00Special procedures for taking photographs; Apparatus therefor
    • G03B15/02Illuminating scene

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. Juni 1884 ab.
. Zur Erzielung gelungener photographischer Aufnahmen ist es erforderlich, auf das zu photographirende Object eine Beleuchtung fallen zu lassen, in welcher man das Object am deutlichsten mittelst des Auges erkennt und zu betrachten gewöhnt ist. Diese Beleuchtung wird bekanntlich im allgemeinen am vollkommensten durch das diffuse Tageslicht gewährt, welches entweder ohne Zuhülfenahme besonderer Mittel an und für sich je nach der Tageszeit die eine Seite eines Objectes 'mehr, die andere weniger belichtet, oder welchem künstlich durch Abblendung, Spiegelwirkung, Vorhänge Hintergrund etc. diese Eigenschaft, ein Object von allen Seiten irf mäfsigem Grade verschieden stark zu belichten, verliehen wird. Sowie die directen oder regelmäfsig reflectirten parallelen Strahlen des Sonnenlichtes, sofern es sich nicht um Reproduction specieller Lichteffecte in einem photographischen Bilde handelt, von einem zu photographirenden Objecte ferngehalten werden müssen, so mufs gleichermafsen. und in noch höherem Grade die Einwirkung der directen oder regelmäfsig reflectirten divergirenden Strahlen starker künstlicher Lichtquellen auf das zu photographirende Object vermieden werden.
Zur Erzielung der ünregelmäfsigen Reflectirung der Strahlen starker Lichtquellen und einer dem Tageslicht möglichst analogen Diffusion künstlichen Lichtes sind bisher, als ein verhältnifsmäfsig vollkommenes Mittel, möglichst intensiv ■ beleuchtete, ebene . oder mehr oder weniger .nach Art sphärischer Spiegel gekrümmte, weifse, nicht spiegelnde Flächen angewendet worden, welche die Strahlen aus' allen Punkten der Fläche allseitig divergirend in dej allgemeinen Richtung des zu photographirenden Objectes zurückwerfen. Diese gewissermafsen leuchtenden Flächen können auch in der Mattirung oder Trübung von Glastafeln bestehen, durch welche die Lichtstrahlen, aus vielen Punkten allseitig divergirend, hindurchgehen müssen. Die durch solche Hülfsmittel erzeugte Diffusion ist aber derjenigen des Tageslichtes wenig analog, da die Richtung der Strahlen immerhin im Ganzen eine einseitige bleibt, welche deshalb auch photographische Bilder mit deutlich erkennbarem, einseitig stark überwiegendem Lichteffect liefert.
Ein anderes bekanntes, verhältnifsmäfsig vollkommenes Mittel zur Erzielung einer dem Tageslicht möglichst analogen Belichtung besteht in der Anordnung mehrerer starken, durch Milchglasglocken geblendeten Lichtquellen um das zu photographirende Object bei gleichzeitiger Drehung des letzteren mitsammt dem photographischen Apparate auf einer gemeinsamen Drehscheibe. Abgesehen davon, dafs dieses Verfahren kostspielig in der Anlage ist und einer besonders aufmerksamen Bedienung der gleichzeitig wirkenden Lichtquellen bedarf, ist dasselbe nicht frei von derjenigen Unvollkommenheit der Belichtung, welche darin liegt, dafs aufser den Strahlen, welche durch die die Mattirung oder Trübung einer Glasglocke bildenden Flächen in erwünschter Weise unregelmäfsig reflectirt (diffundirt) werden, sehr viele Strahlen durch das Glas hindurchgehen, welche infolge des verschiedenen Absorptions- oder Brechungsvermögens des Glases und infolge
des Mangels an Parallelismus der Glaswände auf dem Object helle und dunkle Stellen erzeugen.
Das neue Verfahren besteht in der mechanisch bewirkten, mehr oder minder schnellen Herumführung eines die Strahlen einer oder mehrerer starken Lichtquellen unregelmäfsig in der Richtung auf das zu photographirende Object reflectirenden, die directen oder regelmäfsig reflectirten Strahlen der Lichtquellen aber von diesem Object gänzlich abblendenden Belichtungsschirmes in einem gewissen Bogen um das zu photographirende, stillstehende Object oder bezw. in der Vorüberführung dieses Belichtungsschirmes in einer gewissen Linie an dem Object vorbei, und dies zwar während der Dauer der Exposition.
Die zur Ausführung dieses Verfahrens dienenden Vorrichtungen bestehen erstlich in dem Belichtungsschirm und in den Bewegungsmechanismen desselben. Der Belichtungsschirm ist dargestellt in den Fig. 3 a, 3 b, 3 c und in Fig. 4, sowie auch in Verbindung mit seinen Anbringungs- und Bewegungsvorrichtungen in den Fig. 1 und 2. Fig. 3 a giebt eine Vorderansicht, Fig. 3 b einen Grundrifs, Fig. 4 ebenfalls einen solchen, in welchem die Wirkung der unregelmäfsigen Reflectirüng der von zwei leuchtenden Punkten α und αλ ausgehenden directen und durch zwei Spiegel regelmäfsig reflectirten Strahlen in einer Horizontalebene angedeutet ist. Fig. 3 c giebt einen verticalen, den Belichtungsschirm in zwei symmetrische Hälften theilenden Durchschnitt. Der Belichtungsschirm stellt hiernach im Ganzen eine gröfsere, halbkreisförmige Nische mit gewölbtem Dache dar, welche nach unten durch einen um eine horizontale Achse c verstellbaren, halbkreisförmigen Boden abgeschlossen wird, und in welcher durch zwei kurze Verticalwände f und Z1 zwei separate seitliche Nischen gebildet werden, in welchen die beiden starken künstlichen Lichtquellen α und O1 ihren Platz finden. Es gelangen demgemäfs directe oder von den Spiegeln b O1 reflectirte Strahlen der letzteren nicht nach aufsen, vielmehr ausschliefslich auf die Wandungen des Belichtungsschirmes, sowie auch auf die verstellbare, mehr oder weniger geneigte Bodenfläche d, welche Flächen durchweg von weifser Farbe und matt hergestellt sind, so dafs sie die Strahlen nur unregelmäfsig reflectiren können. Die den Belichtungsschirm verlassenden, ausschliefslich diffusen Lichtstrahlen umfassen demgemäfs mehr oder weniger das zu beleuchtende Object je nach der Entfernung desselben vom Belichtungsschirm, ohne dafs, wie bei bisher angewendeten Belichtungsschirmen mit einer einzigen, in der Achse derselben angebrachten und nach vorn ganz oder theilweise abgeblendeten starken Lichtquelle, die zur Abblendung verwendete Scheibe einen centralen, minder hellen Kern in dem solche Belichtungsschirme verlassenden Strahlenkegel verursacht, was Schwierigkeiten in der Wahl des Aufstellungsortes des Belichtungsschirmes oder des zu belichtenden Objectes verursacht. Die Anzahl der in Verbindung mit dem Belichtungsschirm zu verwendenden Lichtquellen ist nicht beschränkt; es können ebensowohl nur eine Lichtquelle als auch deren zwei oder mehrere in analoger Weise angeordnet werden. Die V.erstellbarkeit des unteren Schirmes d um eine horizontale Achse bezweckt die mehr oder minder starke Vertheilung des Lichtes nach den unteren Partieen des zu belichtenden Objectes.
Von den Constructionen, welche zu der Bewegung des Belichtungsschirmes während der Dauer der Exposition angewendet werden können, sind zwei besonders geeignete in Fig. 1 und 2 dargestellt. Fig. 1 zeigt die Anbringung des Belichtungsschirmes an dem Ende des Tragearmes eines Kranes mit verticaler Drehachse. Das zu belichtende Object befindet sich mehr oder weniger nahe und unter dem Drehpunkt des Kranes, so dafs der Belichtungsschirm bei der Drehung des Kranes durch irgend welche mechanische Vorrichtungen in einem Kreisbogen um das belichtende Object sich bewegt.
Oder es ist auch, wie in Fig. 2, an der Decke des Ateliers eine halbkreisförmige Schienenbahn befestigt, an welcher der Belichtungs-* schirm mittelst Leitrollen aufgehängt ist und mittelst Schnüre hin- und hergezogen wird. Sowohl bei der in Fig. 1 als auch besonders bei der in Fig. 2 dargestellten Anordnung kann der Bahn, in welcher der Belichtungsschirm bewegt wird, eine verschiedene, sei es besonders gekrümmte, oder sei es mehr gerade gerichtete oder geneigte, oder jede beliebige Form gegeben werden.^
Zu besonderen Zwecken läfst sich eine Anordnung anwenden, vermöge welcher der in seiner Bahn fortschreitende Belichtungsschirm gleichzeitig eine um eine verticale Achse drehende Bewegung ausführt, derart, dafs derselbe sich in seiner Bahn mehr oder weniger parallel mit sich selbst bewegt.
Als ein ferneres Hülfsmittel bei Anwendung des beschriebenen Verfahrens und der Belichtungsvorrichtungen wird ein auf einem Stativ drehbar befestigter Seitenschirm von flacher, trichter- oder schalenförmiger Gestalt, g g in Fig. ι und 2 angewendet, welcher dazu dient, bei mehr oder weniger gleichförmig fortschreitender Bewegung des Belichtungsschirmes die Wirkung des letzteren dadurch zu unterstützen, dafs die Belichtung des zu photographirenden Objectes auf derjenigen Seite, auf welcher der seitliche Schirm aufgestellt worden ist, eine stärkere wird.. Der letztere, kann, da
nur diffuse Lichtstrahlen auf ihn fallen, eine wirkliche Spiegelfläche oder auch eine matte Fläche für unregelmäfsige Reflectirung besitzen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, zu photographirende Objecte während der Dauer der Exposition mittelst der von einer oder mehreren in fortschreitender Bewegung befindlichen Lichtquellen ausgehenden, von einem Belichtungsschirm unregelmäfsig reflectirten Strahlen zu belichten.
  2. 2. Die Construction eines in Fig. 3 a, 3 b und 3 c und in Fig. 4 dargestellten Belichtungsschirmes in Verbindung mit einer oder mehreren hinter seitlichen Nischenwänden ff-y . . . desselben untergebrachten Lichtquellen a CL1 . . ., deren directe oder durch Spiegel b b1 ... regelmäfsig reflectirten Strahlen nur durch unregelmäfsige Reflectirung von dem Belichtungsschirm auf das zu belichtende Object gelangen können, sowie in Verbindung mit einer den unteren Abschlufs des Belichtungsschirmes bildenden, um eine Achse c drehbaren Klappe d d mit gleichmäfsig reflectirender oberer Fläche.
    Die Anordnung einer geradlinigen oder halbkreisförmigen oder anders gekrümmten Bahn, auf welcher der Belichtungsschirm während der Dauer der Exposition durch mechanische Hülfsmittel fortbewegt wird.
    Die Anordnung eines Kranes zu analogem Zwecke.
    In Verbindung mit dem in Anspruch 1. beschriebenen Verfahren die Anwendung eines seitlichen, auf Stativ verstellbaren und mit ihm verrückbaren, während der Exposition feststehenden Hülfsschirmes mit vollkommen oder unvollkommen oder unregelmäfsig reflectirender Fläche, welcher. Hülfsschirm je nach der vorübergehend von dem sich fortbewegenden Belichtungsschirm eingenommenen Stellung eine gröfsere oder geringere Menge der unregelmäfsig reflectirten Strahlen auf das zu belichtende Object wirft.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT30453D Neuerung in der Anordnung künstlicher Beleuchtung für photographische Aufnahmen Expired - Lifetime DE30453C (de)

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