DE3029856C2 - Vorrichtung zum Gerben, Färben o.dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Gerben, Färben o.dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Gerben, Färben od. dgl. gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt (DE-OS 48 057), bei der das Innere der Drehtrommel in
mehrere Behandlungskammern unterteilt ist, wobei je Behandlungskammer besondere, mittels Deckeln verschließbare
Füllöffnungen vorgesehen sind. Die Behandlungskammern sind dadurch gebildet, daß im Inneren
des Trommelmantels axial ganz durchgehende, gelochte Radialtrennwände vorgesehen sind. Die Vorrichtung
weist überdies drei axial ganz durchgehende Ringtaschenabschnitte auf. Jedem dieser Ringtaschenabschnitte
sind zwei Verbindungsleitungen beschriebener Art
ίο zugeordnet, von denen die eine Verbindungsleitung am
einen axialen Stirnende und die andere Verbindungsleitung am anderen Stirnende der Drehtrommel verläuft
Die Drehtrommel enthält im Zentrum eine axial ganz durchgehende Hohlachse, die in drei Axialkanäle
unterteilt ist Die am einen Stirnende der Drehtrommel verlaufenden Verbindungsleitungen münden in je einen
zugeordneten Axialkanal. Am gegenüberliegenden, anderen Stirnende der Drehtrommel münden die
dortigen Verbindungsleitungen mit ihrem im Zentrum
befindlichen Ende durch eine Öffnung im Stirndeckel hindurch in einen Lm Durchmesser größeren Rohrstutzen
ein, der die an diesem Drehtrommelende heraus- und weitergeführte Hohlachse koaxial und mit radialem
Abstand umgibt Auch dieser größere Rohrstutzen ist in
drei axiale Ringkanäle unterteilt, von denen jeder einer Verbindungsleitung an diesem axialen Stirnende zugeordnet
ist
Diese Vorrichtung hat sich in hohem Maße bewährt Allerdings wirken sich die Unterteilung der Behand-
lungskf.mmer durch die Radialtrennwände und vor allem die axial über die ganze Länge durch die
Behandlungskammer geführte Hohlachse sowie die an beiden Stirnenden befindlichen Verbindungsleitungen
störend insofern aus, als dadurch das Innere der Trommel an Füllvolumen verliert. Vor allem bei relativ
dickem Behandlungsgut, insbesondere dicken Ledern, machen sich diese Besonderheiten nachteilig bemerkbar.
Das Leder wird schlecht durchgewalkt, so daß die mechanische Einwirkung auf das Behandlungsgut dann
unzulänglich ist. Die Chemikalien, die Bestandteil der
Flotte sind, werden dabei mitunter ungleichmäßig, auf jeden Fall unzulänglich, in das Behandlungsgut,
insbesondere in dicKe Leder, eingearbeitet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1
definierten Gattung derart auszubilden, daß diese unter Beibehaltung des besonderen Abschöpfungsprinzips
eine wesentlich bessere Raumnutzung des Trommelinneren möglich macht, vom Aufbau einschließlich aller
so Einzelbestandteile her noch einfacher und leichter gestaltet werden kann und speziell bei dickerem
Behandlungsgut, vor allem bei dicken Ledern, eine erhöhte Walkwirkung und Einarbeitung der Chemikalien
in das Behandlungsgut mit besserem Behandlungsergebnis möglich macht
Die Aufgabe ist bei einer Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung
erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst. Unter dem Begriff
Verbindungsleitungen sind dabei Leitungen im strömungstechnischen Sinn schlechthin zu verstehen.
Die erfindungsgemäße Gestaltung führt zu einem Trommelinneren, das in Axialrichtung und Radialrichtung
völlig frei ist, so daß dieser gesamte Raum für das
Behandlungsgut genutzt werden kann. Auf diese Weise ist es beim Umlauf der Drehtrommel möglich, daß das
Behandlungsgut nach oben mitgenommen wird und dann von oben her als Fallhöhe praktisch den gesamten
Trommeldurchmesser zur Verfügung hat, über den das Behandlungsgut nach unten fallen kann. Dadurch ergibt
sich eine wesentlich gesteigerte mechanische Walkwirkung und Durchwalkung des Behandlungsgutes, insbesondere
des Leders. Die mechanische Behandlung wird wesentlich gesteigert Dies kommt auch der chemischen
Behandlung zugute. Die in dem flüssigen Behandlungsmedium enthaltenen Chemikalien werden dadurch
besser in das Behandlungsgut, insbesondere Leder, eingearbeitet Vorteilhaft ist überdies der wesentlich
verringerte Aufwand, da über die axiale Tromrr.sllänge
die sonst vorhandene Hohlwelle, einschließlich der inneren Kanäle, und die Radialtrennwände völlig
entfallen. Insgesamt ergibt sich eine leichtere und wegen des geringen Materialaufwandes vor allem billigere
Vorrichtung, die bei Beibehaltung des besonderen Schöpfsystemes eine wesentlich bessere Behandlung
des eingefüllten Behandlungsgutes ermöglicht.
Eine vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich aus Anspruch 2 sowie 3. Durch diese Gestaltung ist
sichergestellt, daß bei Trommelumlauf in beiden Drehrichtungen jeweils selbsttätig im Bereich des einen
Stirnendes die Abschöpfung geschieht, und zwar bei einer Drehrichtung durch die eine Verbindungsleitung
und bei gegensinniger Drehrichtung durch die andere Verbindungsleitung eines Ringtaschenabschnittes.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform ergibt sich aus den Ansprüchen 4 und 5. Da diese Ringtaschenabschnitte
sich über die gesamte axiale Länge der Drehtrommel erstrecken, wird eine besonders gute
Flottenzirkulation erzielt, weil eine Abschöpfung der Flotte durch den Schrägverlauf der jeweiligen Schrägränder
von demjenigen Stirnende her geschieht, das dem die Verbindungsleitungen tragenden anderen
Stirnende gegenüberliegt Vor allem haben derartige, als Zylindermantelkammern gestaltete Ringtaschenabschnitte
den Vorzug, daß sie besonders einfach und billig herstellbar sind. Es ist nur mit sehr geringem Verschnitt
beim Zuschneiden entsprechender Blechteile zu rechnen. Die Tranezform spart zum einen Material und führt
zum anderen von selbst zu dem Schrägverlauf der Schrägränder in bezug auf eine achsparallele Mantellinie.
Vorteilhaft ist ferner, daß die Ringtaschenabschnitte auf ihrem Bereich zur Versteifung des äußeren
Trommelmantels beitragen, so daß dieser je nach Gesamtgröße dünner und leichter werden kann.
Von Vorteil ist es ferner, wenn vom Trommelmantel abstehende Mitnehmer vorgesehen sind. Diese bestehen
beispielsweise aus in Umfangsrichtung einander abwechselnder Schaufeln, Leisten, Zapfen od. dgl. Die
Mitnehmer sind in der Lage, beim Umlauf der Drehtrommel das in der Behandlungskammer bewegte
Behandlungsgut mit nach oben zu nehmen, um das anschließende Herabfallen über nahezu den gesamten
Trommeldurchmesser sicherzustellen. Zugleich tragen diese Mitnehmer zur Steigerung der mechanischen
Durchwalkung des Behandlungsgutes und damit zur Steigerung des Behandlungsergebnisses bei.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es. zeigen
Fig. la und Fig. Ib eine schematische perspektivische
Ansicht einer Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, wobei der besseren Übersicht
wegen nur die wichtigsten Teile und dabei die Vorrichtung in auseinandergezogener Explosionsdarstellung
gezeigt sind,
F i g. 2 einen schematischen Schnitt entlang der Linie II-IIinFig.lb,
Fig.3 eine schematische perspektivische Ansicht lediglich der Drehtrommel einer Vorrichtung gemäß
einem zweiten Ausführungsbeispiel. F i g. 4 einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in F i g. 3.
Die in F i g. 1 und 2 gezeigte Vorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel weist eine liegend angeordnete
Drehtrommel 10 auf, die lediglich am in F i g. 1 linken axialen Stirnende in einem Ständer 11 drehbar
gelagert ist und mittels eines Antriebes z. B. im 5-Minuten-Wechsel voll umlaufend in der Drehrichtung
gemäß Pfeil A und hiernach in der gegensinnigen Drehrichtung gemäß Pfeil B angetrieben ist Die
Drehtrommel 10 besitzt außen einen metallischen, dicht geschweißten zylindrischen Trommelmantel 12, der an
der in F i g. 1 linken Stirnseite mittels eines angeschweißten Stirndeckels 13 fest verschlossen ist und am
in F i g. 1 rechten Stirnende einen lösbar daran befestigten Deckel 14 aus durchsichtigem Kunststoff
trägt und dort ebenfalls dicht verschlossen ist Im Inneren des Trommelmantels 12 ist eine einzige,
großräumige Behandlungskammer 15 zum Gerben, Färben und sonstigen Behandeln des eingebrachten
Gutes gebildet Die Behandlungskammer 15 ist über eine nicht besonders gezeigte Füllöffnung im Trommelmantel
12 zum Be- und Entladen zugänglich. Die Füllöffnung ist mittels abnehmbaren Deckels oder
Schiebedeckels, der ebenfalls nicht gezeigt ist, verschließbar.
Die Drehtrommel 10 besitzt ferner eine Hohlachse 16, die einerseits zur Lagerung der Drehtrommel 10 und
andererseits für den Zulauf und/oder Ablauf flüssiger Behandlungsmedien dient. Die Hohlachse 16 befindet
sich an der in F i g. 1 linken axialen Stirnseite. Sie ist am Stirndeckel 13 angeschweißt und steht nur mittelbar mit
der Behandlungskammer 15 in Verbindung.
Im Bereich des Trommelmantels 10 sind drei Ringtaschenabschnitte 17, 18 und 19 vorgesehen, die
sich in Umfangsrichtung erstrecken und dabei unmittelbar aneinander angrenzen. Die Ringtaschenabschnitte
17—19 sind durch einen etwa kegelstumpfförmigen Innenmantel 20 gebildet, der in seiner Wandung mit
Perforationslöchern 21 versehen ist. Der Innenmantel 20 ist mit seinem im Durchmesser kleineren Endteil am
Stirndeckel 13 und mit dem anderen, im Durchmesser größeren Ende auf der Innenseite des Trommelmantels
12 befestigt. Auf diese Weise ergibt sich zwischen dem
Trommelmantel 12 und dem Innenmantel 20 ein eingeschlossener Ringraum, der mittels radialer Trenn-Stege
22,23 und 24, die jeweils undurchlässig sind, unter Bildung der Ringtaschenabschnitte 17, 18 und 19
unterteilt ist. Jeder Ringtaschenabschnitt 17—19 steht mithin über die Perforationslöcher 21 mit der
Behandlungskammer 15 in Verbindung. Untereinander sind die Ringtaschenabschnitte 17 — 19 durch die
Trennstege 22—24 getrennt. Die drei radialen Trennstege 22—24 sind in gleichen Umfangswinkelabständen
voneinander angeordnet und fest eingeschweißt. Der Kegelwinkel des kegelstumpfförmigen Innenmantels 20
kann relativ klein sein, ebenso die axiale Länge des Innenmantels 20, so daß eine möglichst große
Behandlungskammer 15 zur Verfügung steht.
Zu jedem Ringtaschenabschnitt 17,18 und 19 gehören jeweils zwei Verbindungsleitungen 25 und 26 bzw. 27
und 28 bzw. 29 und 30. Diese Verbindungsleitungen 25—30 sitzen allesamt am im Fig. 1 linken Stirnende
der Drehtrommel 10, so daß durch die Verbindungsieitungen 25—30 die Behandlungskammer 15 ebenfalls
' nicht besetzt und verkleinert wird. Vielmehr steht der
gesamte Innenraum der Behandlungskammer 15 in Umfangsrichtung und in Achsrichtung zum Einfüllen
und für das Durchwalken des Behandlungsgutes zur Verfügung.
Die Verbindungsleitungen 25—30 verlaufen im wesentlichen radial. Sie münden mit ihrem radial
äußeren Ende 31 —36 (F i g. 2) in das Innere des jeweils zugeordneten Ringtaschenabschnittes 17,18,19 ein. Mit
ihrem anderen Ende mündet jede einzelne Verbindungsleitung 25—30 für sich getrennt ein in einen jeweils
zugeordneten, eigenen Axialkanal 37—42 im Inneren der Hohlachse 16. An die Hohlachse 16 ist über eine
Gleitringdichtung ein feststehender, abgedichteter Abschlußbehälter 44 angeschlossen, der im Inneren durch
ein horizontales Trennblech in eine obere Hälfte und «ine untere Hälfte unterteilt sein kann. Im Bereich des
Abschlußbehähers 44 ist die Zugabe von flüssigen oder pulverförmigen Chemikalien zum Behandlungsmedium,
eine Dampfbeheizung durch Kondensationswärme mittels Dampfinjektor, die Messung des pH-Wertes
oder der Temperatur od. dgl. möglich. Im Bereich des Abschlußbehälters 44 besteht mithin ein freier und guter
Zugang zur Flotte. In den Abschlußbehälter 44 mündet ein Zuflußkanal 46 ein. Ferner zweigt davon ein
Abflußkanal 47 ab, der mittels eines Schiebers 48 beherrscht wird.
Bei jedem Ringtaschenabschnitt 17—19 ist dessen eine Verbindungsleitung 25 bzw. 27 bzw. 29 in
Umfangsrichtung der Drehtrommel 10 am einen Umfangsende und dessen andere Verbindungsleitung 26
bzw. 28 bzw. 30 in Umfangsrichtung am anderen Umfangsende des zugeordneten Ringtaschenabschnittes
17 bzw. 18 bzw. 19 angeordnet. Dort, wo die Ringtaschenabschnitte 17, 18 und 19 in Umfangsrichtung
aneinander angrenzen, liegen die dortigen Verbindungsleitungen unmittelbar aneinander. Sie sind
dort zu einem Doppelkanal zusammengefaßt.
Der Stirndeckel 13 weist im Zentrum eine öffnung 50 auf, durch die hindurch das jeweilige im Zentrum
befindliche Ende jeder einzelnen Verbindungsleitung 25—30, von der anderen getrennt, in den zugeordneten
Axialkanal 37—42 der Hohlachse «6 führt. - Nachfolgend ist die Wirkungsweise der Vorrichtung
beschrieben, wobei von einer Umlaufdrehung bei der Darstellung gemäß Fig.'Ib in Richtung des Pfeiles A
ausgegangen wird. Ferner wird davon ausgegangen, daß in der Behandlungskammer 15 des zu behandelnde Gut
eingefüllt worden ist und die Flotte innerhalb der Drehtrommel 10 zirkuliert, also ein eine Drosselöffnung
im Abschlußbehälter 44 steuernder Sperrschieber geöffnet und die Drosselöffnung für den Rückfluß zur
Drehtrommel i0 hin freigegeben ist
Durch die Perforationslöcher 21 im Innenmantel 20 kann die Flotte in jeden Ringtaschenabschnitt 17,18 und
19 einfließen. Hat die Drehtrommel 10 z. B. etwa die in F i g. 2 gezeigte Drehlage eingenommen, so fließt die
Rotte bei Betrachtung des Ringtaschenabschnittes 19 aus der Behandlungskammer 15 in Richtung der
angedeuteten Pfeile radial nach unten in den Ringtaschenabschnitt 19. Die Flotte trifft dabei auf den
Trennsteg 24 auf, wodurch die Flotte gezwungen ist, bei weiterem Umlauf über das offene Ende 35 in die
Verbindungsleitung 29 einzudringen. Mittels der Verbindungsleitung 29 wird also die Flotte aus dem
Ringtaschenabschnitt 19 abgeschöpft Das Medium gelangt über die Verbindungsleitung 29 nach axialer
Umlenkung in den zugeordneten Axialkanal 41 der Hohlachse 16 und durch diese hindurch in den
Abschlußbehälter 44. Nach dortiger Umlenkung folgt die Rückströmung über irgend einen der Axialkanäle
37—42, die zugeordnete, daran angeschlossene Verbindungsleitung
25—30 und von dort aus die Einführung in den zugeordneten Ringtaschenabschnitt 17, 18 und 19
und von diesem durch die Perforationslöcher 21 hindurch in die Behandlungskammer 15.
Bei weiterer Drehung der Drehtrommel 10 in Pfeilrichtung A befindet sich dann die Verbindungsleitung
27 etwa in der Position," die bei der Darstellung in F i g. 2 noch die Verbindungsleitung 29 einnimmt. Dann
gelangt die Flotte in Richtung der Pfeile aus der Behandlungskammer 15 durch die Perforationslöcher 21
hindurch in den Ringtaschenabschnitt 18. Die Flotte fließt innerhalb des Ringtaschenabschnittes 18 gegen
den Trennsteg 23 und ist mithin gezwungen, durch das offene äußere Ende 33 der Verbindungsleitung 27 in
letztere hineinzufließen. Mithin wird dann also durch die Verbindungsleitung 27 ein Teil der Flotte aus dem
Ringtaschenabschnitt 18 abgeschöpft. Aus der Verbindungsleitung 27 gelangt die abgeschöpfte Flotte in den
Axialkanal 39 der Hohlachse 16. Danach nimmt sie den gleichen Weg, wie zuvor beschrieben.
Bei weiterer Drehung der Drehtrommel 10 in Pfeilrichtung A gelangt schließlich die Verbindungsleitung
25 etwa in die Drehposition, die in Fig.2 die Verbindungsleitung 29 einnimmt. Dann erfolgt durch
das offene Ende 31 der Verbindungsleitung 25 eine Abschöpfung der Flotte aus dem Ringtaschenabschnitt
17. Die abgeschöpfte Flotte gelangt aus der Verbindungsleitung 25 durch den Axialkanal 37 hindurch in den
Abschlußbehälter 44 und dann in beschriebener Weise wieder zurück in die Behandlungskammer 15.
Auf dem jeweiligen Rückweg erfolgt eine gute Vermischung der Flotte mit dem Teil, der sich in den
Ringtaschenabschnitten 17—19 befindet, und zwar bevor die Flotte wieder in die Behandlungskammer 15
hineingelangt. Die Vermischung ist also dadurch besonders gut.
Bei Drehrichtungsumkehr und Antrieb der Drehtrommel 10 in gegensinniger Richtung gemäß Pfeil B
geschieht eine Abschöpfung wie folgt Hat die Drehtrommel 10 die etwa in F i g. 2 gezeigte Drehlage
erreicht so gelangt — wie mit gestrichelten Pfeilen angedeutet ist — die Flotte aus der Behandlungskammer
15 durch die Perforationslöcher 21 des Innenmantels 20 hindurch in den Ringtaschenabschnitt 18. Bedingt
durch die Drehung in Pfeilrichtung B trifft die Flotte auf den Trennsteg 24 und ist gezwungen, durch das offene
Ende 34 in die Verbindungsleitung 28 einzufließen, durch die also die Abschöpfung aus dem Ringtaschenabschnitt
18 geschieht Nach axialer Umlenkung passiert die Flotte den zugeordneten Axialkanal 40 der
Hohlachse 16 und gelangt sodann in beschriebener Weise wieder zurück in irgend einen Ringtaschenabschnitt
17,18 oder 19.
In entsprechender Weise erfolgt bei Trommelumlauf in Pfeilrichtung B eine Abschöpfung der Flotte im
Ringtaschenabschnitt 19 durch die Verbindungsleitung und dann im Ringtaschenabschnitt 17 durch die
Verbindungsleitung 26, wie mit gestrichelten Pfeilen in F i g. 2 angedeutet ist
Mithin erfolgt eine Abschöpfung der Flotte bei beiden Umlaufbewegungen der Drehtrommel 10 in Pfeilrichtung
A und gegensinnig dazu in Pfeilrichtung B. Der Strömungsverlauf der Flotte geschieht dabei jeweils mit
außerordentlich hoher Strömungsgeschwindigkeit
Soll die Drehtrommel 10 entleert werden, so wird die
Drosselöffnung im Abschlußbehälter 44, auch Gefäß genannt, mittels des Schiebers verschlössen und eine
entsprechende Abflußöffnung im Abflußkänal 47 geöffnet. Die Flotte kann nun frei ablaufen, während die
Drehtrommel 10 in der einen oder anderen Drehrichtung umläuft
Bei dem in Fig.3 und 4 gezeigten zweiten
Ausführungsbeispiel sind für die Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen, um 100 größere
Bezugszeichen verwendet, so daß dadurch auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels zur
Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen ist.
Innerhalb des Trommelmantels 112 sind zwei oder in abgewandelter Ausführungsform drei oder mehr Zylindermantelkammern
167, 168 als Ringtaschenabschnitte angeordnet. Diese sind in gleichen Umfangswinkelabständen
voneinander gruppiert und erstrecken sich axial über die gesamte Länge / der Drehtrommel
110. In Draufsicht betrachtet, z. B. in Pfeilrichtung C in
F i g. 3, besitzt jede Zylindermantelkammer 167,168 im wesentlichen Trapezform, wobei die größere Trapezseite
zum in F i g. 3 linken Stirndeckel 113 und zu der Seite v/eist, an der sämtliche Verbindungsleitungen 125—128
angeordnet sind. Bei nur zwei Zylindermantelkammern 167, 168 gibt es insgesamt nur vier Verbindungsleitungen
125—128. Die beiden Verbindungsleitungen 125, 126 münden in die eine Zylindermantelkammer 167 ein,
während die anderen Verbindungsieitungen 127, 128 in die andere Zylindermantelkammer 168 einmünden. Die
schmalere Trapezseite jeder Zylindermanteikammer 167, 128 endet etwa im Bereich des anderen,
stirnseitigen Deckels 114.
Die Zyündermantelkammern 167, 168 sind jeweils
von Innenmantelsegmenten 177 bzw. 178 gebildet, die jeweils in Draufsicht die Form eines insbesondere
symmetrischen Trapezes mit von der kleineren Trapezseite zur größeren hin divergierenden Schrägrändern
179, ISO bzw. 181, 182 besitzen. Die Innenmantelsegmente
177,178 sind zu einem inneren Zylindermantelteil gebogen, der im wesentlichen parallel zum Trommelmantel
112 verläuft und dabei in radialem Abstand von letzterem, so daß sich die Zylindermanteikammer 167
bzw. 168 ergibt. Die Schrägränder 179,180 bzw. 181,182
jedes Innenmantelsegmentes 177 bzw. 178 sind abgekantet, so daß sich dadurch Trennstege ergeben. Die so
gebildeten Trennstege sind an der Innenseite des Trommelmantels 112 mit ihrer freien Kante befestigt,
insbesondere angeschweißt
Durch die Trapezform bedingt verlaufen die abgekanteten Schrägränder 179, 180 des Innenmantelsegments
177 bzw. 181, 182 des anderen Innenmantelsegments
178 — in bezug auf eine achsparallele Mantellinie des Trommelmantels 112 — vom in F i g. 3 linken Ende
zum anderen Ende hin schräg unter einem Winkel zu einer achsparallelen Mantellinie. Betrachtet man eine
Zylinderkammer 167, so mündet die Verbindungsleitung
125 am einen Umfangsende und die Verbindungsleitung
126 am anderen Umfangsende in diese Zylindermanteikammer
ein. Ebenso sind die Verhältnisse bei der anderen Zylindermanteikammer 168. Die Innenmantelsegmente
177,178 sind nicht auf ihrer gesamten Fläche mit Perforationslöchern 121 versehen, sondern nur auf
einer Zylindermantelfläche, deren Breite insbesondere etwa derjenigen des kürzeren Trapezendes entspricht
Bei der in Fig.4 gezeigten Drehläge der Drehtrommel
110 und Drehung in Pfeflrich'cung A gelangt die
Flo'tteaus der Behändlungskammeri 15 in Richtung der
angedeuteten Pfeile durch dig IPet-forätionsiöcher \2\
des Irinenrnanteisegments |78jih die Zyiinderifiän(eijkärnmer
16^ hinein. Durch den jSch'räji^erlauf des
Schrjigrahdes 181 über die axiale Lä'fige wird dabei vom
in Fig.3 rechten Ende bis hin zürn Abschöpfende in
schnellem Strom die Flotte bis zur Verbihdjihgsleituhg
127 geführt, durch die Hindurch' die Abschöpfung
geschieht. , ^ ,
th gleicher Weise erfpjgt bfei Antrieb in Pfeilrichtüng
A eine Abschöpfung über die äwdere, Zylihderrpänieikämmer
'Ϊ67, und zwar dpr.t durcfi den Sehrag'ränd ί 7§ in
Bei gegensinnigem Antrieb in Pfeilrichtüng ßwird im
Bereich der Zylindermanteikammer 168 durch den Schrägrand 182 und die Verbindungsleitung 128
hindurch abgeschöpft Im Bereich der Zylindermanteikammer 167 erfolgt die Abschöpfung über den dortigen
Schrägrand 180 und die Verbindungsleitung 126.
In Anpassung an nur vier vorhandene Verbindungsleitungen 125—128 ist beim zweiten Ausführungsbeispiel
auch die Hohlachse 1 i6 nur mit vier zugeordneten Axialkanälen 137—140 versehen.
Es versteht sich, daß in Abwandlung Vom zweiten Ausführungsbeispiel auch noch eine dritte Zylindermanteikammer vorgesehen sein kann, die aus einem dritten Innenmantelsegment gewonnen wird. Damit jeweils im Bereich der breiteren Trapezseite die dortigen, känalförmigen Verbindungsleitungen 125—128 in die Zy-Hndermantelkammer hineimnünden können, sind am breiteren Ende jedes Innenmantelsegrrients 177, 178 entsprechende Aussparungen berücksichtigt.
Es versteht sich, daß in Abwandlung Vom zweiten Ausführungsbeispiel auch noch eine dritte Zylindermanteikammer vorgesehen sein kann, die aus einem dritten Innenmantelsegment gewonnen wird. Damit jeweils im Bereich der breiteren Trapezseite die dortigen, känalförmigen Verbindungsleitungen 125—128 in die Zy-Hndermantelkammer hineimnünden können, sind am breiteren Ende jedes Innenmantelsegrrients 177, 178 entsprechende Aussparungen berücksichtigt.
Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Drehtrommel gemäß beiden Ausführungsformen
nicht nur am in Fig. 1 oder 3 linken Ende drehbar gelagert sondern an beiden axialen Stirnseiten
in Lagern aufgenommen. Dabei können nach wie vor sowohl der Antrieb als auch der Abschlußbehälter mit
Zugang zur Flotte am linken Endbereich angeordnet sein.
Bei allen Ausführungsbeispielen erweist es sich besonders vorteilhaft, wenn, wie in Fig. 1 nur
schematisch und gestrichelt angedeutet ist. der Trommelmantel
12 auf seiner Innenseite zum Inneren der Behandlungskammer 15 hin vorstehende Mitnehmer
aufweist die z.B. aus in Umfängsrichtung einatider abwechselnden Schaufeln 65 und Zapfen 66 bestehen.
Dabei versteht es sich, daß ih Axialrichtung über die jrommeliänge mehrere Zapfen 66 und auch durchge-
jiende oder unterbrochene Schaufeln 65, Leisten od. dgl.
Mitnehmer vorgesehen sein können. Diese Mitnehmer haben den Vorteil, daß bei der Drehung der
Drehtrommel 10 das Behandlungsgut dadurch mit nach 'oben genommen wird, so däD es dann von oben her
durch den ganzen Durchmesser der Drehtrommel i0 nach unten hin fallen, kann. Daraus ergibt sich eine
wesentlich erhöhte Wälkärbei't imd Walkjvirkuhjg,
wodurch zugleich die in 'der FlöUij fenlhalteneri
'Chemikalien noch besser in. das Behandlungsgut,
6ö insbesondere Leder, eingearbeitet .herden. Diese
Gestaltung ist insbesondere für dibjces Benandldngsgut
also dicke Leder od. dgl; geeignetjÜberiiies wirken dije
nach innen hin vorstpendeh lfötftehrrier generell
mechanisch auf d&s B'ehandlün|sgut, so daß dadurch
grundsätzlich die WälfcarSeit gesteigert UnH durch
Walkung verbessert wird.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
230 251/B25
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Gerben, Färben od. dgl, mit einer eine Behandlungskammer enthaltenden, liegenden
Drehtrommel und mit einer mit der Behandlungskammer in Verbindung stehenden Hohlachse
für den Zu- und Ablauf flüssiger Behandlungsmedien, wobei im Bereich des Trommelmantels
mindestens zwei sich in Umfangsrichtung erstrekkende Ringtaschenabschnitte vorgesehen sind, von
denen jeder einerseits über Öffnungen mit der Behandlungskammer in Verbindung steht und
andererseits an zwei stirnseitige, etwa radiale Verbindungsleitungen angeschlossen ist, die jeweils
mit einem Ende in das Innere der zugeordneten Ringtaschenabschnitte münden und mit ihrem
anderen Ende in jeweils einen zugeordneten Axialkanal der Hohlachse einmünden, a.i welche ein
mittels eioer Gleitringdichtung abgedichteter Absriilußbehälter
angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß alle Verbindungsleitungen
(25—30; 125—128) der einzelnen Ringtaschenabschnitte (17—19; 167, 168) auf der einen Stirnseite
(13; 113) der Drehtrommel (10; 110) angeordnet sind
und daß alle Verbindungsleitungen (25—30; 125—128) in die zugeordneten Axialkanäle (37—42;
137—140) der auf dieser Stirnseite (13; 113) der Drehtrommel (10; 110) von außen angrenzenden
Hohlachse (16; 116) einmünden.
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß von den beiden Verbindungsleitungen (25, 26; 27, 28; 29, 30; 125, 126; 127, 128) jedes
Ringtaschenabschnittes (17,18,19; 167,168) für den
Zu- und Ablauf die eine Verbindungsleitung in Umfangsrichtung der Drehtrommel (10; 110) am
einen Ende und die andere Verbindungsleitung in Umfangsrichtung am anderen Ende des betreffenden
Ringtaschenabschnittes (17, 18, 19; 167, 168) einmündet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils zwei Verbindungsleitungen
(25, 30; 26, 27; 28, 29) an den in Umfangsrichtung benachbarten Enden zweier aneinander
grenzender Ringtaschenabschnitte (17,19; 17,18; 18,19) aneinanderliegen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Ringtaschenabschnitt
(167, 168) zum Trommelinneren hin durch einen in Draufsicht trapezförmigen Wandteil (177,
178) begrenzt ist, der mit seiner größeren Trapezseite
an die die Verbindungsleitungen (125—128) tragende Stirnseite der Drehtrommel (110) angrenzt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Fläche des trapezförmigen
Wandteiles (177, 178) der Form des Trommelmantels (112) angepaßt ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch vom Trommelmantel
(12) abstehende Mitnehmer (65,66).
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
| DE3029856A DE3029856C2 (de) | 1980-08-07 | 1980-08-07 | Vorrichtung zum Gerben, Färben o.dgl. |
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