DE302098C - - Google Patents

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DE302098C
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    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
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Description

\ V
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Maximal-Zeitrelais.
Zusatz zum Patent 287411.
In dem Maximal-Zeitrelais nach Patent 287411 muß ein ziemlich bedeutendes magnetisches Feld erzeugt werden, um mit dem Rotor des Zeitwerks das Drehmoment auszuüben, das zur Lösung der Verklinkung erforderlich ist. Bei größeren Überströmen hat dies aber den Nachteil, daß der Elektro- ■ magnetanker mit großer Gewalt angezogen wird und die Zähne der Zeitwerksräder dabei zerschlagen werden können; dann löst aber das Relais trotz Ansprechens nicht mehr aus, ohne daß von außen ein Fehler bemerkt werden könnte.
Nach der Erfindung wird daher der eiserne Elektromagnetanker zweiteilig gemacht, derart, daß beim Auftreten einer gewissen Feldstärke ein Teil des Ankers vollständig angezogen wird, während der andere mit dem Zeitwerk verklinkte Teil des Ankers wie bisher nur teilweise angezogen wird und die Kupplung des Zeitwerks mit dem Rotor bewirkt. Die Drehachse ist für beide Ankerteile die gleiche. Als Gegenkraft für den erstgenannten, vom Betätigungshebel getrennten Ankerteil dient eine Feder, die die beiden Ankerteile miteinander verbindet und so stark ist, daß die getrennte, vollständige Anziehung des freien Ankerteils nur von einer gewissen Mindest-Stromstärke in der Elektromagnet wicklung an erfolgt, während bei geringeren Überströmen beide Ankerteile nur eine Teilanziehung erfahren.
Es wird damit erreicht, daß der Elektromagnetkraftfluß hauptsächlich durch das „angezogene Ankerstück geht, so daß das Drehmoment des Rotors zunimmt, während der Druck auf die Auslöseklinke des ,Zeitwerks, der ja die Hauptbelastung des Rotors bildet, sich vermindert.
Die Figur, bei der die Bezeichnungen des Hauptpatents beibehalten sind, zeigt das neue Relais an einem Ausführungsbeispiel, -und zwar in dem Zustand, in welchen es bei erheblichem Überstrom, beispielsweise bei mehr als doppeltem Normalstrom, gerät. Dabei ist der um die Achse 4 drehbare Ankerteil 3 des Elektromagneten 1, 2, an dem der Betätigungshebel 5 befestigt ist, wie nach dem Hauptpatent, teilweise angezogen, wodurch die Bremse 13 des Rotors 14 gelöst und das Zahnsegment 16 mit dem Ritzel 15 des Zeitwerks in Eingriff gebracht wird; dagegen ist der nach der Erfindung vom Anker abgetrennte Teil 21, der ebenfalls um die Achse 4 drehbar ist, gegen die Kraft der Feder 22 vollständig angezogen. Der Eisenkreis des Elektromagneten ist durch den Ankerteil 21 geschlossen, so daß das mit dem Rotor 14 ausgeübte Drehmoment den bei der vorhandenen Stromstärke in der Spule 2 größten Wert
aufweist. Da andererseits der Ankerteil 3 in einem magnetischen Nebenschluß mit weit höherem magnetischen Widerstand liegt, ist der mit der Klinke 7 auf die Nase 8 ausgeübte Druck bedeutend abgeschwächt, wodurch bei der Lösung dieser Verklinkung vom Rotor 13 weit weniger Arbeit zu leisten ist, als wenn diese Teile mit der genannten magnetischen Anziehungskraft entsprechend der An-Ordnung des Hauptpatents aufeinandergepreßt würden. Ist das Zeitwerk abgelaufen, so wird, wie bisher, der Ankerteil 3 vollständig angezogen und löst mit dem Ansatz 5 den Hauptschalter aus.
' 15 Bei kleinen Überströmen genügt die Anziehungkraft des Magneten nicht zur Überwindung der Federkraft 22, während bei Kurzschlüssen, wie bisher, die Momentauslösung unter Überwindung der Kraft der Feder 6 stattfindet. Der Strom, bei welchem der Ankerteil 21 sofort vollständig angezogen werden soll, kann mittels der Stellschraube 23 eingestellt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maximal-Zeitrelais nach Patent 287411, gekennzeichnet durch eine Teilung des Elektromagnetankers in einen mit dem Betätigungshebel (5) und dem Zeit werk verbundenen Teil (3) und einen freien Teil (21), der mit dem ersteren durch eine Feder (22), gegebenenfalls von einstellbarer Spannung, verbunden ist, wodurch von einer gewissen, von der Spannung der Feder (22) abhängigen Stromstärke an der freie Ankerteil (21) sofort eine vollständige Anziehung erfährt, während der erstere Ankerteil (3) zunächst nur so weit angezogen wird, daß die Räder des Zeitwerks in Eingriff kommen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT302098D 1914-11-30 Expired DE302098C (de)

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FR20372E (fr) 1917-11-28
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