DE30179C - Apparat zur Rettung aus Feuersgefahr - Google Patents
Apparat zur Rettung aus FeuersgefahrInfo
- Publication number
- DE30179C DE30179C DENDAT30179D DE30179DA DE30179C DE 30179 C DE30179 C DE 30179C DE NDAT30179 D DENDAT30179 D DE NDAT30179D DE 30179D A DE30179D A DE 30179DA DE 30179 C DE30179 C DE 30179C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- belt
- rescue
- cords
- fire hazard
- platforms
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 230000033001 locomotion Effects 0.000 description 3
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A62—LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
- A62B—DEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
- A62B1/00—Devices for lowering persons from buildings or the like
Landscapes
- Health & Medical Sciences (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Business, Economics & Management (AREA)
- Emergency Management (AREA)
- Emergency Lowering Means (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 61: Rettungswesen.
INCLEVELAND(AmERIKa).
Apparat zur Rettung aus Feuersgefahr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom a. Juli 1884 ab.
Der Rettungsapparat aus Feuersgefahr ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. 1 im Verticalschnitt
dargestellt; Fig. 2 zeigt die Regulirvprrichtung, Fig. 3 einen Theil derselben in gröfserem
Mafsstabe.
An dem Gebäude, ist ein Kasten A angebracht, der sich von der Erde bis in das oberste
Stockwerk und darüber hinaus erstreckt. In diesem Kasten ist oben und unten je eine
Walze α angeordnet, über welche eine Kette oder ein Riemen B ohne Ende geht, an welchem
in gewissen Abständen die Platten C, Fig. 5, drehbar befestigt sind. Die Platten C
sind so grofs, dafs eine oder mehrere Personen darauf stehen können. Auf der sich abwärts
bewegenden Seite des Riemens B werden die Platten C durch am Riemen A befindliche
Schnüret in horizontaler Lage gehalten, während sie auf der sich aufwärts bewegenden
Seite des Riemens flach am Riemen hängen, wie dies aus Fig. 1 erkennbar ist. Die sich
nach unten bewegenden Platten C sollen den Raum des Kastens A so genau ausfüllen,
dafs ein Unglücksfall durch Zwischentreten zwischen Platte und Kastenwand nicht eintreten
kann.
Zwischen den Schnüren c c einer Platte C sind mehrere Querschnüre angebracht, wie in
Fig. 4 dargestellt ist. An diesen Querschnüren soll sich die betreffende Person mit den Händen
während der Abwärtsbeförderung festhalten.
Auf der Achse der einen Walze α ist ein Zahnrad a1, Fig. 2, befestigt, in welches ein
kleiner Trieb α2 eingreift, welcher die Regulirvorrichturig
in Bewegung setzt. : Der Trieb a2
ist auf einer Welle D. befestigt, welche die Bremsscheibe d und das konische Zahnrad d1
trägt, das mit einem gleichen Rad e der Welle E in Eingriff steht. Diese Welle E ist mit einem
verschiebbaren Ring e1 ausgerüstet, welcher eine Nuth hat, in welche der Hebel F eingreift.
Die Welle E trägt ferner einen Querarm e2, an welchem die Winkelhebel G dreh-.bar
angebracht sind, deren untere Enden mit verstellbaren Belastungskugeln versehen sind.
Die anderen Arme der Winkelhebel sind durch Stange g mit dem Ring e1 verbunden. Der
Hebel .F besteht aus einer steifen Feder, ist nahe der Bremsscheibe d drehbar an der Wand
befestigt und trägt die auf d wirkende Bremsbacke f. Wenn nun die Geschwindigkeit der
Walze α zu grofs wird, so gehen die Kugeln des Regulators aus einander, die oberen Arme
der Winkelhebel G drücken mit Hülfe der Stangen g den Ring el nach unten und wirken
somit auf den Bremshebel F. Die Anordnung ist so getroffen, dafs, wenn die Winkelhebel G
eine gerade Linie bilden, der gröfste Druck auf F ausgeübt wird.
Die Elasticität des Hebels F verhindert ein zu plötzliches Wirken der Bremse.
Es ist im allgemeinen zu empfehlen, den Regulator mit der oberen Walze a in Verbindung
zu bringen, weil der Riemen B auf diese Walze mit gröfserer Kraft wirkt als auf die
untere Walze. In jedem Stockwerk sind wie
bei H, Fig. ι, Verbindungen mit dem Rettungsapparat herzustellen.
Der Apparat wird in folgender Weise benutzt: .
Eine Person steigt von irgend einer Etage aus auf die Plattform C, welche von ihr am
bequemsten zu erreichen ist, und da die Plattformen C nur so weit von einander abstehen,
dafs eine Person zwischen ihnen Platz hat, so wird eine derselben immer gut zu erreichen
sein. Das Gewicht der darauf stehenden Person setzt den Apparat in Bewegung, der Regulator
kommt ebenfalls in Bewegung und erlaubt dem Apparat nur eine sokhe Geschwindigkeit, dafs
die herabzulassende Person sicher, aber doch schnell zur Erde gelangt. Es können gleichzeitig
so viele Personen befördert werden, als die abwärts gehende Seite des Riemens Platten
oder Plattformen C besitzt. Auch kann eine Person nach der anderen aufsteigen, ohne dafs
es nöthig wäre, den Apparat anzuhalten. Es können auf diese Weise viele Personen aus
einem brennenden Hause gefahrlos entkommen.
Wird noch an der unteren Walze α ein
Vorgelege mit Kurbel angebracht, so kann der Apparat gleichzeitig auch als Aufzug benutzt
werden.
Es können ferner die Platten C mit einem Schlitz, Fig. 5, versehen werden, um einen
Schlauch hindurchstecken zu können. Auf diese Weise können dann Feuerwehrleute mit
dem Spritzenschlauch bis in die obersten Etagen oder auf das Dach befördert werden.
Der Apparat stellt sich also nicht blos als
ein Rettungsapparat und als ein Apparat für die Feuerwehr dar, sondern er bietet auch
ein Mittel, um Personen aus einem Stockwerk in ein anderes zu befördern.
Claims (3)
1. Ein Rettungsapparat, wesentlich bestehend aus dem über zwei Walzen α gehenden
Riemen B ohne Ende, der mit umklappbaren, mit Schlitzen c1 versehenen Plattformen
C ausgerüstet ist, die sich auf der aufwärts gehenden Seite des Riemens flach
auf den Riemen legen, auf der abwärts gehenden Seite aber sich in horizontaler
Lage aufklappen, in welcher Stellung sie
durch Schnüre c gehalten werden.
2. Der unter i. gekennzeichnete Rettungsapparat in Verbindung mit der Bremsvorrichtung
d F und dem Regulator E el G g.
3. Die Schnüre c, welche die Plattformen C
auf der abwärts gehenden Seite des Riemens in horizontaler Lage halten und in ihrem
oberen Theil mit Querschnüren versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE30179C true DE30179C (de) |
Family
ID=306315
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT30179D Expired - Lifetime DE30179C (de) | Apparat zur Rettung aus Feuersgefahr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE30179C (de) |
-
0
- DE DENDAT30179D patent/DE30179C/de not_active Expired - Lifetime
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