DE301490C - - Google Patents

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DE301490C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D3/00Halides of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D3/04Chlorides
    • C01D3/08Preparation by working up natural or industrial salt mixtures or siliceous minerals

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Description

KAISERLICHES //Mt
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12/..GRUPPE
WILHELM KAIN in NORDHAUSEN.
Die Gewinnung des Chlorkaliums aus Carnallit erfolgt gewöhnlich durch Lösen in der Wärme. Da die zum Lösen des Chlormagnesiums benötigte Wnssermcngc nicht ausreicht, auch sämtliches Chlorkalium zu lösen, wird dom Wasser Mutterlauge aus der Fabrikation zugesetzt, so daß die Mischlaugc etwa den halben Gehalt an Chlormagncsium aufweist wie die Mutterlauge. Für den reinen
ίο Lösebetrieb ist also etwa die doppelte Flüssigkeitsmenge erforderlich, als wenn im Schlämmverfahren die nichtgelöste Chlorkaliummenge ausgeschlämmt wird, damit auch etwa die doppelte Wärmemenge, falls beim Schlämmen heiß gearbeitet wird, die doppelte Leistung der Klär-, Kühl-, Pumpanlagen usw. Bei Anwendung des Schlämmverfahrens kann kalt, warm und heiß gearbeitet werden. Die Schwierigkeit des Verfahrens liegt darin, eine hoch-
ao grädige Mutterlauge und gleichzeitig sämtliches Chlorkalium, also einen gut ausgelösten Rückstand zu erhalten. Um beiden Ansprüchen einigermaßen zu entsprechen, müß der Apparat sehr lang werden, ohne daß doch beiden
»5 Forderungen volle Genüge geschehen könnte. Die Erzielung einer guten Mutterlauge bedingt die Anwendung möglichst geringer, zum Lösen des Chlormagnesiums aber ausreichender Wassermengen. Ein guter Rückstand erfordert
dagegen einen Überschuß an Wasser oder dünnen Laugen. Nach der bisherigen Arbeitsweise wird entweder die Lauge nicht gesättigt — wodurch beim Laufenlassen dieser Lauge Chlorkaliumverluste entstehen, .da der Chlorkaliunigchalt mit sinkendem Chlormagncsiumgehalt steigt, oder die Eindampfkosten erhöht werden, oder nachträglich gesondert eine Anreicherung an Chlormagrtcsium vorgenommen i werden muß, so durch Verlosen des künstlichen Carnallitcs mit dieser Lauge —, oder die Kückstandsverluste an Chlorkalium sind erheblich.
Durch vorliegende Erfindung soll beiden Übelständen abgeholfen werden, indem erstens nur so viel Wasser bzw. dünne Lauge aus der 'Fabrikation, wie sie etwa beim Decken des Chlorkaliums oder in der Kalisulfatfabrik entstehen, zugeführt wird, um zwar alles Chlormagnesium lösen zu können, andererseits aber, eine der Temperatur entsprechend gesättigte Mutterlauge beim Ausfluß zu erhalten. Zweitens, indem ein Teil der Lauge aus dem Apparat von einer Stelle (A der Figur), an der die Lauge bereits mehr oder weniger an Chlor- * magnesium angereichert ist, nach dem Wassereintritt (B der Figur) zurückgeleitet wird. Damit wird an der Flüssigkeitseintrittsstelle (Austritt des Lösegutes) der Zustand hergestellt, wie er beim heutigen Warmlöseverfahren besteht und wie er ein gutes Ausbringen des .!Rückstandes gewährleistet. Ja, durch Erhöhung des Um- bzw. Rücklaufes der Lauge, am einfachsten durch Anwendung einer Dampfdüse oder eines Injektors (C der Figur) in einem Rücklaufrohr, ist infolge der größeren, der Menge nach leicht regulierbaren Zirkula- tion der Lauge, durch längere Berührungszeit mit dem Austragegut, eventuell durch größere

Claims (1)

  1. Wärmezufuhr entsprechend der größeren umlauf enden Laugenmenge, durch bessere Schlämmwirkung infolge der größeren Laugengeschwindigkeit auf diese Weise das denkbar beste Ausbringen des Rückstandes überhaupt gesichert. Da aber nur so viel Wasser auf den Apparat gegeben wird, einschließlich des Kondenswassers aus etwa verwandten Dampfdüsen, als zur Erzielung einer guten Mutterlauge
    ίο notwendig ist, muß bei genügend langer und großer Laugenzirkulation die Mutterlauge der Temperatur entsprechend, mit der gearbeitet wird, gesättigt sein. Die Geschwindigkeit zwischen Laugenrücklaufstellc und Laugcnau*-
    »5 tritt ist im Verhältnis zu der geringen Wasseraufgabe (Mutterlaugenmenge) nur eine mäßig«*, so daß neben dem in Form von feinem Kristall oder Kristallschlamm ausgeschiedenen Chlorkalium schwerere Bestandteile, wie Kie-
    ao serit und Steinsalz, nur in den allcrfeinsten Körnungen mit ausgetragen werden und dadurch ein hochprozentiges Schlammprodukt erzielt wird.
    Das Verfahren der Laugenrückleitung läßt sich auch beim bisherigen Löseverfahren anwenden, wenn etwa wegen der Kürze des ! Löseapparates ein verstärkter Umlauf er- ·. wünscht ist.
    ι'"' Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Lösen von Carnallit und gleichzeitigen Ausschlämmen des ausgefällten Chlorkaliums in kontinuierlich arbeitenden Apparaten, dadurch gekennzeichnet, daß ohne Zugabc von Mutterlauge aus der Fabrikation nur mit Wasser oder dünner Lauge (Decklaugc, Sulfatlauge o. dgl.) gearbeitet wird, in einer Menge, dio gerade ausreichend ist, das gesamte Chlormagncsium des Carnallites zu lösen, so daß sie eine für den praktischen Betrieb genügend hohe Sättigung an Chlorniagncsium der entstehenden Mutterlauge ergibt, während andererseits zwecks mögliehst vollständigen Auslösens und Ausschlämmcns des Rückstandes von Chlorkalium ein Teil der entstehenden Löse- bzw. Schlämmlauge von der Nähe der Ausflußstelle des Apparates nach der Wassereintrittsstelle durch eine Pumpvorrichtung zurückgeleitet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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