DE125634C - - Google Patents
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- DE125634C DE125634C DENDAT125634D DE125634DA DE125634C DE 125634 C DE125634 C DE 125634C DE NDAT125634 D DENDAT125634 D DE NDAT125634D DE 125634D A DE125634D A DE 125634DA DE 125634 C DE125634 C DE 125634C
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- sodium
- borax
- sodium borate
- boric acid
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K35/00—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting
- B23K35/22—Rods, electrodes, materials, or media, for use in soldering, welding, or cutting characterised by the composition or nature of the material
- B23K35/36—Selection of non-metallic compositions, e.g. coatings or fluxes; Selection of soldering or welding materials, conjoint with selection of non-metallic compositions, both selections being of interest
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
- Cosmetics (AREA)
- Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Unter den zu Hartlöthungen benutzten Flufsmitteln
nimmt das borsaure Natrium die erste Stelle ein, weil es im Gegensatz zu den anderen
Flufsmitteln für alle Hartlöthungen vom Silber bis zum Eisen gleich gut angewendet werden
kann, und auch in Bezug auf Absorption der verschiedenen Oxyde von keinem anderen Mittel
übertreffen wird. Die Anwendung dieses Salzes würde eine ausschliefsliche sein, wenn ihm
nicht eine oftmals ungemein störende Eigenschaft anhaften würde. Es bläht sich, wie bekannt,
beim Erhitzen infolge seines Krystallwassers derart stark auf, dafs es sich von der
ihm angewiesenen Stelle abhebt und oft milsammt dem zugemischten Lothe ins Feuer fällt.
Aus diesem Grunde mufs der betreffende Arbeiter das Salz nicht nur gleich von vornherein
im Ueberschufs anwenden, sondern auch während des Löthens beständig nicht unbeträchtliche
Menge frischen Borax hinzuwerfen. Es ist somit leicht zu erkennen, dafs nicht allein
viel Material, sondern auch viel Arbeit erspart werden kann, wenn diese erwähnten Eigenschaften
dem Salze genommen werden. Ein weiterer Uebelstand bei der bisherigen Verwendung
des Borax als Flufsmittel ist der, dafs die zu löthenden Flächen vor dem Aufbringen
des Borax und des Lothes erst sorgfältig gereinigt werden müssen, und selbst Berührungen
solcher gereinigten Flächen mit fettigen oder unsauberen Fingern eine ordentliche Löthung
oft verhindern. .
Dem Erfinder ist es nun gelungen, obige störenden Eigenschaften dem borsauren Salze
zu nehmen und demselben eine neue, besonders vortheilhafte Eigenschaft hinzuzufügen,
indem er nicht das fertige Salz, sondern dessen einzelne Bestandteile gemischt anwendet und
erst in der Hitze, vor dem Fliefsen des Lothes sich das Salz bilden läfst. Die Bestandtheile
des borsauren Natriums sind Borsäure und Natrium. Nimmt man Borsäure und ein
Natriumsalz, z. B. kohlensaures Natrium, und läfst diese Salze in der Hitze auf einander einwirken, so verbindet sich die Borsäure mit dem
Natrium des kohlensauren Natriums zu Borax, während die Kohlensäure frei wird.
Die Wirkung eines solchen Gemisches beim Löthen ist nun folgende:
Beim Erwärmen, wie auch schon beim nassen Auftragen des Gemisches, reinigt das kohlensaure
Natrium wie bekannt die Stelle, auf welche es gelegt wurde, von: Fett und dergl.
und legt sich (backt) an derselben Stelle fest. Die mit ihm innig gemischte Borsäure hat wohl
auch das Bestreben, sich etwas in der Hitze aufzublähen, wird aber von dem festsitzenden
kohlensauren Natrium hieran gehindert. Bei weiterem Erhitzen" entweicht die Kohlensäure
des kohlensauren Natriums und das Natrium verbindet sich mit der Borsäure in der Schmelzhitze
zu dem Doppelsalz Borax. Da nun die Vereinigung im wasserfreien Zustande erfolgt,
so ist auch der gebildete Borax wasserfrei und ein Aufblähen ausgeschlossen. Der weitere
Vorgang ist nun derselbe wie bei Anwendung ■ des einfachen Borax, nur tritt hier noch eine
bedeutend energischere Aufnahme bezw. Auflösung der betreffenden Metalloxyde auf, infolge
der Benutzung des status nascendi bei der Bildung des Borax aus den glühenden bezw;
flüssigen Bestandteilen^ Ein Hinzuthun von
Chlornatrium zu der Mischung verbessert diese noch insofern, als hierdurch die Dünnflüssigkeit
des.geschmolzenen Gemisches erhöht wird, während die eigentlichen Wirkungen dadurch
nicht geschwächt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum Hartlöthen unter Benutzung des borsauren Natriums als Flufsmittel, dadurch gekennzeichnet, dafs an Stelle des bekannten fertigen Borax ein Gemisch aus den Bestandteilen des borsauren Natriums angewendet wird, die durch Erhitzen sich zum borsauren Natrium verbinden, nachdem ihnen der Wassergehalt entzogen ist, zum Zwecke, dem kohlensauren Natrium Gelegenheit zu geben,, die Löthflächen vom Fett u. s. w. zu reinigen, und das Aufblähen des sich bildenden borsauren Natriums zu beseitigen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE125634C true DE125634C (de) |
Family
ID=394343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT125634D Active DE125634C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE125634C (de) |
-
0
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