DE301045C - - Google Patents

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DE301045C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D27/00Treating the metal in the mould while it is molten or ductile ; Pressure or vacuum casting
    • B22D27/04Influencing the temperature of the metal, e.g. by heating or cooling the mould

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Heat Treatment Of Strip Materials And Filament Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 301045 KLASSE 31 c. GRUPPE
JOSEF SCHAEFER in HAMBURG.
Verfahren zur Vermeidung von Spannungen in Gußstücken.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Januar 1916 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Vermeidung von Spannungen in Gußstücken, und zwar insbesondere bei Stahlgußstücken und mit ungleichmäßiger Massenverteilung. Gemäß demselben werden in die Form an denjenigen Stellen, in welchen in den Gußstücken beim ungleichmäßigen Erstarren und Schwinden derselben ein Reißen des Materials entstehen könnte, aus Draht
ίο gewundene Locken (Drahtspiralen) eingelegt, welche durch Abschrecken ein schnelleres Abkühlen der massigeren Teile des Gusses bewirken.
Zu dem gleichen Zweck werden bereits sogenannte Skelettbleche verwendet, die aus gelochten Metallblechen bestehen. Diesen Skelettblechen gegenüber besitzen die Drahtlocken erhebliche Vorzüge. Zunächst bieten letztere den Vorteil einer bequemeren Handhabung; ferner können sie leicht in jede gewünschte Form gebogen werden, so daß sie auch in bogen- und winkelförmige Teile der Form ohne weiteres eingelegt werden können. Die Drahtlocken können viel leichter als die Skelettbleche in der geeigneten Länge abgeschnitten werden, und erstere lassen sich durch Auseinanderziehen oder Zusammendrücken leicht verlängern bzw. verkürzen. Infolge ihrer Nachgiebigkeit können die Drahtlocken sich im flüssigen Metall leicht ausdehnen oder zusammenziehen, die Skelettbleche hingegen nicht. Endlich lassen sich die Drahtlocken quer bzw. in sich kreuzender Lage ineinanderschrauben, so daß sich beide in der gleichen Ebene befinden und dadurch gleichzeitig eine gegenseitige Befestigung herbeigeführt wird. Nun finden aber auch gleichartige Locken oder Spiralen in der Gießerei bereits Verwendung, und zwar als Kernstützen. Als solche können die Locken die durch die Erfindung beabsichtigten Wirkungen nicht oder doch nur in einem ganz unzureichenden Maße ergeben und zwar namentlich deswegen nicht, weil sie als Kernstützen an solchen Stellen der Form angebracht werden, an welchen eine Kühlwirkung gar nicht erforderlich ist. Als Kernstützen müssen die Locken so in die Form eingelegt werden, daß sie unnachgiebig stützen; sie müssen also mit ihren Seitenteilen dem Kern bzw. der Formwand anliegen; damit eine weitere Starrheit der Windungen und die Formwand nicht beschädigende, breite Auflageflächen erzielt werden, müssen die Windungen rechteckig oder flach anstatt»kreisrund sein. Damit wird aber dem größten Teil der Locken die Kühlfähigkeit vollständig entzogen, die nur dann vorhanden sein kann, wenn die Locken ringsum vom Gußmetall umgeben sind. Um eine Beschädigung der Form wände zu verhindern, müssen diese Locken anstatt aus rundem Draht aus flachem, eine größere Auflagefläche ergebenden Bandmaterial hergestellt sein. Damit wird aber die Kühlfähigkeit dieser Locken noch weiter herabgesetzt und sie würden, wenn sie in einer zu Kühlzwecken geeigneten Lage in die Form eingesetzt würden, das flüssige Metall nur schwer durch sich durchfließen lassen. Das Durchfließen des
Metalls wird vollends gestört, wenn diese Locken in krumme Formteile gekrümmt eingelegt werden, wobei die an der Krümmungsinnenseite befindlichen Windungsteile eng zu-. sammenschließen.
Die aus rundem Draht bestehenden Locken mit kreisrunden Windungen sind nach allen Richtungen gleich nachgiebig und ermöglichen ein besonders leichtes und schnelles Durchfließen des Metalls, auch bei gekrümmter Lage. Aus diesem Grunde findet ein vollständiges Verschweißen der Drahtlocken im Guß statt. Das ist weder bei den flachen Locken noch bei den Skelettblechen der Fall.
Wenn die aus rundem Draht bestehenden und'runde Windungen besitzenden Drahtlocken sich in der Außenschicht des Gußstückes befinden, können die Windungen nur punktförmig und nicht störend an der Außenfläche des Gußstückes zu Tage treten, während bei den flachen Locken und bei den Skelettblechen, die durch das einfließende Metall überdies sehr leicht an die Formwand gedrückt werden, die ganzen Flächen derselben in der Außenfläche des Gußstückes freiliegen. Das ist ein Nachteil, der die Verwendung der flachen Locken zu Abschreckungs- oder Kühlzwecken ganz unmöglich macht.
Die Erfindung ist auf der' Zeichnung an
30. einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Die Zeichnung stellt in zwei senkrechten Schnitten die Form für den in Fig. 1 in verkleinertem Maßstabe dargestellten Gußkörper dar.
Wenn die Form fertiggestellt ist, werden die Drahtlocken α in sie eingesetzt. Der herzustellende Gußkörper erfordert drei Drahtlocken α von entsprechender Länge, nämlich eine wagerecht liegende und sich in den Formteil für den plattenförmigen Oberteil des Gußkörpers erstreckende und zwei' senkrecht stehende Drahtlocken, die in Formteilen liegen, welche konsolartige Ansätze des Gußkörpers bilden.
Die wagerechte Drahtlocke ist mit den anderen beiden Drahtlocken durch Ineinanderschrauben verbunden, wodurch alle drei Drahtlocken aneinander befestigt werden und zugleich die Anbringung derselben in der richtigen Lage erleichtert wird.
Das in die Form eintretende flüssige Metall wird durch die Drahtlocken an denjenigen Stellen, an welchen es ohne letztere länger flüssig bleiben bzw. langsamer abkühlen würde, schneller zur Abkühlung gebracht, so daß schädliche Spannungen im Gußkörper, die ein Reißen zur Folge haben würden, nicht entstehen.
Bei runden Formteilen werden die Drahtlocken entsprechend gekrümmt bzw. durch Verbinden der Enden zu einem Ring gebildet, wobei gerade Drahtlocken leicht angeschlossen werden können.
Um eine besonders starke Kühlwirkung zu erzielen, kann eine kleine Drahtlocke in eine Drahtlocke mit größeren Windungen längsweise eingeführt werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Vermeidung von Spannungen in Gußstücken, dadurch gekennzeichnet, daß in die Form Drahtlocken (Drahtspiralen) eingelegt werden, welche - das in die Form eintretende flüssige Metall abschrecken bzw. abkühlen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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