DE299154C - - Google Patents
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- DE299154C DE299154C DENDAT299154D DE299154DA DE299154C DE 299154 C DE299154 C DE 299154C DE NDAT299154 D DENDAT299154 D DE NDAT299154D DE 299154D A DE299154D A DE 299154DA DE 299154 C DE299154 C DE 299154C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L13/00—Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L2760/00—Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines
- F01L2760/002—Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines for reversing or starting four stroke engines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)
- Electrical Control Of Ignition Timing (AREA)
Description
AUSGEGEBEN
AM 26. SEPTEMBER 1919
. ,λ/ ■■' in MANNHEIM.
Gegenstand der Erfindung ist eine Umsteuerung für vier- und mehrzylindrige, mit
elektrischer Zündung arbeitende Verpuffungsmotoren, vermittels deren der Motor sowohl
•5 vom Stillstand aus in jeder Drehrichtung in • Betrieb genommen, als auch während des Betriebes
umgesteuert werden kann.
Bekanntlich ist es beim Umsteuern wäh-
. rend des Betriebes erforderlich, die Drehzahl
ίο des Motors vor dem Umsteuern erheblich zu
vermindern '(auf etwa 1Ja °,der a/4 der normalen
Drehzahl), damit die die Drehrichtung umkehrende, sogenannte Gegenzündung die lebendige Kraft des Schwungrades sicher
auffangen und den Motor in der anderen Drehrichtung mit genügender Kraft anwerfen
kann. Hierzu muß vor dem Umsteuern der Vergaser auf Anlaßstellung und der Zündvorrichtung
auf Spätzündung eingestellt
ao werden, ehe die Zündung ausgeschaltet wird. Ersteres ist deshalb erforderlich,, weil der
lediglich durch Ausschalten der Zündung auf eine niedrige Umdrehungszahl gebrachte Motor bei vollgeöffneter Drosselklappe ein zu
gasarmes, nicht« mehr zündfähiges Gemisch ansaugen würde, 'wodurch das Umsteuern
bzw. Herumwerfen des Motors durch eine
. ■ Gegenzündung unmöglich gemacht wäre. Vor dem Umsteuervorgang muß also die Drosselklappe
des Vergasers in eine Stellung gebracht werden, in der auch, dem langsam
laufenden Motor noch ein gasreiches, sicher zündendes Gemisch zugeführt wird. Ausserdem
muß die Zündverteilung, auf Spätzündung eingestellt werden, . weil der eben
umgesteuerte, in der neuen Drehrichtung noch langsam laufende Motor bei Frühzündung
unbedingt stehen bleiben würde.
Gemäß der vorliegenden Erfindung soll nun zwischen dem die Umsteuerung der Ventilbetätigungsorgane
bewirkenden Hebel und dem Ausschalter für die Zündung einerseits und einem zur Regelung des Gemisches und
zur gleichzeitigen Einstellung des Zündzeitpunktes vorgesehenen Organ andererseits
eine solche Verbindung hergestellt sein, daß der Umsteuerhebel und die Ausschaltung der
Zündung nur dann betätigt werden können, wenn das Gemischzufuhrorgan auf Anlaßstellung
und die Zündmomentverstellung auf Spätzündung eingestellt sind, während bei
anderen Stellungen des die Gemischzufuhr und Zündung beeinflussenden Organes sowohl
der Umsteuerhebel als der Zündungsausschalter gesperrt sind. Hierdurch wird eine
versehentlich falsche Einstellung der Gemischzufuhr und der Zündung vor dem Umsteuern
unmöglich gemacht.
Es sind nun zwar Umsteuerungsanordnungen an sich bekannt, bei welchen eine Vor- ·..-richtung
so lange gegen Verstellen gesperrt ist, bis die andere sich in einer ganz bestimmten
Lage befindet. Zum Beispiel hat man schon bei mit Druckluft angelassenen und umgesteuerten Motoren vorgeschlagen, daß
der Hebel, mit dem die , Ventilbetätigung
zwecks Umsteuerns verändert wird, mit einem Hebel der zum Einstellen der Maschine
auf Anlassen, Betrieb und Halt dient, derart verbunden ist, daß der erstere nur dann betätigt
werden kann, wenn der zweite ■ auf Halt steht. Diese Anordnung ist aber nur
für mit Druckluft angelassene und umgesteuerte Motoren verwendbar, nicht aber für
solche Motoren, die durch Zündung eines
ίο Brennstoffluftgemisches angelassen und durch
eine Gegenzündung umgesteuert werden sollen. Demgemäß unterscheidet sich die vorliegende
Anordnung von den vorbekannten wesentlich dadurch, daß der Umsteuerhebel hier nicht
•15 freigegeben wird, wenn das Organ zum Einstellen der Maschine auf Anlassen, Betrieb
und Halt, d. h. der die Drosselklappe und den Zündzeitpunkt verstellende Hebel auf Halt
steht, sondern die Sperrung des Umsteuerhebeis wird dann aufgehoben, wenn der zweite Hebel sich in der Anlaßstellung befindet,
und das hier selbstredend beim Umsteuern des Motors ebenfalls erforderliche
Abstellen des Motors erfolgt demnach hierbei nicht durch Abstellen der Brennstoffzufuhr,
sondern durch Ausschaltung der Zündung, die beim Umsteuern bewirkt wird. Auf den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen
der Erfindung beispielsweise schematisch dargestellt.
Die Fig. 1 bis 10 zeigen eine Ausführungsform, beider für jede Drehrichtung eine besondere
Zündvorrichtung und ein besonderer Anlaßmagnet angeordnet ist, während die Fig. 11 bis 15 eine Ausführungsform mit nur
einer Zündvorrichtung und einem Anlaßmagneten für beide Drehrichtungen veranschaulichen.
Zum besseren Verständnis der Wirkungsweise der Vorrichtung sei zunächst noch eine
Bedingung klargestellt, die beim Umsteuern • mehrzylindriger Verpuffungsmotoren berücksichtigt
werden muß.
. Vier- oder Sechszylindermotoren bleiben.
. Vier- oder Sechszylindermotoren bleiben.
stets in einer Kurbelstellung stehen, bei der sich die Kolben in einer mittleren Lage? ungefähr
symmetrisch zum oberen Totpunkt befinden und in der sich der Expansions- und der Kompressionsdruck zweier nacheinander
.zündenden Zylinder das Gleichgewicht halten. Ist der Motor durch Ausschalten der Zündung
abgestellt worden, so sind die beiden sich im Gleichgewichtszustand befindenden Zylinder, z. B. die Zylinder 1 und 3 in Fig. 1
und 2 mit Gemisch gefüllt. Soll nun der Motor in einer der vorherigen entgegengesetzten
Drehrichtung wieder angelassen werden, so, darf die Umsteuerung der Ventilbetätigungsorgane,
die beispielsweise durch Verschieben der Steuerwelle unter Ausschalten der bisherigen und Einschalten anderer
Nocken erfolgen möge, kein Öffnen der Einlaß- oder Auslaßorgane bei einem der Zylinder
ι oder 3 zur Folge haben, weil sonst der Gleichgewichtszustand ' aufgehoben und
der Kolben desjenigen der beiden Zylinder, dessen Ventile- geschlossen bleiben, in seine
Endlage getrieben würde, in welcher Kolbenstellung ein Anlassen des Motors unmöglich
ist. Es ist also Bedingung,· daß die Nocken für die andere Drehrichtung so angeordnet
sind, daß durch den Umsteuerungsvorgang der Gleichgewichtszustand der beiden im Ex-,
pansions- und Umdrehungshub stehengebliebenen Zylinder nicht gestört wird. Hieratis
ergibt sich, daß beim Umsteuern in demselben. Zylinder der •vorherige Expansionshub zum
Verdichtungshub werden muß und umgekehrt. Waren also nach vorherigem Rechtsgang des
Motors bei dessen Stillstand die Phasen in den einzelnen Zylindern z.B. wie folgt: Zylinder
1: Expansion, Zylinder 2: Auspuff, Zylinder 3: Verdichtung, Zylinder 4: An- ' .·
saugen, und erfolgt demnach die Zündung in den einzelnen Zylindern in der Reihenfolge:
i, 3, 4, 2, so müssen die Phasen nach dem Verschieben der Steuerwelle Nfür die andere
Drehrichtung sein: Zylinder 1: Verdichtung, Zylinder 2: Ansaugen, Zylinder 3: Expansion,
Zylinder 4: Auspuff, woraus sich die Zündfolge i, 2, 4, 3 ergibt. Man sieht hieraus,
daß die Zündfolge für den Linkslauf des Motors eine andere sein muß wie diejenige
für den Rechtslauf.
In der zunächst zu beschreibenden Ausführungsform,
dargestellt in den Fig. 3 bis 10, wird diese Änderung der Zündfolge dadurch
erreicht, daß für jede Drehrichtung eine besondere. Zündvorrichtung nebst Anlaßmagnet
vorgesehen ist, von denen je einer eingeschaltet und der andere zugleich ausgeschaltet
wird. Für die normale Drehrichtung des Motors »vorwärts« dient die Zündvorrichtung
Zv (Fig. 3 und 5), zu dem der Anlaßmagnet Mv und der Ausschalter Av gehören.
Für die Drehrichtung »rückwärts« ist die Zündvorrichtung Zr mit dem Anlaßmagneten
Mr und dem Ausschalter Ar vorgesehen. Da beide Vorrichtungen zu beiden
Seiten des Rädergehäuses b angeordnet sind und von derselben Welle aus angetrieben
werden, ist ihre Drehrichtung bei unveränder- , ter Drehrichtung des Motors eine entgegengesetzte.
Hieraus ergibt sich, daß die beiden Zündvorrichtungen in ihrem eingeschalteten
Zustande dieselbe Drehrichtung haben, nur läuft der Motor hierbei in einem Falle rechts
herum und im anderen Falle links herum.
. Der bei c gelagerte Umsteuerhebel u (Fig. 3 bis 6) ist unten gegabelt und faßt in eine das Ende der Steuerwelle umgebende Muffe, so daß durch die Bewegung des Um-
. Der bei c gelagerte Umsteuerhebel u (Fig. 3 bis 6) ist unten gegabelt und faßt in eine das Ende der Steuerwelle umgebende Muffe, so daß durch die Bewegung des Um-
Steuerhebels die Steuerwelle in ihrer Längsrichtung
verschoben wird, wobei in der End- - lage des Hebels nach rechts ein Nockensatz
''für die Drehrichtung »vorwärts« und in der
Endlage des Hebels nach links ein Nockensatz für die Drehrichtung »rückwärts« zur
Einwirkung auf die Ventile des Motors gebracht wird. Selbstredend können aber durch
: den Umsteuerhebel auch irgendwelche andere,
ίο bekannte Umsteuervorrichtungen betätigt und
hierdurch die Steuerzeiten der Ventile geändert werden, so daß. das Umsteuern nicht
dtirch Verschieben der Steuerwelle, sondern z. B. durch Verdrehen oder Umsteuerung der
Steuerwelle, durch Ein- oder Ausschalten von Zwischenorganen zwischen Ventilspindeln
und Nockensätzen für Vorwärts- und Rückwärtslauf des Motors erfolgt usw.
Der Umsteuerhebel u weist einen Handgriff h mit einer Sperrklinke ί auf, welch'
letztere in den beiden Endlagen des Hebels in Kerben kv bzw. kr (Fig. 3 bis 5) des Schaltsegments
e einschnappt und den Umsteuerhebel in dieser Lage festhält. An den beiden
Kerben ist je ein ,besonderer Zündausschalter Sv und Sr (Fig. 3 und 4) vorgesehen,
von denen beim Herunterdrücken der Sperrklinke s —; je nachdem in welcher Endlage
sich der Umsteuerhebel «befindet— der eine oder andere betätigt wird, wodurch entweder
der Stromkreis der Primärwicklung der Zündvorrichtung Zv oder der Zündvorrichtung
Zr kurzgeschlossen und die betreffende Zündvorrichtung mit seinem Anlaßniagneten
ausgeschaltet wird. Aus der Anordnung ergibt sich noch, daß immer nur eine der beiden
Zündvorrichtungen nebst ihrem Anlaßmagneten eingeschaltet sein kann, und zwar immer nur derjenige, der für die Drehrichtung
bestimmt ist, für die der Umsteuerhebel eingestellt ist,' weil die nicht herunterge-.
drückte Klinke .s den Kurzschlußschalter, vor dem sie sich befindet, geöffnet hält. Aus
Fig. 5 und 6 ist die Vorrichtung zu ersehen, vermittels welcher die Sperrklinke 5 verriegelt
gehalten wird, solange der Vergaser nicht auf Anlaßstellung und die Zündmomentverstellung
nicht auf Spätzündung eingestellt sind. '■■■■■■
Von dem Winkelhebel Uj (Fig. ζ) aus kann
-vermittels des Gestänges f-g die Drosselklappe i des Vergasers verstellt werden. An
den Hebel g dieses Gestänges ist ein Gestänge l-m-n-o-p-q-t angelenkt und an die Zündzeitpunkt-Verstellhebel
der beiden Zündvorrich-. tungen derart angeschlossen, daß beide Zündvorrichtungen
auf Spätzündung eingestellt sind, „wenn sich die Drosselklappe i in der
Anlaßstellung befindet (gezeichnete Stellung).
An den Winkelhebel w sind vermittels der
Stangen ν und χ noch zwei um Zapfen drehbare
.Schwingriegel y und z angeschlossen, die in der vorbeschriebenen Lage des Winkelhebels
außerhalb des Bereiches der im Schaltsegment e vorgesehenen Einschnappkerben kv
und kr befinden, so daß es bei dieser Lage des Winkelhebels und der mit ihm verbundenen
Verstell- lind Verriegelungsorgane möglich
ist, die Sperrklinke s niederzudrücken und damit die Zündung auszuschalten und zugleich
den Umsteuerhebel freizugeben. Bei mehr geöffneter Drosselklappe und gleich- ' ■ . ■
zeitig mehr auf Frühzündung eingestellter Lage der Zeitzündpunktverstellhebel hingegen
gelangt die vorspringende Bahn 16
(Fig. 6) eines der Schwingriegel y-z über den hinteren Arm 17 der Sperrklinke ί und
hält diese verriegelt. Je nach der Lage des Umsteuerhebels u auf »vorwärts« oder »rückwärts«
wird hierbei die Verriegelung der Sperrklinke durch den Schwingriegel z oder
durch den Schwingriegel y erfolgen. Die Handhabung dieser Anordnung ist nun beim
Umsteuern des in der Drehrichtung »vorwärts« laufenden Motors die ,folgende:
Zunächst wird der Hebel w von der punktiert dargestellten in die ausgezogen dargestellte
Lage gebracht, wodurch die Drosselklappe des Vergasers in die gezeichnete Anlaßstellung
und d.ie Zündzeit punktverstellhebel beider Zündvorrichtungen auf Spätzündung
eingestellt werden. Hiernach schaltet man entweder am Hauptschalter Av oder
besser durch Niederdrücken der Sperrklinke s die Zündvorrichtung Zv aus, wodurch der Motor
zum Stillstand gelangt. Dieser möge so erfolgen, daß der Kolben des Zylinders 1 in
seiner mittleren Lage im Expansionshub und der Kolben des Zylinders 3 in derselben Lage
im Verdichtungshub stehen bleibt (Fig. 10). Die Verteilerkohlen der beiden Zündvorrichtungen
nehmen hierbei die in Fig. 7 dargestellte Lage ein, bei der durch die Zündvorrichtung
Zv eine Zündung im ersten Zylinder und durch die Zündvorrichtung Zr eine solche
im dritten Zylinder bewirkt werden kann. Die in den Fig. 8 und 9 dargestellten Unterbrecher
der beiden Zündvorrichtungen lassen · erkennen, daß deren Abreißnocken sich über
eine genügende Länge erstrecken, um die no Unterbrecher auch bei der mittleren Kolbenstellung
noch geöffnet zu halten. Man kann demnach durch Drehen des Anlaßmagneten
Mv (Fig. 3 und 5) den Motor wieder in der alten Drehrichtung" »vorwärts« .anlassen.
Soll er aber in der Drehrichtung »rückwärts« angelassen werden, so ist der Umsteuerhebel uin
seine linke Endlage zu bringen, wobei die Nocken für diese Drehrichtung unter die
Ventilstössel geschoben und der Zündapparat Zv nebst seinem Anlaßmagneten durch Kurzschließen
seines Primärstromkreises am Aus-
schalter Sv (Fig. 4) ausgeschaltet und der Zündapparat Zr nebst dem Anlaßmagneten
Mr dadurch eingeschaltet wird, daß die jetzt über den Schalter Sr gebrachte Sperrklinke ^
hier den Kurzschluß aufhebt. Dreht man jetzt am Anlaßmagneten -Mr, so springt der
Motor durch Zündung im Zylinder 3 nach »rückwärts« an und befindet sich nach ■Verstellen
des Gemischhebels w in seine rechte Endlage im vollen Betrieb »rückwärts«. Man
kann den Motor auch während des Laufens, (1. h. ohne ihn vorher zum Stillstand, zu bringen,
umsteuern. -Man verfährt wieder,, wie vorher beschrieben, indem man zunächst den
Hebel w in seine linke Endlage bringt, wobei ■ sich der Vergaser in der Anlaßstellung befindet
und bei .beiden Zündappa,raten Spätzündung
eingestellt ist. Durch Herunterdrücken der jetzt freigegebenen Sperrklinke s
wird die Zündung Zv unterbrochen, bis die Drehzahl des Motors auf etwa % ihres normalen
Wertes gesunken ist. Jetzt wird der ■ Umsteuerhebel u mit einem schnellen Ruck in
seine linke Endlage gebracht, wodurch die Ventilbetätigungsorgane umgesteuert werden.
Durch Loslassen der Sperrklinke j wird die Zündvorrichtung Zr eingeschaltet. Der Motor
läuft hierbei zunächst noch in seiner alten, d. h. in einer zu seiner schon umgeschalteten
Ventilsteuerung falschen Drehrichtung. Er . saugt hierbei das vorher, d. h. nach Ausschalten
der Zündung in das gekühlte Auspuffrohr geschobene Gemisch wieder an und schiebt das Angesaugte während ein paar Umdrehungen
in das Saugrohr hinaus. Die jetzt durch Löslassen der Sperrklinke eingeschaltete
Zündvorrichtung Zr läuft hierbei selbstredend zunächst auch in der falschen Drehrichtung.
Es sei wiederum angenommen, daß zunächst die Zylinder 1 und 3 in den Verdichtungs-
bzw. Expansionshub gelangen.
Der Unterbrecher der Zündvorrichtung Zr unterbricht in der gezeichneten Kurbellage
(Fig. 10). Hierbei hat der Anker der Zündvorrichtung
die neben dem Unterbrecher skizzierte Lage, bei welcher auch bei der niedrigen Drehzahl noch genügend Strom erzeugt
wird, um einen Funken an der Kerze 3 überspringen zu lassen. Die erfolgende starke
Frühzündung nimmt die nicht mehr bedeutende lebendige Kraft des Schwungrades auf
einem kurzen Kurbelweg auf und wirft die Motorwelle nach der anderen .Drehrichtung
zurück. Die jetzt im richtigen Drehsinne umlaufende Zündvorrichtung Zr unte'rbri£ht
9o°später wieder und bewirkt die Zündung des im Zylinder 1 befindlichen Gemisches usw.
■Nach Verstellen des Gemischhebels auf Vollgas und gleichzeitiger Einstellung des Zünd-.
60 Zeitpunktes auf Frühzündung befindet sich der Motor· im vollen Betrieb »rückwärts«.
Die verschiedene Zündfolge, die für die beiden Drehrichtungen erforderlich ist,' läßt
sich — wie aus der Anordnung der Schleifkontakte der Verteilerscheibe (Fig. 14) ersichtlich
ist, auch mit einer Zündvorrichtung erreichen. -Von dem Kontakt' 1 ausgehend,
ergibt sich für die Drehrichtung der Verteilerscheibe im Sinne des Uhrzeigers
(entsprechend dem Vorwärtslauf des Motors) die Zündfolge ], 3, 4, 2 und für die entgegengesetzte
Drehrichtung (entsprechend dem Rückwärtslauf des Motors) die Zündfolge 1,
2, 4, 3, genau wie bei den beiden Verteilerscheiben des mit zwei Zündvorrichtungen arbeitenden
Motors (vgl. Fig. 7). Um nun bei beiden Drehrichtungen mit derselben Zündvorrichtung
arbeiten zu können, muß nur durch den Umsteuervorgang der Anker der
Zündvorrichtung um 90er verdreht werden,
wobei sich dessen Unterbrecher (Fig.15) ebenfalls um 900 und die Verteilerkohle (Fig. 14)
um 450 dreht. Fig. 11 und 12 zeigen bei-.
spielsweise' eine Anordnung, vermittels deren die Drehung des Ankers durch die beim Umsteuern
verschobene Steuerwelle bewirkt werden kann. Die Steuerwelle weist ah dem Antriebsende
für die Zündvorrichtung eine schräg eingesetzte Feder 19 auf, die in eine
in der Nabenbohrüng des Übersetzungszahnrades 21 ausgearbeitete Spiralnut 20 eingreift
und beim Verschieben der Steuerwelle eine Relativverdrehung des Zahnrades 21 und des
mit diesem in Eingriff stehenden; auf der Ankerwelle
der Zündvorrichtung aufgekeilten Zahnrades 22 bewirkt. Bei dieser Anordnung
ist selbstredend auch nur ein Änlaßmagnet für' beide Drehrichtungen erförderlich, der
ebenso wie die Zündvorrichtung1 mit den beiden Ausschaltern am Umsteuerhebel verbunden
ist. Die sonstigen Anordnungen sind genau dieselben wie bei der ausführlich beschriebenen
Ausführungsform mit zwei Zünd- ■ vorrichtungen. ' ' ,
Claims (2)
105 Patent-Ansprüche:
i. Umsteuerung für, vier- und mehrzylindrige Verpuffungsrhotoren, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen dem. die Umsteuerung der A^entilbetätigungsorgane
bewirkenden Hebel und dem Ausschalter für die Zündung einerseits und einem zur
Regelung des Gemische und zur gleichzeitigen Einstellung des 'Zündzeitpünktes
vorgesehene Organ andererseits eine solche Verbindung hergestellt ist, daß, der "
Umsteuerhebel und der Zündausschalter nur dann betätigt werden können, wenn
das Gemischzufuhrorgan sich in der Anlaßstellung befindet und die Zündmomentverstellvorrichtung
auf Spätzündung eingestellt ist;' ■ ·-■■ ■ ■ ■'- . ■',■ '
2. Anordnung nach Anspruch ι, dadurch
gekennzeichnet, daß am Handgriff (h) des Umsteuerhebels (μ) eine den Hebel in seinen beiden Endlagen sperrende
Klinke (s). vorgesehen ist, die beim Herunterdrücken den Umsteuerhebel freigibt
und zugleich die Zündung ausschaltet, wobei der Gemisch- und Zündzeitpunktverstellhebel
(w) die Sperrklinke (s) im allgemeinen durch geeignete Organe (v, x,
y, z) verriegelt hält und nur in einer be-;
stimmten Lage, bei der der Vergaser sich in Anlaßstellung befindet und die Zündmomentverstellvorrichtufig
auf Spätzündung eingestellt ist, die Sperrklinke zum Herunterdrücken freigibt.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299154C true DE299154C (de) |
Family
ID=553278
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299154D Active DE299154C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299154C (de) |
-
0
- DE DENDAT299154D patent/DE299154C/de active Active
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