DE216690C - - Google Patents

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DE216690C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L2760/00Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines
    • F01L2760/002Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines for reversing or starting four stroke engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Valve-Gear Or Valve Arrangements (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 216690 -KLASSE 46 b. GRUPPE
ADOLPH KLOSE in HALENSEE.
Einrichtung zum Anlassen und Wenden der Drehrichtung von Verbrennungskraftniaschmen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Februar 1908 ab.
Die Erfindung bezweckt, Verbrennungskraftmaschinen in beiden Drehrichtungen, vor- und rückwärts, in Betrieb zu setzen und dieselbe während des Ganges wenden oder umsteuern zu können, insbesondere bei Maschinen, die mittels mehrerer Kolben auf die Kurbel derart wirken, daß ein Totpunkt nicht vorhanden ist, in jeder beliebigen Kurbelstellung.
Es ist bekannt, daß beim Anlassen einer
ίο solchen Maschine mit Druckluft ein Anlaßventil / und das Auslaßventil a am Zylinderkopf zu betätigen sind; es ist weiter bekannt, daß beim Betrieb das Lufteinsaugeventil e, das Brennstoff- oder Zündventil b und das Auslaß- oder Auspuffventil α zu betätigen ist.
Im allgemeinen sind also überhaupt vier
Ventile zu betätigen, und zwar jedes zu oben genanntem Zwecke bei vier verschiedenen Arbeitsvorgängen, nämlich beim Anlassen vorwärts, Anlassen rückwärts, Betrieb vorwärts und' Betrieb rückwärts. Zu diesen vier verschiedenen Betätigungen sind für jedes Ventil vier verschiedene Nockenscheiben auf der Steuerwelle angeordnet; mithin sind im ganzen 16 Nockenscheiben vorhanden.
In den Zeichnungen sind die Anlaßnockenscheiben für Vorwärtsgang mit 1, die für Rückwärtsgang mit 4 bezeichnet; die Nockenscheiben für Betrieb vorwärts sind mit 2, für Betrieb rückwärts mit 3 bezeichnet. Über jeder Nockenscheibengruppe befindet sich je eine Rolle r an einem Stößel t, der in einer Führung u gleitet, und der mit der anderen Endseite auf je ein Ventil bzw. ein Ventilhebelende wirkt, das ebenso breit wie die zugehörige Nockenscheibengruppe ist, so daß jede Rolle und Stößel mittels der Führung auf jede der vier Nockenscheiben einer Gruppe gestellt werden kann. Es kann also jedes Ventil durch die vier verschiedenen Nockenscheiben auf vier verschiedene Weisen betätigt werden.
Die Führungen u sind in einer gemeinschaftliehen Welle s angebracht bzw. ist diese Welle so ausgebildet, daß sie zugleich die Führungen selbst bildet. Zwecks Verstellung kann nun diese Welle in ihren Lagen sowohl gedreht als verschoben werden; beim Drehen wird die Führung u mit Rolle und Stößel ausgekehrt, d. h. außer Berührung mit den Nockenscheiben gesetzt. In dieser ausgekehrten Stellung kann sodann die Welle mit Führungen und Rollen nebst Stößel verschoben werden, soviel als nötig ist, um die Rollen mit einer der anderen Nockenscheiben beliebig in Berührung setzen zu können, und in dieser Stellung wird die Welle s wieder eingekehrt, also Rollen und Stößel auf , die betreffenden zugehörigen Ventile wieder wirksam gemacht mit denjenigen Nockenscheiben, die dem beabsichtigten Zwecke entsprechen. Die Bewegungen der Welle s werden mittels des Steuerhebels h bewirkt, und zwar in der Weise, daß er für jede der vier Arbeitsstellungen in einem Gradbogen mit den vier Schlitzen I, II, III und IV. etwa mittels eines Einfallriegels, festgemacht werden kann, während in der ausgekehrten Lage der Hebel in
jeden dieser Schlitze eingestellt werden kann, so daß beim Wiedereinkehren alle Rollen von denjenigen Nocken betätigt werden, welche dieser Stellung entsprechen. Die Welle s wird durch den Hebel h mittels Gabel und zwei Gleitsteinen ο und ν derart erfaßt, daß ο kreuzgelenkig drehbar in der Mittelebene des Gradbogens im Gradbogenträger k fixiert ist, während ν die Verschiebung bzw. Verstellung
ίο in der Wellenachsenrichtung bewirkt und durch den umfassenden gabelförmigen Hebel h auch zugleich die Drehung der Welle s bewirkt werden kann. Die Welle s mit den Führungen für Rollen und Stößel ist für alle Zylinder, die hintereinander stehen, durchgehend und besorgt die Verstellung für alle' in einer Reihe stehenden Zylinder gleichzeitig, wie in Fig. 6 dies für sechs Zylinder schematisch dargestellt ist.
Zum Anlassen und Wenden in allen Stellungen sind bei einfach wirkenden Maschinen mindestens drei Zylinder nötig, deren zugehörige Kurbeln unter etwa 1200 versetzt sind; wirken die Maschinen im Viertakt und sind sechs Zylinder vorhanden, wie in Fig. 6 vorausgesetzt ist, so ist das Wenden bei allen Geschwindigkeiten, auch unter Belastung, vollkommen gesichert, wenn das Umsteuern und Anlassen mit Luft nur an einer Gruppe von drei Zylindern so lange bewirkt wird, bis bei der anderen Gruppe die Zündung bzw. Verbrennung eingeleitet ist, wonach dann auch die erste Gruppe unter Feuer bzw. Zündung gesetzt wird. Die andere Gruppe braucht dann überhaupt gar keine Anlaßventile zu erhalten, da an der Gruppe zum Anlassen die Nockenscheiben für die Anlaßstellungen so eingerichtet werden, daß hierbei diese Maschinengruppe mit Anlaßluft im Zweitakt arbeitet, was durch je zwei Nocken auf den Anlaßnockenscheiben bewirkt werden muß, da für Viertaktmaschinen diese Nockenwelle nur eine halbe Umdrehung gegenüber der Maschine bei einer ganzen Umdrehung macht.
Aus dieser Beschreibung und den Fig. 1, 2 und 5 ist ersichtlich und erkennbar, daß in keinem Falle zu · gleicher Zeit alle vier Ventile zu betätigen sind, daß vielmehr Anlaßventil / und Brennstoffventil b immer nur abwechselnd zu betätigen sind. Aus dieser Erkenntnis ergibt sich die Möglichkeit, für Betätigung dieser beiden Ventile nur eine Gruppe von vier Nockenscheiben und nur eine Rolle mit Stößel zu verwenden, mithin im ganzen nur zwölf Nockenscheiben und drei Rollen mit Stößel anzubringen. Diese Anordnung ist in Fig. 7 und 8 dargestellt, und es erübrigt hierzu nur noch, zu bemerken, daß die Rolle r mit Stößel t in den Nockenstellungen 2 und 3 auf das Brennstoffventil h bzw. Zündung vor- und rückwärts und in den Nockenstellungen 1 und 4 auf das Anlaßventil I vor- und rückwärts wirkt. Das Lufteinsaugeventil und das Auspuffventil werden von dieser Anordnung nicht berührt.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Anlassen und Wenden der Drehrichtung von Verbrennungskraftmaschinen, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen Steuerwelle (w) mit den Nockenscheiben für die verschiedenen Betätigungen jedes Steuerorgans und diesem letzteren selbst eine Stell welle (s) mit je einem Übertragungsorgan (Stößel und Rolle u) für jedes Ventil (a, I, b, e) zwischengeschaltet ist, die beim Drehen die an ihr selbst geführten Übertragungsorgane (t, u) außer Wirkung von je einem Nocken bringt, hiernach achsial verschoben wird und beim Zurückdrehen jedes Ventil wieder mit einem anderen entsprechenden Nocken in Tätigkeit bringt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Beschränkung der beiden Nockengruppen für Luftanlaß und Zündung oder Einspritzung auf eine Gruppe, derart, daß derselbe Stößel (t) und Rolle (u), der beim regelrechten Arbeiten das Zündungs- bzw. Einspritzventil (b) betätigt, beim Anlassen oder Wenden auf das Anlaßventil (I) wirkt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Stellhebel (h) für die unmittelbare Bewegung der Stellwelle (s), welcher mit einem allseitig beweglichen Festpunkt an der Lagerung der Stellwelle
(s) versehen, bei Führung des Handendes in Längsrichtung die Stell welle (s) mit einer an ihr befindlichen Ellipsenlenkerführung (ο, ν) achsial verschiebt und bei Drehung des Handhebelendes (h) in einer Querebene die Drehung der Stellwelle (s) um ihre Achse bewirkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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