DE337146C - Steuerung und Umsteuerung fuer Kraftmaschinen, insbesondere fuer Verbrennungs-kraftmaschinen - Google Patents

Steuerung und Umsteuerung fuer Kraftmaschinen, insbesondere fuer Verbrennungs-kraftmaschinen

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DE337146C
DE337146C DE1913337146D DE337146DD DE337146C DE 337146 C DE337146 C DE 337146C DE 1913337146 D DE1913337146 D DE 1913337146D DE 337146D D DE337146D D DE 337146DD DE 337146 C DE337146 C DE 337146C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L2760/00Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines
    • F01L2760/002Control of valve gear to facilitate reversing, starting, braking of four stroke engines for reversing or starting four stroke engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Output Control And Ontrol Of Special Type Engine (AREA)

Description

  • Steuerung und Umsteuerung für Kraftmaschinen, insbesondere für Verbrennungskraftmaschinen. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Steuerung und Umsteuerung für Kraftmaschinen, insbesondere Verbrennungskraftmaschinen mit einem oder mehreren hintereinanderliegenden Arbeitszylindern, bei welcher durch Vor- und Rückwärtsdrehung einer einzigen, in drei Winkellagen einstellbaren Welle sowohl Anlaßventile _ und. Brennstoffventile als auch Spül- und Einlaßventile gesteuert oder umgesteuert -werden; während Spül- und Einlaßventile zwangläufig gesteuert oder umgesteuert werden.
  • In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in Ausführungsformen beispielsweise dargestellt worden, und zwar zeigt: Fig. i einen senkrechten Querschnitt durch den oberen Teil eines umsteuerbaren Zweitakt-Dieselmotors mit einer Umsteuerung gernäß der Erfindung; Fig. 2 zeigt- die Ansicht der umsteuerbaren Steuerung für die Brennstoffventile eines Doppelzylinders des genannten Motors; Fig. 3 zeigt die Ansicht der umsteuerbaren Steuerung zum Betätigen der Anlaßventile dieses Doppelzylinders; Fig. ¢ zeigt eine ähnliche Steuerung für umsteuerbare Motoren, bei denen die Einlaß- bzw. Spülventile mittels Hebel und Kokken zwangläufig gesteuert werden; Fig.5 und 6 zeigen eine Einzelheit im Vertikalschnitt und in Seitenansicht.
  • Der in den Fig. i bis 3 teilweise dargestellte umsteuerbare Zweitakt-Dieselmotor setzt sich aus einer Anzahl Doppelzylinder zusammen. Jeder Doppelzylinder besteht aus einem oberen Zylinder ia und, einem unteren Zylinder ib (Fig. i), die hinter- oder übereinander gelagert sind. In Fig. i bezeichnet 8 das gemeinsame Auspuffrohr für die oberen Zylinder, ioa den oberen Kolben und 121 die die zwei übereinander angeordneten. Kolben verbindenden Kolbenstangen. 131 bezeichnet das Brennstoffventil für den oberen Zylinder ia, und 132 das Brennstoffventil für den unteren Zylinder ib. Wie aus Fig. i ersichtlich ist, sind die Verbrennungsräume jedes Doppelzylinders einander zugekehrt. i41 und 142 (Fig.3) bezeichnen die Anlaßventile, welche zweckmäßig in derselben wagerechten Ebene wie die Brennstoffventile 131 bzw. i32 angeordnet sind, während 17a, 17b die mit den Ventilsitzen 15 zusammenarbeitenden Spül- bzw. Einlaßventile bezeichnen. Die Ventile i7a, 17b werden bei der in Fig. i gezeigten Anordnung durch eine an jedem Ende mit .einem der Ventile verbundene Schraubenfeder (nicht gezeigt) gegeneinandergezogen und dadurch auf ihre Sitze gepreßt, während ihr Öffnen am Ende eines Kolbenhubes durch einen gemeinsamen, auf der Kolbenstange i21 sitzenden Bund (nicht gezeigt) erfolgt.
  • Infolge der gedrängten Bauart der genannten Brennstoff- und Anlaßventile ist es möglich, die Steuerung für Vor- und Rückwärtsgang durch einen einzigen Hebel26 zu bewirken. Bei der gezeigten Steuerung ist für die Brennstoffventile 131, 132 jedes Doppelzylinders ein Nocken 27 (Fig. 2), und für die Anlaßventile 1q.1 142 ein Nocken 28 (Fig. 3) erforderlich. Diese Nocken 27, 28 sind auf derselben Steuerwelle 29 befestigt. Für beide Paare von Ventilen ist je ein Doppelhebel 30 (Fig. 2) bzw. 3 i (Fig. 3) vorgesehen, welche auf ein und derselben Welle 32 durch einen Keil 33 befestigt und je durch zwei Verbindungsstücke 36 mit den die Brennstoff- bzw. Anlaßventile betätigenden Stangen 34. bzw. 35 verbunden sind. Die Stangen 3.4 für die Brennstoffventile z3@, 132 sind jeweils mit zwei Nockenrollen 37 ausgestattet, deren eine für Vorwärts- und- die andere für Rückwärtsgang .dient. Jede Stange 35 ist dagegen nur mit einer Rolle 38 versehen. Durch Verstellen des Hebels 26 kann eine Umsteuerung des Motors bewirkt werden, wobei die Anordnung derart ist, daß die Brennstoffventile beim Anlassen des Motors in der einen oder anderen Richtung in der neutralen Lage sich befinden, während bei der Betätigung der Brennstoffventile die Anlaßrollen 38 in die neutrale Lage gebracht werden, so daß die Gefahr eines Auftretens zu hoher Drücke beseitigt ist.
  • In gewissen Fällen empfiehlt es sich, eine Verschiebung des Zeitpunktes des öffnens und Schließens der Spülventile r76, z7 v mit bezug auf die Totpunktlage der Kolben der Doppelzylinder eintreten zu lassen, und zwar so, daß im Kurbeldiagramm der das Öffnen dieser Ventile angebende Punkt näher an den Totpunkt, und der das Schließen angebende Punkt weiter -weg von demselben zu liegen kommt, so daß es noch möglich ist, den Druck der Spülluft bei der Verdichtung auszunutzen.
  • In diesem Falle sind dann die Spül- und Einlaßventile ebenfalls mit Hilfe von Hebeln und Nocken zwangläufig zu steuern.
  • Bei der in Fig. d. gezeigten Steuerung der Spül- bzw. Einlaßventile 39 sind auf einer Stützwelle 5z für die Spülventile 39 jedes Doppelzylinders zwei Hebe152, 53 drehbar gelagert. Das eine Ende dieser Hebel kommt gegen einen Bund des oberen bzw. unteren Spülventils zu liegen. Das andere Ende der Hebel 52, 53 ist dagegen mit einer in senkrechter Richtung geführten Stange 55 bzw. 56 verbunden, von denen jede mit einem in Führungskurven 58 bzw. 59 laufenden Stift 57 verseben ist. Diese Kurven sind je an einem Ende eines Hebels 6o bzw. 61 angebracht, -welche ungefähr in ihrer Mitte mit einer Rolle 62 bzw. 63 ausgerüstet und drehbar an einem gemeinsamen Hebel 630, befestigt sind. Die Rollen arbeiten mit Steuernocken 64 zusammen, -welche auf der bereits erwähnten Steuerwelle 29 sitzen. Der Hebel 636 ist dagegen auf die Welle 32 gekeilt, welche mittels eines Handhebels 26 verstellt werden kann, wenn die Drehrichtung des Motors zu ändern ist. Infolge passender Wahl der Führungskurven 58, 59 wird erreicht, daß die beschriebenen Steuerungsteile beim Drehen der Welle 32 die für den Vorwärtsgang und Rückwärtsgang oder die neutrale Lage erforderliche Stellung einnehmen.
  • Fig. 5 und 6 zeigen die Anordnung für den Fall, daß jeder einzelne Motor für sich ein- und ausgeschaltet werden muß.
  • Auf der Welle 32 sitzt fest für j edes Zylinderpaar ein Sektor 66 mit Anläß-, Stillstands- und Betriebseinschnitten für die Klinke 67 eines Handgriffes 68, dessen Nabe lose auf dev- Welle 32 sitzt. Auf dieser Nabe sitzt fest der oben erwähnte Doppelhebel 30 bzw. 63". Eine Drehung der Welle 32 beeinflußt sämtliche Arbeitszylinder. Außerdem i kann aber mittels des Handgriffes 68 jedes Zylinderpaar ein- und ausgeschaltet werden. Der die Brennstoff-, Anlaß- bzw. Spül-, ventile beeinflussende Hebel 26 nimmt beim Anlassen und beim Stillstand der Maschine die neutrale Lage ein, d. h. er greift in den mittleren Einschnitt ein, während er beim Vorwärts- und Rückwärtsgang in den ersten bzw. dritten Einschnitt gebracht wird, wozu die zugehörige Welle um einen gewissen Winkel gedreht wird.
  • Das direkte Umsteuern von Vorwärts- und Rückwärtsgang oder umgekehrt ohne Zuhilfenäbine von Anlaßluft -wird nur durch Vermittlung einer äußerst einfachen Umsteuerung im Verein mit kurz aufeinanderfolgenden Kraftstößen und Verbrennungen ermäglicht. -Aggregate für Schiffsantrieb besitzen meistens sechs Zylinder. Infolge der Tandemanordnung (zwölf Arbeitszylinder auf -derselben Fläche) erhält man durch die gleichen t Abmessungsverhältnisse von Kurbelwelle, Schubstange, Kolbendurchmesser, also unter einem Arbeitswinkel von 30° die doppelte Bremskraft an der Kurbelwelle. Diese wie die kurz hintereinander folgenden Kraftstöße und Verbrennungen ermöglichen im Verein mit der äußerst einfachen Bauart der Umsteuerung das Umsteuern von Vorwärts auf Rückwärts oder umgekehrt ohne Zuhilfenahme von Anlaßluft.
  • Für Motoren, besonders ortsfeste Motoren mit Steuerungen dieser Art, kann die Brenn-( stoffmenge sowie die Einblaseluft mit Hilfe eines Hilfsmotors der veränderlichen Belastung angepaßt -werden. Für die Einblaseluft ist dann ein mit den erforderlichen Hebeln verbundener, auf der Welle.32 (Fig. 2) sitzender Kolben vorzusehen.

Claims (6)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE: r. Steuerung und. Umsteuerung für Kraftmaschinen, insbesondere Verbrennungskraftmaschinen mit einem oder meheren hintereinander angeordneten Zylindern, dadurch gekennzeichnet, daß Steuerungsvorrichtungen fürAnlaßventi e, Brennstoffventile, Spül- und Einlaßventile der Zylinder durch Vor- und Rückwärtsdrehung einer einzigen, in drei Winkellagen einstellbaren Welle (32) in die für das Anlassen oder Stillstand und für den Vorwärts- oder Rückwärtsgang oder die neutrale Läge erforderliche Stellung gebracht werden (Fig. i, 2, 3 und d.), und ferner, daß die Steuerungsvorrichtungen für die Anlaßventile und die Brennstoffventile der Zylinder durch Vorwärts- und Rückwärtsdrehung einer einzigen, in drei Winkellagen einstellbaren Welle (32) in die für das Anlassen oder den Stillstand und für den Vorwärts- oder Rückwärtsgang oder die neutrale Lage erforderliche Stellung gebracht werden, während Spül- und Einlaßventile zwangläufig gesteuert werden.
  2. 2. Steuerung und Umsteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlaßventile, die Brennstoffventile und die Spül- und Einlaßventile j e durch Nocken (27, A) in der Weise betätigt werden, daß das .Steuergestänge für die Anlaßventile nur .dann mit dem zugehörigen Nocken in Berührung kommt, wenn .das Gestänge für die Brennstoffventile sich in der neutralen Mittelstellung befindet (Fig. 3).
  3. 3. Steuerung und Umsteuerung nach Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die während des Betriebes des Motors unabhängig voneinander arbeitenden, auf einer Stützwelle (51) drehbar gelagerten Doppelhebel (52, 53) durch die Verbindungsstangen (55, 56) und Rollenhebel (6o, 61), die mit einem auf der vor- und rückwärts verstellbaren Welle (32) befestigten Steuerungshebel (63") verbunden sind, die auf der Kolbenverbindungsstange (12) angeordneten Spül-und Einlaßventile betätigen und durch Vor- und Rückwärtsdrehung .der genannten Welle (32) das Steuergestänge für die Anlaßventile mit dem zugehörigen Nocken in Berührung bringen, wenn die Brennstoffventile und die Spül- und Einlaßventile sich in der neutralen Lage befinden oder in die für das Anlassen oder den Stillstand und für den Vorwärts- oder Rückwärtsgang erforderliche Stellung gebracht werden.
  4. Steuerung und Umsteuerung nach Ansprüchen i bis 3, bei welcher das Steuergestänge für das Anlaßventil, Brennstoffventil und Spül- und Einlaßventil mit einer oder mehreren Nocken zusammenwirkende Nockenrollen aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Nockenrollen (37, 38) an schwenkbaren Lenkern (34, 35) gelagert sind, welche mit der Welle (32) verbunden sind und beim Anlassen oder Stillstand und für den Vorwärts- oder Rückwärtsgang oder die neutrale Lage quer über ,die Nockenwelle (29) geschwungen werden (Fig.2 und 3).
  5. 5. Steuerung und Umsteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (32) für jeden Zylinder oder jedes Zylinderpaar ein besonderer Steuerhebel (68) vorgesehen ist, ver-. mittels dessen jeder einzelne Zylinder oder jedes Zylinderpaar ein- und ausgeschaltet werden kann.
  6. 6. Umsteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beim Umsteuern des Motors durch die Welle (32) das Steuergestänge in die neutrale Lage gebracht wird, während vermittels eines Urnsteuerhebels (68) jeder einzelne Zylinder oder jedes Zylinderpaar ohne Zuhilfenahme der Anlaßluft umgesteuert werden kann, oder aber, daß sämtliche Zylinder durch Umsteuern der genannten Welle (32) ebenfalls ohne Anlaßluft von der einen Drehrichtung in die andere gebracht werden können.
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