DE299142C - - Google Patents

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DE299142C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

Es ist bekannt; daß der Zusatz von gewissen Stoffen, insbesondere von Calciumchlorid und Calciumfluorid zu Calciumcarbid, die Einwirkung von Stickstoff auf das Carbid bedeutend zu beschleunigen vermag. Bei der prak-" tischen Ausführung dieses Verfahrens hat man bisher das Carbid und das Calciumchlorid und Calciumfluorid getrennt vermählen und die beiden Stoffe in gemahlenem Zustand in
ίο besonderen Mischapparaten mehr oder wcni-. ger innig miteinander vermischt. Bei dieser Arbeitsweisc konnte man eine weitgehende ( Umwandlung des Carbids in Calciumcyanamid nur erreichen, wenn man das Gemenge ■ i"5 in Schichten von höchstens 30 bis 40 cm dem Stickstoffstrom aussetzte. Die Beschränkung auf so geringe Schichthöhen hatte eine entsprechend niedrige . Produktion zur Folge, wodurch die Gestehungskosten im ungünstigen Sinne beeinflußt wurden. Die Stickstoffbindung ging dabei bei Temperaturen zwischen 750 und 8oo° bei Calciumchloridzusatz und bei 800 bis 8500 bei Calciumfluoridzusatz vor sich. Dies bedeutete zwar gegenüber der Verwendung von Carbid ohne Calciumchlorid- oder -fluoridzusatz bereits eine erhebliche Temperaturerniedrigung, doch ist die Temperatur von 750 bis 8500 immerhin noch so hoch, daß eiserne Apparaturen darunter erheblich leiden. Es ist demgemäß bei der Ausführung der Stickstoffbindung durch ein Gemenge von Calciumcarbid und Calciumchlorid oder Calciumfluorid von erheblichem Vorteil, die Reaktionstemperatur weiter herabzusetzen . und' ferner mit erheblich größeren Schichthöhen arbeiten zu können. Diese beiden Bedingungen werden gemäß vorliegender Erfindung erfüllt, wenn man das Carbid und das Calciumchlorid oder Calciumfluorid nicht wie bisher getrennt vermahlt und dann vermischt, sondern das Vermählen und das Vermischen beider Stoffe in ein und derselben Mahlvorrichtung gleichzeitig vornimmt. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß, wenn das Vermählen und Vermischen der beiden Stoffe in dieser Weise bewirkt wird, die erforderliche Reaktionstemperatur auf unter 7000 (650 bis 7000) bei Calciumchloridzusatz und unter 7500 (700 bis 7500) bei Calciuinfluoridzusatz herabgemindert wird, während die Stickstoff auf nähme noch glatt und vollständig bei Schichthöhen bis zu 1 m Stärke vor sich, geht.
Durch diese erhebliche Herabminderung der Temperatur und Erhöhung der Schichthöhen wird nicht nur eine außerordentliche Vereinfachung und wesentlich größere Haltbarkeit der Apparatur erreicht, sondern es wird auch die Menge des in der Zeiteinheit in der gleichen Apparatur herstellbaren Er-Zeugnisses um ein Vielfaches vergrößert,
Durch die Patentschrift 242989 ist es bekannt, das Calciumchlorid schon unmittelbar den zur Herstellung des Carbides dienenden Rohmaterialien' beizumischen,· ferner das Calciumchlorid feuerflüssigem Carbid zuzu-
setzen. In beiden Fällen wird also auch das Carbid zusammen mit dem Calciumchlorid zerkleinert, ohne daß jedoch, wie bei vorliegender Erfindung,. ehje besonders feine Vermahlung angestrebt' worden wäre. Diesen be.ide.ri >Vef£ähr)eji'haften-;jedoch mehrere Übelstände an (z. B. die Unmöglichkeit einer gleichmäßigen Verteilung des Calciumchlorides in der Masse), durch-welche die Ein-· führung »dieser beiden.. Verfahren in die Praxis bisher verhindert worden ist. Bei beiden Verfahren hat man auch, trotzdem dabei .das Chlorid und das Carbid zusammen vermählen wurden, an die Anwendung höhe·^ rer Schichten und niedrigerer Temperaturen nicht gedacht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung vouCälciumcyanamid aus Carbid und Stickstoff in Gegenwart von Calciumchlorid oder CaI-ciumfmorid, dadurch gekennzeichnet, daß das durch gemeinsames Vermählen und gleichzeitiges inniges Vermischen des Calciumcarbides und Calciumchlorides oder Calciumfluorides in ein und derselben Mahlvorrichtung hergestellte, äußerst feinpulverige Gemisch in Schichthöhen, von über 40 cm bis 100 cm und bei niedrigeren Temperaturen als bisher erforderlieh, der Stickstoffeinwirküng ausgesetzt wird. - .
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934588C (de) * 1951-01-18 1955-10-27 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid und/oder Kalkstickstoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934588C (de) * 1951-01-18 1955-10-27 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Herstellung von Calciumcarbid und/oder Kalkstickstoff

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