DE297664C - - Google Patents

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DE297664C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D14/00Burners for combustion of a gas, e.g. of a gas stored under pressure as a liquid
    • F23D14/30Inverted burners, e.g. for illumination

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Spray-Type Burners (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JiIi 297664 KLASSE 4g. GRUPPE
JOHAN KAREL FREDERIK BLOKHUIS
INMIDDELHARNIS3NiEDERl. ,
für hängendes Licht.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. November 1915 ab.
Die Erfindung bezieht' sich auf Mittel zur Verhütung des Abbrechens der gebrannten Ansätze in Gasglühlichtbrennern für hängendes Licht. Bekanntlich werden die Glühstrümpfe der Härigelichtbrenner aufgehängt an einen Ansatz aus gebrannter Magnesia. Dieser Ansatz ist fast immer in derartiger Weise am etwas erweiterten Ende des aus Messing bestehenden Brennerrohres angebracht, daß ein
ίο in der Außenseite des gebrannten Ansatzes eingeschnittenes Schraubengewinde in ein damit übereinstimmendes Gewinde im Innern des erweiterten Metallmundstücks paßt.
Ein sehr lästiger und gefährlicher Umstand beim Hängelicht besteht darin, daß bisweilen, die Ansätze in glühendem Zustande plötzlich beim Gewinde abbrechen und mit dem Strumpfe zusammen herunterfallen. Weil meistens keine Mittel zum Auffangen vorgesehen sind, ist es schon mehrfach vorgekommen, besonders in Ladenauslagen, daß dadurch Feuer ausbrach. Man hat versucht, die Folgen dieses Übelstandes dadurch, zu beseitigen, daß um den Strumpf herum ein durchlöchertes Glas angebracht wird, wobei die Löcher von solcher Größe und dermaßen angeordnet sind, daß der herabfallende Ansatz nicht hindurch kann. In dieser Weise kann zwar den schädlichen Folgen des Übelstandes vorgebeugt werden,
der Übelstand selbst ist damit nicht beseitigt. . Man hat versucht, die Erscheinung zu erklären, und zum Beispiel gemeint, daß die Ursache zu suchen sei in einem zu festen Anschrauben des Ansatzes, zusammen mit ungleicher Ausdehnung dieses Ansatzes und des Metalles. Wenn dies richtig wäre, würde aber das Mundstück meistens sofort nach dem Einsetzen abbrechen, wenn die genannten Teile nach dem erstmaligen Anzünden heiß geworden sind. Dieses ist aber nicht der Fall: erst nachdem der Brenner einige Monate im Gebrauch gestanden hat, fällt der glühende Aasatz mit dem Strumpfe zusammen unerwarteterweise herunter.
Die Erfindung, welche weiter unten dargelegt werden wird, gründet sich nun auf folgender vom Erfinder gemachter Beobachtung. Es wurde gefunden, daß der zurückgebliebene Teil des abgebrochenen Ansatzes stets eingeklemmt ist in einer harten Schicht, welche sich gebildet hat innerhalb des Gewindes zwischen dem Ende des Messingverbrennungsrohres und dem Ansatz. Diese Schicht ist Ursache, daß der zurückgebliebene Teil des Ansatzes nicht mehr aus dem Brennerrohre herausgeschraubt werden kann, sondern durch Zertrümmern entfernt werden muß. Selbst wenn der Ansatz ursprünglich mit einigem Spielraum im Brennerrohr gepaßt hat, findet sich dieser Spielraum nach einiger Zeit ganzlieh von der genannten Schicht ausgefüllt.
Es ist nun diese fortwährend anwachsende Zwischenschicht, welche den Ansatz abklemmt. Dieses zeigte sich sehr deutlich in einem Falle, wo das Abbrechen nicht sofort über den ganzen Umfang stattgefunden hatte, sondern wo der Ansatz an einer Stelle noch einige Zeit hängengeblieben war. Als er später auch
an dieser Stelle abbrach und herunterfiel, ergab sich, daß der alte Riß gänzlich mit obengenannter Substanz ausgefüllt war.
Es wurde nun gefunden, daß diese in Wasser lösliche und nach Abkühlung an der Luft allmählich hellblau werdende Schicht Kupfersulfat und Zinksulfat enthält. Dieselbe Substanz entsteht auch da, wo die Flamme die Außenseite des Brennerrohres berührt; man
ίο findet da Streifen einer weißen Substanz, welche nach Abkühlung an der Luft allmäh-. lieh hellblau werden.
Weil aus gleichen Folgen in diesem Falle mit großer Wahrscheinlichkeit auf gleiche Ursachen geschlossen werden durfte, kam der Erfinder zu dem Schlüsse, daß die Ursache des Entstehens der Schicht zwischen Ansatz und Brennerrohr ebenfalls gesucht werden müsse in der Einwirkung der schwefelhaltigen Gase auf das Metall des Brennerrohres. Um dem Übelstande vorzubeugen, muß also diese Einwirkung verhindert werden, und es ergab sich, daß durch Anwendung von Mitteln, welche eine solche Verhinderung herbeiführten, der beabsichtigte Effekt, nämlich das Verhindern des Abbrechens des Ansatzes, tatsächlich erreicht wurde.
Das Wesen der Erfindung besteht also darin, daß Mittel angewandt werden, welche verhin-
dem, daß durch die Einwirkung der Flam- I mengase in der Hitze auf das Metall des Brennerr'ohres Verbindungen entstehen, welche zwischen diesem Rohre und dem Ansätze sich festsetzen und durch ihr Anwachsen das Abbrechen des Ansatzes herbeiführen können. Entbehrt kann der Ansatz nicht werden, weil ein nur aus Metall verfertigtes Mundstück die Hitze zu schnell abführen würde.
Zwei Ausführungsformen der Erfindung kommen am meisten in Betracht:
i. Man kann (was übrigens schon bekannt ist) das Brennerrohr mit Außengewinde und den Ansatz mit Innengewinde versehen, so j daß das Ende des Ansatzes das Brennerrohr |
umschließt. Weil aber, wie der Erfinder bemerkt hat, dieser Schutz nicht genügt, wird bei einer Ausführungsform der Erfindung zwischen Brennerrohr und Ansatz ein geeigneter Kitt angebracht.
2. Das Ende des Metallbrennerrohres wird verfertigt aus oder überzogen mit einem Metalle, welches der obenerwähnten schädlichen Einwirkung nicht unterworfen ist. Auch ein nichtmetallisches Ende oder ein nichtmetallischer Überzug geeigneter Art kann natürlich angebracht werden.
Durch die erwähnten Mittel wird dem Abbrechen des Ansatzes völlig vorgebeugt.
Folgende Materialien kommen, sei es als Bestandtteile eines geeigneten Kittes, sei es als Überzug für das Ende des Brennerrohres, ent·; weder für sich oder in geeigneter Mischung, in Betracht: Aluminium, Chrom, Gold, Silber, Nickel, Kobalt, Tantal, Wolfram, Molybdän, die Platinmetalle; Borsäure, Borsäureanhydrid, Borax und andere schmelzbare Borate, Kieselsäureanhydrid, Wasserglas, schmelzbare Silikate, Glas, Email, Asbest, Tonerde, Ton, Kaolin, Schamotte, Magnesia. ' ·
Es bleibt natürlich dem Sachverständigen vorbehalten, aus den angegebenen Körpern die in einem vorliegenden Falle meist geeignete Wahl zu treffen. Es seien hier nur einige Beispiele gegeben, welche sich als besonders geeignet erwiesen haben :
Zur Ausführungsform 1 (ein Kitt zwischen Brennerrohr und Ansatz) kann ein aus geeigneten Mengen zerriebenem Asbest, Aluminiumpulver und Wasserglas zusammengestellter Kitt dienen; auch Kitte, worin Ton, Kaolin, Magnesia, Schamotte 0. dgl. eingehen, sind sehr geeignet.
Als Metall, um das Ende des Brennerrohres daraus anzufertigen oder damit zu überziehen, eignet sich vor allem Nickel, weil es nicht zu teuer ist. . Aber auch ein dünner Silberüberzug ist geeignet und nicht zu teuer. Natürlich kann man auch bestimmte Legierungen verwenden.
Als Überzug kommt weiter Email sehr in Betracht, während das Ende des Brennerrohres auch aus geschmolzener Silika angefertigt werden kann.
Borax in einem Kitt wird zwar schmelzen, wenn er aber durch Asbestfasern o. dgl. ka-. pillar festgehalten wird, hat er die günstige Eigenschaft, Metalloxyde aufzunehmen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verbesserung an Brennerröhren und Brenneransätzen für Gasglühlichtbrenner für hängendes Licht, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verhütung des Übelstandes, daß der aus gebrannter Magnesia o. dgl. bestehende Ansatz abgeklemmt wird durch Sulfate von Kupfer und Zink, welche sich durch Einwirkung der Flammengase in dem Spielraum zwischen dem Ansätze und dem Brennerrohre (aus Messing) bilden, das Ende des Brennerrohres, welches den Ansatz trägt, angefertigt ist aus oder bekleidet ist mit einem gegen das Gasgemisch der Flamme genügend widerstandsfähigen Metall oder Metallegierung, oder bekleidet ist mit einer entsprechend widerstandsfähigen Kitt- oder anderen feuerbeständigen Masse.
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